DE746043C - Verfahren zur Steigerung der Photometriergenauigkeit bei thermoelektrischen Photometern - Google Patents

Verfahren zur Steigerung der Photometriergenauigkeit bei thermoelektrischen Photometern

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DE746043C
DE746043C DESCH123683D DESC123683D DE746043C DE 746043 C DE746043 C DE 746043C DE SCH123683 D DESCH123683 D DE SCH123683D DE SC123683 D DESC123683 D DE SC123683D DE 746043 C DE746043 C DE 746043C
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DE
Germany
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focus
lens
thermoelectric
plate
line
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Expired
Application number
DESCH123683D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Adolf Schoentag
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ADOLF SCHOENTAG DR ING
Original Assignee
ADOLF SCHOENTAG DR ING
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J3/00Spectrometry; Spectrophotometry; Monochromators; Measuring colours
    • G01J3/28Investigating the spectrum
    • G01J3/40Measuring the intensity of spectral lines by determining density of a photograph of the spectrum; Spectrography

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photometry And Measurement Of Optical Pulse Characteristics (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Steigerung der Photometriergenauigkeit bei thermoelektrischen Photometern In Wissenschaft tind Technik werden zur Messung von Schwärzungen photographischer Platten sehr häufig thermoelektrische Photometer verwendet. Die Wirkungsweise eines solchen Photometers, wie es besonders in der quantitativen Spektralanalyse Anwendunggefunden hat, ist eingehend beschrieben, z.B.bei Scheibe-Linström, Die chemische Emissions-Spelctralanalyse, Leipzig I932, S. I2I.
  • Soweit für die Zwecke der Beschreibung notwenig, sei die Wirkungsweise an Hand der Fig. I kurz erläutert. Die Lichtquelle I wird mit Hilfe der Linse 2 auf die photographische Platte 3 abgebildet, auf der sich die zu messende Linie befindet. Diese Linie wird mit Hilfe des Objektivs 4 auf die Spaltebene 6 abgebildet, die zur Scharfstellung dient und die erlaubt, nur einen Teil der Linie für die Niles-Sung zu verwenden. Der Spalt wird dann mit Hilfe einer weiteren I,inse 7 auf das Thermobändehen 8 abgebildet, in dem dann der zu messende Thermostrom erzeugt wird. Bei der Messung wi rd das Minimum des Galvanometerausschlages, der durch den Thermostrom bedringt ist. beobachtet, und zwar dadurch, daß man die Linie langsam vor dem Photometerspalt 6 vorbeibewegt. Mit einer solchen .Rnordnung läßt sich das Tntensitätsverhältllis zweier Spektrallinien mit einer Genauigkeit von etwa o,8 °l0 mittlerem Fehler messen.
  • Im Verlaufe solcher Messungen wurde nun erkannt, daß sich der mittlere Fehler noch wesentlich verbessern läßt, wenn man die Spektrallinie nicht für das sichtbare Gebiet auf die -Spaltebene 6 scharf einstellt, sondern das Objektiv 4 so verdreht, daß die Spektrallinie fiir die Wellenlängen des Ultrarotes auf der Spaltebene6 scharf abgebildet wird. Diese Erscheinung ist durchaus bekannt und beruht auf der Empfindlichkeit des Thermoelementes auf die Energie der Strahlung, die für einc Glühlampe im wesentlichen im LTItrarot liegt Nur ein geringer Bruchteil der ausgesandten Lampenstrahlung liegt ja bekanntlich im Sichtbaren Sehr anschaulich wird diese Tatsache bei der Aufnahme der spektralen Verteilung der Strahlung einer Glühlampe mittels des gleichen Thermoelementes, wie es beim Photometer verwendet wird, unter Zwischenschaltung ebenfalls einer Glasoptik. Das Ergebnis einer solchen Messung geht aus Fig. 3 hervor, die zeigt, daß sich die Ultrarotenergie zu dem wirksamen sichtbaren Anteil der Strahlung verhält wie 10 1. Falls. das verwendete Objektiv fiir den N'ellenlängeribereich von o, bis 2.5 1t nicht genau korrigiert ist, sind die zu messenden Linien für jeweils verschiedene Objektivstellungen im Lichte anderer Wellenlängen auf der Spaltebene scharf abgebildet Die Herstellung eines gut korrigierten Objektivs wäre äußerst schwierig, kostspielig und ist auf Grund des hier vorgeschlagenen Y'erfahrens gar nicht notwendig.
