DE734068C - Verfahren zur Herstellung weissgetruebter Eisenemails - Google Patents

Verfahren zur Herstellung weissgetruebter Eisenemails

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DE734068C
DE734068C DEK141429D DEK0141429D DE734068C DE 734068 C DE734068 C DE 734068C DE K141429 D DEK141429 D DE K141429D DE K0141429 D DEK0141429 D DE K0141429D DE 734068 C DE734068 C DE 734068C
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Germany
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aluminum oxide
cryolite
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boric acid
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DEK141429D
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VER CHEMISCHE FABRIKEN KREIDL
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VER CHEMISCHE FABRIKEN KREIDL
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C8/00Enamels; Glazes; Fusion seal compositions being frit compositions having non-frit additions
    • C03C8/02Frit compositions, i.e. in a powdered or comminuted form
    • C03C8/06Frit compositions, i.e. in a powdered or comminuted form containing halogen

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  • Glass Compositions (AREA)

Description

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf die Herstellung durch Gastrübung weißgetrübter Emails. Es sind bereits Vorschläge gemacht worden, die Trübung von gasgetrübten weißen Emails durch Veränderung der Zusammensetzung des Emailsatzes zu beeinflussen. So hat man vorgeschlagen, durch Veränderung der Zusammensetzung des Emailsatzes die kolloidalen Eigenschäften der Fritte an sich im Schlicker bei normaler Mahlung zu erhöhen, z. B. durch Erhöhung des Gehaltes an Fluorverbindungen mit Ausnahme von Kryolith oder durch Veränderung des Verhältnisses von Alkali zu Borsäure, und zwar in der Weise, daß dieses Verhältnis größer ist als in den üblichen, bei normalem Fluorgehalt Alkali zu Borsäure im Verhältnis von. ungefähr 114 Teilen Alkali zu 1 Teil Borsäure enthaltenden Emailsätzen. Es hat sich ein Verhältnis von oberhalb 2:1 bis etwa 5:1 als zweckmäßig herausgestellt, wobei aber der Alkaligehalt einer gegebenenfalls zugesetzten alkalüialtigen Fluorverbindung bei Berechnung dieses Verhältnisses von Alkali und Borsäure nicht / .mitgerechnet ist.
Die vorliegende Erfindung beruht nun auf der Feststellung, daß man auch mit Kryolith emails für Gastrübungen vorteilhafte Wirkungen erzielen kann, wenn man eine Fritte verwendet, in der einerseits der durch Kryolith in den Emailsatz eingeführte Fluorgehalt nicht unter 8o;o beträgt, zweckmäßig· zwischen 8 bis 12 0/0 Fluor liegt, und anderseits das Email bei ungefähr normalem Bor-Säuregehalt möglichst frei an Aluminiumoxyd ist, das nicht durch Kryolith eingeführt wird.
Die Erfindung betrifft sonach ein Verfahren zur Herstellung von weißgetrübten Eisenemails, bei denen die Trübung durch Verwendung oder Mitverwendung von Gastrübungsmitteln bewirkt wird. Erfindungsgemäß wird in Verbindung mit Gastrübungsmitteln ein Email verwendet, in·welches Fluor in üblicher Weise durch Kryolith, und zwar in einem Ausmaß eingeführt worden ist, daß der Versatz nicht unter 80/0 Fluor, zweckmäßig zwischen 8 bis 12 0/0 Fluor enthält, wobei aber der Versatz bei ungefähr normalem bzw. nicht viel vom normalen Borsäuregehalt' abweichenden Borsäuregehalt, insbeson-
dere aber bei einem Borsäurc.gchah von maximum ioO'o, zweckmäßig aber schon bei einem unter io(>o liegenden Borsäuregehalt möglichst frei an Aluminiumoxyd ist, nicht eingerechnet das Aluminiumoxyd, das durch Kryolith eingeführt worden ist. Wenn aber in das Email aus irgendeinem Grunde Aluminiumoxyd eingeführt werden muß, wird gemäß der Erfindung ein Teil des Kryoliths ίο durch eine aluminiumoxydfrcie Fluorverbindung, wie insbesondere Alkalifluorid, zweckmäßig Alkalisilicorluorid, ersetzt oder aber der Borsäuregehalt entsprechend sogar unter den normalen Borsäuregehalt erniedrigt, und zwar um so mein;, je mehr Aluminiumoxyd in das Email eingeführt wird, wobei auch beide Maßnahmen miteinander vereinigt werden können.
So kann man bei einem Borsäuregehalt von ungefähr 6°/o auch Aluminiumoxyd in den Emailsatz einführen, und zwar bis höchstens 70Io, ohne daß das Email unbrauchbar wird, wobei aber diese Menge um so kleiner ist, je mehr der Borsäuregehalt über 6 ο ο liegt, und bei einem Borsäuregehalt von ungefähr ioo/o der Aluminiumoxydgehalt, nicht eingerechnet das durch Kryolith eingeführte Aluminiumoxyd, möglichst Null ist. Überschreitet aber der Anteil an Borsäure oder Aluminiumoxyd, jedes für sich oder beide zusammen, eine obere Grenze, so gelingt es nicht, hinreichend starke Gastrübungen zu erzielen, die die für die Praxis erforderliche Unempfindlichkeit gegen Überbren'nen zeigen.
Bei Ausführung des Verfahrens ist die Schmelzung der Rohmischung bzw. die Frittung so zu führen, daß der Fluorabbrand möglichst gering ist. Bei einer Emailfritte ge- maß der Erfindung hängt sonach der Fluorzusatz auch von der Führung des Schmelzprozesses ab, und zwar in der Weise, daß der·Fluorgehalt des Emailsatzes um so höher sein muß, je höher die Schmelztemperatur ist. unter welcher der Emailsatz gefrittet bzw. zusammengeschmolzen wird, oder je länger der Schmelzprozeß dauert. Denn alle Fluoride zeigen beim Einschmelzen in den Emailsatz die Erscheinung des sog. Fluorabbrandes, d. h. eines Verlustes an Fluor.
Es hat sich gezeigt, daß es zweckmäßig ist, daß der Soda- o. dgl. Gehalt 80/0 nicht übersteigt.
Es wurde ferner gefunden, daß sich die Erdoxyde und Erdalkalioxyde bzw. deren Verbindungen, wie z. B. die Oxyde und Verbindungen des Calciums, Magnesiums usf., ähnlich denjenigen des Aluminiums verhalten, jedoch aber im allgemeinen bereits schon in weitaus geringeren Mengen schädlich sind. Die Emailfritten gemäß der Erfindung'sind j insbesondere für Deckemails, d. h. für Emails, die frei-an Haftoxyden, wie z. B. Kobalt- und Nickeloxyden, sind, und zwar zur Herstellung , durch Gastrübung weißgetrübter Eisenemails > geeignet.
J1. :! Beispiele
Folgende Emailmischungen werden gef ritt et: ■ 7 ο
1. Borax 22
Kryolith 18
Soda 4
Salpeter 2
Quarz 54
Feldspat --
100 .
2. Borax 14
Kryolith 16
Soda 4
SaJpcter 3
Quarz 43
Feldspat 20
100 ^
3. Borax 22
Kryolith 12
Kieselfluornatrium 4
Soda 4
Salpeter 3
Quarz 40
Feldspat 15
100
Bei diesen Beispielen soll der Schmelzprozeß jedoch nicht zu lang und nicht bei zu hoher Temperatur geleitet werden, um einen zu großen Fluorabbrand zu vermeiden.

