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Schreibband für Schreibmaschinen, Registrierkassen u. dgl.. Beim Einsetzen
neuer Schreibbänder in Schreibmaschinen o. dgl. werden die Hände leicht mit Schreibbandfarbe
beschmutzt. Schutz der Hände durch Handschuheoder durch Verwendung von Hilfsmitteln,
wie Pinzetten u. dgl, haben sich als praktisch unbrauchbar erwiesen. Es ist daher,
um das Beschmutzen der Hände beim Einziehen- neuer Schreibbänder in Schreibmaschinen
u. dgl. zu vermeiden, auch schon vorgeschlagen worden, bei der Einfärbung der Schreibbänder
' die Enden der Bänder nicht mit Schreibbandfarbe .zu tränken. Dieser nahehegende
Gedanke ist aber praktisch schwer durchführbar; denn Schreibbänder werden in zusammenhängenden
Längen von mehreren ioo m eingefärbt, die .erst später in die gewünschten Gebrauchslängen
zerschnitten werden. Es würde also bei dem Einfärben der Schreibbandrollen von hunderten
von Metern Länge sehr komplizierter Vorrichtungen bedürfen, um etwa alle i o m den
Färbevorgang- auf eine kurze Strecke von etwa i o ,cm zu unterbrechen- sowie diese
nichteingefärbten Teile des Schreibbandes vor Berührung mit den gefärbten Teilen
zu schützen.
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Auch hat es sich nicht bewährt, die auf Gebrauchslänge zugeschnittenen,
in ihrer ganzen Länge eingefärbten Schreibbänder nächträglich an den Enden mit Schutzhüllen
aus Papier, Metallfolien .o. dgl. zu versehen, weil die auf diese Weise hergerichteten
S.chreibbandenden zu steif sind und sich infolge= dessen zu schwer durch die Bandführungen
der Schreibmaschinen hindurchschieben lassen.
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Nachträglich an, die in ganzer Länge @eingefärbten Schreibbänder ungefärbte
Enden anzunähen, mit Metallklammern o. dgl. zu befestigen, ist bekannt, hat aber
zu keinen befriedigenden Ergebnissen geführt, weil die Nähte, Klammern usw. sich
an den meist verhältnismäßig engen Bandführungen der Schreibmaschinen festhaken.
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Die Enden eingefärbter Schreibbänder durch Eintauchen in Lösungen
von Kolllodium, Kautschuk usw. und durch nachträgliches Auftrocknenlassen
dieser
Lösungen mit nicht abfärbenden Schutzschichten zu versehen, hat gleichfalls zu keinem
Erfolg geführt, weil die flüchtigen Lösungsmittel der Kollodium-, Kautschuk- usw.
Lösungen die öligen und fettigen Anteile der Schreibbandfarbe und auch die in der
Farbe enthaltenen Farbstoffc mehr oder weniger lösen, wodurch der auf den Bandenden
gebildete Überzug von Koll:odium, Kautschuk us.w. schmierig wird, abfärbt und somit
seinen Zweck verfehlt.
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Es ist auch bekannt, nichteingefärbite Verlängerungsstücke an die
Enden des eingefärbten Schreibbandes mittels Fischleimes anzukleben. Diese Art des
Anklebens der farbfreien Enden hat sich jedoch in der Praxis nicht durchsetzen können.
Das ist auch ahne weiteres verständlich, denn erfahrungsgemäß sind flüssige Klebstoffe,
selbst wenn es gelingt, mit dem einen oder anderen derselben, z. B. mit Fischleim,
farbfreie Enden an ungefärbte Schreibbänder anzukleben, für diesen Sonderzweck für
eine laufende größere Produktion wenig geeignet; denn das Ankleben der farbfreien
Enden mit flüssigen Klebstoffen im Großbetrieb ist, wenn es rasch und dabei auch
sauber, wie es der Großbetrieb erfordert, gemacht werden soll, viel zu zeitraubend,
daher unwirtschaftlich. Zu zeitraubend, -weil die frisch hergestellte Klebestelle,
selbst bei Anwendung von Wärme, erst eine gewisse Zeit zum Anziehen, d. h. zur Verfestigung,
liegen bleiben muß, bevor man das betreffende Band -weiterverarbeiten, d. h. aufspulen
und konfektionieren kann. Würde man ein Schreibband sofort, nachdem das farbfreie
Ende frisch angeklebt ist, stramm, also unter Zug, aufspulen, so -würden sich die
Klebestellen iti :den weitaus meisten Fällen wieder lösen. Zu unsauber aber ist
das Verfahren mit flüssigen Klebstoffen, weil es auf die Dauer unweigerlich zu Schmierereien
führt. Letzteres gilt insbesondere für Fischleim als Klebstoff, der stets mehr oder
-weniger beim Auftragen Fäden zieht. Bei Fischlein kommt außerdem noch dessen widerlicher
Geruch hinzu, welcher den Klebstellen auch noch nach langem Lagern anhaftet, -was
sich besonders beim öffnen der Schreibbandpackungen unangenehm bemerkbar macht.
