DE703109C - Funkpeiler mit Kompensation der Beschickung auf Grund des Enttruebungsbedarfes - Google Patents

Funkpeiler mit Kompensation der Beschickung auf Grund des Enttruebungsbedarfes

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DE703109C
DE703109C DE1938T0051122 DET0051122D DE703109C DE 703109 C DE703109 C DE 703109C DE 1938T0051122 DE1938T0051122 DE 1938T0051122 DE T0051122 D DET0051122 D DE T0051122D DE 703109 C DE703109 C DE 703109C
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DE1938T0051122
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Dr Phil Hans Rebmann
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Telefunken AG
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Telefunken AG
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

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  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

  • Funkpeiler mit Kompensation der Beschickung auf Grund des Enttrübungsbedarfes Es ist bekannt, daß beim Peilen mit Rahmenantennen, Goniometern u. dgl. Peilfehler dadurch entstehen, daß sich die direkte Welle des angepeilten Senders mit den Rückstrahlungen reflektierender Objekte in der Nähe der Empfangsantenne überlagert, so daß das resultierende Feld eine Minimumrichtung aufweist, die von der tatsächlichen Senderrichtung um einen gewissen Betrag, die sog.
  • Funkbeschickung f, abweicht. Die wahre Funkpeilung p setzt sich daher zusammen aus der rohen Funkpeilung q und dem Korrekturwert f nach der Formel p=qtf.
  • Gleichzeitig tritt durch die reflektierten Strahlungen eine Trübung des Minimums ein, da ja in der Lage des Richtantennensystems, in der der angepeilte Sender keinen Empfang liefert, die Rückstrahler in der Umgebung der Antenne eine Trübungsspannung hervorrufen.
  • Die vorliegende Erfindung gründet sich auf eine neuartige Methode zur Ermittlung, der Funkbeschickungswerte einerPeilstation, insbesondere auf Schiffen und Luftfahrzeugen, und betrifft am Empfänger vorzusehende Mittel, um die Funkbeschickung aus dem Enttrübungsbedarf zu bestimmen oder zu kompensieren.
  • Es sind verschiedene Niehoden bekannt, um die Funkbeschickungsbeiwerte J zur Ermittlung der wahren Funkpeilung p aus der rohen Funkseitenpeilung q durch Vorrichtungen am Peiler selbst oder in dessen naher Umgebung zu beseitigen. Zu diesen Vorrichtungen gehören z. B. der mechanische Funkbeschicker oder Kompensationsschleifen, zwischen denen sich der Peilrahmen bewegt. Da die Funkbeschickung jedoch in starkem Maße von den jeweiligen Betriebsbedingungen, Tiefgang des Schiffes, Wellenlänge des angepeilten Senders, abhängig ist, setzen diese Kompensationsmethoden voraus. daß bei der Einrichtung der Peilstation für jeden besonders zu berücksichtigenden Betriebsfall eine vollständige Beschickungskurve aufgenommen wird.
  • Die Grundlage der vorliegenden Erfindung beruht auf der Erkenntnis daß zwischen der Beschickung und der am Empfänger feststellbaren Trübung nicht nur ein funktioneller Zusammenhang beseht, sondern daß dieser Zusammenhang auch mit einer großen und für alle Fiille der Praxis genügenden Näherung durch ch eine einfache Formel erfaßt werden kann. Diese Formel gestattet, abgesehen von gewissen Grenzfällen, für jeden Peilbetriebszustand aus der empirischen Ermittlung der Beschickung und Trübung für nur eine Richtung die rechnerische Festlegung der Beschickung fiir alle anderen Richtungen aus dem jeweiligem Enttrübungsbedarf.
  • Es ist daher möglich, Vorrichtungen am Peilempfänger vorzusehen, durch welche aus dem jeweils vorliegenden Enttrübungsbedarf die Beschickung entweder bestimmt oder selbsttätig kompensiert werden kann.
