DE7267C - Regulator für Motoren - Google Patents
Regulator für MotorenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
Landscapes
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
1878.
Klasse 60.
CHARLES PIERRE CHOUTEAU in ST. LOUIS (Missouri, V. S. A.).
Regulator für Motoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1878 ab.
Der vorliegende Regulator gehört zu jener Klasse von Regulatoren, die unter der Bezeichnung
als Widerstandsregulatoren bekannt sind, bei welchen die Regulirung des Zuflusses der
antreibenden oder bewegenden Flüssigkeit durch die Aenderang des Widerstandes gegen den
'Umlauf eines Rades oder einer Reihe von Vorsprüngen in einer nicht zusammendrückbaren
Flüssigkeit bewirkt wird. Er enthält folgende Theile: ein mit OeI oder anderer Flüssigkeit
zu füllendes einschliefsendes Gehäuse, einen in einer Mittelkammer desselben umlaufenden unrunden
Kolben oder Vorsprung, eine bewegliche Scheibe, welche einen Kolben oder Vorsprung
trägt, der auf einem ringförmigen, die Kammer des Kolbens umgebenden Kanäle angebracht
und mit Mechanismen zum Antriebe eines Regulatorventiles versehen ist, einen schwingenden Daumen oder eine Klappe mit
freiem Ende, welches fortwährend in Berührung mit dem Umfange des Kolbens gehalten wird,
und ein verstellbares Ventil, durch welches die Fläche der Oeffhung für den Oeldurchgang
von einem zum anderen Theile des ringförmigen Kanales nach Belieben vergröfsert oder verkleinert
werden kann.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsmittelschnitt, Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt nach der
Linie x-x der Fig. 1 und Fig. 3 eine perspectivische Ansicht des Kolbens, des Daumens
und eines Theiles des abgenommenen Gehäuses.
Ein cylindrisches Gehäuse A ist mit einem abnehmbaren Deckel A1 versehen, der auf ihm
mittelst Bolzen bi befestigt ist. Das Gehäuse A
wird von Stützen A'2 auf dem Deckel a3 der Büchse A3 des Regulatorventiles getragen, welch
letzteres hier nicht gezeichnet ist. Das Gehäuse A ist durch eine bogenförmige Scheidewandflantsche
/i4 in eine Mittelkammer a4 und
einen umgebenden ringförmigen Kanal αε getheilt.
Die Flantsche /ί4 läfst eine freie Oeffnung
zwischen dem tieferen Theile der Kammer aA und dem Kanal a'°. Eine Oeffhung a6
ist im Deckel des Gehäuses zur Einführung von OeI angebracht und wird durch einen
Schraubenpfropfen «' geschlossen. Ein unrunder Kolben B, dessen längster Durchmesser so
grofs ist, dafs er leicht in die Mittelkammer pafst, ist auf einer Welle b befestigt, welche in
einem Lager as läuft. Letzteres trägt eine treibende
Rolle b1.
Eine Scheibe C auf einer mit a% conaxialen
Welle c, welche sich im Lager a9 dreht, pafst
genau in den Behälter A, wobei die innere Scheibenfläche gegen die Scheidewand drückt.
Diese Scheibe hat einen Vorsprung C\ welcher leicht in den ringförmigen Kanal ah pafst. Ein
Stirnrad C2 ist auf dem äufseren Ende der Welle c befestigt und greift in einen Zahnrechen
D 2 auf einem Arme D' der waagrechten
Welle D ein. Letztere schwingt in einem Lager auf einer der Stützen A2 des Gehäuses A.
Die Arme D3D* sind auf der Welle D befestigt.
Der Arm Dä ist mit dem oberen Ende
der Stange d des Regulatorventiles verbunden. Das eine Ende einer Schraubenfeder Z>5 ist am1
Gehäuse A und das andere Ende am Arme D'' angebracht.
