DE738538C - Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere Rohren, aus abbindefaehigen Massen und Zuschlagstoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere Rohren, aus abbindefaehigen Massen und ZuschlagstoffenInfo
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- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
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Description
- Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern, insbesondere Rohren, aus abbindefähigen Massen und Zuschlagstoffen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung der Asbestzementrohre nach dem papptechnischen Verfahren und besteht im wesentlichen darin, daß zur Erzeugung des Preßdruckes das Gewicht der Kernwalze benutzt wird, die in sonst bekannter Weise auf zwei Tragwalzen aufruht, von denen höchstens die eine als Zuführungswalze dient, und daß die erforderliche Regelung des Preßdruckes durch Veränderung des Abstandes der Tragwalzen voneinander erfolgt.
- Als bekannt vorausgesetzt werden dabei Vorrichtungen, wie sie in der deutschen Patentschrift ¢16 812, der österreichischen Patentschrift 130 904 und- der schweizerischen Patentschrift 112 558 beschrieben sind.
- Die neue Vorrichtung und ihre Arbeitsweise und einige weitere Ausbildungen des Erfindungsgedankens sind auf der Zeichnung in den Abb. i -bis 6 dargestellt.
- Zur Herstellung des Hohlkörpers auf der Kernwalze i dienen die Tragdruckwalzen 2 und 3, deren Achsen unterhalb.der durch die Achse der Kernwalze i gehenden waagerechten Ebene liegen und von denen jede dadurch die Hälfte des ganzen Druckes ausübt, daß ihre Berührungslinien mit der Kernwalze i in der Arbeitsstellung in einer gemeinsamen waagerechten Ebene liegen. Wenn, wie beim Aüsführungsbeispiel, die Durchmesser der Tragdruckwalzen gleich sind, so liegen in diesem Falle auch ihre Achsen in einer gemeinsamen waagerechten Ebene. Um die Tragdruckwalze 2 ist der Zuführungsfilz 6 geführt, so daß diese Tragdruckwalze gleichzeitig als Zuführungswalze dient.
- Im übrigen ist es jedoch auch möglich, zur Zuführung der den Hohlkörper bildenden Masse eine besondere Zuführungswalze vorzusehen.
- Die Achsen der Tragdruckwalzen 2 und 3 sind beim Ausführungsbeispiel gemäß Abb. i waagerecht gegeneinander verschiebbar, so daß die Walzen 2 und 3 beispielsweise von der mit ausgezogenen Kreisen eingezeichneten Stellung in die mit gestrichelten Kreisen eingezeichnete Stellung verschoben werden können. Die Kernwalze i mit dem sich auf ihr bildenden Rohr gelangt hierbei aus der mit ausgezogenen Kreisen in die mit gestrichelten Kreisen eingezeichnete Stellung. Während in der einen Stellung die Mitten der Tragdruckwalzen mit der Mitte der Kernwalze einen Winkel 2 einschließen, vergrößert sich dieser Winkel bei Auseinanderbewegung der Tragdruckwalzen 2 und 3 auf den Winkel ä . Durch die Veränderung des Abstandes der Tragdruckwalzen 2 und 3 wird der Druck jeder der Tragdruckwalzen, der auf die Kernwalze i und damit auf den sich bildenden Hohlkörper einwirkt, verändert, wobei jedoch. stets die Drücke an beiden Tragdruckwalzen untereinander gleich sind.
- In Abb.2 sind diese Kräfte für die in Abb. i gezeichneten beiden Lagen der Tragdruckwalzen 2 und 3 dargestellt.
- Die Abb. i und 2 lassen deutlich erkennen, daß durch entsprechende Einstellung des Winkels 2 eine bestimmte gerade gewünschte Größe des im übrigen natürlich auch von dem Gewicht der Kernwalze abhängigen Walzdruckes eingestellt werden kann sowie ferner, daß durch Veränderung dieses Winkels die Größe des Walzdruckes je nach den vorliegenden Verhältnissen geregelt werden kann.
- Dabei kann diese Änderung des Winkels a und damit die Änderung der Größe des Walzdruckes auch während des Aufwickelvorganges vorgenommen werden, um den Walzdruck während des Aufwickelv organges den jeweils gewünschten Verhältnissen anzupassen.
