CH243698A - Isolation der Eingangsspulen von Transformatoren und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
Isolation der Eingangsspulen von Transformatoren und Verfahren zu deren Herstellung.Info
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Description
Isolation der Eingangsspulen von Transformatoren und Verfahren zu deren Herstellung. Die neueste Entwicklung des Transfor- matorenbaues strebt nach einer Isolation der Winklungen gegen das Eisen und gegenein ander durch einen festen Isolierstoff, vor zugsweise ölimprägniertes Papier von hervor- ra.gender elektrischer Festigkeit. Dabei will man aber die bereits allgemein angewandte Isolation der Wicklungsenden durch ringför mige, im Querschnitt z,. B.
winked- und U-för- mige Schirme beibehalten, da diese Form der Isolation sich für die am schwierigsten zu isolierenden Wicklunboenden am besten be währt hat und deren zweckmässiger Aufbau am meisten zur Verminderung. der Abmes sungen beiträgt.
Ein bekanntes derartiges Isolationssystem ist dadurch gekennzeichnet, dass die, eine Art Flanschen bildenden Schirmringe durch axiale Schnitte an den Enden dea aus einer Papier bahn gewickelten Zylinders und Herausbie- gen der so entstehenden Sektoren gebildet werden. Der Nachteil dieses Verfahrens be steht darin., dass bei Reparaturen unter Um- ständen die gesamte Isolation neu angefertigt werden muss,
da ein Herausnehmen von Spu len nicht möglich ist, ohne die Isolation zu zerschneiden. Aber da die Isolation zwischen ('en '#ÄTicklunöen fast völlig mit ölimprägnier- tem Papier grosser elektrischer Festigkeit ge füllt ist, kann .der Wicklungsabstand klein gehalten werden, worin ein Vorzug dieses Systems liegt.
Aus diesem Grunde hat man auch bereits Winkelringe auf die Enden der Isolierzylin- der satt aufgeschoben. Dabei war es notwen dig, die gesamten Eingangsspulen in gewis- sem Abstand von den Isolierzylindern und von den auf sie aufgeschobenen Winkelrin gen, von denen bei Höchstspannungen meh rere mit Ölzwischenraum hintereinander an gebracht werden, anzuordnen,
um sie allseitig mit Öl zu umspülen. Diese Anordnung be nötigt naturgemäss viel Raum: Nach der Erfindung werden die Nachteile der beiden genannten Isolierungen behoben, ohne auf die Vorteile der erstgenannten zu verzichten.
Die von wenigstens einem Isolier- zylinder getragene erfindungsgemässe Isola tion ist gekennzeichnet durch eine Anzahl n aus isolierendem Bond bestehender, ringför miger Schirme, von denen jeder, als k-ter Schirm bezeichnet, von den vom Wicklungs ende an zu zählenden Eingangsspulen -die k ersten Spulen mindestens auf der dem Trag zylinder und der (k -f- 1)-ten Spule zuge kehrten Seite umhüllt.
Man erkennt un schwer, dass der Raum zwischen den Wick lungen fast völlig mit festem Isolierstoff ge- füllt werden kann und- dass sich die durch Ausmontage der n äussersten Spulen herausnehmen lassen.
Gemäss dem ebenfalls Gegenstand der Er findung bildenden Verfahren wird die er wähnte Isolation hergestellt, indem zunächst die äusserste Eingangsspule allein, dann die zweite zusammen mit. der ersten, darauf die dritte zusammen mit den beiden vorher gehenden und weiterhin je eine Spule mehr bis zur Erschöpfung der n Eingangsspulen umbandelt wird, so dass eine nach dem Wick lungsende zu sich verstärkende, gestaffelte Isolation entsteht, und dass dann die Isolier- hüllen von wenigstens (n- 1)
Eingangs spulen längs ihrem Umfang in einer zur Spu- lenachse senkrechten Ebene aufgeschnitten und zu einem Schirm aufgebogen werden. Es müssen so viele Spulen von der Umwick lung erfasst werden, als Schirmringe ge- V"ünscht werden, und diese wieder hängen in ihrer Zahl ab von der Höhe der elektrischen Spannung, gegen die zu isolieren ist. Es kann darauf verzichtet werden, sämtliche Umban- delungen. .aufzuschneiden, da es unter Um ständen zweckmässig ist, wenigstens die erste geschlossen zu lassen.
