DE716183C - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsaechlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsaechlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens

Info

Publication number
DE716183C
DE716183C DEI55316D DEI0055316D DE716183C DE 716183 C DE716183 C DE 716183C DE I55316 D DEI55316 D DE I55316D DE I0055316 D DEI0055316 D DE I0055316D DE 716183 C DE716183 C DE 716183C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetylene
gas
column
absorption
monovinylacetylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI55316D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Haberl
Dr Robert Stadler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI55316D priority Critical patent/DE716183C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE716183C publication Critical patent/DE716183C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2/00—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms
    • C07C2/02—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons
    • C07C2/04—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons by oligomerisation of well-defined unsaturated hydrocarbons without ring formation
    • C07C2/38—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition between unsaturated hydrocarbons by oligomerisation of well-defined unsaturated hydrocarbons without ring formation of dienes or alkynes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsächlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens Gegenstand des Patents 697 267 ist ein. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsächlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukben des Acetylens aus Acetylen oder acetylenhaltigen. Gasen mittels saurer Cuprosalzlösungen, bei dem das Acetylen oder acetylenhaltige Gas bei niedrigen Temperaturen von etwa .4o° oder weniger unter solchen Bedingungen (Strömungsgeschwindigkeit, Berührungszeit) mit der zwischen einer Absorptionskolonne und einer Regenerieranlage im Kreislauf geführten Cupxosalzlösung in Berührung gebracht wird, daß die nicht absorbierten Gase von Polymerisationsprodukten des Acetylens und im Falle der Verarbeitung acetylenarmer Gase auch von Acetylen selbst praktisch frei sind.
  • Bei der Verarbeitung acetylenarmer Gase ist entsprechend dem geringen Acetylengehalt des Frischgases die von der Cuprosalzlö,sung aufgenommene Acetylenmenge verhältnismäßig gering.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens vorteilhafte Verbesserung der Verarbeitung acetylenarmer Gase dann erzielt wird, wenn man durch die mit Acetylen aus dem acetylenärmen Frischgas bereits beladene Absorptionslösung vor und/oder bei deren Regenerierung noch konzentriertes Acetylen hindurchleitet. Auf die Weise gelingt es, die Ausbeute an Acetylenpolymeren noch zu steigern, so daß die Ausnutzung der Wärme bei der Regeneration der Absorptionslösung und der Kühlung bei der späteren Abscheidung der Polymerisatiunsprodukte verbessert wird.
  • Das konzentrierte Acetylen kann der Absorptionslösung entweder in einer eigenen weiteren Absorptionskolonne oder vor dem Eintritt der Absorptionslösung in die Regenerations.anlageoder .auch an beiden Stellen zugeführt werden. Als Acetylen kann hierbei entweder reines Gas, z. B. Carbidacetylen, benutzt werden, doch ist es besonders vorteilhaft, das bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent während der Regeneration der Cuprosalzlösung entweichende acetylenreiche Restgas zu verwenden. Dieses Gas kann nach den Angaben des Hauptpatents in den Kreislauf zurückgeführt «-erden, indem es dem Frischgas zugemischt wird. Hierbei kann aber bei Zurückleitung des gesamten angereicherten Acetylens in das Frischgas dessen Konzentration an Acetylen so weit ansteigen, daß beim Durchleiten dieses Gases durch die Absorptionslösung- das Acetylen nicht mehr vollständig von der Lösung aufgenommen wird, sondern zum "feil mit dein Abgas verlorengeht.
  • Wird .aber im Sinne des vorliegenden Verfahrens das bei der Regeneration der sauren CuprosalzIösung nach Abscheidung der Polymerisationsprodukte verbleibende, an Acetylen angereichterte Restgas nicht dem Frischgas zugesetzt, sondern in die mit Acetylen aus dem acetylenarmen Frischgas beladene Absorptionslösung eingeleitet, so wird eine Verdünnung des an Acetylen angereicherten Restgases durch das Frischgas vermieden und eine noch bessere Ausnutzung des Acetylens und eine erhöhte Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gewährleistet. Man kann das acetylenreiche Restgas im Gleichstrom mit der Cuprosalzlösung durch das Absorptionsgef-iß leiten. Es ist so möglich, unter Verzicht auf besondere Umlaufpumpen die Ahsorptionslösung mit Hilfe des Gasstromes selbst nach dem Prinzip der Alaminutpumpe umzuwälzen. Da durch die saure Kupfersalzlösung die Pumpen angegriffen «-.erden, ist dieses Prinzip hier besonders ,günstig. ,je nach dem Acety-leiigehalt, den das acetylenreiche Gas nach dem Durchgang durch die Absorptionslösung noch besitzt, kann es ganz oder zum Teil entweder dem Frischgas beigemischt oder dem aus der Regenerationsanlage entweichenden angereicherten Acetylen zugegeben werden.
