DE724263C - Fluessigkeitskupplung nach dem Foettinger-Prinzip - Google Patents

Fluessigkeitskupplung nach dem Foettinger-Prinzip

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DE724263C
DE724263C DEK141123D DEK0141123D DE724263C DE 724263 C DE724263 C DE 724263C DE K141123 D DEK141123 D DE K141123D DE K0141123 D DEK0141123 D DE K0141123D DE 724263 C DE724263 C DE 724263C
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DEK141123D
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Schanzlin & Becker AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D33/00Rotary fluid couplings or clutches of the hydrokinetic type
    • F16D33/18Details
    • F16D33/20Shape of wheels, blades, or channels with respect to function

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)
  • Control Of Fluid Gearings (AREA)

Description

  • Flüssigkeitskupplung nach dem Föttinger-Prinzip Die Erfindung bezieht sich auf eine Flüssigkeitskupplung nach dem, Föttinger-Prinzip, deren Kreislauf mit Flüssigkeit ständig vollgefüllt bleibt und deren Pumpenradeintritt auf dem kleinsten oder nahezu kleinsten und deren Pumpenradaustritt auf dem größten oder nahezu größten Durchmesser liegt, und bezweckt, durch die besondere Wahl des Austrittswinkels des Pumpen- und Turbinenrades die Momentaufnahme der Kupplung bei großen Schlupfwerten niedriger zu halten, als das bei den bisherigen Kupplungsausführungen bekannt ist.
  • Es sind .eine Reihe von Ausführungen behanntgeworden, die denselben Zweck verfolgen. So hat man beispielsweise besondere Vorratsräume in der Kupplung vorgesehen, in denen sich die Betriebsflüssigkeit bei niedriger Abtriebsdrehzahl der Kupplung oder bei feststehender Abtriebsseite sammeln kann, so daß dieselbe dann nur noch teilweise gefüllt ist und dadurch einewesentlichkleinereLeistungsaufnahme hat. Weiter hat man versucht, durch Einbau von Drosseleinrichtungen in dein Fliissigkeitskreislauf der Kupplung das Moment im restbremspunkt herabzusetzen oder auch durch Einbau eines Schöpfrohres die Kuppluii- teilweise zu entleeren. Alle diese Malinahmen haben jedoch den Nachteil, daß sie umständlich sind, die beabsichtigte Wirkung mir unvollkommen erreichen, Platz beanspruchen und weiterhin für das Füllen und Leeren oder die Betätigung von Drosseleinrichtungen eine gewisse Zeit benötigt wird, die für den Fahrzeugbetrieb nicht mehr in Kauf genommen werden kann.
  • Gemäß der Erfindung werden die geschilderten Nachteile vermieden und die Herabsetzurig des Momentes bei großen Schlupf-.verten dadurch erreicht, daß der Austrittswinkel des Pumpenrades, d. h. der Winkel zwischen der Schaufelrichtung und der Tangente am Umfang des Rades in dem der Drehung dieses Rades entgegengesetzten Sinne (negative Umfangsrichtung), und der Austrittswinkel des Turbinenrades zwischen der Schaufelrichtung und der Tangente am Umfang im Sinne der Drehung dieses Rades (positive Umfangsrichtung) kleiner als ein rechter ist.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, die Pumpenschaufeln von Strömungsgetrieben am Austritt nach rückwärts zu krümmen. Diese bekannten Anordnungen beziehen sich jedoch entweder auf Strömungsdrehniomentwandler, bei denen sich eine solche Schaufelkrümmung durch die Betriebsbedingungen ergeben kann und für die gerade hinsichtlich der für die Erfindung gültigen Betrachtungen grundsätzlich andere Gesichtspunkte gelten, oder es beziehen sich diese rückwärts gekrümmten Pumpenschaufeln auf Strömung-,-kupplungen, die durch Vcrschiehen von Schaufelrädern in Drehmomentwandler umgewandelt werden können. Auch in diesem Fall hängt die besondere, dein Erfindungsgegenstand ähnliche Ausbildung der Pumpenschaufeln mit den Betriebsbedingungen voll Strömungsdrehmomentwandlern betreffenden Gesichtspunkten zusammen.