In .der Zeichnung sind verschiedene Aus führungsformen der Erfindung dargestellt, denen allen gemeinsam ist, dass die Schirm ringe auf der dem Isolierzylinder zugewand ten Seite sa viele Isolierlagen bilden, als Schirme vorhanden sind, dass sie sich aiber in den Zwischenraum zwischen je zwei benach barten Eingangsspulen hinein einzeln als ZVinkelflan,chen fortsetzen. In allen Figuren sind nur die obersten sieben Spulen des Wick lungseinganges einer Transformatorsäule ver anschaulicht.
Von diesen geben das obere Joch hin lie genden Spulen 1-7 sind die vier obersten 1-4 als Eingangsspulen mit verstärkter Iso lation versehen, die mit einer ihrer zylindri- sehen Flächen satt am Haupt-Isolierzylinder 8 anliegt. Dieser umschliesst den. Eisenkern 17. Die Eingangsspulen 1-4 weisen verschie dene, entsprechend dem Durchmesser ihrer Einzelisolierhüllen abgestufte Innendurch messer auf. Der Gesamtunterschied der Spu- lenradien ist also gleich der radialen Gesamt dicke aller Schirmringe.
Die Fig. 1 und 2 erläutern die Herstel lung der Eingangss:pulenisolation. Die oberste, gegen das Joch hin liegende Spule 1 ist zu- sam:men mit dem auf ihr liegenden metal lischen Schutzring 16 mit, einer geschlossenen Isolierbandage 9 bewickelt.
Wie Fig. 1 zeigt, wird dann die so isolierte Spule 1 auf die Spule 2 gelegt und mit einem mehrteiligen Holzring 18 als Schablone bedeckt. Dieses ringförmige, aus zwei Spulen 1 und 3, der Isolation 9 und der Ringschablone 18 be stehende Gebilde wird nun wieder mit Ban dagen bewickelt, bis seine Isolierhülle 10 ent steht.
Dieser Ring wird nun mit Spule 3 und einer weiteren mehrteiligen Ringschablone 19 mit der Isolierbandhülle 11 bedeckt, und schliesslich umwiehalt man die Hülle 11 samt ihrem Inhalt, vermehrt um die Spule 4 und den Schablonenring 20 mit Bandlagen so lange, bis die Isolierhülle 1? fertig ist. Auf diese Weise entsteht die aus Fig. 1. ersicht liche Anordnung.
Nunmehr werden nacheinander die Isolier- hüllen 9-12 an ihrer untern, demIsolierzylin- der 8 abgewandten umlaufenden Kante längs der untern, äussern Kante der ihnen jeweils zugeordneten Spule auf-eschnitten, und zwar zuerst die Hülle 12. Sie wird, wie aus Fib. 2 zu ersehen, nach oben und aussen gebogen, wobei sich die einzelnen Papierbandlagen, entsprechend dem wachsenden Durchmesser, gegeneinander verschieben.
Nunmehr wird die Holzringsehablone 20 in einzelnen Teilen seitlich herausgenommen und durch kleinere Abstützklötze 15 ersetzt. Nacheinander wer den dann weiterhin die Isolierhüllen 11 und 10 aufgeschnitten und nach aussen flansch- förmig aufgebogen, jeweils unter Wegnahme der Ringschablonen 19 und 18 und Ersatz durch Abstützklötze 14 und 13. Die Isolier hülle 9 der obersten Spule 1 kann ebenfalls aufgeschnitten oder aber, wie in der Zeich nung dargestellt, geschlossen bleiben.
Die Bandlagen der Schirme 10, 11 und 12 glemäss Fig.2 können dann noch ganz oder teilweise, auch punktweise untereinander ver klebt oder zusammengebacken werden, falls sie nieht in sich steif genug sind. Hierzu kann mit Vorteil ein härtbarer Kunststoff verwendet werden. Das. Aufschneiden und Aufbiegen der Umbandelungsteile zu Schir men kann vor oder nach dem Aufschieben der vier Eingangsspulen auf den Isolierzylin der vorgenommen werden. Wie erwünscht, werden -auf diese Weise die Eingangsspulen um so stärker isoliert, je näher sie am Joch liegen.