Ein Daumen E ist im Gehäuse A drehbar aufgehängt und wird, da er aufwärts durch die
in der Flantsche A^ unter dem Kolben B gebildete
Oeffhung vorragt, mit seinem freien Ende durch eine Feder e gegen den Umfang
des Kolbens gedrückt. Die Breite des Daumens E ist gleich dem Abstande zwischen den
inneren Flächen des Gehäusedeckels A' und der Scheibe C, so dafs die im Gehäuse enthaltene
Flüssigkeit nicht anders von einer Daumenseite zur andern gelangen kann, als
indem sie unter demselben hindurchgeht. Die Oeffnungsweite für diesen Durchgang kann durch
ein Ventil E von derselben Breite des Daumens vermittelst der Schraube / verändert werden.
Wenn der Kolben B in der Pfeilrichtung durch seine Treibrolle b * umläuft, wird das im Gehäuse
A befindliche OeI aus der Mittelkammer ai
hinaus gegen die linke Seite des Vorsprunges C1 der Scheibe C getrieben. Gleichzeitig wird das
OeI von der rechten Seite des Vorsprunges C weggezogen, wobei es durch die Oeffhung zwischen
dem Daumen E. und dem Ventil F hindurchgeht. Dadurch wird ein Druck auf die
linke Seite des Vorsprunges erzeugt und der Vorsprung mit der Scheibe C in der Pfeilrichtung
bewegt. Diese Bewegung wird durch das Rad C1 und den Zahnrechen D 2 auf die Welle D
und die Ventilstange d übertragen. Die Feder Db leistet Widerstand, bis zwischen ihrer
Spannung und dem Druck des OeIs Gleich- (
gewicht hergestellt ist. Das Gleichgewicht bleibt bestehen, so lange die Maschine ihre richtige
Geschwindigkeit behält. Bei Abnahme der Kolbengeschwindigkeit hebt die Feder Z>5 die
Regulatorventilstange d, um mehr Dampf zur Maschine zuzulassen. Dagegen wird bei vergröfserter
Kolbengeschwindigkeit der Vorsprung C weiter in der Pfeilrichtung vorwärts gedrückt,
somit die Regulatorventilstange gesenkt und der Dampfzutritt vermindert.
Die Geschwindigkeit der Maschine wird mittelst des verstellbaren V entiles F regulirt. Die
Energie des Regulators kann durch diese Vorrichtung gleichfalls erhöht werden, so dafs ein
und derselbe Regulator für Regulatorventile verschiedener Gröfse verwendet werden kann.
Der Kolben B ist elliptisch geformt, damit er in stetiger Berührung mit dem Daumen E
bleibt, und da sowohl dieser als die anderen inneren Theile fortwährend im OeI laufen, so
ist eine reichliche Schmierung hergestellt. Im übrigen ist ein sehr genaues Zusammenpassen
nicht wesentliches Erfordernifs.
Dieser Regulator kann mit verschiedenen Abänderungen ausgeführt werden. Diese bestehen
zunächst in einer anderen Construction des einschliefsenden Gehäuses und beweglichen
Vorsprunges, wobei das innere Lager des Vorsprunges wegfällt, sodann in der Verbindung
des verstellbaren Regulatorventils mit einer beschwerten Stange oder einem Pendel zum Oeffnen
und Schliefsen des Ventils, wodurch die Verwendung des Regulators bei Schiffsmaschinen
ermöglicht wird.
Fig. 4 stellt den Regulator im senkrechten Mittelquerschnitte und theilweise im Aufrifs dar,
Fig. 5 und 6 sind senkrechte Längsschnitte desselben nach den Linien x-x und y-y der
Fig. 4.
Das Regulatorgehäuse Z ist cylindrisch, hat an seinen Enden abnehmbare, durch Bolzen /'
befestigte Deckel Z1 L" und wird von Ständern
Z3 auf dem Obertheile /3 der Regulatorventilbüchse
getragen. Das Gehäuse Z wird nahe der Mitte durch eine senkrechte Scheidewand
Z'' in zwei Kammern /'' P getheilt, welche unten durch einen Kanal l~ und aufserdem
durch einen gekrümmten Schlitz / oberhalb des Kanals /2 mit einander in Verbindung stehen.