  • Schließlich wurde bei einer Strömungskupplung, die zum Zweck einer geringeren Drehmomentaufnahme im Festbremspunk; nur teilweise gefüllt werden. soll, vorgeschlagen, die normalerweise radialen Schaufeln schräg in den Pumpenkörper einzubauen. Mit dieser Anordnung, die gleichzeitig eine Drosselung der Strömung am Eintritt der Pumpenschaufeln bedingt, soll der Betriebszustand der beim Anfahren nur teilweise gefüllten Kupplung verbessert werden.
  • Allen diesen bekannten Anordnungen ist gemeinsam, daß eine Verminderung der Drehmomentaufnahme im Festbremspunkt.bei uilv eränderter Drehmomentaufnahme in den Betriebsfahrbereichen nicht zu erreichen ist und daß die Erkenntnis, mit diesem einfachen Mittel auch hartgreifende, stets gefüllt bleibende Kupplungen im Anfahrbereich in ihrer Drehmomentaufnahme dem- Motormoment anzupassen, noch nicht vorgelegen hat.
  • Die am Anfang der Entwicklung bei Ströinungskupplungen vorgeschlagene Rückwärtskrümmung am Austritt des Pumpenrades ist darauf zurückzuführen, daß die im Pumpenbau und auch bei Drehmomentwandlern gewählte Schaufelform auf die KupplungKupplungen übertragen wurde, da man noch nicht erkannt hatte, daß mit radialen Schaufeln die Übertragungsfähigkeit erheblich größer ist.
  • Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, daß es gelingt, mit der an sich bekannten Rückwärtskrümmung des Pumpenaustritts und einer Vorwärtskrümmung des Turbinenaustritts die Momentenkurve einer Kupplung erheblich zu beeinflussen und die Momentaufnahme bei großen Schlupfwerten stark herabzusetzen.
  • Es sei beispielsweise in der Abb. i die Momentaufnahme .lId einer Flüssigkeitskupplung dargestellt, aufgetragen über der Abtriebsdrelizahl its, und zwar bezeichnet die Kurve a den Verlauf für eine übliche Kupplung nach dem Föttinger-Prinzip. Aus dem Verlauf der Kurve ist zu. ersehen, daß, gleichbleibende Antriebsdrehzahl itp vorausgesetzt, die Momentaufnalune bei der Abtriebsdrelizahl Null um ein Vielfaches größer ist als die im Betriebspunkt I, in dein die Kupplulig mit geringem Schlupf im Betriebsbereiche hauptsächlich arbeitet. Die Kurven v und c zeigen dagegen den Verlauf der Momentaufnahme,wie er bei verschiedenen Kupplungen unter :Anwendung des Erfindungsgedankens erreicht wird.
  • Bekanntlich ist das voll dem treibenden Rad einer Kupplung, also dem Pumpenrad, aufgenommene Moment durch die Gleichung gegeben. Hierin bedeutet U die umlaufende Flüssigkeitsmenge, y das spezifische Gewicht dieser Flüssigkeit, g die Erdbeschleunigung, c", # r, den Drall am Eintritt und c".., # r., den Drall am Austritt des- Pumpenrades (Komponente der Absolutgeschwindigkeit c in Richtung'der Umfangsgeschwindigkeit it mal -Radius an dieser Stelle).
  • Diese Gleichung sagt aus, daß das aufgenommene Drehmoment direkt verhältnisgleich ist der umlaufenden Flüssigkeitsmenge D, dem spezifischen Gewicht y und der Differenz der Drallwerte hinter dem Pumpenrad und vor dem Pumpenrad, also der Dralländerung im Pumpenrad selbst.
