DE71613C - Dämpfapparat zur Herstellung von gemustertem Plüsch - Google Patents

Dämpfapparat zur Herstellung von gemustertem Plüsch

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Publication number
DE71613C
DE71613C DENDAT71613D DE71613DA DE71613C DE 71613 C DE71613 C DE 71613C DE NDAT71613 D DENDAT71613 D DE NDAT71613D DE 71613D A DE71613D A DE 71613DA DE 71613 C DE71613 C DE 71613C
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DE
Germany
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drum
plush
frame
steaming device
pattern plate
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT71613D
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English (en)
Original Assignee
ANTON & ALFRED LEHMANN in Berlin S.W., Jerusalemerstr. 28
Publication of DE71613C publication Critical patent/DE71613C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00—Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00—Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/29—Mechanical finishing of velvet or needled velvet

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende Apparat dient zur Herstellung von gemustertem Plüsch in langen Stücken.
Auf einer durchlochten Hohltrommel wird der1 zu musternde Plüsch gleichzeitig mit einer biegsamen, entsprechend langen Musterplatte und mit geeigneten Zwischenlagen aufgewickelt und in einem dampfdicht verschliefsbaren Behälter unter beständigem oder zeitweiligem Drehen einem Dampfdruck ausgesetzt.
Die Trommel ist vorzugsweise auf einem Gestell gelagert, während der Deckel des Dampfbehälters eine seitliche Oeffnung desselben abschliefst, durch welche das Gestell nebst Trommel ein- und ausfahren kann.
Das Auf- und Abwickeln des Plüsches und der zugehörigen Einlagen geschieht mit Hülfe eines in vorzugsweise unmittelbarer Nähe des Dampf behälters angeordneten Apparates, welchem die genannte Hohltrommel auf ihrem Gestell derart genähert wird, dafs sie als ein Theil· desselben betrachtet werden kann.
Fig. ι ist ein Längsschnitt des Dämpfapparates und Fig. 2 eine vordere Ansicht der gesammten Anlage.
Die aus biegsamem porösen Material oder gelenkig mit geeigneten Löchern gefertigte Musterplatte oder das Mustertuch A wird auf eine vorzugsweise aus Holz gefertigte Trommel α gewickelt.
Das Gestell b steht mit seinen Rädern oder Rollen g auf dem. flachen Boden, während das die Hohltrommel d tragende Gestell e mit seinen Rädern g1 auf Schienen h läuft. Im Innern des Dampfgefäfses / sind gleichfalls Schienen h1 vorgesehen, welche mit den Schienen h in gleichen Linien liegen, so dafs die Trommel d mit dem Gestell e ein- und ausgefahren werden kann. Um den Dampfbehälter f mit einem Deckel i verschliefsen zu können, sind die Schienentheile /z2, wie in der Fig. 1 punktirt angedeutet, auswechselbar angeordnet.
Soll die Aufwickelung vorgenommen werden, so werden die beiden Gestelle b und e, wie in Fig. 2 veranschaulicht, durch Keile k mit einander verbunden.
Das letzte Ende des auf die Trommel α gewickelten Mustertuches wird dann auf die vortheilhaft aus Schmiedeisen gefertigte durchlochte Trommel d mit Hülfe einer schmiedeisernen Leiste Z angeschraubt, und zwar an der Stelle, wo das Trommelblech sich überlappt.
Der zu musternde Plüsch C wird der Trommel d über eine Führungswalze η derart zugeführt, dafs dessen Florseite der Musterung der biegsamen Platte oder des Mustertuches A zugekehrt ist. Auf die Rückseite des Plüsches ist es vortheilhaft, eine Leinwanddecke D zu legen, welche von einer Walze m abgewickelt und gleichfalls über die Walze η zusammen mit dem Plüsch der Trommel d zugeführt wird.
Zuweilen erscheint es auch wünschenswerth, zwischen Plüsch und Musterplatte noch eine besondere dünne Zwischenlage, etwa aus einem leichten Tricotgewebe, einzulegen, welches entweder von einer besonderen, auf der Zeichnung nicht dargestellten Walze abgewickelt oder vorher gleichzeitig mit der Musterplatte A auf die Trommel α aufgewunden wird.
Mit Hülfe einer geeigneten Räderübersetzung in beliebiger Weise ange-
trieben werden kann, wird die Trommel d in langsame Drehung versetzt, so dafs das ganze Prefspacket sich auf dieselbe aufwickelt. Die Längenverhältnisse sind derart gewählt, dafs das letzte Ende des Mustertuches A den Abschlufs der ganzen Aufwickelung bildet.
