DE742499C - Herstellung von Aktivkohle aus der bei der Zellstoff-Fabrikation anfallenden Natron- oder Sulfat-Zellstoffablauge - Google Patents

Herstellung von Aktivkohle aus der bei der Zellstoff-Fabrikation anfallenden Natron- oder Sulfat-Zellstoffablauge

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DE742499C
DE742499C DEG103374D DEG0103374D DE742499C DE 742499 C DE742499 C DE 742499C DE G103374 D DEG103374 D DE G103374D DE G0103374 D DEG0103374 D DE G0103374D DE 742499 C DE742499 C DE 742499C
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DE
Germany
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activated carbon
liquor
pressure vessel
production
pulp
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Expired
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DEG103374D
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English (en)
Inventor
Dr Konrad Keller
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Gesellschaft fuer Kohlentechnik mbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Kohlentechnik mbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/318Preparation characterised by the starting materials
    • C01B32/324Preparation characterised by the starting materials from waste materials, e.g. tyres or spent sulfite pulp liquor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Herstellung von Aktivkohle aus der bei der -Zellstoff-Fabrikation anfallenden Natron- oder Sulfat-Zellstoffablauge . Die bei der Zellstoff-Fabrikation in großen Mengen anfallende Natron-Zellstoffablauge (Schwarzlauge) hat man bisher in der Weise verwertet, daß man die Schwarzlauge eindampfte, den Eindampfrückstand unter Luftabschluß calcinierte, den hierbei sich bildenden kohligen Rückstand zwecks Gewinnung. der darin enthaltenen anorganischen Salze auslaugte und den arisgclaugtcn kohligen Rückstand verfeuerte. Dies Verfahren bezweckt lediglich die Wiedergewinnung der in der Schwarzlauge enthaltenen anorganischen @-erbindungen. I?in anderer Vorschlag geht dahin, den Calcinationsrückstand vor dem Auslaugen bei Temneraturen oberhalb 6oo - finit Dampf oder einem sonstigen gasf(iimiaen Oxydationsmittel zu behandeln und ihn hierauf auszulaugen, wobei eine aktive Kohle hinterbleibt. Diese Verfahren zeigen jedoch beide den Übelstand, daß die in der Schwarzlauge enthaltenen wertvollen organischen Verbindungen fast völlig zerstört werden, denn ab-csehen t.on brenn-, baren Gasen und geringen Mengen teeriger bzw. öliger Substanz treten sie in keiner anderen Form mehr in Erscheinung.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, durch welches nicht nur, wie bisher, die anorganischen Verbindungen aus den Ablaugen wiedeigewonnen werden, sondern bei dem auch auf möglichste Schonung der gleichfalls yorhancicnen .organischen Verbindungen ßcclacht gEnommcn wird. Das Verfahren bei steht darin, daß man die bisher geübte Calcination des Eindampfrückstandes durch die an i sich bekannte Druckerhitzung in Ce gen m-art von Wasser urd Alkali crsftzt. Es findet lediglich vor der Druckerhitzung ein Eindampfen der Lauge auf den erforderlichen Wassergehalt statt.
  • Dem vorlicgcnden Verfahren liegt die. neue Erkenntnis zugrunde, daß clie Menge der in der Sch#,s-arzlauge c nt1ialtericn AlkalihveIroxvde bzw. -carbonäte nicht nur ausreicht, tim c,incn akti-_ vierbaren _koliligen Rückstand zu gewinnen,
    sondern auch. (1a131 nian durch die Druckerhitztinz
    zu «-ertvc,ll(,ii [it,lilcnwassc,rstoffen gelangt, die
    in bezu-, ;;iif (-)ualität und Ouantität ungleich
    größere Vorscile bieten als die hei der `cwÖhn-
    lichun C;ilcinatic-n t.ntstclicnclcn iiligcn oder
    teerijtn Stolte.
    Das Verfahren wird in dc:r \@'iise durchgeführt,
    dah inan die eingedickte Schwarzlauge im
    Druchgef@ih auf Temperaturc-n von mindestens
    ,;8o- erhitzt. In der Lauge ist so viel Wasser zu