Außerdem werden die mit Fischleim herbestellten Klebestellen zwischen farbfreiem
Ende und Farbband, -wenn der Auftrag des Klebstoffes nicht sehr dünn und in gleichmäßiger
Verteilung erfolgt, was sehr viel Zeit :erfordert, zu steif und sind dadurch beim
Einführen des Schreibbandes in die Bandgabeln der Schreibmaschine hinderlich. Diese
Mängel, die in ähnlicher Weise auch bei Verwendung anderer flüssiger Klebstoffe
als Fischleim auftreten, werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß das Mittel
zum Aufkleben der Verlängerungsstücke auf die Enden des Schreibbandes aus ölfester
thermoplastischer, durch Schreibbandfarbe nicht angreifbarer, unter Druck und in
der Hitze klebender Masse, beispielsweise einer Folie, besteht. Dieses für den vorliegenden
Zweck neuartige Verfahren gewährleistet ein überraschend schnelles, sauberes und
dadurch wirtschaftliches Arbeiten; denn die einzelne Klebestelle erfordert. nur
-wenige Sekund; ti Arbeit, und das Schreibband kann unmittelbar nach dem Kleben
aufgespult werden. Zudem sind die Klebestellen nach meinem Verfahren, da eine sehr
dünne thermoplastische Folie aus an sich hochelastischem Kunstharz verwendet -wird,
nicht steif und außerdem auch völlig geruchfrei.
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Die Verwendung thermoplastischer, in der Hitze klebefähiger Stoffe,
insbesondere Folien zum Kleben, ist in anderen Industrien bereits bekannt, z. B.
in der Sperrholzindustrie zum Aufeinanderkleben der einzelnen Holzplatten.
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Damit die Verlängerungsstücke, -wenn sie auf die Schreibbandspulen
mit aufgewickelt sind, aus dem darüber bzw. darunter gewickelten :eingefärbten Teil
des Schreibbandes keim Farbe aufsaugen, wodurch ein Teil des eingefärbten Schreibbandes
in seiner Ergiebigkeit geschädigt werden würde und das mit Schreibbandfarbe beschmutzte
Verlängerungsstück seinen Zweck, die Hände vor dem Beschmutzen zu schützen, nicht
erfüllen könnte, ist zweckmäßig das eingefärbte Schreibband an seinem einen Ende
oder an beiden Enden so -weit mit dem einen Ende des ungefärbten Verlängerungsstückes
mittels der thermoplastischen Folie überklebt, dä'ß die Überlappung des eingefärbten
Schreibbandes mit dem nichteingefärbten Verlängerungsstück etwas größer ist als
der Umfang des Aufwickelkerns der Spulen, für die das Schreibband in Betracht kommt.
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An dem Ende des eingefärbten Schreibbandes, das auf die Schreibbandspule
zttunterst, d. h. auf den Spulenkern, aufgewickelt wird, entspricht die Länge der
zum Aufkleben verwendeten thermoplastischen Folie der Länge der Überlappung. Das
andere Ende des eingefärbten Schreibbandes, d. h. das Ende, welches zuletzt auf
die Schreibbandspule aufläuft, kann folgendermaßen hergerichtet sein r. Der zum
Kleben der in ihrer Länge reichlich eirnem Sp ulenk ern umf an- entsp reche nden
überl.appungsstelle verwendete Streifen therm:oplastischer Folie ist um eine lose
unter dem nichteingefärbten: V erlängerungsstück liegendes Ende verlängert. Dieser
lose Teil der thermoplastischen Folie hat eine Länge, die .ausreicht, um den gefärbten
Teil des auf die Spule aufgewickelten Schreibbandes zu
bedecken
und dadurch das darüb.erliegende ungefärbte Verlängerungsstück vor Beschmutzung
mit Schreibhandfarbe zu schützen. Damit dieser Schutz möglichst sicher erreicht
wird, wird das nichteingefärbte Verlängerungsstück vorteilhaft etwas schmaler genommen
als das Schreibband bzw. die in Schreibbandbreite verwandte thermoplastische Klebe-
bzw. Schutzfolie. Vor dem Einziehen des Schreibbandes in die Schreibmaschine wird
das lose Stück der thermoplastischen Folie hinter der Klebestelle abgerissen und
entfernt. Vorteilhaft wird dieses Abreißen durch Perforation der Trennstelle der
Folie erleichtert.
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a. Der Klebestreifen aus thermoplastischer Folie wird nur in Länge
der überlappungsst.elle zum Aufkleben des ungefärbten Verlängerungsstückes auf das
gefärbte Schreibbandende verwendet. Bei dem Ausspulen des Schreibbandes .auf die-
Spule wird unter das zuoberst auf die Schreibbandspule auflaufende, mit dem nichteingefärbten
Verlängerungsstück versehene Ende des Schreibbandes ein loser Streifen durch. Schreibbandfarbe
nicht angreifbarer Folie von Schreibbandbreite mit eingeschossen, der mit einem
Ende bis unter die Klebestelle zwischen Verlängerungsstück und Schreibbandende reicht
und im ganzen einte Länge hat, die ausreicht, um das nichteingefärbfie Verlängerungsstück
des aufgespulten Schreibbandes vor Berührung mit dem eingefärbten Teil des Schreibbandes
zu schützen. Der lose eingeschossene Folienstreifen wird bei dem Einziehen des Schreibbandes
in die Schreibmaschine entfernt.