Claims (3)

100 Patentansprüche:
i. Verfahren zur Herstellung von weißgetrübten Eisenemails. bei welchem die. Trübung durch Verwendung oder Mitver-Wendung von Gastrübungsmitteln bewirkt wird, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Frit te, die im Versatz einen durch Kryolith hervorgerufenen FJuorgchalt nicht unter 8<>n, zweckmäßig zwisehen 8 bis 12% besitzt, wobei sie aber bei normalem oder ungefähr normalem Borsäuregehalt möglichst frei an AIuminiumoxyd ist, das nicht durch Kryolith eingeführt ist.
2. Verfahren zur Herstellung einer Emailfritte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz an Borsäure unter den normalen Borsäuregehalt herabgesetzt wird, wenn Aluminiumoxyd über den durch den Kryolithzusatz verursachten Aluminiumoxydgehalt gesteigert
werden soll, wobei der Borsäuregehalt um so mehr erniedrigt werden muß, je mehr j Aluminiumoxyd eingeführt werden soll.
3. Verfahren zur Herstellung einer Emailfritte nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Kryolith« zum Teil durch eine aluminiumoxydfreie Fluorverbindung, wie AlkalifLuorid, zweckmäßig Alkalisilicofiuorid, ersetzt wird, sofern aus irgendeinem Grunde Aluminiumoxyd in anderer Form als Kryolith in das Email eingeführt werden muß.
BERLIN. GEDIM'CKT IN tlEIi
DEK141429D 1936-02-25 1936-03-08 Verfahren zur Herstellung weissgetruebter Eisenemails Expired DE734068C (de)

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FR (1) FR817310A (de)
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NL (1) NL57639C (de)

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FR817310A (fr) 1937-09-01
US2118047A (en) 1938-05-24
GB476194A (en) 1937-12-03
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