DE725955C - Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken

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DE725955C
DE725955C DEF84806D DEF0084806D DE725955C DE 725955 C DE725955 C DE 725955C DE F84806 D DEF84806 D DE F84806D DE F0084806 D DEF0084806 D DE F0084806D DE 725955 C DE725955 C DE 725955C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/20Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from milk, e.g. casein; from whey
    • A23J1/205Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from milk, e.g. casein; from whey from whey, e.g. lactalbumine
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23VINDEXING SCHEME RELATING TO FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES AND LACTIC OR PROPIONIC ACID BACTERIA USED IN FOODSTUFFS OR FOOD PREPARATION
    • A23V2002/00Food compositions, function of food ingredients or processes for food or foodstuffs

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken Durch das Hauptpatent ist ein Verfahren geschützt, nach - welchem aus Molken ein reversibles Lactalbumin mit besonderen Eigenschaften der Schlag- und Backfähigkeit gewonnen wird.
  • Zur Erreichung des Verfahrenszweckes sind drei Vorgänge von Wichtigkeit: i. eine Vorreinigung der Molke zur Entfernung von Schleimstoffen aus derselben, 2. eine pH-Wert-Verschiebung, des Dispersionsmittels, 3. die schonende Entfernung des Dispersionsmittels, beispielsweise mit Hilfe von Separatoren und Trockenvorrichtungen besonderer Arbeitsweisen.
  • Durch die beiden erstgenannten Maßnahmen wird das in der Molke .enthaltene Zactalbumin in (einen reversiblen, schlag- und backfähigen Eiweißkörper übergeführt, während der dritte Vorgang dazu dient, das so hergerichtete Erzeugnis. in schonender Weise von seinem Dispersionsmittel zu befreien.
  • Weitere Untersuchungen haben gezeigt, daß es möglich ist, gemäß vorliegender Erfindung das Dispersions- und bzw. oder Eindampfmittel. unter Verzicht auf die Anwendung von Separatoren ausschließlich mit Hilfe von Trockenvorrichtungen zu entfernen. Hierbei müssen die Arbeitstemperaturen der benutzten Vorrichtungen ebenso wie beim Verfahren gemäß dem Hauptpatent innerhalb jener Grenzen liegen, die eine kolloidschädigende Einwirkung von Wärme auf das Lactalbumin ausschließen.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung wird ein Gut erhalten, das außer dem Lactalbumin alle anderen Bestandteile der Molken, z. B. Milchzucker, milchsaure und andere Salze, enthält. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß diese Begleitstoffe die Schlagfähigkeit des Lactalbumins nicht beeinträchtigen. Dieses Verhalten war deshalb nicht selbstverständlich. und zu erwarten, weil im gewonnenen Gut die Menge der Nichteiweißstoffe bedeutend "überwiegt.
  • Es ist jedoch möglich, den Anteil der milchsauren Salze und des Milchzuckers dadurch zu verringern, daß der Milchzucker der Moike vor oder während der Aufarbeitung entfernt wird. Dies kann beispielsweise durch Vergärung desselben oder durch Auskristallisieren aus der -Molke erreicht werden.
  • Bei der Anwendung des Verfahrens wird man beispielsweise den pH-Wert der Molke mit einem geeigneten Alkali erhöhen. Die so vorbehandelte Molke gelangt dann beispielsweise in einen Vakuumeindicker und wird hier konzentriert. Aus dem Eindicker gelangt das Konzentrat in eine nach dem Zerstäubungsverfahren.arbeitende Trockenvorrichtung, wodurch ihr der Rest der flüssigen Bestandteile entzogen wird.
  • Es wurde ferner gefunden, daß es möglich ist, den Proteingehalt des Gutes durch Beifügung von löslichem Kasein oder Hühnereiweiß innerhalb gewisser Grenzen zu erhöhen, ohne daß die Backtauglichkeit des Erzeugnisses dadurch in Frage gestellt wird. Dies kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn der Handelswert des Erzeugnisses nicht nur nach seiner Schlag- und Backfähigkeit, sondern auch nach seinem Gehalt an eiweißlialtiger Stickstofisubstanz beurteilt wird. Als besonders zweckmäßig zur Erhöhung des Proteingehaltes haben sich Alkalikaseinate, insbesondere calciumhaltige lösliche Kaseinate sowie Hühnereim-eiß, erwiesen. Durch diesen Zusatz von Proteinen wird ein weiterer technischer Fortschritt insofern erzielt, als dadurch eine Schutzkolloidwirkung auf das Lactalbumin während des Trockenvorganges erreicht wird. Der Zusatz solcher Stoffe ist im Hinblick 'auf das gemäß dem vorliegenden Verfahren gewonnene Gut ferner deshalb von besonderem Wert, weil durch die im Gut vorhandenen mengenmäßig überwiegenden Nichteiweißstoffe die Beschaffenheit des Gutes unter Umständen beeinträchtigt wird. Die Hinzufügung von Proteinstoffen hat hiernach zum Zweck, das Verhältnis der Eiweißstoffe zu den Nichteiweißstoffen in bezug auf den Anwendungszweck möglichst günstig zu gestalten.
  • Beispielsweise verfährt man wie folgt: Ausgegangen wird von einer Molke von 9.10'o Wassergehalt, einem pH-Werte von 3 bis 5, einem Milchzuckergehalt von 3 bis 4.%, einem Gehalt an Milchsalzen von i %, einem Eiweißgehalt von i o,to und einem Fettgehalt von o% bzw. einem höchstens in Spuren nachweisbaren Fettgehalt, also einer - Gesamttrockensubstanz von etwa 6%.
  • Diesem Ausgangsstoff wird je nach dem ursprünglichen Säuregehalt der Molke so viel Alkali hinzugefügt, daß sein PH-Wert auf bis io erhöht wird, also-auf Ammoniak berechnet etwa t kg auf i ooo 1 Molke.
  • Während nun nach dem Ausführungsbeispiel des Hauptpatents mit Hilfe von Separaturen aus iooo 1 Molke ein Zwischenerzeugnis gewonnen wird mit einer Trockensubstanz von iooö, die nach der endgültigen Trocknung etwa 2o kg Ausbeute ergibt, wird nach dem neuen Verfahren aus iooo 1 Molke durch entsprechende Einstellung der Separatorcn bis zu 5oo 1 Zwischenerzeugnis mit einem Trockengehalt von etwa ; ()1!() gewonnei. die nach der endgültigen Trocknung eine Ausbeute von etwa 3 5 kg ergeben.
  • Es ergibt sich demnach bei dem neuen Verfahren eine i\ ehrausbeute von 15 kg an Trockensubstanz entsprechend einer Steigerüng der Gesamtausbeute um etwa ; 5 i! o . Diese Mehrausbeute wird erreicht auf Grund der Erkenntnis, daß, die zusätzlichen Nichteiweißstoffe die Schlag- und Backfähigkeit des Erzeugnisses nicht beeinträchtigen. sondern als brauchbare Bestandteile mit in die Trockensubstanz übergehen können, wodurch eben die Ausbeute erheblich gesteigert wird.
  • Dies bedeutet natürlich auch gegenüber dem Verfahren nach dem Hauptpatent einen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt von gro!'er Bedeutung.