  • Die bisher im Fahrzeugbetrieb üblichen Föttingerkupplungen verwenden nun Schaufeln, die radial im Radboden stehen, also in Ebenen liegen, die durch die Getriebeachse gehen. In Abb.2 ist die Schaufelung.einer solchen Kupplung mit den entsprechenden Geschwindigkeitsschaubildern der Strömung dargestellt. Die Kennziffer i bezieht sich darin atif die Werte für den Schaufeleintritt, die Kennziffer 2 auf die Werte für den Schaufelaustritt. U ist die Umfangsgeschwindigkeit, c die Absolutgeschwindigkeit der Flüssigkeit, w die Relativgeschwindigkeit, welche stets mit der Tangente an die Schaufel in dem betrachteten Punkte zusammenfällt. c" ist die Projektion der Absolutgeschwindigkeit auf die Umfangsgeschwindigkeit it, die Projektion der Relativgeschwindigkeit auf die Umfangsgeschwindigkeit it, c," ist die Meridiangeschwindigkeit,welche bei radialer Schaufelstellung mit der Relativgeschwindigkeit ;t der Richtung nach zusammenfällt.
  • Wie aus der Abb. 2 ersichtlich, ist der Wert c" am Aus- und Eintritt der Pumpe mit i senkrechtem Schaufelein- und -austrittswinkel jeweils gleich der Umfangsgeschwindigkeit 7t, also bei gleichbleibender Antriebsdrehzahl n" gleichbleibend und unabhängig von der Wassermenge. Das aufgenommene Moment ist dann also für eine gegebene Betriebsflüssigkeit verhältnisgleich der umlaufenden Flüssigkeitsinenge Q. Da nun mit zunehmendem Schlupf die umlaufende Flüssigkeitsmenge (lauernd ansteigt, nimmt auch die Momentaufnahme finit zunehmendem Schlupf bis zum Festbreinspunkt zir. Gemäß der Erfindung wird nun dir Schaufel des Pumpenrades nicht mehr radial in den Radboden gelegt, sondern, wie an sich bekannt, am Austritt stark nach rückwärts gekrümmt und die Schaufel des Turbinenrades am Austritt nach vorwärts gekrümmt. Es ergeben sich damit die entsprechenden Geschwindigkeitsschaubilder, wie sie in der Abh. 3 dargestellt sind. Die Geschwindigkeit ist durch die Flüssigkeitsmenge Q und den Ouerschnitt F gegeben und nimmt bei gleichbleibender Fläche F mit wachsendem Q zu. aus dem Schaubild der Abb. 3 geht hervor, daß mitzunehmender Austrittsgeschwindi-keit w_ der Wert c", - u2 -w., kleiner wird. Setzen wir in Gleichung z den Wert und cul'. y1 - asi # yi ein, so ergibt sich nach Ordnung eine in Q quadratische Gleichung, die aussagt, daß das übertragene Drehmoment zu Nuli wird, einerseits für Q = o und andererseits für einen Wert . für den die Dralländerung im .Pumpenrad = o wird. Dazwischen erreicht die Momentaufnahme einen Höchstwert. Bei der praktischenAusführung derKupplung kann natürlich infolge des Einflusses der Reibung das Moment Null bei größerer Umlaufmenge nicht erreicht werden. Es zeigt sich aber, daß mit zunehmender Wassermenge entsprechend den größeren Schlupfwerten tatsächlich wieder eine Verkleinerung des übertragbaren Momentes erreicht werden kann, .so daß der Verlauf der Kupplungskurve entsprechend Abb.j Kurve b ist. Es ist sogar möglich, die Schaufelung des Kupplungspumpenrades so auszubilden, daß bei einer bestimmten umlaufenden Flüssigkeitsmenge, die einem gewissen Schlupf entspricht, ein Höchstwert an übertragbarem Moment auftritt, die Kupplungskurve also einen sogenannten Kippunkt zeigt (vgl. Abb. r, Kurve c). Es zeigt sieh also, daß durch die Rückwärtskrümmung der Schaufeln am Austritt des Pumpenrades eine Herabdrückung des Festbremsmomentes in 'einem je nach Wahl des Austrittswinkels gewünschten Ausmaß erzielt werden kann.
