DE729672C - Verfahren zur Herstellung aliphatischer Carbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung aliphatischer Carbonsaeuren

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DE729672C
DE729672C DEK155538D DEK0155538D DE729672C DE 729672 C DE729672 C DE 729672C DE K155538 D DEK155538 D DE K155538D DE K0155538 D DEK0155538 D DE K0155538D DE 729672 C DE729672 C DE 729672C
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DE
Germany
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alcohol
oxidation
aldehyde
acid
aliphatic
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DEK155538D
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English (en)
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David C Hull
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Kodak GmbH
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Kodak GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/23Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of oxygen-containing groups to carboxyl groups
    • C07C51/235Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of oxygen-containing groups to carboxyl groups of —CHO groups or primary alcohol groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/27Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation
    • C07C45/32Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen
    • C07C45/37Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of >C—O—functional groups to >C=O groups
    • C07C45/39Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of >C—O—functional groups to >C=O groups being a secondary hydroxyl group
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C45/40Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with ozone; by ozonolysis

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  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung aliphatischer Carbonsäuren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung aliphatischer Carbonsäuren aus flüssigen, niederen aliphatischen Alkoholen durch direkte Oxydation bei niederen Temperaturen mit molekularen Sauerstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart von Oxydationsbeschleunigern.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Alkohole in der Dampfphase durch katalytische Behandlung-bei Temperaturen von etwa 150c) bis über 300° in Säuren überzuführen, Ebenfalls ist vorgeschlagen worden, Alkohole in wäßriger Lösung von Chromaten oder anderen oxydierenden Salzen, die elektrolytisch regeneriert werden können, zu oxydieren. Bei diesen Verfahren muß man jedoch gewisse Komplikationen in Kauf nehmen. Bei einem weiteren Verfahren wird zunächst Alkohol in Aldehyd umgewandelt und dieser zur Säure oxydiert. Dies ist jedoch kein direktes Verfahren und erfordert deshalb umfangreiche Vorrichtungen.
  • Die größte Verwandtschaft besitzt das erfindungsgemäße Verfahren zum ältesten Verfahren der Essigsäureerzeugung aus Gärungsalkohol mit Bakterien oder deren Enzymen als Sauerstoffüberträger, an deren Stelle beim neuen Verfahren an sich bekannte Oxydationsbeschleuniger in Form von Salzen von Metallen, die in mehreren Wertigkeitsstufen auftreten, wie Kobaltacetat u. dgl., verwendet werden. Die wirksame Form dieser Sauerstoftüberträger wird durch Behandlung solcher Salze mit dem Metall in der niederen Wertigkeitsstufe in einer aliphatischen Säure, wie Essigsäure, gelöst und in Gegenwart eines Aldehyds mit molekularem Sauerstoff erhalten. Hierbei wird diese wirksame Form
    des Beschleunigers während der Oxydation
    des Alkohols zur Säure durch weiteren Zusatz
    von Aldehyd aufrechterhalten. Das heißt, die
    wirksame Form des Sauerstoffübertragers
    wird dauernd neu gebildet oder regeneriert.
    Das -\'erfahren der I'-rüridung ist besonders
    einfach und @wirtscliaftlicli und erlaubt die
    Herstellung von Säuren im kleinen und im
    grollen. Dabei k<iiiiien primäre Alkohole bei
    werhä ltnismäßig niedrigen Temperaturen mit
    guten Ausbeuten direkt oxydiert werden. Es
    kf>iinen aliphatische Säuren auch in Mischung
    finit organischen Estern hergestellt werden.
    Bei dein neuen "erfahren «-erden einwer-
    tige Alkohole verarbeitet. Man kann dabei
    normale Djucke, erhöhte oder auch verrin-
    gerte Drucke anwenden. Vorzugsweise eignet
    :ich das Verfahren zur direkten Oxydation
    von niederen aliphatischen Alkoholen Oxydation nie-
    deren aliphatischen Säuren, insbesondere zur
    Um-,vandlung von Äthylalkohol, auch in Mi-
    schung mit Acetaldeliyd, in Essigsäure, auch
    in Mischung finit einem Ester der Essigsäure.