  • Die neue Arbeitsweise sei an Hand der beiliegenden schematischen Zeichnung für die Verarbeitung eines acetylenreichen, bei der Regeneration einer mit Acetylen beladenen CuprosalzIösung erhaltenen Restgases beispielsweise erläutert: Aus dem Gasbehälter i leitet man mittels der Pumpe 2 ein acetylenhaltiges Gas von geringem Acetylengehalt (etwa t S o'o i in die auf niedriger Temperatur gehaltene Absorptionskolonne 3 von unten ein, durch die im Gleichstrom mit dein Gas eine saure, Aminoititunsalze, Alkali- oder Erdalkalisalze oder Salze alkalischer Erden enthaltende Cuprosal.zlösung hindurchgeleitet wird, deren Menge und Temperatur im Sinne des Hauptpatents sa gewählt wird, daß ein von Acetylen und Polymerisationsprodukten praktisch freies Gas die Kolonne 3 verläßt. Die mit Acetylen beladene, jedoch entsprechend dem geringen Partialdruck des Acetylens in dem verarbeiteten Gas keineswegs gesättigte Absorptionslösung wird ohne Temperaturerhöhung einer zweiten Absorptionskolonne 4 zugeführt, in die mit Hilfe der Pumpe i i an Acetylen angereichertes Restgas aus dem Gasbehälter io ebenfalls im Gleichstrom eingeleitet wird. In der Kolonne.( wird hierbei weiteres Acetylen von der Absorptionslösung aufgenommen. Das die Kolonne 4. verlassende Ga-s von niedrigerem Acetylengehalt ist wegen der niedrigen Temperatur der Kolonne .1 frei von Pol\--merisationsprodukten des Acetylens. Es wird zum Teil dem Gasbehälter i zugeleitet. zutn Teil kehrt es in den Kreislauf über den Gasbehälter io zurück.
  • Die aus der Kolonne 4. abfließende Absorptionslösung wird in der Kolonne 5 so hoch erhitzt, daß die Polymerisationsprodukte des Acetylens zusammen mit u-nverändertent Acetylen entweichen. In dem Kühler ; wird der ebenfalls ent« eichende Wasserdampf kondensiert, im Trockenturm S wird das Gas noch weiter getrocknet, und i111 Abscheidet 9 werden die Polyinerisationsprodukte durch Kühlung kondensiert und .abgeschieden. Das nicht polymerisierte Acetylen geht als konzentriertes Gas in den Gasbehälter i o. Die Absorptionslösung wird vom der Kolonne 5 durch den Kühler G mittels der Pumpe 12 nach der Kolonne 3 ztiriickgeleitet.
  • Das im Gasbehälter io gesammelte angereicherte Acetylen wird mit Hilfe der Purnpe i i zum Teil in die Kolonne 5 eingeleitet, 11111 einerseits das Ausgasen der Absorpti@,nslisttng zu erleichtern und andererseits selbst noch polym i-isiert zu werden, zum `feil aber -wie oben schon angegeben - der Absorptionskolonne 4. zugeführt, in der ein großer Teil des Acetylens Ziegen dessen höherem Partialdruck absorbiert tt-ird.
  • Mannigfache Abänderungen dieser Arheitsweise sind möglich. So kann man z. B. das Acetylen in der Kolonne 3 statt im Gleichstrom im Gegenstrom zu der Cuprosalzlösung führen. Diese kann. auch statt mit Hilfe der Pumpen mittels des Gasstromes selbst nach dein Prinzip der Maminutpumpe umgewälzt werden. Das an Acetylen angereicherte Restgas kann auch nur durch die Kolonne 5 im Kreislauf geführt, dann der Kolonne 4. und aus dieser hach Absorption des größten Teiles des Acetylens dem Frischgas zugeleitet werden.
  • In der Kolonne 3 uncl "oder 4. kann geit@ünschtenfalls durch Drucksteigerung die Absorption erhöht werden. Beispiel Bei dein nachstehenden Beispiel. wird ein konzentriertes Restgas aus dem Behälter io nur in die Kolonne 41 nicht aber auch in die Reg enerationskol1on1te 5 eingeleitet. Dem Gasbehälter i werden stündlich 2501 Frischgas mit i8 011o Acetylengehalt und 91 Abgas der Kolonne .4 mit etwa 30 0;o Acetylengehalt zugeführt. Der Gehalt des so entstehenden Mischgases an Acetylen beträgt also etwa i8,5 %. Es wird in der Kolonne 3 mit einer sauren Cuprosalzlösung, die etwa 2i Gewichtsprozent Kochsalz enthält, bei 3o° im Gleichstrom behandelt. Das Abgas der Kolonne 3 enthält nur noch etwa i °,'o Acetylen. Die Absorptionslösung geht von der Kolonne 3 in die Kolonne 4. und wird dort im Gleichstrom ebenfalls bei 3o° mit dem aus dem Gasbehälter io :entnommenen, etwa 4oo/o Acetylen ersthaltenden Gas behandelt. Das diese Kolonne verlassende, :etwa 3o%ige Acetylen wird - ,abgesehen von den dem Frischgas stündlich zugemischten 91 Abgas - in den Gasbehälter i o zurückgeleitet. Die aus der Kolonne q. ,abgezogene Abs:o,rptionslösung wird in der Kolonne 5 auf 85° erhitzt. Hierbei wird ein Gas frei, das neben Wasser= dampf 14 % Vinylacetylen und höher siedende Polymerisationsprodukte des Acetylens, 73010 Acetylen und 13 % andere Gasse enthält. Der Wasserdampf wird in dem Kühler 7 niedergeschlagen und der Lösung wieder zugegeben, der Rest des Wasserdampfes wird im Trockenturm 8 gebunden. Die Pelymerisationsprodukte werden im Abscheider 9 kondensiert. Man erhält hier stündlich 65 cm3 Kondensat. Das aus dem Abscheider entweichende Gas enthält 85 0jo Acetylen und wird ebenfalls dem Gasbehälter io zugeführt. Die regenerierte Cuprosalzlösung wird im Kühler 6 wieder auf 30° gebracht und durch Pumpe 12 der Absorptionskolonne 3 wieder zugeleitet.
  • Das im Abscheider 9 gewonnene Kondensat bestand zu 850,'o aus Monovinylacetylen. Es wurden demgemäß von dem stündlich zugeleiteten Acetylen 9.10;o in Form von P.olymerisationsprodukten des Acetylens, 8o 0;ö in Form von reinem Monovinylacetylen gewonnen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Besondere Ausführungsform des Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsächlich ,aus Monovinyl.acetyl-en bestehenden P.olymerisationsprodukten des Acetylens nach Patent 697 267, dadurch gekennzeichnet, daß -man bei der Verarbeitung eines acetylenarmen Gases durch die mit Acetylen aus dem acetylenarmen Frischgas beladene saure, salzhaltige Cuprosalzlösung vor und; oder bei deren Regeneration ein acetylenreiches Gas hindurchleitet.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Regeneration der sauren Cuprosalzlösung nach Abscheidung der Polymerisationsprodukte verbleibende, an Acetylen angereicherte Restgas als acetylenreiches Gas benutzt wird.
DEI55316D 1936-06-24 1936-06-24 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsaechlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens Expired DE716183C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI55316D DE716183C (de) 1936-06-24 1936-06-24 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsaechlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI55316D DE716183C (de) 1936-06-24 1936-06-24 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsaechlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE716183C true DE716183C (de) 1942-01-14

