DE716268C - Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen fuer Hochspannungsapparate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen fuer HochspannungsapparateInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen für Hochspannungsapparate Es ist zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen bekannt, auch die Endisolationsstrecken solcher Spulen mit bandförmigen oder fadenförmigen Isolierstoffen zu bewickeln, die mit Isolierlacken getränkt und einem Vakuumprozeß zur Verdichtung ausgesetzt werden. Infolge der vielen vorhandenen Zwischenräume kann nicht mit absoluter Ausfüllung der Zwischenräume gerechnet werden, so daß bei nicht vollkommen ausgefüllten Fugen ein Durchschlag nach den Enden der Spulen möglich ist. Da außerdem bei den bekannten Wicklungsarten mittels eines bandförmigen Isolierstoffes die Fugen parallel zu der Spulenachs:e verlaufen, liegen diese in einer solchen Richtung, die für Durchschläge besonders günstig ist.
- Ferner ist ;es zur Herstellung der Seitenisolation der _lagenweise aufgebrachten Hochspannungswicklungen von Hochspannungstransformatoren, insbesondere Trockenspannungswandlern, vorgeschlagen worden, vor die Spul:enenden Sanschförmige Isolierkörper aufzusetzen. Die der Wicklung zugekehrten Isolatorflächen sollen hierbei jedoch, und zwar im Hinblick auf die Verwendung findende Lagenwicklung, zweckmäßig konisch gegen den Eisenkern zu verlaufen. Bei diesen Isolierkörpern sollen ferner, sofern diese aus Hartpapier hergestellt werden, abgestufte Zwischenlagen vorgesehen werden, wodurch die Schichtung des Isolierkörpers notwendigerweise in der Achsrichtung der Spule verlaufen muß.
- Demgegenüber zeichnet sich das Verfahren gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch aus, daß auf die abgestuften Spulenenden bzw. :auf den Wicklungstragkörper @einzelne fertig zubereitete, winklig zur Tragkörperachse verlaufende Isolierscheiben aufgesetzt und danach die etwa noch übrigbleibenden Fugen mit bei einem Back- und Vakuumprozeß erhärtendem Isolierlacke dgl. ausgefüllt werden. Dadurch, daß die Schichtrichtung der Isolierscheiben des Isolierkörpers an den Spulenenden im Gegensatz zu den vorb:ekannien und vorgeschlagenen Anordnungen. winklig zur Tragkörperachse verläuft, wird der Isolierstoff in Richtung winklig, und zwar bei senkrechter Schichtung der Isolierscheiben rechtwinklig zur Schichtrichteng elektrisch beansprucht, so daß eine solche Anordnung hinsichtlich der Spannungsbeanspruchung denkbar günstig ist. Die etwa, noch übrigbleibenden Fugen zwischen den Isolierscheiben und zwischen den Isolierscheiben und der Wicklung sowie zwischen den Isolierscheiben und dem Trag-. körper werden dabei mit Isolierlack ausge-' füllt und durch einen nachfolgenden Back-und Vakutunprozeß durch den dabei erhärtenden Lack so ausgefüllt, daß ein vollkommen dichter Isolierkörper entsteht.
- Die Querbeanspruchung des Isolierstoffs bei geschichtetem Material kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung einer Endb:ewicklung, die gemäß dem Verfahren nach der Erfindung hergestellt -wird, auch dadurch erreicht werden, daß man, statt viele einzelne Ringscheiben nebeneinander aufzuschieben, Ringscheiben aus geschichtetem Vollmaterial verwendet, das im Vorprozeß bereits auf vollkommenste Weise verdichtet wurde. Damit wird die Beanspruchung der Bespinnungsisolation der Wicklung durch den zusätzlichen BackprozePs auf ein Mindestmaß beschränkt und in ,einfacher Weis° eine zuverlässige Isolation der Spulenenden gegen Durchschläge erreicht.
- In Abb. i der Zeichnung ist die Isolationsart bei bisheriger Bandbewicklung dargestellt, und die achsparallel zur Spule gerichteten Schichtungen sind erkenntlich.
- In den Abb. a bis 5 sind dagegen verschiedene Ausführungsformen der entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Endisolation dargestellt: vs zeigen hierbei: Abb. z die Isolation aus vielen Einzelscheiben, die, zusammengebacken, querbeansprucht werden, Abb.3 die Isolation aus wenigen Ringen von rechteckigem Querschnitt aus beschri.ebenem, in sich geschichtetem Vollmaterial, Abt. q. die Isolierung aus einem einzigen Ringe aus in sich geschichtetem Vollmaterial, Abb.5 die Isolierung, bei der die Ringe statt mit rechteckigem aus einem nach der Wicklung hin heilförmig gebildeten Querschnitt bestehen.