    Erfindtingsgeniiil') ist festgestellt worden.
    daß Alkohol beim Durchleiten von Sauerstoff
    durch eine geeignete Katalvsatorlösung bei
    relativ niedriger Temperatur in Gegenwart
    eines Aldehyds direkt zu Säure oxydiert wird.
    Man kann einen Aldehyd und den entspre-
    chenden Alkohol oder zur Herstellung einer
    Mischung von Säuren auch verschiedene AI-
    koliole und Aldehyde verwenden.
    Im folgenden wird die Erfindung an Hand
    der beiliegenden Zeichnung erläutert. Diese
    "Zeichnung zeigt einen schematischen Aufriß
    einer Anlage, die sich zur Durchführung des
    Verfahrens eignet.
    In der Zeichnung stellt i den Zufuhrbehäl-
    ter für das Oxydationsmittel, beispielsweise
    Luft, Ozon. Sauerstoff, dar. Dieses Gas
    strömt durch das Rohr :2 in die Oxydations-
    kolonne 3. Diese Kolonne kann in verschie-
    denen Konstruktionen ausgeführt werden, so
    z. B. als Siebplattenkolonne. Zur Regelung
    der Temperatur kann an dieser Kolonne ein
    Mantelrohr oder eine Kühlschlange vorge-
    sehen sein, die jedoch in der Abbildung nicht
    dargestellt ist. In der Kolonne ist vorzugs-
    weise eine Verteilungsvorrichtung, beispiels-
    weise eine fein gelochte Muffe d., angebracht,
    die den durch das Rohr 2 eintretenden Gas-
    strom gleichmäßig verteilt.
    Ferner ist die Kolonne mit mehreren Zu-
    flußrohren 6 und 7 für Alkohol und :l#,Ideliyd
    verbunden. Diese Komponenten werden durch
    die Behälter 8 und 9 zugeleitet. Der Alkohol
    und der Aldehyd -werden durch Zuflußrohre
    i i und 1: in diese Behälter eingeleitet, die
    ihrerseits aus einer geeigneten Ouelle ge-
    speist werden.
    Die Kolonne 3 ist durch das Rohr io finit
    mehreren Deplileginatoren und Kondensatoren
    verbunden, die mit 13, 14 und 16 bezeichnet
    sind. Diese Vorrichtungen können mit Kühl-
    wasser. Salzwasser oder einem anderen Kühl-
    mittel gespeist «-erden, was von der Säure
    ()der dem Ester, insbesondere vorn Siede-
    punkt der Verbindungen, abhängt, die her-
    gestellt werden sollen. Ein Teil dieser Kühl-
    vorrichtungen kann unter Zwischenschaltung
    von Stauvorrichtungen 1; und 18 und Roh-
    ren ici. 21 und 22 mit der Kolonne und finit
    dein Saniinelbehälter 23 für die Säure ver-
    blinden sein.
    Der Sammelbehälter 23 dient zum Auffan-
    gen der hergestellten Säuren und der Ester.
    Diese Verbindungen können durch das Ven-
    tilrohr 2d zwecks anschließender Reinigung
    oder Trennung der Komponenten abgezogen
    werden.
    Das Rohr 26 führt die nichtkondensierten
    Anteile den Skrubbern 27 und 28 zu. Diese
    Skrubber können die übliche Bauweise haben.
    Eine geeignete Flüssigkeit zur Speisung der
    Skrubber; wie Wasser, Alkohol o. dgl., kann
    durch die Rohre 29 und 31 zugeführt und
    durch die Rohre 36 und 37 in die darunter
    befindlichen Behälter 3-2 und 33 abgeleitet
    «-erden. Das in den Behältern 32 und 33 ge-
    sammelte :Material kann durch Destillation
    oder eine andere geeignete Beliandlun- weiter
    verarbeitet werden.
    Natürlich können bei einer solchen Vor-
    richtung auch geeignete Strömungsmesser.