  • Die gleiche Überlegung, wie sie oben für denPumpenaustritt durchgeführt wurde, kann auch für den Turbinenaustritt gemacht werden und zeigt dann, daß eine Herabdrückung des Festbremsmomentes dann eintritt, wenn die Turbinenschaufel am Austritt stark nach vorwärts gekrümmt wird. Die sich ergebende Wirkung liegt in der gleichen Richtung wie die durch die rückwärts gekrümmte Pumpenschaufel bewirkte.
  • In Abb.4 ist beispielsweise das Ergebnis einer Kupplungsnachrechnung für Kupplungen mit verschiedensten Austrittswinkeln am Pumpenrad und Turbinenrad dargestellt. Es bezeichnet darin P" den _Austrittswinkel aus dem Pumpenrad und P2T den Austrittswinkel aus dem Turbinenrad. Zum Vergleich sei gesagt, daß der Festbremspunkt einer normalen Föttingerkupplung gleicher Drehzahl und gleicher Größe mit einer Beschaufelung, wie sie in der Abb. a gezeigt ist, bei ungefähr 6oo mkg liegt. In der Abb. 4 sind nun die verschiedenen Momentcharakteristiken, wie sie durch die Änderung einmal des Turbinenäustrittswinkels, das andere Mal durch die des Pumpenradaustrittswinkels erreicht werden, dargestellt. Beträgt der Pumpen- und Turbinenaustrittswinkel je go°, liegt also der Fall der üblichen Föttingerkupplung vor, so steigt, wie schon gesagt, das Festbremsmoment auf ungefähr 6oo mkg (in der Abb. nicht gezeigt). Wird nur der Turbinenaustrittswinkelf3,T zwischen derSchaufelrichtung und der positiven Umfangsrichtung kleiner als ein rechter am Austritt des Turbinenrades gewählt, so erfolgt bereits eine Herabsetzung des Festbreinsmomentes (punktierte Linie P'2" = go°_, ßZT = I3°). Bei den gestrichelt gezeichneten Momentencharakteristiken ist allein der Pumpenaustrittswinkel f2", bei den voll ausgezogenen sowohl der Pumpenaustrittswinkel ß@p als auch der Turbinenaustrittswinkel ß2T verkleinert worden, und zwar in dem Maße der jeweils der Kurve beigeschriebenen Werte. Bei Anwendung beider Maßnahmen ergibt sich die einleitend erwähnte überaus günstige Kupplungscharakteristik mit Kippunkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCfi: -Flüssigkeitskupplung nach dem Föttin; g er-Prinzip, deren Kreislauf mit Flüssig-]zeit ständig vollgefüllt bleibt und deren Pumpenradeintritt auf dem kleinsten oder nahezu kleinsten und deren Pumpenradaustritt auf dem größten oder nahezu größten Durchmesser liegt, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Zweck, die Momentaufnahme der Kupplung im Bereiche großerSchlupfwerte zu verkleinern, der Winkel zwischen Schaufelrichtung und der negativen Umfangsrichtung am Austritt des Pumpenrades, wie an sich bekannt, und der Winkel zwischen der Schaufelrichtung und der positiven Umfangsrichtung am Austritt des Turbinenrades kleiner als ein rechter ist.
DEK141123D 1936-02-14 1936-02-14 Fluessigkeitskupplung nach dem Foettinger-Prinzip Expired DE724263C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1031600B (de) * 1955-01-26 1958-06-04 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Hydraulischer Drehmomentwandler

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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