Hierauf werden die Keile k gelöst, das Gestell b etwas zur Seite geschoben und das Gestell e mit dem auf der Trommel d aufgewickelten Prefspacket in den offenen Behälter f eingefahren. Alsdann werden die Schienentheile h" entfernt und der Deckel i aufgesetzt. Die in der Mitte des Deckels i gelagerte Welle ο ist mit der Welle ρ der Trommel d gleichgerichtet und trägt an ihrem äufseren Ende eine Handkurbel q und an ihrem inneren Ende Greifhaken s, welche in die Speichen des Rades r eingreifen können.
Nach dem dampfdichten Abschlufs des Deckels i wird durch das Rohr t Dampf in den Behälter eingelassen und die Spannung auf ungefähr ι Atmosphäre während 2 Stunden gehalten. Durch die Einwirkung des gespannten Dampfes, welcher vermöge der grofsen Durchlässigkeit des porösen Mustertuches A und der Durchlochungen der Trommel d völlig gleichmäfsig zur Geltung kommt, wird der Flor des Plüsches in die Vertiefungen der Musterplatte eingetrieben und die gewünschte Kräuselung des Flors erzielt. Hierbei hilft auch die Spannung der Musterplatte A wesentlich mit. Damit infolge des Eigengewichtes des Prefspackets nicht ein ungleichmäfsiger Druck entsteht, kann man mit Hülfe der Handkurbeln q die Trommel d in Drehung versetzen. Natürlich können die Handkurbeln auch durch ein Triebrad ersetzt werden und die Drehung auf maschinellem Wege erfolgen.
Nach vollendeter Pressung wird der Deckel i entfernt, die Schienengeleiseverbindung mit Hülfe der Schienentheile /i2 wieder hergestellt und die Trommel d in ihre frühere, in der Fig. ι durch punktirte Linien angedeutete Lage gebracht, in welcher das Gestell e durch die Keile k .wieder mit dem Gestell b, Fig. 2, verbunden wird.
Einige Zeit läfst man das Ganze behufs Abkühlung stehen.· Dann wird das letzte Ende des Mustertuches A von der Trommel d abgenommen, auf α geführt und hier erforderlichenfalls befestigt. Durch Drehung der Trommel a mit Hülfe geeigneter Kraftübertragung wird das Tuch A nebst dem leichten Tricotstoff, falls solcher vorhanden ist, von der Trommel d ab- und auf die Trommel α aufgewickelt. Der nunmehr fertige Plüsch, sowie die Leinwanddecke D wird nach der entgegengesetzten Seite abgeführt, und zwar wird · die Leinwand auf die Walze m wieder aufgewickelt, während der Plüsch in beliebiger Weise entnommen werden kann.
Will man nun ein neues Stück Plüsch mit derselben Musterung versehen, so vereinfacht sich die erneute Aufwickelung insofern, als die Musterplatte mit dem Tricotstoff nicht erst aufgewickelt zu werden braucht.
Will man nach Fertigstellung mehrerer, gemusterter Plüsche ein neues Muster einführen, so kann man die Musterplatte bei der letzten Abwickelung unmittelbar entfernen, ohne sie auf die Trommel α aufzuwickeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Dämpfapparat zur Herstellung von gemustertem Plüsch, bestehend aus einer auf einem fahrbaren Gestell (e) drehbar gelagerten Trommel (d), auf welche der zu pressende Plüsch mit einer biegsamen Musterplatte und gebotenenfalls anderen geeigneten Zwischenlagen aufgewickelt wird, und einer auf einem mit dem Gestell (e) verriegelbaren Gestell (b) drehbar gelagerten Hülfstrommel (a), auf welche die biegsame Musterplatte (A) allein oder auch mit einem leichten Stoff zusammen aufgewickelt werden kann, derart, dafs nach Trennung der beiden Gestelle das erstere (e) mit seiner den aufgewickelten Plüsch mit Musterplatte enthaltenden Trommel (d) in den Dampf behälter (f) eingebracht werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT71613D Dämpfapparat zur Herstellung von gemustertem Plüsch Expired - Lifetime DE71613C (de)

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DENDAT71613D Expired - Lifetime DE71613C (de) Dämpfapparat zur Herstellung von gemustertem Plüsch

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DE (1) DE71613C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3331224A (en) * 1964-10-15 1967-07-18 Alberto Pietro Unitary equipment for decatizing fabrics in autoclave

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3331224A (en) * 1964-10-15 1967-07-18 Alberto Pietro Unitary equipment for decatizing fabrics in autoclave

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