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Einrichtung für Schießstände zum gleichzeitigen Steuern mehrerer bewegter
Zielscheiben - Auf Schießständen verwendet man für bestimmte Übungszwecke bewegte
Zielscheiben, die von, einem Befehlsstand aus gesteuert werden. Es ist bekannt,
die Zielscheiben durch eine Seilzugvorrichtung zu bewegen. Diese bekannten Steuereinrichtungen
arbeiten sehr ungenau, @da die Scheiben. -außer den gewollten Bewegungen Pendlelbewegungen
ausführen;. Fier erfordern diese .mechanischen Einrichtungen einen , erheblichen
Energieaufwand, insbesondere, bei einer ,großen Zahl von Zielscheiben, und großen
Steuerentfernungen.
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Nach .der Erfindung werden die Zielscheiben von einem Befehlsstand
aus durch eine elektrische, z. B. nach dem Drehfeldsynrhronprinzip arbeitende Gleichlaufeinrichtung
--bewegt, die aus einem in dem Befehlsstand angeordneten: Geber und mit diesem im
Gleichlauf arbeitenden, die Zielscheiben -antreibenden Empfängern besteht. Fig.
i zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung, Fig.
2 ,ein Ausführungsbeispiel einer Schaltung für den in Fig. i nicht dargestellten
Teil der in dem Befehlsstand- angeordneten Einrichtung.
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Die zu bewegenden Zielscheiben i und 2 sollen von einem Befehlsstand
3 aus gesteuert werden. Die Steuerung erfolgt durch eine elektrische, z. B. nach
dem Drehfeldsynchronprinzip arbeitende Gleichlaufeinrichtung. Die Gleichlaufeinrichtung
besteht aus einem in dem Befehlsstand 3 angeordneten Geber q. und mit diesem im
Gleichlauf arbeitenden, die Zielscheiben i und 2 antreibenden Empfängern 5, 6. Der
Geber ¢ und die Empfänger 5, 6 werden von Drehstremgeräten mit Schleifringläufern
7, 8, 9 gebildet, die sich in den 1VIapetfeldern -der von dem Netz 40. gespeisten;
--einphasig ' kurzgeschIosserien Erregerwicklungen
io, 11, 12 befinden._
_ Der Läufer 7 des Gebers 4 wird von einem elektrisch gesteuerten Hebelstellwerk
13 gedreht. Unter dem Einfl:uß der durch die Drehbewegung des Läufers 7 entstehenden
Ausgleichsströme werden die Läufer 8, 9 der Empfänger 5, 6 und damit die Zielscheiben
1, 2 im Gleichlauf mit dem Läufer. 7 des, Gebers q. mitgedreht. w In dem gewählten
Beispiel sollen die Zielscheiben z, 2 so bewegt werden, d,aß ihre Zielflachen nur
eine bestimmte Zeit lang im Schußfeld liegen, und zwar sollen die Zielscheiben 1,
2 im Verlauf einer Schießperiode so geschwenkt werden, daß sie den Schützen zunächst
die Schmalseite zukehren (diese S.te1-lung wird im folgenden kurz als Außerschußfeldlage
bezeichnet), dann nach Schwenken um 9o' eine bestimmte Zeit lang .die Breitseiten
(diese Stellung wird im folgenden kurz als Schußfeldlage bezeiclulet) und darauf
nach Schwenken um weitere 9o° wieder die Schmalseiten. Zu diesem Zweck hat das Heb:elstelln-erk
13 drei entsprechende Stellungen I, II, III, die nach Einlegen des Hebelstellwerkes
i 3 in die Stellung I unter der Wirkung einer Seilspannvorrichtung 14 mit dem Gewicht
15 oder eines Motors nacheinander selbsttätig durchlaufen werden. In den der ersten
Außerschußfeldlage bzw. der Schußfeldläge der Zielscheiben 1, 2 entsprechenden Stellwlgen
I, 11 ist das Hebelstellwerk 13 durch Zugmagnete 16, 17 verriegelbar, die im unerregten
Zustand unter ein von der Seilspannvorrichtung 14 bewegtes Sperrglied 18 greifen
und damit das Hebelstellwerk 13 in den Stellungen I bzw. II für die angegebene Drehrichtung
verriegeln und im erregten Zustand diese Verriegelung aufheben. Beim Entriegeln.
des Hebelstellwerkes 13 in der der ersten Außerschußfeldlage der Zielscheiben 1;
2 entsprechenden Stellung I durch Erregen des Zugmagneten 16 wird zugleich ein Zeitrelais
19 (Fig: 2) -eingeschaltet, das nach seinem Ablauf das Einschalten des Zugmagneten
17 und damit die Entriegelung des Hebelstellwerkes 13 in .der der Schußfeldlage
der Zielscheiben entsprechenden Stellung II bewirkt.