  • Es folgen die theoretische Begründung und die Beschreibung der Erfindung.
  • Im folgenden wird zunächst ein einfaches Zeigerdiagramm für die Veranschaulichung der elektrischen Vorgänge beim Peiler entwickelt. das sowohl auf den rotierenden als auch den ruhenden Peiler angewendet werden kann.
  • Bekanntlich wird durch die Rotation der Goniometersuchspule das Feld des einfallenden Senders, das durch den Ausdruck A#cos #Ht gegeben ist, mit der Umdrehungsfrequenz #r sinsuförmig moduliert, so daß am Empfängereingang der Spannungsverlauf ausgedrückt wird durch A # cos #Ht # cos #rt oder A/2 (cos (#H+#r)t + cos(#H-#r)t).
  • Der zweiten Darstellung entsprechen, wie bekannt, zwei Seitenbänder, bei denen der Träger fehlt. Man erhält demnach folgendes Zeigerdiagramm: Relativ zu der mit der Senderfrequenz #H rotierenden Achse T (Abb. 1) drehen sich die beiden Seitenbänder mit der langsamen Modulationsfrequenz #@ und -#@, also entgegengesetzt und gleich rasch bezüglich T. T bleibt immer Symmetrieachse. Der Augenblickswert der Spannung ergibt sich in bekannter Weise als Projektion der Resultierenden der beiden Seitenbänder, die stets in der Richtung von T liegt, auf eine feste Bezugsrichtung N. Man erkennt ohne weiteres, daß sich die Darstellung auf den Hörpeiler mit ruhendem Rahmen dadurch übertragen läßt, daß man die Seitenbandzeiger in einer bestimmten Lage relativ zueinander, die der jeweiligen Lage des Rahmens entspricht, festhält. Der Winkel α zwischen der Normalen M znr Symmetrieachse 7' und einem Seitenband entspricht dem NÄTinkel zwischen Hörminium und augenblicklicher Stellung des Peilrahmens, charakterisiert also die räumliche Lage der Minimumempfangsrichtung des Rahmens bzw. des Goniometers.
  • Dieses Diagramm kann in einfachster Weise erweitert werden liei Hinzutreten eines zweiten Senders, z. B. eines Rückstrahlers, der Beschickung und Trübung hervorruft.
  • In Abb. 2 ist diese Erweiterung vorgenommen worden. 1 und 2 sind die Seitenbänder des Hauptsenders, die sich mit #r bzw. - #r in der tlurch die Pfeile gekennzeichneten Weise relativ- zu ihrer Symmetrieachse T drehen.
  • 1 und 2 2' sind die ebenfalls mit co, bzw.
  • -#r umlaufenden Seitenbänder des Nebensenders (Rückstrahlers). Ihre die Hochfrequenz charakterisierende Symmetrieachse T' bildet mit T den Winkel #. # ist die (konstante) Phasenverschiebung zwischen der Trägerfrequenz des Senders und der des Nebensenders in der Empfangsantenne. Der räumliche Richtungsunterschied zwischen Haupt- und Nebensender bewirkt, daß die relative Winkelstellung der beiden Seitenbandpaare, z. B. Winkel α in Abb. 1, zu ihren Symmetrieachsen (oder deren Normalen) stets um einen Winkel # differiert, der dem Winkel zwischen Haupt- und Nebensender, geschen von der Empfangsantenne, entspricht, d. h. der Betrag des Winkels # = α1-α2 in ;Äl)b. 2. Da sich je zwei Seitenbänder (I und 1', 2 und 2') gleichsinnig und gleich rasch drehen, können sie vektoriell zusammengesetzt werden: 1 und 1' ergeben das resultierende Seitenband 1, 2 und 2' entsprechend das Seitenband II. Die Zeigerrichtungen von I und II haben eine neue Symmetrieachse T".
  • Addiert man die Zeiger I und II vektoriell bei festgehaltenem Vektor T in sämtlichen Lagen, die sie einnehmen können, so ergibt sich bekanntlich ein elliptisches Drehfeld, dessen große Achse in der Richtung T" liegt.