- Im allgemeinen ist es erwünscht, mit fortschreitendem Größerwerden der Stärke der Wandung des sich auf der Kernwalze i bildenden Hohlkörpers den Walzdruck allmählich zu verringern. Zu diesem Zweck mußten die bisher bekannten Einrichtungen mit sehr umständlichen Vorrichtungen ausgerüstet sein. Gerade in diesem Falle bietet jedoch die neue Einrichtung einen außerordentlichen Vorteil, da bei fest eingestellten Abstand der Achsen der Tragdruckwalzen 2 und 3 voneinander mit dem Stärkerwerden der Wandung des sich auf die Kernwalze i bildenden Hohlkörpers die Mittelachse der Kernwalze i von selbst in der Höhe nach oben wandert, wodurch wiederum der Winkel a und damit der Walzdruck selbsttätig kleiner wird.
- Die Abb. 3 zeigt ein Beispiel für die Ausführungsform, bei der die Veränderung des Abstandes der Tragdruckwalzen 2 und 3 voneinander durch entgegengesetzt zueinander gerichtete Verschwenkung ihrer Achsen um eine gemeinsame Mittellinie bewirkt wird.
- Bei dem Beispiel gemäß ,'£b1.4 ist neben der Tragdruckwalze 3 noch eine weitere Tragdruckwalze 4. gelagert, welche zusammen mit der Tragdruckwalze 3 ein Kalandrier- bzw. Glättsystem für die zwischen den Tragdruckwalzen :2 und 3 gewickelten Hohlkörper bildet, um durch verstärkten Druck diese von der Kernwalze zu lösen. i bezeichnet wiederum die Kernwalze und i' eine vorher bewickelte Kernwalze, die in dein Kalandriersystem ohne Zuführung von weiterer lfasse gewalzt wird. Die Einstellung der @@'alzen erfolgt hier zweckmäßig derart, daß die Tragdruckwalze 3 ortsfest angeordnet ist, während die Tragdruckwalze 2 und die Tragdruckwalze .4 zur Walze 3 in Richtung der Doppelpfeile verschiebbar sind.
- Die Einrichtung gemäß Abb. 5 ähnelt der Einrichtung gemäß Abb. q., jedoch dienen hier zum Kalandrieren zwei besondere zueinander einstellbare Tragdruckwalzen 4' und 4".
- Selbstverständlich kann auch bei diesen Kalandrierwalzen dtrch Einstellung bzw. Veränderung des Winkels a vor und beim Walzen der Druck, den diese Walzen auf die Kernwalze und den auf dieser aufgewickelten Hohlkörper ausüben, einstellbar und veränderlich sein.
- Abb.6 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem einer als Zuführungswalze dienenden lieb- und senkbaren Tragdruckwalze 2 zwei in entsprechendem Abstande untereinander angeordnete weitere Tragdruckwalzen 3' und 3" zugeordnet sind. Außerdem ist jeder Tragdruckwalze 3' und 3" noch eine weitere Kalandrier-bzw. Glättwalze 5' und 5" zugeördnet, die vorzugsweise ein- und ausschwenkbar sind. Bei angehobener Stellung der Tragdruckwalze 2 wird beispielsweise von .dieser zusammen mit der Tragdruckwalze 3' ein Rohr auf der Kernwalze i gewickelt. Hierbei befindet sich die Tragdruckwalze 5' in ausgeschwenkter Stellung. Gleichzeitig wird von der Tragdruckwalze 3" und der eingeschwenkten Tragdruckwalze 5" unten ein auf der Kernwalze i' befindliches Rohr geglättet. Nach' Beendigung dieser gleichzeitigen Arbeitsvorgänge wird die Kernwalze i' mit dem hierauf befindlichen fertigen Rohr abgehoben, die Tragdruckwalze 2 unter gleichzeitigem Einschwenken der Tragdruckwalze 5' und Ausschwenken der Tragdruckwalze 5" abgesenkt, so daß sie etwa in die vorherige Lage der Tragdruckwalze 5" kommt, worauf mittels der Tragdruckwalzen 2 und 3" unten ein neues Rohr auf einer neuen Kernwalze gewickelt wird. Gleichzeitig hiermit wird durch die obere Tragdruckwalze 3' und die eingeschwenkte Tragdruckwalze 5' das auf der Kernwalze i vorher gewickelte Rohr nuninelr geglättet.