    belassen, dal., :ich bei der hruckcrhitzung ein
    Druck von t t«-a f1)0 at einstellt. Nach Becridi-
    gung der Erhitzung, läßt man den Wasserdampf
    zusammen mit den flüchtigen organischen Ver-
    liinciun`#:n abblasen und durch Kühlen konden-
    sieren. `lin Druckgefäß liintcrbleiht ein kohliger
    Rückstand. Dieser wird mit Wasser ausgelaugt
    und iui#:clclicGend in an sich 1iekannt(:r Weise
    ;iktiviert, z. 13. durch Behandeln in trockenem
    oder feuchtuin Zustande mit Kohlendioxyd oder
    \@'as,rrtlampf hei erhöhter -Temperatur. Soll
    eine mül-lichst aschearme Kohle gewonnen
    \verdm. so wäscht man den mit @t'asser ausge-
    laugten k()liligen Rückstand mit verdünnter
    Säure @:«,cks Entfernunz cler in Wasser
    ,chw;=r odt@r ni@-lit lüslirhin annigtini,chen Salze
    lind. hiorauf nochmals mit Wasser aus, worauf
    man die Kc,lile hei m<il@ia erhöhter Temperatur
    trocknet.
    - Das lie ini .luslauaen de : knliligcn Rückstandes
    gewonnene Waschwasser enthält praktisch die
    gesamten, -in cier Schwarzlauge ursprünglich
    vorhancIcnen Alkalisalze fast ausschließlich als
    Natrium. arhnnat und, sofern die Lauge aus dem
    sog. S ulfatverfahren stammt, auch als Natrium-
    stilPid. 1)1e Waschlauge kann daher, erforder-
    lichenfalls nach vnrherigcm konzentrieren und
    Kanstiliziortn de,; Natriumcarbnnats, in cLie
    Zullstoff-Falnikation zurückkehren.
    Die beim Abblasen de: Druckgefäßes auf-
    tretenden üblen Gerüche, die sich besonders
    unangenehm bei cIcr Verarbeitung von Schwarz-
    lauge aus dem ulfatzellstoffverfahrcn bemerk-
    bar machtn, können vorteilhaft dadurch weit-
    gehend beseitigt werden, daß man die Gase in an
    sich bekannter Weise durch ein Filter mit
    Aktivkohle leitet.
    Ausführungsbeispiel Die Schwarzlauge wird auf etwa ein Dritt:-1 ihres Gewichtes eingedampft und sodann in einem Druckgefäß auf 38o- erhitzt. Das Aufheizen bis 380-- dauert etwa z Stunde, die weitere Erhitzung (bis ungefähr .f20-) etwa 2o Minuten. Hierauf werden Wasserdampf und flüchtige organische Verbindungen aus dem noch heißen Druckgefäß abgeblasen, worauf man den kohligen Rückstand mit Wasser auslaugt und in bekannter Weise aktiviert, z. B. mit Dampf bei Temperaturen zwischen 6oo und 700'. Die aus dem Druckgefäß entweichenden Dämpfe Zierden durch Kühlen kondensiert. 'Man erhält, bezogen auf das Gewicht der angewendeten Schwarzlauge, etwa z30.!" Aktivkohle, 90...1p flüssige organischeVerbindungen und 8,50,ö Teer, daneben ie ioo kg Schwarzlauge 2o cbm brennbares Gas.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle aus der bei der Zellstoff-Fabrikation anfallenden Natron- oder Sulfat-Zellstofiablauge (Schwarzlauge) durch Verkohlung dieser, dadurch gekennzeichnet, daß man die eingedickte Schwarzlauge im Druckgefäß zweckmäßig auf Temperaturen oberhalb etwa 38-0 -- derart erhitzt unter Belassung von so viel Wasser in der Lauge, da13 sich bei der Erhitzungstemperatur ein Druck von mehreren hundert at, vorteilhaft etwa 40o at, einstellt, hierauf den R'asserdampf und die flüchtigen _organischen Verbindungen aus dcm Druckgefäß abblasen läßt und sie durch Bühlen kondensiert, worauf man den im Druckgefiili zurückbleibenden kohligen Rückstand in an ,ich bekannter Weise auf aktive oder asc hearme Kohle verarbeitet. =. Ausführungsform nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß man die bei der Druckerhitzung der Lauge oder beim Abblasen des Druckgefäßes auftretenden übelriechenden Gase in an sich bekannter «'eise durch ein Filter mit Aktivkohle leitet.
DEG103374D 1941-04-13 1941-04-13 Herstellung von Aktivkohle aus der bei der Zellstoff-Fabrikation anfallenden Natron- oder Sulfat-Zellstoffablauge Expired DE742499C (de)

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