  • Die Zeiger 1 und II sind im allgemeinen nicht mehr gleich groß; ihr Unterschied kennzeichnet die Trübung, da er den nicht verschwindenden Spannungsrest bei Gegenphasigkeit der Seitenbänder (Minimum) darstellt.
  • Eine gleichsinnige Verdrehung der beiden Seitenbandzeiger I und 2 um gleiche Beträge bedeutet eille hochfrequente Phasenverschiebung ohne Veränderung der Minimumlage.
  • Eine gegensinnige Verdrehung der beiden Zeiger dagegen bedeutet eine Verschiebung der Minimumlage bei konstanter hochfrequenter Phase. Eine beliebige Verschiebung der beiden Seitenbandzeiger kann stets zusammengesetzt werden aus einer gleichsinnigen Verschiebung um einen bestimmten Winkelbetrag entsprechend der Verschiebung der Symmetrieachse T nach T", was eine hochfrc quente Phasenverschiebung bedeutet, und einer gegensinnigen Verschiebung der beiden Zeiger, die der jeweiligen Funkbeschickung entspricht. Diese gegensinnige Verschiebung ist gegeben durch die halbe Differenz der Winkel, um welche die Seitenbänder I und 2 weitergedreht werden müssen, um in die Richtung I und II zu kommen.
  • In Abb. 3 ist das Zeigerdiagramm nochmals gezeichnet worden, jedoch so, daß der Hauptsender (Seitenbänder OA und OA') gerade in der Minimumstellung steht (Gegenphasigkeit der Seitenbänder). Demgegenüber ist der Nebensender (Rückstrahler) mit seinen Seitenbcindern OB und OB' von seiner blinimumstellung noch um den Winkel # entfernt. # ist, wie schon erläutert wurde, der räumliche Richtungsunterschied zwischen Haupt- und Nebensender. Der Winkel zwischen den Symmetrieachsen T und T' der beiden Seitenbandpaare stellt den hochfrequenten Phasenwinkel ç der den beiden Sendern entsprechenden Träger in der Empfangsantenne dar.
  • Rechnet man grundsätzlich alle Winkel im Uhrzeigergegensinn als positiv, so ist die Beschickung gegeben durch die halbe Differenz der Winkel AOC und A'OC' ,um die die Seitenbänder des Hauptsenders durch Hinzukommen des Nebensenders verschoben werden.
  • Für den Winkel #+ gilt, da Winkel BOA = # + + (M' steht senkrecht auf T'.
  • AOA' senkrecht auf T) und Winkel CAO = 2R - (#+#), nach einer bekannten trigonometrischen Formel im Dreieck OAC:
    (A1/@ bzw. A2 bedeuten die Amplituden der Seitenbänder).
    Der Wert für # ermittelt sich aus der Reihenentwicklung des obigen Ausdruckes, da α sin x arc tg = a sin x - ½ a2 # sin 2 x + 2/3 a3 # sin 3 x - ...
  • 1 + a cos x und A2/A1 praktisch stets sehr klein ist, mit guter Näherung zu #+= A2/A1 sin (# + #), (#+ im Bogenmaß).
  • Genau entsprechend findet man für den Betrag, um den das langsamere Seitenband vorgeschoben wird, da Winkel B'OM'' = # -#- = A2/A1 sin (#-#). (#- im Bogenmaß).
  • Schließlich ergibt sich für die Funkbeschickung f: f = #+-#- = A2 (sin(# + #) - (sin(# - #)) 2 2A1 oder nach einer bekannten trigonometrischen Umformung f = A2/A1 sin # # cos #. (1) Diese Formel gilt für alle praktisch vorkommelden Fälle mit sehr guter Näherung.