- Im übrigen gelingt es gemäß der Erfindung auch, zum Wickeln und Kalandrieren mit einem einzigen Tragdruckwalzenpaar 2 und 3 auszukommen, da unter entsprechender Erhöhung des Druckes am Ende des Aufwickelvorganges gleichzeitig eine Kalandrierung vorgenommen werden kann.
- Die Erfindung läßt sich sowohl bei solchen Verfahren anwenden, bei denen die Länge der Druckwalzen der Länge der zu erzeugenden Hohlkörper entspricht, als auch bei solchen Verfahren, bei denen die Hohlkörper durch spiralförmiges Aufwickeln schmalerer Streifen gebildet werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Erzeugung von Asbestzementrohren nach dem papptechnischen Vgrfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Preßdruckes das Gewicht der Kernwalze benutzt wird, die auf zwei Tragwalzen aufruht, wobei wenigstens deren Berührungspunkte in gleicher waagerechter Ebene liegen und höchstens eine Tragwalze als Zuführungswalze dient, und daß die Regelung des Preßdruckes durch Veränderung des Abstandes der Tragwalzen voneinander erfolgt.-:
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Tragdruckwalzen (2, 3) quer zu ihrer Achse bzw. quer zu ihren Achsen waagerecht verschiebbar angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Tragdruckwalzen (2, 3) um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt zueinander verschwenkbar sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Tragdruckwalzen eine besondere Zuführungswalze vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben einer der beiden Tragdruckwalzen, und zwar neben der (3), die nicht als Zuführungswalze dient, eine weitere achsenparallele Tragdruckwalze (4) vorzugsweise in gleicher Höhe angeordnet ist, die zusammen mit der benachbarten Tragdruckwalze (3) die Kalandrier- und/oder Glätteinrichtung bildet, wobei der Abstand dieser beiden Walzen voneinander veränderlich einstellbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben einer der bei den Tragdruckwalzen, und zwar neben der (3), die nicht als Zuführungswalze dient, zwei weitere zueinander achsenparallele als Kalandrier- und/oder Glättwalzen dienende Tragdruckwalzen (4 und 4") angeordnet sind, deren Abstand voneinander veränderlich einstellbar ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß einer als Zuführungswalze dienenden heb- und senkbaren Tragdruckwalze (2) zwei untereinander angeordnete weitere Tragdruckwalzen (3' und 3") zugeordnet sind, von denen jeweils eine mit der Zuführungstragdruckwalze (2) bei angehobener bzw. abgesenkter - Stellung der letzteren ein Wickelsystem bildet, wobei die Zuführungstragdruckwalze (2) in ihrer oberen und ihrer unteren Stellung durch je eine einschwenkbare weitere Tragdruckwalze (5' und 5") ersetzbar ist, von denen jede in eingeschwenkter Stellung mit der zugehörigen oberen bzw. unteren Tragdruckwalze (3' bzw. 3") ein Kalandrier- bzw. Glättsystem bildet und wobei ferner die Abstände zwischen den Tragdruckwalzen (3' und 3") und der Zuführungstragdruckwalze (2) b.zw. zwischen den Tragdruckwalzen (3' und 3") und den einschwenkbaren Tragdruckwalzen (5' und 5") veränderlich sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED76460D DE738538C (de) | 1937-10-31 | 1937-10-31 | Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere Rohren, aus abbindefaehigen Massen und Zuschlagstoffen |
| DK59338D DK59338C (da) | 1937-10-31 | 1938-10-14 | Apparat til Fremstilling af Hullegemer, navnlig Rør. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED76460D DE738538C (de) | 1937-10-31 | 1937-10-31 | Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere Rohren, aus abbindefaehigen Massen und Zuschlagstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE738538C true DE738538C (de) | 1943-08-19 |
Family
ID=7062199
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED76460D Expired DE738538C (de) | 1937-10-31 | 1937-10-31 | Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere Rohren, aus abbindefaehigen Massen und Zuschlagstoffen |
Country Status (2)
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|---|---|
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| DK (1) | DK59338C (de) |
-
1937
- 1937-10-31 DE DED76460D patent/DE738538C/de not_active Expired
-
1938
- 1938-10-14 DK DK59338D patent/DK59338C/da active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK59338C (da) | 1941-12-22 |
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