Claims (3)

  1. PATENT ANSrlzÜCHr: i. Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken liacli Patent 696 Goa. dadurch gekennzeichnet. daß den gemäß dem Hauptpatent vorbehandelten Molken die Flüssigkeit durch Trocknung innerhalb solcher Temperaturgrenzen, die eine kolloidschädigende Einwirkung von Wärme auf das Lactalbumin ausschließen, ganz oder vorwiegend entzogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Milchzucker der Molke durch Vergärung oder Auskristallisieren vor oder während der Aufarbeitung aus dieser entfernt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Proteingehalt des Gutes durch Hinzufügen von löslichem Kasein oder Hühnereiweiß oder beiden Stoffen erhöht wird. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Alkalikaseinat oder calciumhaltiges lösliches Kaseinat oder die beiden genannten Stoffe zugleich oder in Verbindung mit anderen proteinhaltigen Stoffen verwendet werden.
DEF84806D 1938-02-22 1938-04-12 Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken Expired DE725955C (de)

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DE1938F0084520 DE696602C (de) 1938-02-22 1938-02-22 Verfahren zur Gewinning eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken
DEF84806D DE725955C (de) 1938-02-22 1938-04-12 Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken

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DEF84806D Expired DE725955C (de) 1938-02-22 1938-04-12 Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945304C (de) * 1950-12-14 1956-07-05 Tno Verfahren zur Gewinnung von back- und schaumfaehigem Milcheiweiss aus Molke
DE1124796B (de) * 1959-07-30 1962-03-01 Karl Thies Verfahren zur Herstellung von sterilisierbaren Mischprodukten aus Ovalbumin und Molke

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945304C (de) * 1950-12-14 1956-07-05 Tno Verfahren zur Gewinnung von back- und schaumfaehigem Milcheiweiss aus Molke
DE1124796B (de) * 1959-07-30 1962-03-01 Karl Thies Verfahren zur Herstellung von sterilisierbaren Mischprodukten aus Ovalbumin und Molke

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