    Thermometer, Ventile o. dgl. Vorrichtungen
    angebracht werden, um eine Regelung oder
    eine automatische oder halbautomatische Ar-
    beitsweise zu erzielen. Diejenigen Teile der
    .Apparatur, die der Einwirkung zersetzender
    Verbindungen unterworfen sind, sind aus
    rostfreiem Stahl oder entsprechendem Mate-
    rial hergestellt. Diejenigen Teile. die der
    Einwirkung von Hitze ausgesetzt sind. wer-
    den aus geeignetem hitzebeständigem Material
    Hergestellt.
    In den folgenden Beispielen soll das Ver-
    fahren und die Wirkungsweise der Vorrich-
    t iiii- " m äher erläutert -werden.
    Beispiel i
    _1n Hand der Zeichnung soll die Her-
    stellung von Essigsäure aus Äthylalkohol
    erläutert werden. Die Kolonne 3 wird mit
    einer 8 °/oigen Lösung von Kobaltacetat in
    Eisessig beschickt. Man kann auch andere
    Konzentrationen und andere Katalysatorsalze
    anwenden. Durch das Rohr i wird Luft ein-
    geblasen, die durch das Rohr 2 in die Oxy-
    dationskolonne 3 eingeführt wird, wobei sie
    die durchbrochene Muffe d. durchströmt.
    Gleichzeitig wird durch den 'Maßbehälter c
    .\cetaldehyd durch das Rohr 7 in die Ko-
    lonne 3 eingeführt. Dies wird so lange fortgesetzt, bis die rosa Farbe der Katalysatorlösung in ein mehr oder weniger dunkle Grün umgeschlagen ist. Die Temperatur der Kolonne wird während des Vorgangs auf etwa 6o bis 70° geregelt. Diese Temperatur wird aufrechterhalten, indem durch einen die Kolonne umgebenden Kühlmantel eine Kühlflüssigkeit geleitet wird.
  • Darauf wird der zu oxydierende Äthylalkohol durch den Meßbehälter 8 und das Rohr 6 der Kolonne zugeleitet. Es wird weiter Aldehyd und Luft durch die Rohre -2 und 7 zugeführt. Die dabei entstandene Essigsäure wird durch den Rückflußkiihler 13 und die Kühler 14 und 16 in den Vorratsbehälter 23 abdestilliert. Der Überschuß an Sauerstoff und Stickstoff zusammen mit den nichtkondensierbaren Gasen und kleinen Mengen Aldehvd, Alkohol und Säure wird durch das Rohr 26 den Skrubbern 27 und 28 zugeführt. Die nicht verwertbaren Gase entweichen durch das Rohr 34 in die Atmosphäre.
  • In diesem Beispiel wurde das gewöhnliche azeotropische Gemisch von Wasser und Äthylalkohol verwendet. Man kann jedoch sowohl verdünnteren als auch konzentrierteren Alkohol verwenden, als es der Zusammensetzung des azeotropischen Gemisches entspricht. Die Reaktion wird in der flüssigen Phase bei Atmosphärendruck durchgeführt, doch kann man, wie oben bereits angeführt, bei erhöhtem Druck arbeiten.
  • Beispiel -Bei diesem Beispiel wurde eine entsprechende Vorrichtung wie im vorangehenden Beispiel verwendet. Es wurden hier zu Beginn etwa 252 g Aldehyd in die Katalysatormischung eingeführt, um den Farbumschlag und die Herstellung der Säure einzuleiten. Weiterhin wurden während der Oxydation 85,4 g wasserfreien Äthylalkohols zugeführt. Die Untersuchung des entstehenden Produktes ergab, daß 2,3 0/0 des Alkohols in Äthylacetat umgewandelt worden waren, während 31/2 % unverändert blieben und 94,2 % zu Säure oxydiert wurden. Es wurde eine ganz geringe Menge nichtkondensierender Stoffe, wie Kohlendioxyd und Methan, gebildet.