An Stelle von Papier können für die Um bandelung der Eingangsspulen auch andere elektrisch hochwertige, durchschlagsfeste Fo lien verwendet werden, z. B. Presss pan, kunst stoffgetränkte Faserstoffbänder oder Kunst stoffolien, vorzugsweise solche thermoplasti scher Art. Auch der Isolierzylinder 8 kann aus aufgerolltem Papier oder aus Hartpapier, aber auch aus einem innern Hartpapierzylin- der und darauf gewiekeltem Papier bestehen.
Um das elektrische Feld gegen den Eisenkern 17 günstig zu gestalten, kann der Zylinder 8 nahe an seiner innern Oberfläche eine lei tende, mit dem Eisenkern elektrisch verbun dene Schicht enthalten.
In Fig. 3 ist eine Isolation zweier konzen trischer Wicklungsenden gegeneinander und Segen Eisen dargestellt. Das Herstellungs verfahren ist sinngemäss dasselbe wie im Bei spiel der Fig. 1 und 2., nur sind es hier gröss tenteils nicht Winkelringe, sondern U-för- mige Ringe, die als Schirme im Endfeld der Wickhingen dienen. Die Zahl der Schirme wird praktisch meist grösser sein als in Fig. 3, in der der Klarheit wegen nur je drei Schirme dargestellt sind. Es können z.
B. in gleicher Weise wie Schirm Nr. 31 auch von der innern Wicklung aus solche Winkelschirme aus gehen, welche die innere und die äussere Wioklung zusammen gegen das Joch ab schirmen.
In Fig.3 bedeuten: 1-7 Spulen der innern Wicklung, 21-27 Spulen der äussern Wicklung, 9-11 Schirme der innern Wicklung, 29-31 Schirme der äussern Wicklung, 8, 35, 36 Isolierzylinder, 17 Eisenkern, 28 Joch.
Zwischen den U-förmigen Schirmen 10 und 11 und dem zylindrischen Schirm 3,6 sind Distanzstücke 32- und 3!3 angebracht. Die U-Schirme können durch Verklebung der Pa piere oder auch nur durch Schnurbandagen 34 in ihrer Form festgehalten werden.
Bei dem Beispiel nach Fig. 4 ist eine aus zwei Spulengruppen 1-7<B>...</B> und 2-1-27<B>...</B> bestehende Hochspannungswicklung gegen zwei Niederspannung wicklungen 3,7 und 38 und gegen Eisen 17 zu isolieren. Die eine Niederspannungswicklung 37 liegt innerhalb, die andere 38 ausserhalb der Hochspannungs wicklungen. Die Isolation ist aus den Zylin dern 8 und 35, den Bandagen 9 und 29 und den Winkelringen 10, 11, 12 und 30, 31 auf gebaut.
Aus den Fig. 2-4 ist erkennbar, dass die Winkel- und U-Schirme sich bei allfällig nötig werdender Demontage des Transforma tors durch axiale Verschiebung auf den Hauptis olierzylindern herausnehmen lassen. Nach der Erfindung ist es möglich und zweckmässig, die Schirme so zu formen, dass sie im wesentlichen überall senkrecht zu den elektrischen Feldlinien stehen.
Auch besteht die Möglichkeit, die Um- bandelung (10) der Eingangsspulen entspre chend Fig. 5 im Raume ausserhalb der Spu len in mehrere dünnere Schirme (39, 40!, 41) aufzuspalten, die voneinander distanziert sind. So werden die gesamten Feldlinien- längen von Schirm zu Schirm klein, wodurch die Schirmwirkung besonders günstig wird.