  • Die resultierende Trübung für die in Abb. 3 gezeichnete Lage der Seitenbänder ergibt sich näherungsweise aus der Projektion der beiden Zeiger B und B' in Richtung der ZeigerA undA' T = A2/2(cos(#-#)-cos(#+#)) = A2 sin # sin #.
  • Die Einstellung der Enttrübung ist nicht abhängig vom absoluten Wert der Trübung T, sondern von der relativen Trübung t, dem Verhältnis T/A1 von Trübspannung im Minimum T und Hauptsenderfeldstärke A1.
  • Für t gilt daher t = A2/A1 sin # # sin #. (II) Aus I und II folgt f = c # t # cotg #. (III) In (III) kommt der räumliche Richtungsunterschied # der beiden Sender sowie ihr Feldstärkeverhältnis A2 nicht mehr vor. Für Al konstantes , d. h. für ein und dieselbe Wellenlänge des Senders und damit des Rückstrahlers ist die Beschickung direkt proportional der Trübung. Kennt man daher zwei zusammengehörige Werte der Beschikkung und Trübung, dann kann man daraus den Proportionalitätsfaktor zwischen Beschickung und Trübung ermitteln, der für sämtliche anderen Stationen derselben Wellenlänge den gleichen Wert besitzt.
  • Hierbei sind zwei Grenzfälle zu unterscheiden: 1. #=90° (Rückstrahler:nicht abgestimmte Antenne, abgestimmte Schleife). Hier bleibt die Funkbeschickung für alle Stationen gleich o (s. Formel (1) oder Zeigerdiagratum). Der Proportionalitätsfaktor ist o für die betreffende Wellenlänge.
  • 2. g = 00 (Rückstrahler: abgestimmte Antenne, sehr stark verstimmte Schleife). In diesem Falle versagt obige Formel, da dann der Proportionalitätsfaktor oo wird. Hier bleibt die Trübung stets o, während die Beschickung alle Werte annehmen kann. Praktisch kann dieser Fall jedoch nur angenähert auftreten, da infolge der stets vorhandenen Verlustwinkel eine verstimmte Schleife die exakte Bedingung #=0° nicht erfüllen kann.
  • Eine abgestimmte Antenne in der Umgebung des Peilers muß dagegen verstemmt werden, um keine trübungsfreie Beschickung mehr zu erzeugen.
  • Formel (III) gilt, auch wenn effektiv mehrere Rückstrahler vorhanden sind, in allen jenen Fällen, wo die Rückstrahlung der gesamten umgebung aufgefaßt werden kann als die Wirkung einer einzigen Schleife oder Antenne (Schiff, Flugzeug), da dann der Phasenwinkel für alle Sender derselben Wellenlänge gleichbleibt. Dies werden im allgemeinen alle jene Fälle sein, in denen die Beschickung durch die Anbringung von Kompensationsschleifen oder Spulen praktisch zu beseitigen ist.
  • Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß sich bohne Schwierigkeit die Formeln (I bis III) erweitern lassen auf zwei oder mehr Rückstrahler, indem man die Zeiger des neuen Rückstrahlers in das Diagramm einfügt und die Rechnung wiederholt.
  • Für die praktisch weitaus vorwiegenden Fälle läßt sich also die Aufnahme der Beschickung dadurch vereinfachen, daß durch Aufnahme eines einzigen Wertepaares für t und t (evtl. noch einiger Kontrollwerte) der Proportionalitätsfaktor ermittelt wird, wodurch alle Beschickungswerte aus der Beobachtung der Trübung gefunden werden können. Für jede Wellenlänge ist der Phasenwinkel # ein anderer, der Proportionalitätsfaktor ist also jedesmal neu zu ermitteln durch eine Peilung in dem betreffenden Wellenbereich. Es braucht aber nicht jedesmal eine vollständige Beschickungskurve aufgenommen werden, sondern diese ergibt sich aus der Trübung.
