DE736242C - Verfahren zum Ausgleich von magnetischen Gegenuebersprchkopplungen - Google Patents

Verfahren zum Ausgleich von magnetischen Gegenuebersprchkopplungen

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Publication number
DE736242C
DE736242C DEL103536D DEL0103536D DE736242C DE 736242 C DE736242 C DE 736242C DE L103536 D DEL103536 D DE L103536D DE L0103536 D DEL0103536 D DE L0103536D DE 736242 C DE736242 C DE 736242C
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DE
Germany
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trunks
veins
compensation
talk
interchanging
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Expired
Application number
DEL103536D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Germer
Paul Kremer
Hans Rist
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/04Cables with twisted pairs or quads with pairs or quads mutually positioned to reduce cross-talk

Landscapes

  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausgleich von magnetischen Gegenübersprechkopplungen Für die hbertragung sehr breiter Frequenzbänder bedient man sich neuerdings vorzugsweise solcher Kabel, welche aus unbelä.steten Sternvierern bestehen. Eine bekannte Kabelanlage dieser Art wird beispielsweise in einem Frequenzbereich von i bis 6o-kHz ohne Ausnutzung der Phantomkreise betrieben. Der Nebensprechausgleich solcher Kabel verursacht im allgemeinen keine Schwierigkeiten, obwohl nicht nur die kapazitiven, sondern auch die magnetischen Kopplungen klein gehalten werden müssen.
  • Bei dem Versuch, derartige Kabel auch im Bereich wesentlich höherer Frequenzen, beispiels@veise bis zu 3oo kHz, auszunutzen, ergeben sich gewisse Schwierigkeiten, welche jedoch nicht durch die Kabeldämpfung bedingt sind. Vielmehr zeigt sich, daß die Kabel, welche bis herauf zu 6o oder auch i oo kHz mit hinreichender Genauigkeit auf kapazitive und magnetische Nebensprechkopplungen abgeglichen sind, oberhalb i oo kHz störende magnetische Gegenübersprechkopplungen aufweisen, welche die Ausnutzung der Kabel oberhalb i oo kHz in Frage stellen. Mißt man die Gegenübersprechkopplung zwischen Stamm I mit den Adern a, b und Stamm Il mit den Adern c, d des gleichen Vierers, so erhält man im Bereich oberhalb iookHz verschiedene Werte, je nachdem ob man von Stamm I auf Stamm II oder umgekehrt von Stamm II auf Stamm I mißt. Um für beide Beziehungen I;III und II/I eine ausreichende Nebensprechfreiheit zu erzielen, müßte man also ein Kompromiß schließen oder das Nebensprechniveau der einen Beziehung auf Kosten der anderen verschlechtern. Trägt man die Gegenübersprechvektoren für beide Beziehungen in ein komplexes Koordinatensystem ein, so zeigt sich, daß die Vektoren oberhalb i oo kHz auseinanderlaufen. Eine genaue Erklärung für diese Erscheinung kann zur Zeit noch nicht gegeben werden; es ist aber zu vermuten, daß die Ursache in einer Wirbelstrombildung in benachbarten Metallmassen zu suchen ist.
  • Erfindungsgemäß werden diese magnetischen Gegenühersprechkopplungen, welche im Bereich von Frequenzen oberhalb 6o oder i oo kHz zwischen den Stämmen unbelasteter Sternvierer auftreten, dadurch verringert bzw. beseitigt, daß die cyclische Adernfolge innerhalb des Sternvierers systematisch vertauscht wird, derart, daß in der einen Hälfte eines Ausgleichsabschnittes die eine Aderfolge und in der anderen Hälfte die vertauschte Aderfolge auftritt. Die Erfindung soll im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert werden: Fig. i zeigt die vier Adern u, b, c und d eines Sternvierers mit den Stämmen- I und II in schematischer Darstellung, während Fig. ia ein schematisches Querschn:ittsbild für die wirkliche Lage der Adern gibt. Man erkennt, daß sich die Adern c und d des Stammes II im Stern gegenüberliegen. Die cyclische Reihenfolge der Adern im Falle der Fig. i ist: a-c-b-d. Diese cyclische Reihenfolge wird nun erfindungsgemäß systematisch ;geändert, so daß sich folgende Reihenfolge der Adern ergibt: a-d-b-c. Dies kann in an sich bekannter Weise auf verschiedene Art bewerkstelligt werden. Die verschiedenen Möglichkeiten sind in den Fig. 2, 3, 4. und 5 dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Vertauschung der Adern a und b des Stammes I, Fig. 3 eine Vertauschung der Adern c und d des Stammes 11. In Fig.:l findet keine Vertauschung der Adern innerhalb der Stämme statt, wohl aber ein Platzwechsel beider Stämme; Fig.5 schließlich zeigt einen Platzwechsel beider Stämme, verbunden mit einer Vertauschung der Adern innerhalb beider Stämme. Wie man aus den Fig. 2 bis 5 mit dem Index a ersieht, erhält man in jedem Falle eine cyclische Vertauschung der Adernfolge gegenüber der Fig. ia. Dies ist die Voraussetzung für die Beseitigung der Gegenü bersprechkopplungen oberhalb 6o kHz.