  • Beispiel 3 Gemäß dem vorangehenden Beispiel wurden 470 g Acetaldehyd und 413,7 g ioo%iger Normalbutylalkohol verwendet. 76,4 0/0 des Butylalkohols wurden zu Buttersäure, :2,4'/0 zu Butylacetat und 403 0% zu Butylbutyrat umgewandelt, während etwa 6,6 % unverändert blieben. Beispiel .l Bei diesem Beispiel wurde an Stelle der Luft als Oxydationsmittel nahezu reiner Sauerstoff verwendet. Der Katalysator wurde anfangs mit Acetaldehyd behandelt, wie dies bereits beschrieben worden ist. Darauf wurde eine Mischung von 9h5 0; o N ormalbutylalkohoi und 5 01, Acetaldehyd zugeführt. Der Alkohol wurde bei diesem Beispiel entsprechend zu Buttersäure oxvdiert.
  • Bei den vorangehenden Beispielen wurde als Katalysator Kobaltacetat verwendet, da dieses zur Verfügung stand und auch recht gute Resultate ergibt. Es können jedoch auch andere Metallsalze verwendet werden, beispielsweise Nickelacetat oder Kupferacetat, auch zusammen mit Kobaltacetat. Allgemein lassen sich, wie dies erfindungsgemäß festgestellt «-orden ist, die Salze der Schwermetalle mit den Ordnungsnummern 25 bis 29 des periodischen Systems verwenden, vorzugsweise die organischen Salze dieser Metalle, die sich in aliphatischen Säuren wie Propion- oder Buttersäure lösen.
  • Wie bereits oben angegeben, können außer Luft auch andere Oxydationsmittel, beispielsweise reiner Sauerstoff, verwendet werden. In diesem Falle zeigt sich der Katalysator sehr aktiv, und der Alkohol kann in Üegenwart von nur einigen Prozenten Aldehyd verarbeitet «-erden.
  • Erfindungsgemäß ist weiterhin festgestellt worden, daß verschiedene Aldehyde verwendet werden können, beispielsweise kann Acetaldehyd in Mischung mit Äthylalkohol oder Butylalkohol zufriedenstellend verarbeitet werden. Wenn erwünscht, kann auch Butylaldehvd oder ein anderer Aldehvd zusammen mit dem entsprechenden Alkohol oder auch mit einem anderen Alkohol genommen werden.
  • Für die Verarbeitung solcher Verbindungen wie Athylalkohol, Acetaldehyd o. dgl. werden vorzugsweise Temperaturen von So bis 6o° bis zu 8o° angewendet. Die Wahl der richtigen Temperatur hängt jedoch von der Art der Säuren oder Ester ab, die man herstellen will. Im allgemeinen wird die Temperatur der Katalysatormischung unter dem Siedepunkt der hergestellten Säure gehalten. So wird beispielsweise bei der Herstellung von Essigsäure die Temperatur der Katalysatormischung zwischen 70 und 8o° gehalten. Die Temperatur hängt ferner auch noch vom angewendeten Druck ab. Die Konzentration des Katalysators liegt in den meisten Fällen zwischen 3 bis 40/, bis zu 12 bis 150/" wenn eine aliphatische Säure wie Essigsäure hergestellt wird.
  • Das Verfahren kann im Hinblick auf die hergestellten Produkte etwas abgeändert werden, wie dies durch die folgenden Beispiele erläutert werden soll: Beispiel 5 Das Verfahren wird ähnlich wie in den vorangehenden Beispielen durchgeführt. Es wird jedoch eine größere Menge Alkohol zugeführt, die wesentlich über der Menge liegt, die in der Kolonne oxydiert werden kann. Es entsteht in diesem Falle eine Mischung von aliphatischer Säure und Ester, wobei die Menge des Esters zwischen '/4 und der Hälfte des verwendeten Alkohols liegen kann.
  • Beispiel 6 In der Ausführungsform dieses Beispiels wird eine entsprechende Alkoholaldehydmischung wie etwa in Beispiel a und 3 verwendet. Der Alkohol und der Aldehyd wird, wie dort beschrieben, der Vorrichtung zugeführt. Jedoch wird der entstehende Ester wieder der Oxydationskolonne zugeführt. Es kann dabei entweder der Ester allein oder auch Ester mit einer Beimischung von Wasser zugeführt werden. D. h. das gemäß Beispiel z gebildete Äthylacetat wird gleichzeitig mit neuem Alkohol und Aldehyd der Apparatur wieder zugeführt. Wenn erwünscht, kann gleichzeitig auch etwas Wasser mit dem Ester eingeleitet werden.