- Bei der Endbewicklung gemäß der Abb, a, bei der normale Spulen i, e-Ttl. solche mit oder ohne Zwischenlagen bzw. Randbanda. gierung verwendet werden können, werden, nachdem die Spulen auf den Tragkörper 3 der Spulen aufgebracht sind, auf die Endteile der Spulen fertig zubereitete Preßzellringe .4 mit Isolierlack aufgedrückt. In die etwa noch vorhandenen, senkrecht zur Tragkörperachse verlaufenden Fugen kann nach träglich Kunstharz bzw. Lack eingefügt werden, -wobei die Füllung durch einen nachfolgenden Back- und Vaküvmprozeß leicht erhärtet. Auf diese Weise entsteht eine Endspulenbewicklung, bei der der Isolierwerkstoff quer zur Wickelkörperachse eleIztrisch beansprucht ist. Da die I'reläzellriiige 4 unabhängig von den Spulen behandelt werden. können diese weit höheren Temperaturen und Drücken ausgesetzt werden, als es bei der gemeinsamen Behandlung der Spulen und der Bewicklung der Fall wäre.
- Die Endbewicklung gemäß Abb.3 unterscheidet sich von der nach Abb. 2 im wesentlichen dadurch, daß die einzelnen Fugen nicht unter einem rechten, sondern unter einem spitzen bzw. stumpfen Winkel oder, wie die Abbildung zeigt; -abwechselnd unter einem stumpfen und dann unter einem spitzen Winkel zu der Tragkörperachse verlaufen, tun die Längsfugen zu verlängern. Die Preßzellscheiben können beispiAsweise aus Platten oder Blättern gebräuchlicher Stärke beschnitten werden.
- Wie die Abb. 4 weiterhin zeigt, kann man statt einzelner Preßzellscheiben einen Isolierkörper 6 aus einem Block aus in sich gc -schicht.etem Vollmaterial verwenden. Der Isolierkörper weist einen dem auszufüllenden Raum entsprechenden Querschnitt auf, indem in seinem Innern mindestens ein ringförmiger Absatz vorgesehen ist.
- Eine weitere Vervollkommnung kann gemäß der Ausführung, nach Abb.5 insofern erzielt werden, als. man die Pr:1,')zellschichteii so ,ausbildet, daß wenigstens eüi Teil der benachbarten Schichten im Querschnitt Keilform bildet. wodurch Kriechstrecken verlängert werden. Eine derartige Kriechstrecke ist in Abb. q. durch das Maß 5 angegeben. Bei einer derartigen Endb@e-i-icklung linden insbesondere bewickelte und übereinandergeschobene Spulen Anwendung. Bei der nur aus -wenigen oder besonders bei der nur aus einem in sich geschichteten Ringe hergestellten Endisolation besteht der große Vorteil, daß nur noch kleine Strecken durch einen Back- und Vakuumpr ozeß verdichtet zu werden brauchen und somit die Isolation der Spulenwicklung weniger beansprucht wird als bei der Bandb.eivicklungsisolation.
Claims (5)
- PATE\TAISYRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen für Hochspannungsapparate, vorzugsweise Spannungswandler, bei denen vor die Spulenenden Isolierkörper aus geschichtetem Stoff aufgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf die abgestuften Spulenenden bzw. auf den Wicklungstragkörper einzelne fertig zubereitete, winklig zur Tragkörperachse verlaufende Isolierscheiben aufgesetzt und danach die etwa noch übrigbleibenden Fugen mit bei einem Back- und Vakuumprozeß erhärtendem Isolierlack o. dgl. ausgefüllt werden.
- 2. Nach dem Verfahren gemäß Anspruch i hergestellte Endbewicklung von Spulen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen zwischen den Isoliergrenzschichten der benachbarten Spulen winklig zur Wikkelkärp.erachse verlaufen.
- 3. Endbewicklung von Spulen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem vorstehenden Spulenencjteil bzw. dem Tragkörper :ein aus einem einzigen Werkstoffstück bestehender, in sich geschichteter Isolierkörper zugeordnet ist. 1.
- Nach dem Verfahren gemäß Anspruch i hergestellte Endbewicklung von Spulen, dadurch gekennzeichnet, äaß für sämtliche Spulenendteile ein einziger in seinem Inneren mindestens einmal abgesetzter, in sich geschichteter Isolierkörper dient.
- 5. Endbewicklung von Spulen nach Anspruch 2 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die insbesondere aus Preßzellscheiben bestehenden Isolierschichten derart ausgebildet sind, daß wenigstens ein Teil der 'benachbarten Schichten im Querschnitteine Keilform bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76550D DE716268C (de) | 1935-07-18 | 1935-07-18 | Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen fuer Hochspannungsapparate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76550D DE716268C (de) | 1935-07-18 | 1935-07-18 | Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen fuer Hochspannungsapparate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE716268C true DE716268C (de) | 1942-01-16 |
Family
ID=6946819
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA76550D Expired DE716268C (de) | 1935-07-18 | 1935-07-18 | Verfahren zur Herstellung der Seitenisolation von Spulen mit abgestuften Wicklungen fuer Hochspannungsapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE716268C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1125075B (de) * | 1960-05-24 | 1962-03-08 | Siemens Ag | Mit Isolierfluessigkeit getraenkte Hochspannungsspule mit geschichtetem Dielektrikum, insbesondere fuer Messwandler |
-
1935
- 1935-07-18 DE DEA76550D patent/DE716268C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1125075B (de) * | 1960-05-24 | 1962-03-08 | Siemens Ag | Mit Isolierfluessigkeit getraenkte Hochspannungsspule mit geschichtetem Dielektrikum, insbesondere fuer Messwandler |
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