  • Als Ausgleichsabschnitt kann beispielsweise ein Verstärkerfeld oder ein Teil davon oder aber auch eine einzelne Fabrikationslänge gewählt werden. Jeder Ausgleichsabschnitt wird in zwei Hälften geteilt, wobei die cyclische Reihenfolge der Adern in der anderen Hälfte ,entgegengesetzt ist. Der Ausgleich erfolgt also nicht auf Grund von Messungen, sondern systematisch nach einem im voraus bestimmten Schema. Falls ein Verstärk erfeld oder ein Teil davon als Ausgleichsabschnitt gewählt wird, kann die notwendige Vertauschung der Adern durch ein Montageschema festgelegt werden. Falls der Ausgleich innerhalb jeder Fabrikationslänge erfolgt, kann man es so einrichten, daß die Adern in den Muffen glatt durchverbunden werden.
  • Kabel, welche nach dem Verfahren gemäß der Erfindung abgeglichen werden, weisen auch im Bereich oberhalb i oo kHz keine störenden Gegenübersprechkopplungen mehr auf. Die entsprechenden Vektoren im komplexen Koordinatensystem laufen auch nicht mehr auseinander, sondern decken sich nahezu vollständig. Es besteht daher auch kein Unterschied mehr zwischen der' Kopplung von Stamm 1 auf II und der von Stamm II auf I.
  • Es sei noch bemerkt, daß zwischen den gemäß der Erfindung auszugleichenden Gegenübersprechkopplungen und irgendwelchen Kapazitätsunsymmetrien des Vierers kein erkennbarer Zusammenhang besteht. Die Anwendung von Ausgleichsregeln, welche zur Beseitigung der liapazitiven k,-Kopplun,g bekannt sind, gibt daher keinesfalls eine Gewähr dafür, daß auch die magnetischen Gegenübersprechkopplungen im Bereich sehr hoher Frequenzen ausgeglichen werden. Ob diese beseitigt werden oder nicht, hängt ausschließlich davon ab, in welcher Reihenfolge die vier Adern des Sternvierers aufeinanderfolgen. Da zwei im Stern diametral gegenüberliegende Adern stets eine Stammleitung bilden, kommt es also lediglich darauf an, ob beispielsweise die cAder im rechten oder im linken Drehsinn auf die a-Ader folgt. So lassen sich alle beschriebenen Ausgleichsmöglichkeiten und deren Erfolg auf diese einfache Grundregel bringen. Diese Grundregel besagt, daß in der einen Hälfte der Ausgleichslänge die c-Ader im rechten Drehsinn auf die a -Ader folgen muß, während in der anderen Hälfte der Ausgleichslänge die cAder im linken Drehsinn auf die a-Ader folgt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zum Ausgleich von magnetischen Gegenübersprechkopplungen, 4velclie im Bereich von Frequenzen oberhalb 6o kHz zwischen den Stämmen unbeIasteter Sternvierer auftreten, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kopplungen durch systematische Vertauschung der cyclischen Aderfolge innerhalb der Vierer ausgeglichen werden, derart, daß in der einen Hälfte eines Ausgleichsabschnittes die eine Aderfolge und in der anderen Hälfte die vertauschte Aderfolge auftritt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleich durch systematische Vertauschung der beiden Adern eines Stammes im Vierer erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleich durch Platzwechsel der Stämme mit oder ohne Vertauschung der Adern innerhalb beider Stämme erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Platzwechsel der Stämme bzw. die Adervertauschung in der Mitte jeder Fabrikationslänge erfolgt.
DEL103536D 1941-03-06 1941-03-07 Verfahren zum Ausgleich von magnetischen Gegenuebersprchkopplungen Expired DE736242C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950379C (de) * 1942-05-27 1956-10-11 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung von Fernmeldekabeln mit verdrillten Adergruppen, insbesonerSternvierern
DE965972C (de) * 1950-01-20 1957-07-04 Felten & Guilleaume Carlswerk Verfahren zur Herabsetzung der Gegennebensprechkopplungen in Fernmeldekabeln
DE976533C (de) * 1941-04-03 1963-10-31 Fernkabel Ges M B H Deutsche Verfahren zur Verminderung der gegenseitigen Beeinflussung von UEbertragungskreisen in Fernmeldekabeln
DE4003791A1 (de) * 1990-02-08 1991-08-14 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Anschlussvorrichtung fuer den handapparat an einem fernsprechapparat

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