DE726870C - Verfahren zur Umsetzung von gasfoermigen Olefinen in fluessige Treibmittel - Google Patents

Verfahren zur Umsetzung von gasfoermigen Olefinen in fluessige Treibmittel

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DE726870C
DE726870C DER96288D DER0096288D DE726870C DE 726870 C DE726870 C DE 726870C DE R96288 D DER96288 D DE R96288D DE R0096288 D DER0096288 D DE R0096288D DE 726870 C DE726870 C DE 726870C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G50/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from lower carbon number hydrocarbons, e.g. by oligomerisation

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umsetzung von gasförmigen O,lefinen in flüssige Treibmittel Die Polymerisation von Olefinen zu flüssigen Treibstoffen ist an sich bekannt und vielfach beschrieben. Es ist sowohl bekannt, die Kondensation der Olefine mit oder ohne Verwendung von Katalysatoren durchzuführen. Für die Umsetzung der bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Olefine unter Anwendung hoher, in der Größenordnung von 5o bis 2ooatü liegender Drucke hat sich herausgestellt, daß es nicht ohne weiteres möglich ist, eine restlose Umsetzung der Olefine zu bewirken. Die bei der Polymerisation entstehenden Produkte sind verhältnismäßig temperaturempfindlich und neigen leicht zur Kohlenstoffabscheidung, wodurch Verstopfungen der Apparatur eintreten, die sich besonders dann bemerkbar machen, wenn die Urirnsetzungstemperatur so weitgehend gesteigert wird, daß eine über 50°% der in den Ausgangsgasen enthaltenen Olefine hinausgehende Umsetzung erreicht wird. Es ist hierbei zu bemerken, daß der angegebene Zahlenwert von 50'/, nur einen Richtwert darstellt. Je nach dem Olefingehalt der zu bearbeitenden Gase und der Art der Olefine können die Kohlenstoffabscheidungen schon bei niedrigeren oder auch erst bei höheren Temperaturen einsetzen.
  • Es wurde nun erkannt, daß sich eine fast restlose Aufarbeitung der Olefine unter Gewinnung eines hochwertigen flüssigen Treibstoffs durchführen läßt, wenn bei der nicht katalytischen Polymerisation von Olefinen, die in praktisch reiner Form oder in Mischung mit anderen Gasen verwandt werden können, das Volumen des umzusetzenden Gases mit fortschreitender Bildung der Polymerbenzine verkleinert wird. Arbeitet man so, daß stufenweise oder kontinuierlich der Strömungsquerschnitt entsprechend der eintretenden Polymerisation verkleinert wird, so kann die Strömungsgeschwindigkeit der Gase trotz eintretender Polymerisation praktisch konstant gehalten werden. Es hat sich herausgestellt, daß durch systematische Verkleinerung des Strömungsquerschnitts die Kohlenstoffabscheidung auf ein fast unmerkliches Maß zurückgedrängt werden kann. Die Umsetzung der Olefine kann in Apparäten von verschiedener technischer Ausgestaltung durchgeführt werden. Beispielsweise seien peinige zweckmäBige Ausführungsformen aufgeführt: Das Gas wird in Röhrenerhitzer eingeleitet, die aus parallel angeordneten Rohren bestehen. Beispielsweise werden in der ersten Umsetzungsstufe zoo parallel geschaltete Rohre angewendet, wobei die Umsetzung so geleitet wird, daß bei Verwendung beispielsweise eines Gases von 6o Volumenprozent Olefingehalt 5o bis 6o % der Olefine umgesetzt werden. Ohne Zwischenabscheidung des Benzins wird das Gas dann in eine zweite Umsetzungsstufe eingeleitet, in welcher an Stelle von ioo sich nur 6o bis 7o Rohre von g 1 eichem lichtem Durchmesser befinden. In diesem Teil der Apparatur werden wiederum noch 5o bis 6o 0J0 der verbliebenen Olefine zur Umsetzung gebracht. Das Restgas gelangt daraufhin in eine dritte Umsetzungsstufe, in welcher nur noch 3o bis do Rohre von gleichem Ouerschnitt vorhanden sind. In dieser dritten Stufe wird die Umsetzung dann praktisch vollständig durchgeführt. Bei anderen Olefingehalten der Ausgangsgase müssen entsprechend der anderen Kontraktion in den einzelnen Umsetzungsstufen eine entsprechend größere oder kleinere Anzahl von Umsetzungsrohren angewendet werden.