  • In der einfachsten Form besteht nun die erfindungsgemäße Einrichtung in einer besonderen, auf einen neuartige Weise geeichten Skala, über welche der Indikator einer die Enttrübung anzeigenden Vorrichtung entlang bewegt wird. Die besondere Eichung dieser Skala soll so vorgenommen werden, daß das einer bestimmten Stellung der Enttrübungsvorrichtung entsprechende Trübungsmaß mit dem vorerwähnten Proportionalitätsfaktor multipliziert und der daraus folgende Beschikkungswert dem betreffenden Skalenteil zugeordnet wird. Es wird also durch den Indikator der Enttrübungsvorrichtung unmittelbar die Beschickung angezeigt.
  • Entsprechend einer weitergehenden Ausführungsform der Erfindung wird durch die Regelung der Enttrübungsvorrichtung automatisch eine Versetzung der Peilskala relativ zum Peilindikator bewirkt, wodurch eine lutomatische Kompensation der Beschickung erfolgt. Hierbei wird durch eine mechanische oder andere Kopplung zwischen dem Bedienungsgriff für die Enttrübung und der Peil skala bzw. dem Peilindikator bewirkt, daß die vorgenommene Versetzung von Peilskala gegen Indikator proportional dem Trübungsmaß ist, wobei der Proportionalitätsfaktor nach den vorerwähnten Grundsätzen zu ermitteln ist. Die Mittel zur Durchführung dieses Erfindungsgedankens gehören zum Stand der Technik. Beispielsweise kann durch Drehung des Enttrübungsgriffes eine Gleichspannung erzeugt werden, welche dem Triibungsmaß proportional ist und die korrigierende Verdrehung der Peilskala bzw. des Peilindikators regelt.
  • Bei Sichtpeilern, die mit rotierenden Peil organen arbeiten, so daß am Eingang des Empfängers die im ersten Teil der Anmeldung erwähnten Seitenl)änder auftreten, soll gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung eine die Beschickung regulierende Phasendrehung dieser Seitenbänder vorge nommen werden. Diese Phasendrehung kann z. B. auf die Weise erfolgen, daß durch die Drehung des Enttrübungsgriffes in bestimmte Stellungen entsprechende Bandbreitenveränderungen eines Resonanzkreises an einer Stelle des Peilempfängers bewirkt werden.
  • Hierdurch tritt eine regulierbare, gegensinnige Phasendrehung der Seitenbänder ein, die sich als Änderung der Laufzeit des Empfängers und daher als Verschiebung des Peilhildes bzw. des Peilminimums auf der Anzeigeskala auswirkt.
  • Bei allen bisherigen Ausführungsbeispielen wurde vorausgesetzt, daß zur Ermittlung der Beschickung oder zur Auslösun.g der Beschickungskompensation zunächst das Trübungsmaß durch Bedienung einer Enttrübungsvorrichtung abgelesen oder eingestellt wird.
  • Das im folgenden erwähnte Ausführungsbeispiel bezweckt die Einsparung dieses Bedienungsgriffes und die vollautomatische Beschickung des Peilergehnisses. Hierbei wird der Umstand ausgenutzt, daß bei solchen Bandbreiten des Peilempfängers, die mit dem Frequenzabstand der Seitenbänder vergleichbar sind, ein künstlicher Trübungseffekt als Folge ungenauer Abstimmung eintritt. Diese Verhältnisse veranschaulicht Abt. 4. Bei a bedeuten die beiden senkrechten Striche die beiden Seitenbänder, die noch weit außerhalb der Resonanz liegen. Bei b fallen sie bereits in die Resonanznähe, werden jedoch wegen der noch vorhandenen Verstimmung ungleich erhöht. Bei c liegt der Fall genauer Abstimmung vor, wodurch die Seitenbänder im gleichen Maße überhöht werden. Wie aus der theoretischen Darlegung hervorgeht, entspricht der Fall b einem im Empfänger hervorgerufenen Trübungseffekt. Wird nun der Fall vorausgesetzt, daß am Eingang des Empfängers bereits eine Trübung vorlag, die bei den Seitenbänder also ungleich groß waren, so ist es umgekehrt möglich, durch eine Verstimmung im geeigneten Sinne einen Trübungseffekt künstlich zusätzlich hervorzurufen, der, wenn er gegensinnig zu dem ursprünglichen Trübungseffekt gerichtet ist, enttrübend wirkt. Es wird also die infolge Trübung vorhandene Ungleichheit der Seitenbänder am Empfängereingang durch Verstimmung ausgeglichen. Das hierfür notwendige Verstimmungsmaß ist kennzeichnend für die am Empfängereingang vorliegende Trübung.