  • In Fig. 2 ist gezeigt, wie sidl das Intensitätsverhaltnis zweier Linien mit der Scharfstellung der verschiedenen Spektralbereiche auf der Spalteber,e 6 verändert. Als Abszisse ist die Verschiebung des Objektivs aufgetragen und als Nullpunkt die Stellung gewählt, bei der der sichtbare Spektralbereich scharf abgebildet wird. Schiebt man nun das Objektiv 4 um geringe Beträge zur Einstellebene 6 hin, so bc;obachtet man ein Ansteigen des3irteTlsitätsverLältnisses ühereinMaximum. das in dem hier untersuchten Fall um 3 01o höher liegt als dcr bei Scharfstellung für das Sichtbare gemessene Wert Aus dieser Fig. 2 zieht man die Folgerung, daß für die Objelitivstellung, für die die Linie auf der Spaltebene 6 am schärfsten wird (bei Beobachtung mit dem Nuge), das Maximum der Schwärzung noch gar nicht erreicht ist. Erst bei einer anderen Stellung des Objektivs 4, bei der die Spektrallinie für das Auge auf der Spaltebene 6 schon wieder unscharf ist, wird das Schwärzungsmaximum bzw. das Maximum des Intensitätsverbältnisses zweier Linien gemessen. silan könnte nun daran denken, die Scharfstellung mit dem Auge dnrchzufiihren und dann das Objektiv um einen ermittelten Betrag so zu verstellen, da'ß die I,inien für den Schwerpunkt der Ltltrarotstrahlun'g auf der Spaltebene scharf eingestellt werden. Den aus meßtechnischen Gründen ist es wünschenswert, daß der immer vorhandene Streubereich nach Fig. 2, der durch die Ungenauigkeit der Scharfstellung verursacht wird, nicht in der Flanke der Kurve von Fig. 2 liegt, sondern im Maximum, wo sich der Streubereich viel weniger auswirken kann. Statt jedesmal die Objektivdrehung zu korrigieren, läßt sich erfindungsgemäß die Scharfeinstellung einfacher dadurch erreichen, daß man bei Verwendung eines nicht ideal korrigierten Photometerobjektivs und einer vorwiegend ultrarot strahlenden Photometerlampe die zu messende Linie mit dem Auge auf eine Hilfsebene scharf einstellt, die vor der eigentlichen Spaltebene so gelegen ist, daß dabei die Linie für den Schwerpunkt de hauptsächlich wirksamen Ultrarotstrahlung auf der Spaltebene scharf abgebildet ist. Diese Hilfsebene ist in Fig. 1 mit 5 bezeichnet. Mit diesem Verfahren gelingt es, den mittleren Fehler bei Messung eines Intensitäts verhältnisses von o.X °/O auf 0,15 % herabzudrücken.
  • Diese Art der Scharfstellung hat gegenüber der Verwendung eines korrigierten Objehtivs 4 den wesentlichen N'orteil, daß die Einstellung der Schärfe mit dem Auge sehr empfindlich ist gegenüber der Linsenverstellung, da man sich mit dieser Scharfstellung in der Flanke der Kurve von Fig. 2 befindet, rvährend man sich bei Verwendung eines korrigierten Objektives auch mit der Scharfstellung im Maximum der Rurve von Fig. 7 befinden würde.. Dadurch würde die Scharfstellung aber wesentlich unempfindlicher gegenüber einer Objelitivverstellunbr ausfallen, was sich an einer Vergrößerung des Streubereichs bemerkbar macht und den Photometrierfehler ungünstig vergrößern würde. Die hier vorgeschlagene Art der Scharfstellung führt daher gegenüber der Verwendung eines genau korrigierten Objektivs zu einer Verbesserung der Photometriergenauigkeit.