Family

ID=7194091

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI55316D Expired DE716183C (de) 1936-06-24 1936-06-24 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hauptsaechlich aus Monovinylacetylen bestehenden Polymerisationsprodukten des Acetylens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE716183C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2948710A1 (de) Verfahren zum regenerieren von beizsaeure
DE2408598C3 (de) Verfahren zur Anreicherung von Wasserstoff an Deuterium durch Isotopenaustausch mit Frischwasser natürlicher Deuterium-Konzentration in Anwesenheit eines Katalysators
DE1014100B (de) Harnstoffsynthese
DE891128C (de) Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Kohlendestillationsgasen
DE1567575B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlor
DE485053C (de) Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff
AT116046B (de) Verfahren zum Konzentrieren bzw. Destillieren von Wasserstoffsuperoxydlösungen.
DE905015C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phenolen
DE701967C (de) Rueckgewinnung von Ammoniak und Waerme aus gebrauchtem Kupferkunstseide-Faellwasser
DE514893C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Kohlendioxyd und Ammoniak enthaltenden Gemischen
DE370526C (de) Verfahren zur Extraktion von Schwefel, insbesondere aus gebrauchten Gasreinigungsmassen
DE734686C (de) Verfahren zur Aufarbeitung der in den Viskose-Spinnmaschinen umlaufenden schwefelsauren Spinnbaeder
DE537842C (de) Verfahren zur Gewinnung wasserarmer oder wasserfreier Sulfate
DE636981C (de) Verfahren zur Umsetzung von Alkalichloriden mit ueberschuessiger Salpetersaeure
DE675391C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phenolgemischen aus Abwaessern
DE432671C (de) Gewinnung von Schwefel aus schwefelhaltigen Massen
DE856034C (de) Verfahren zum Aufarbeiten des aus der Regenerierstufe fuer Alkalicarbonat-Bicarbonat-Waschloesung abgetriebenen Gas-Daempfe-Gemischs
DE917389C (de) Verfahren zum Regenerieren von mit Schwefelwasserstoff u. dgl. angereicherter Waschloesung
DE673772C (de) Vorrichtung zum Regenerieren von als Trocknungsfluessigkeit fuer Gase dienenden konzentrierten Salzloesungen
DE413710C (de) Verfahren zum Abkuehlen heisser Salzloesungen im Vakuum
DE1468040C (de) Verfahren zur Herstellung von Benzol metadisulfonsaure
AT226207B (de) Verfahren zur Isolierung von hochkonzentriertem Isopren
DE720014C (de) Verfahren zur Konzentrierung von Essigsaeure
AT152809B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallhydroxyden aus Alkalimetallchloriden.
AT95166B (de) Verfahren zur Herstellung von technisch chloridfreiem Bleisulfat.