  • Erfindungsgemäß ist festgestellt worden, daß hierdurch die Bildung neuen Esters auf ein Minimum herabgesetzt werden kann, so daß die Reaktion dabei nach der gewünschten Seite verschoben wird. Auch der Zusatz von Wasser allein eignet sich zur Unterdrückung der Esterbildung.
  • Gemäß der vorangehenden Beschreibung wird die Oxydation in Gegenwart von Aldehyd durchgeführt. Es ist festgestellt worden, daß der Aldehyd den Katalysator im Zustand seiner höchstmöglichen Wirksamkeit erhält. Die Menge des verwendeten Aldehyds kann im Hinblick auf die Art des Oxydationsmittels des zu verarbeitenden Alkohols und im Hinblick auf die anderen maßgeblichen Faktoren, wie Marktpreis desAldehyds usw., abgeändert werden. Gewöhnlich nimmt man 5 bis 5o11/0 Aldehyd; diese Menge genügt, um unter den jeweils bestehenden Versuchsbedingungen den Katalysator in seinem aktiven Zustand zu erhalten.
  • Aus den aufgeführten Beispielen geht hervor, daß es sich bei dem neuen Verfahren um eine einfache und wirkungsvolle Methode zur unmittelbaren Oxydation von Alkoholen handelt. Das Verfahren eignet sich auch für die industrielle Ausnutzung, zumal da es leicht bei niederer Temperatur und Atmosphärendruck durchführbar ist und in vielen Fällen Ausbeuten von mehr als 9o °% ergibt. Außerdem läßt sich das Verfahren mannigfach anwenden und eignet sich nicht nur zur Herstellung von einheitlichen Säuren, sondern auch zur Herstellung von Mischungen, beispielsweise aus Essigsäure und Buttersäure. Die Säuren können auch in Gegenwart von Estern hergestellt werden. Es eignen sich als Ausgangsstoffe sowohl verdünnte als auch konzentrierte Alkohole oder Aldehyde. So kann beispielsweise der handelsübliche 95 °/oige Alkohol mit durchaus zufriedenstellenden Ergebnissen angewendet werden. Aus dieser Beschreibung geht hervor, daß das angegebene Verfahren weitgehend im Hinblick auf die verwendeten Ausgangsstoffe und die hergestellten Erzeugnisse abgeändert werden kann, also einer allgemeinen Anwendung fähig ist.
  • Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber der Herstellung von Essigsäure, dem wichtigsten Vertreter der aliphatischen Säuren, der mittels Bakterien oder Enzymen bisher erzeugt wurde, besteht: z. in der höheren Erzeugungsleistung je Raumeinheit des Oxydationsraumes, 2. in der Möglichkeit, Säure beliebig hoher Konzentration zu erzeugen, 3. in der größeren Ausbeute.
  • Diese Fortschritte sind begründet inl Wesen des organischen und anorganischen Oxydationsbeschleunigers.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung aliphatischer Carbonsäuren aus entsprechenden niederen flüssigen, einwertigen primären aliphatischen Alkoholen durch Oxydation mit molekularen Sauerstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart von Oxydationsbeschleunigern, dadurch gekennzeichnet, daß man an sich bekannte Oxydationsbeschleuniger, und zwar die Salze von Metallen, die in mehreren Wertigkeitsstufen auftreten, wie Co-Acetat u. dgl., in einer Form verwendet, wie sie durch Behandlung solcher Salze mit dem Metall in der niederen Wertigkeitsstufe in einer aliphatischen Säure, wie Essigsäure, gelöst und in Gegenwart eines Aldehyds mit molekularem Sauerstoff erhalten wird, und daß diese Form des Oxydationsbeschleunigers während der Oxydation des Alkohols zur Säure durch weiteren Zusatz von Aldehyd aufrechterhalten wird.
DEK155538D 1938-09-07 1939-09-08 Verfahren zur Herstellung aliphatischer Carbonsaeuren Expired DE729672C (de)

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DE729672C true DE729672C (de) 1942-12-21

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GB534633A (en) 1941-03-12
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FR860071A (fr) 1941-01-06

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