  • Eine Verbesserung des erfindungsgemäßen Verfahrens läßt sich noch dadurch erzielen, daß zur Einstellung des für die Auswertung verwendeten Ausschlagsminimums des mit dem Thermoelement verbundenen elektrischen bIeßinstrumentes nicht allein die seitliche Bewiegung der Platte, sondern auch die Bewegung der Platte oder des Objektivs in Richtung der optischen Achse verwendet wird.
  • Hierzu bringt ihan an der Objektivverstellung von 4 einen Schwenkhebel an, mit dem inan nach erfolgter Scharfstellung und eingestelltem Ausschlagsmaximum durch Feinbexvegung der Objektivverstellung das Alinimutn des Ausschlages in Abhängigkeit von der Objektivverstellung noch genauer festlegt und mißt. Der Gesamtvorgang bei der Photometrierung einer Linie läuft damit beispielsweise folgendermaßen ab die Linie wird mit dem Auge auf der Hilfsebene 5 scharf abgebildet, dann wird die Linie über den Spalt 6 des Photometers geführt, wobei das Ausschlagsminimum durch Linienverschiebung genau eingestellt wird. Darauf wird die 01)-jektivstellung mit Hil-fe der Feinbewegung des Schwenkhebels um geringe Winkel noch weiter so verbessert, daß evtl. eine weitere, allerdings geringe Verminderung des Ausschlages erzielt wird.
  • Zweckmäßig schwenkt man vor der Ausführung~der Feinemstellung des Ausschlagsminimums ein Ultrarotfilter in den Strahlengang ein, das so beschaffen ist, daß es den Schwerpunkt der Lampenstrahlung fast ungehindert durchläßt, dagegen die längerwellige Strahlung und auch die kürzerwellige Strahlung, also auch den sichtbaren Spektralbereich, wegnimmt. Ein hierfür besonders geeignetes Filter ist z. B. das Agfa-Filter Nr. 85 bis 87, das gerade seine größte Durchlässigkeit an der Stelle des Maximums der Lampenstrahlung hat. Bei Anwendung dieser zusätzlichen Maßnahme g'elingt es, den Photometrierfehler unter I,5 oloo bei Messung eines Intensitätsverhältnisses herabzudrücken.
  • Besonders wird auf die Scharfeinstellung einer Spektrallinie durch eine Verstellmöglichkeit der Photoplatte in Richtung des Strahleifganges hingewiesen. Diese Maßnahme besteht darin, ' daß statt einer Verdrehung des Objektivs 4 zur Bestimmung des Ausschlagsminimums die zu messende Platte 3 in Richtung des Strahlenganges um geringe Beträge verstellt werden kann. Dadurch wird erreicht, daß an der gesamten optischen Anordnung des Photometers während der Ausmessung einer Spektralplatte nichts geändert wird, das Objektiv 4 also in der einmal, eingestellten günstigsten Scharfstellung belassen werden kann. Das Minimum des Ausschlages wird lediglich durch die Verschiebung der zu messenden Platte in zwei Richtungen ermittelt, von denen die eine in der Ebene der Platte 3 liegt und die andere senkrecht dazu steht. Dadurch kann die oben angegebene gute Reproduzierbarkeit der Meßwerte erreicht werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Steigerung der Photometriergenauigkeit bei den thermoelektrischen Spektrall inienphotometern' nach Scheibe, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines nicht ideal korrigierten Photometerohj ektivs sowie einer vorwiegend ultrarot strahlenden Photometerlampe die zu messende Linie für das Auge auf eine Hilfsebene scharf abgebildet wird, die vor der eigentlichen Spaltebene so gelegen ist, daß dann die I,inie-für den Schwerpunkt der hauptsächlich wirksamen Ultrarotstrahlung auf der Spaltebene scharf abgebildet ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung des für die Auswertung verwendeten Ausschlagsminimums des mit dem Thermoelement verbundenen elektrischen Meßinstrumentes nicht allein die seitliche Bewegung der Platte, sondern auch die Bewegung der Platte orter des Objektivs in Richtung der optischen 4achse verwendet avird Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstan des vomStandderTechnik sind imErteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
DESCH123683D 1941-11-27 1941-11-27 Verfahren zur Steigerung der Photometriergenauigkeit bei thermoelektrischen Photometern Expired DE746043C (de)

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