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Die in Fig.2 gezeigte, auf .dem Befehlsstand 3 angeordnete Einrichtung
zum Steuern der Zugmagnete 16, 17 enthält außer dem genannten Zeitrelais i9 den
Befehlstaster 20, ein Hilfsrelais 21, zwei weitere Zeitrelais 22, 23 und zwei Relais
2¢, 25 zum Ein- und Ausschalten der Zugmagnete 16,17. Alle diese Vorrichtungen werden
von dem Netz 26 gespeist. Die Steuervorgänge wickeln sich wie folgt ab: Durch Drücken
des Befehlstasters 2o wird das Hilfsrelais 21 über die geschlossenen Tontakte 23'
des Zeitrelais 23 und das Zeitrelais 22 erregt. Das Hilfsrelais 21 überbrückt in
der Anzugsstellung durch Schließen seiner Kontakte 21' den Befehlstaster 2o und
hält sich dadurch in der Anzugsstellung. Das Zeitrelais 22 schließt in der Anzugsstellung
seine Kontakte 22' und damit den Steuerstromkreis für das Relais 24., so daß der
Zugmagnet 16 über die Leitungen 29 eingeschaltet -wird. In der Anzugsstellung des
Zugmagneten. 16 werden die Zielscheiben 1-, 2 durch das von der Stellung I in die
Stellung 1I übergehende Hebelstellwerk 13 und die elektrische Gleichlaufeinrichtung
von der Außerschußfeldlage in die Schußfeldlage gebracht. Das Relais 24. schließt
in, der Anzugsstellung zugleich die Hilfskontakte 2q.' und damit den Steuerstromkreis
für das Zeitrelais 19; das -in der Anzugsstellung durch Schließen seiner Kontakte
i9' den Steuerstromkreis für das Relais r 5 schließt, so daß der Zugmagnet 1 7 über
die Leitungen 3ö eingeschaltet wird. In der Anzugsstellung des Zugmagneten 17 werden
die Zielscheiben 1, 2 durch das von der Stellung II in die Stellung III übergehende
Hebelstellwerk 13 und die elektrische Gleichlaufeinrichtung von: der Schußfeldlage
in die zweite Außerschußfeldlage gebracht. Das Relais 25 schließt in. der Anzugsstellung
zugleich die Hilfskontakte 25' und damit den Steuerstromkreis dies Zeitrelais 23,
das in: der Anzugsstellung durch Öffnen seiner Kontakte 23' den Steuerstromkreis
des Hilfsrelais 21 unterbricht, so daß alle Apparate wieder die Anfangsstellung
.einnehmen. Für eine neue Schießperiode wird das Hebelstellwerk 13 von Hand oder
selbsttätig aus der Stellung 111
wieder in die Stellung I gebracht: Die Einrichtung
kann so ausgebildet sein, daß die beschriebenen, sieh während einer Schießperiode
abwickelnden Steuervorgänge für mehrere aufeinanderfolgende Schießperioden selbsttätig
wiederholt werden.
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Durch die Erfindung wird eine von Pendelerscheinungen völlig freie
Bewegung der Zielscheiben und ein besonders: genauer Gleichlauf der bewegten Zielscheiben
erzielt. Die Zeit für den Übergang der Zielscheiben von der Außerschußfeldlage in
die Schu;ßfeldlage und das Verbleiben der Zielscheiben in der Schußfeldlage ist
für alle Zielscheiben und in beliebig vielen Schießperioden genau gleich. Durch
die Erfindung ist daher eine-Einrichtung geschaffen worden,. bei der die Bedingungen
für alle Schütze genau gleich sind-Ferner erfordert die Einrichtung nach der Erfindung.
einen besonders geringen Energieaufwand zum Bewegen der Zielscheiben. Die Entfernung
der Zielscheiben vom Befehlsstand kann praktisch- beliebig groß gewählt werden.
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