Im Obertheile der Kammer /4 ist eine OefFnung
zur Einfüllung des Oeles in die Kammern /4 /5,
welche durch einen Schraubenpflock /' geschlossen wird.
Ein elliptischer oder unrunder Kolben M, welcher mit seinem längeren Durchmesser leicht
in die Kammer /4 pafst, ist auf einer im Lager /s laufenden Welle m befestigt. Die Welle
trägt eine Riemscheibe m', welche durch den Riemen von der Maschinenwelle her bewegt
wird. Ein Cylinder JV, welcher auf seinem Umfange einen Vorsprung JV' hat, ist auf einer
Welle η befestigt, die in einem mit /s conaxialen
Lager /° läuft. Dieser Cylinder pafst leicht in die Kammer /5, wobei die äufsere
Oberfläche seines , Vorsprunges JV' die innere
Oberfläche der Kammer Γ' berührt.
Die Welle η wird durch eine Schraubenfeder
nach auswärts gedrückt, um dicht an ihr Lager I3 anzuschliefsen. Die Schraubenfeder sitzt
in einer Mittelnabe in der Scheidewand Z4. Ein Stirnrad JV1 ist am äufseren Ende der den
Cylinder JV tragenden Welle η befestigt und greift in einen Zahnrechen O2 auf einem Arme O1
einer waagrechten, in einem Lager auf einem der Träger Z3 laufenden schwingenden Welle O.
Letztere trägt die Arme O3 O1, wovon der eine
Arm O3 mit dem oberen Ende der Regulatorventilstange
ο verbunden ist. Eine Schraubenfeder Os ist mit einem Ende am Gehäuse Z
und mit dem anderen am Arme 0A der Welle O
befestigt. Eine Klappe oder ein Daumen P ist drehbar in der Kammer /' aufgehängt und
erstreckt sich ganz über dieselbe oberhalb des Kanals P, wobei sein freies Ende gegen den
Umfang des Kolbens M durch eine Feder ρ gedrückt wird. Dieser Daumen regelt den
Oeldurchgang von der Kammer /'' in den Kanal l". Die Oeffnung für den Oeldurchgang
vom Kanal P gegen die Seite des Vorprunges JV1 hin in der Pfeil richtung, Fig. 5, wird
beliebig durch ein Ventil Q verändert, welches sich über die Kammer Vc erstreckt. Das Ventil
ist auf einem Zapfen q befestigt, der durch den Gehäusedeckel Z1 geht. Durch geeignete Verstellung
des Zapfens q kann das Ventil Q ganz oder theilweise über den ringförmigen Durchgang
zwischen dem Cylinder JV und der Wand der Kammer l'° zu stehen kommen und dadurch
das OeI mehr oder weniger absperren.
Die Bewegung des Vorsprunges JV' wird in beiden Richtungen durch Stifte η' begrenzt
welche in der Wand der Kammer /5 befestigt
sind; auf gleiche Weise kann die Bewegung des Ventiles Q begrenzt werden.
Um den Regulator für Schiffsdampfmaschinen geeignet zu machen, wird auf dem Zapfen q
des verstellbaren Ventiles Q eine senkrecht herabhängende Stange R befestigt, an deren
unterem Ende ein Gewicht i?1 sitzt, so dafs die Schwingungen dieses Pendels das Ventil Q
in der Kammer /5 entsprechend bewegen.
Das im Gehäuse Z befindliche OeI wird durch die Umdrehung des Kolbens M aus der
Kammer /4 gegen die linke Seite des Vorsprunges JV1 geprefst und von der rechten Seite desselben
weggezogen, indem es durch die Oeffnung / in die Kammer /4 läuft. Durch diesen
Druck auf die linke Seite des Vorsprunges wird derselbe in der Pfeilrichtung bewegt, und diese
Bewegung wird durch Getriebe und schwingende Arme auf die Ventilstange übertragen, wobei
die Feder <24 Widerstand leistet.