  • Hierauf gründet sich das im folgenden angegebene Ausführungsbeispid der Erfindung.
  • Es gehört zum Stand der Technik, durch die Verstimmung eines Resonanzkreises gegen eine vorliegende Frequenz Regelspannungen zu erzeugen (automatische Scharfabstimmung), die ein Maß fiir diese Verstimmung sind. Es wird also im Sinne der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, einen engen Resonanzkreis so weit zu verstimmen, daß das Peilbild keine Trübung zeigt, durch diese Verstimmung eine definierte Regel spannung zu erzeugen und mit Hilfe dieser Regelspannung die Beschickung zu korrigieren. Die Mittel, um mittels einer solchen Regelspannung die Kompensation der Beschickung vorzunehmen, ergeben sich aus den bisher erwähnten Ausführungsbeispielen und sind für das Wesen der Erfindung gleichgültig. Es kann beispielsweise entsprechend den bisherigen Ausführungsbeispielen der Erfindung eine Bandbreitenregelung zum Zwecke der Phasendrehung der Seitenbänder gegeneinander vorgenommen werden, welche dem Verstimmungsmaß in richtiger Weise proportional ist. Zur Vermeidung von unkontrollierbaren Peilfehlern ist dafür zu sorgen, daß die im Sinne der Erfindung vorzunehmende Verstimmung niemals den Wert erreicht, bei welchem ein Seitenband in denjenigen Teil der Resonanzkurve rückt, in welchem die Phasencharakteristik nicht mehr geradlinig verläuft.

Claims (6)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Funkpeiler, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um auf Grund des zwischen Trübung und Beschickung bestehenden funktionellen Zusammenhanges durch eine die Enttrübung regelnde Vorrichtung die Beschickung anzuzeigen oder selbsttätig zu kompensieren.
  2. 2. Funkpeiler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Indikator derEnttrübungseinrichtung über einer Skala bewegt wird, auf der die dem jeweiligen Enttrübungsbedarf entsprechende Funkbeschickung angezeigt wird.
  3. 3. Funkpeiler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem einstellbaren Teil einer Enttrübungsvorrichtung die Peilskala oder der Peilindikator in der Weise gekoppelt ist, daß entsprechend der Abhängigkeit zwischen Enttrübungsbedarf und Funkbesebickung durch die Bedienung der Enttrübungsvorrichtung eine die Beschickung kompensierende Versetzung von Peilskal a gegen Peilindikator erfolgt.
  4. 4. Rotierender Funkpeiler nach Anspruch I, dadurch gekennzelchnet, daß durch die Bedienung der Enttrübungsvorrichtung die Phase der beiden entstehenden Seitenbänder so geändert wird, daß das Minimum des Peilbildes um den Betrag der Beschickung verschoben wird.
  5. 5. Rotierender Funkpeiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasendrehung der Seitenbänder durch eine von der Einstellung der Enttrübungsvorrichtung abhängige Bandbreitenregelung stattfindet.
  6. 6. Funkpeiler nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß zur Enttrübung ein verstimmter Resonanzkreis verwendet wird und daß die Größe der erforderlichen Verstimmung als Trübungsmaß für die Erzeugung einer Regel spannung benutzt wird, welche die Kompensation der Funkbeschickung nach einer der in den vorhergehenden Ansprüchen angegebenenMethoden liewirkt.
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