  • Man kann auch so verfahren, daß die Olefine in einen geheizten Ringraum eingeleitet werden, der aus einem äußeren zylindrischen Rohr und einem inneren Einsatz gebildet wird, der sich konisch verjüngt, so daß sich der Strömungsquerschnitt in der Richtung der strömenden Gase kontinuierlich v erringert. Ferner kann auch in parallelen Rohren gearbeitet werden, deren lichter Durchmesser kontinuierlich abnimmt, oder in Profilrohren, die konisch sich erweiternde Einsatzkörper haben, so daß Ringräume gebildet werden, deren freier Ouerschnitt sich allmählich.verengt. Aber auch andere beliebige Ausführungsformen mit stufenweise oder kontinuierlich sich verringerndem Ouerschnitt können verwendet werden.
  • Die erfinderische Maßnahme läßt sich auch unter gleichzeitiger Temperaturerhöhung bei fortschreitender Olefinpolymerisation durchführen. Dies erweist sich besonders dann als zweckmäßig, wenn die Gase nicht zu ioo 0;'o aus Olefinen bestehen, sondern gesättigte Kohlenwasserstoffe oder sonstige an der Umsetzung nicht teilnehmende Gase enthalten. Es wurde nämlich erkannt, daß die für die kohlenstofffreie Umsetzung der Olefine benötigte Umsetzungstemperatur vom Partialdruck der Olefine abhängig ist, der im wesentlichen durch das Verhältnis der anwesenden Inertgase zu den anwesenden Olefinen bestimmt wird, und zwar muß die Umsetzungstemperatur um so höher gewählt werden, je niedriger der Partialdruck der Olefine ist. Bei einem Olefingehalt von 6o % beträgt die notwendige Reaktionstemperatur etwa 450 bis q.6o°, wobei zu bemerken ist, daß unter Olefinen im wesentlichen die Kohlenwasserstoffe mit drei oder mehr Kohlenstoffatomen im Molekül zu verstehen sind, wobei allerdings das Äthylen keineswegs ausgeschlossen sein soll. Ein Gas mit etwa 4.o bis 45 ofo Olefinen wird am günstigsten bei etwa 5oo° umgesetzt, während ein Gas mit etwa 2o bis 25 11, Olefinen zweckmäßig bei 525 ° zur Umsetzung gelangt. Es erweist sich somit als zweckmäßig, bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung die Temperatur entsprechend dem Heruntergehen des Olefingehaltes zu steigern.
  • Für Gase mit einem gleichzeitigen Gehalt an Bestandteilen, die an der Umsetzung nicht teilnehmen und sich infolgedessen im Verlaufe der Umsetzung anreichern, hat sich die Kombination beider Maßnahmen als besonders zweckmäßig erwiesen, d. h. die Verringerung des Strömungsquerschnitts und die gleichzeitige Temperatursteigerung mit fortschreitender Reaktion.
  • An einem zahlenmäßig belegten Ausführungsbeispiel sei die kombinierte Arbeitsweise näher erläutert. Die Apparatur bestand aus einem dreistufigen Röhrenaggregat. In der ersten Stufe wurden drei Rohre von 3o mm lichtem Durchmesser und 12 min Wan (1-stärke verwendet. Durch diese Rohre wurde ein Gas mit 610/, Propylengehalt bei einer Temperatur von q.6o° und einem Druck von i oo atü hindurchgeleitet. Die Rohre waren auf einer Strecke von 6oo mm geheizt, und je, Rohr und Stunde wurden 16oo g )lefiiihaltige Gase eingesetzt. Nach Passieren dieser drei Rohre gelangte das Gas in zwei parallel geschaltete Rohre von gleicher Abmessung, die auf 500° geheizt waren. Von dort gingen die Restgase durch ein einziges Rohr, welches entsprechend dem verminderten Olefingehalt auf 525° geheizt war. Die anwesenden Olefine wurden zu 95 0(o in flüssige hochwertige Benzine umgesetzt. Es wurde festgestellt, daß ein Kohlenstoffabsatz nur in kaum meßbarer Menge erfolgte. Ferner zeigte es sich, daß eine Abspaltung von Methan o..dgl. nur in einem so geringen Umfange erfolgt, daß eine sichere Feststellung des Methans überhaupt nicht möglich war. Nach den bisherigen Verfahren ist eine derartig glatte Umsetzung von Olefinen praktisch nicht möglich gewesen.