Claims (1)
- PATENTAN SPRÜCHE I. Isolation der Eingangsspulen von Transformatoren mit Isolierflüssigkeit und Zylinderwic@klunb, die von wenigstens einem Isolierzylinder getragen wird, gekennzeich net durch eine Anzahl n aus isolierendem Band bestehender ringförmiger Schirme, von denen jeder, als k-ter Schirm bezeichnet, von den vom Wieklungsende an zu zählenden Eingangsspulen die k ersten Spulen minde stens auf der dem Trabzylinder und der (k + 1)-ten Spule zugekehrten Seite umhüllt.1f. Verfahren zur Herstellung der Isola tion nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass zunächst die äusserste Eingangs spule allein. .dann die zweite zusammen mit der ersten, darauf die dritte zusammen mit beiden vorhergehenden und weiterhin je eine Spule mehr bis zur Erschöpfung der n Ein gangsspulen umbandelt wird, so dass eine nach dem Wicklungsende zu sich verstär kende, gestaffelte Isolation entsteht, und dass dann die Isolierhüllen von wenigstens (n -1) Eingangsspulen längs ihrem Umfang in einer zur Spulenachse senkrechten Ebene aufge schnitten und zu einem Schirm aufgebogen werden.UNTERANSPRüCHE 1. Isolation nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet. dass die Schirme sch ge formt sind, dass sie im wesentlichen senkrecht zu den elektrischen Feldlinien stehen. 2. Isolation nach Unteranspruch 1, da durch ,gekennzeichnet, dass die Schirmquer- schnitte im Raume ausserhalb der Spulen die Formeines Winkels haben. 3. Isolation nach Unteranspruch 1, da durch -ekennzeichnet, dass die Schirmnquer- sehnitte im Raume ausserhalb der Spulen die Formeines U haben. 4.Isolation nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bandisolation der ersten Eingangsspulen isolierzylindersei- tig n-mal stärker ist als diejenige der wick- lungsseitigen letzten der n Eingangsspulen. 5. Isolation nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bandisolatio nen zwischen je zwei benachbarten Eingangs spulen die einfache Stärke .der Gesamtumban- delung einer Spule besitzt. 6.Isolation naeh Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bandisolatio nen aus Papier bestehen. 7. Isolation nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet. dass die Bandisolatio nen aus Pressspan bestehen. B. Isolation nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bandisolatio nen aus Kunststoffolie bestehen. 9. Isolation nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Endspulen nach aussen hin einen wachsenden Innen- durchmesser aufweisen. 10. Verfahren nach Patentanpruch Il.dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangs spulen vor dem Aufschneiden ihrer Band hülle auf den Isolierzylinder aufgeschoben werden. 1,1. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangs spulen erst mit ihrer aufgeschnittenen und in Schirmform gebrachten Bandhülle auf den fsolierzylinder aufgeschoben werden. 1<B>2</B>. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass zusammen mit den Eingangsspulen radial unterteilte Scha- bl-onenringe umbandelt werden, die nach dem Aufschneiden und Aufbiegen der Bandhülle wieder entfernt werden. 13.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zusammen mit der ersten Eingangsspule ein metallischer Schutzring umbandelt wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Umbande- lung der ersten Eingangsspule nicht aufge- :chnitten wird, sondern gesehlossen bleibt. 15. Verfahren nach Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bahnen der die Schirme bildenden Bandteile wenigstens stellenweise miteinander verklebt -erden. 16.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bahnen der die Schirme bildenden Bandteile miteinander verbacken werden. 17. Verfahren nach Unteranspruch 15, ge- Izennzeichnet durch Verwendung eines poly- merisierbaren Bindemittels. 18,. Verfahren nach Unteranspruch 16, ge kennzeichnet durch Verwendung eines poly- merisierbaren Bindemittels. 19.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bahnen der die Schirme bildenden Bandteile durch Schnurbandagen zusammengehalten und in ihrer Lage fixiert werden. 2'0. Verfahren naeh Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirme durch am Umfang verteilte Klötze vonein- ander distanziert und in ihrer Lage fixiert werden. 21.Verfahren nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch Anbringung sowohl von Distanzklötzen als auch Sehnurbandagen. 2.2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirme im Raume ausserhalb der Spulen in mehrere vo-n- einander distanzierte Schirme aufgespalten werden. 23.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Iso-Iierhül- len jeder Eingangsspule längs den dem be nachbarten Joch abgewandten Kanten der im Querschnitt rechteckigen Spulen aufge schnitten werden.
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| CH243698T | 1944-08-31 |
Publications (1)
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-
1944
- 1944-08-31 CH CH243698D patent/CH243698A/de unknown
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