Die Einstellung auf eine bestimmte Geschwindigkeit der Maschine wird mittelst des verstellbaren
Ventiles bewirkt, und auch hier kann die Energie des Regulators beliebig erhöht werden.
Wenn der Regulator als Schiffsmaschinenregulator arbeitet, dienen die Schwingungen
des Pendels RJR.1 dazu, das Ventil Q übereinstimmend
mit der Auf- und Abbewegung des Schiffes zu schliefsen und zu öffnen.
Claims (8)
1. Bei einem Maschinenregulator die Verbindung eines mit einer Flüssigkeit gefüllten
Gehäuses, eines darin umlaufenden Kolbens und einer beweglichen Klappe, welche mit
dem Regulatorventil verbunden ist und in einer Richtung durch den von der Drehung
des Kolbens hervorgebrachten Druck und in der anderen Richtung durch die Spannung
einer Feder bewegt wird, wesentlich wie oben beschrieben.
2. Die Verbindung· des einschliefsenden Gehäuses, des in einer Mittelkammer darin
umlaufenden unrunden Kolbens, des ringförmigen umgebenden Kanales und des schwingenden Daumens, wesentlich wie oben
beschrieben.
3. Die Verbindung des einschliefsenden Gehäuses, des in einer Mittelkammer umlaufenden
unrunden Kolbens, des ringförmigen umgebenden Kanales und der beweglichen Scheibe und ihres Vorsprunges, wesentlich
wie oben beschrieben.
4. Die Verbindung des einschliefsenden Gehäuses, des in einer Mittelkammer darin
umlaufenden unrunden Kolbens, des schwingenden Daumens, des beweglichen Vorsprungs
und des verstellbaren Ventiles, wesentlich wie beschrieben.
5. Die Verbindung des einschliefsenden Gehäuses, der beweglichen Scheibe und ihres
Vorsprunges, des Getriebes auf der Welle der beweglichen Scheibe, des Zahnrechens
auf dem schwingenden Arm, der schwingenden Welle und ihrer Arme, der Feder und der Ventilstange, wesentlich wie oben
beschrieben.
6. Bei einem Maschinenregulator die Verbindung eines einschliefsenden Gehäuses, welches
senkrecht in zwei durch einen unteren Kanal und durch eine darüber liegende Oeffnung verbundene Kammern getheilt ist,
eines in einer der Gehäusekammern umlaufenden unrunden Kolbens, eines beweglichen,
in der anderen Kammer angeordneten Vorsprunges und eines schwingenden Daumens und verstellbaren Ventiles,
wodurch der Durchgang einer Flüssigkeit von einer Kammer zur anderen regulirt wird,
alles wesentlich wie oben beschrieben und zum beschriebenen Zwecke.
7. Bei einem Maschinenregulator die Verbindung des einschliefsenden Gehäuses, des
beweglichen Vorsprunges, des verstellbaren, den Druck auf den erwähnten Vorsprung
regulirenden Ventiles und des Pendels, welches mit dem Zapfen des verstellbaren Ventiles
verbunden ist, wesentlich wie oben beschrieben.
8. Bei einem Maschinenregulator die Verbindung eines cylindrischen einschliefsenden
Gehäuses und eines beweglichen Vorsprunges, welcher auf dem Umfange eines Cylinders
gebildet, und welcher Cylinder auf einer Welle concentrisch mit dem Gehäuse befestigt ist, so dafs die Druck empfangende
Fläche geändert werden kann, ohne dafs irgend ein anderer Regulatortheil beeinflufst
wird, wesentlich wie oben beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7267C true DE7267C (de) |
Family
ID=285136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7267D Active DE7267C (de) | Regulator für Motoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7267C (de) |
-
0
- DE DENDAT7267D patent/DE7267C/de active Active
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