  • Die Erhöhung der Benzinausbeute und die praktische Ausschaltung der Kohlenstoffabscheidung bei der nicht katalytischen Olefinpolymerisation ist bei Verkürzung der Aufenthaltsdauer einzig an die Anwendung der erfinderischen Maßnahme gebunden. Die nachstehenden Vergleichsversuche lehren, daß die fortschrittliche Wirkung durch andere bekannte Maßnahmen der Abkürzung der Aufenthaltsdauer, z. B. durch entsprechende Verkürzung der Reaktionsrohre oder durch entsprechende Durchsatzerhöhung, nicht erhalten wird. Vergleichsbeispiele i. Konstante Temperatur a) Ein Gasol folgender Zusammensetzung
    Gasolanalyse
    C,LHm C., H4 O, C0 H2 C" H2.+2 N2
    (außer C2H4)
    621/o I,00/1 0,I°/1 0,30/0 0#600 353% L00/1
    C-Zahl 2,8o
    wird bei ioo atü und q.65° in einer Menge von etwa aoo g je Stunde durch zwei hintereinandergeschaltete Rohre geleitet, die beide 0,79 cm2 Querschnitt haben und von denen das erste eine Heizzone von 700 mm und das zweite von 570 mm hat. Der Reaktionsraum beträgt im ersten Rohr 55 cm3, im zweiten Rohr 45 cm3. Hierbei wird - ein Umsatz zu Polymerbenzin von 68 g = 55 01, der Olefine erreicht, entsprechend 34%, auf das, Gesamtgasol bezogen. Die Kohlenstoffabscheidung in den Reaktionsrohren beträgt o,25 °/°, und die C-Zahl des Endgases geht auf 2,65 zurück.
  • b) Verringert man den Querschnitt des zweiten Reaktionsrohres entsprechend der voranschreitenden Reaktion auf o,63 cm2 und verlängert wieder die Heizlänge auf 700 mm, so daß der gesamte Reaktionsraum im zweiten Rohr wieder 45 cm3 beträgt, so erhält man unter sonst gleichen Bedingungen eine Benzinausbeute von 8o g/Std., .entsprechend 40°/o, auf Gesamtgasol bezogen, oder 65% der 01efine. Die Kohlenstoffabscheidung beträgt o,o5 °/a und die C-Zahl des Endgases 2,73.
  • 2. Erhöhung der Temperatur mit fortschreitender Reaktion a) Ein Gasol mit der Zusammensetzung nach Beispiel i wird ebenfalls bei ioo atü mit Zoo gJStd. durch drei hintereinandergeschaltete Reaktionsrohre geleitet, die alle einen Querschnitt von o,79 cm2 haben. Die Heizlänge der drei Rohre beträgt 70o mm, 570 mm, 450 mm, entsprechend 55 ems, 45 cms, 35 cm3 Reaktionsraum; die Temperatur wird im Mittel im ersten Rohr auf 47o°, im zweiten auf 5oo° und im dritten Rohr auf 52o° gehalten. Dabei wird eine Benzinausbeute von 82 gf Std., entsprechend 41 °/° des Gasols oder 67'/o der Olefine, erhalten. Die Kohlenstoffabscheidung beträgt 3 °/o und die C-Zahl der gesamten Kohlenwasserstoffe im Endgasol 2,35.
  • b) Verringert man wieder wie im Fall i b unter Beibehaltung der Größe des Reaktionsraumes den Querschnitt der Rohre entsprechend der voranschreitenden Reaktion auf o,63 cm3 im zweiten Rohr und o,5o cm3 im dritten Rohr, wobei die Heizlänge in jedem Fall 70o mm beträgt, so erhält man gegenüber Fa112a eine wesentliche Verbesserung der Benzinausbeute, ohne daß die sonstigen 'Versuchsbedingungen geändert werden, d. h. die Temperatur wie unter z a 470, 5oo bzw. 52o°, der Durchsatz Zoo g/Std. und der Druck ioo atü. beträgt. Die Benzinausbeute steigt auf i io g = 55 °/° des Gesamtgasols, das sind go °/° der Olefine, während die Kohlenstoffabscheidung auf o,31/1 zurückgeht und die C-Zahl der gesamten Kohlenwasserstoffe eine Verringerung nur auf 2,65 erfährt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umsetzung von gasförmigen Olefinen in flüssige Treibmittel unter Anwendung hoher Drucke und hoher Temperaturen ohne Verwendung von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend der voranschreitenden Polymerisation der Strömungsquerschnitt der Gase vermindert wird, wobei gegebenenfalls unter gleichzeitiger Erhöhung der Polymerisationstemperatur gearbeitet wird.
DER96288D 1936-05-12 1936-05-12 Verfahren zur Umsetzung von gasfoermigen Olefinen in fluessige Treibmittel Expired DE726870C (de)

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