DE747801C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schlempeflocken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schlempeflocken

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DE747801C
DE747801C DET55581D DET0055581D DE747801C DE 747801 C DE747801 C DE 747801C DE T55581 D DET55581 D DE T55581D DE T0055581 D DET0055581 D DE T0055581D DE 747801 C DE747801 C DE 747801C
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Germany
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stillage
flakes
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potatoes
indirect heating
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DET55581D
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Paul Thomas
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23K—FODDER
    • A23K10/00—Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/37—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material
    • A23K10/38—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material from distillers' or brewers' waste
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P60/00—Technologies relating to agriculture, livestock or agroalimentary industries
    • Y02P60/80—Food processing, e.g. use of renewable energies or variable speed drives in handling, conveying or stacking
    • Y02P60/87—Re-use of by-products of food processing for fodder production

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schlempeflocken Kartoffeln, Getreide und Rüben werden in Brennereien der Gärung unterworfen und ergeben danach Alkohol und Schlempe. Letztere ist ein eiweißhaltiges, flüssiges Futtermittel, welches noch heiß von der vorangegangenen Destillation innerhalb einiger Stunden verfüttert werden muß, weil andernfalls die Schlempe sauer wird und verdirbt. Die Schlempe können bisher daher nur diejenigen Güter verfüttern, welche eine Brennerei besitzen und Gelegenheit zur sofortigen Verfütterung haben. Aus letzterem Grunde wiederum kann das -tägliche Kartoffelverarbeitungsquantum nicht größer sein, als das Rindvieh des betreffenden Brennereigutes Schlempe aufnehmen kann. Die Kartoffelverarbeitung auf Alkohol und Schlempe ist daher bis heute beschränkt geblieben, denn es fehlt ein Verfahren, nach welchem die etwa go°J. Wasser enthaltende Schlempe jederzeit restlos und wirtschaftlich auf Trockenschlempe verarbeitet werden kann. Erst dann ist es möglich, große Kartoffelmengen unabhängig von der Jahreszeit und vom Kuhstall auf ein eiweißreiches Dauerfutter zu verarbeiten, welches allen Kreisen der Landwirtschaft und verschiedenen Tierarten, nicht nur dem Rindvieh, zugeführt werden kann. Die Eiweißlücke in Deutschland könnte dadurch schließen geholfen werden, und gute Kartoffeljahre könnten die schlechten hinsichtlich des eiweißhaltigen Dauerfutters überbrücken helfen. Den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Trockenschlempe ermangelt allen die billige Möglichkeit, ;den hohen Wassergehalt von go°/o aus der Normalschlempe zu entfernen. Daher bedienen sich diese Verfahren entweder umfangreicher Abpreß- und Vakuum-Verdampfungsapparaturen oder des Filtrierens, Absitzenlassens, Zentrifugierens usw.-und nur des Trocknens des dickflüssigen Schlempeanteils. Bei allen diesen Verfahren entsteht ein wäßriger Teil, -die Dünnsohlempe, und eint trocknerer Teil, die Dickschlempe; sogar die Schalen werden noch besonders ausgesiebt, und nur. die Dickchlempe wird dann auf Walzenapparaten getrocknet. Die abgesonderten wäßrigen Teile der Schlempe enthalten aber noch reichlich Nährstoffe, weshalb diese Dünnschlempe sofort im flüssigen Zustand verfüttert werden muß. Hierdurch entsteht bei diesen bekannten Verfahren wieder die Abhängigkeit der täglichen Kartoffelverarbeitung von der Dünnschlempeaufnahme im Kuhstall.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung bezweckt aber gerade das Gegenteil, nämlich keine Anwendung von Vakuum-Verdampfapparaturen, keine von Pressen, keine Filtrierung usw., kurz die Erfassung der gesamten anfallenden Schlempe zur Verarbeitung auf Trockenschlempe (Schlempeflocke). Es bleibt also weder ein dünnflüssiger noch ein Schalenrückstand. Hieraus entsteht dann der große volkswirtschaftliche Vorteil, die Trockenschlempe zu jeder Zeit und in beliebiger Menge herzustellen. es entfällt jede Abhängigkeit vom Kuhstall gegenüber der bisher zwangsläufigen sofortigen Verfütterung der ausgesiebten Schlempeteile. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Futtermitteln aus Schlempeflocken oder aus Kartoffeln und Schlempeflocken aus der bei der Spiritusherstellung anfallenden gesamten Sahlempe, nach welchem in einem Arbeitsgange die Destillation der Maische und zugleich -die Eindickung der Schlempe unter indirekter Erwärmung vorgenommen wird, worauf in der so eingedickten Masse eine innige Zerkleinerung aller vorhandenen Schalen, Keime, Stroh oder anderer Beimengungen erfolgt und nach Beimischung von gedämpftem Kartoffelbrei das erhaltene Gemenge auf Trockenwalzen zu haltbaren lager-und transportfähigen Flocken getrocknet wird.
  • Das Verfahren der Erfindung wird an Hand der Zeichnung der zur Durchführung des Verfahrens benutzten Vorrichtung, die ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist, noch näher erläutert.
  • Die Destillation der ,Nlaische findet in der Destillierkolonne i statt. Bisher wurde zu diesem Zweck je ioo 1 '.Maische 25 bis 301z9 Dampf in das Unterteil der Kolonne i eingeführt; dies bedeutet eine zusätzliche Verwässerung der ablaufenden Maische, genannt Normalschlempe, um diese 25 bis 30 1 Wasser. Um daher diese Verwässerung der Schlempe zu verhindern, ist als Unterteil unter die Destillierkolonne i der- Heizkörper 2 angeordnet. Der zur Destillation benötigte Dampf tritt nun bei a in die Heizregister des Heizkörpers ein, und das Kondenswasser läuft bei b wieder ab, um wieder zur Kesselspeisung verwendet zu werden. Daher ist bei dem Verfahren der Erfindung die den Destillierapparat verlassende Schlempe an vornherein zunächst schon um diese 25 bis 30°1o konzentrierter als die ablaufende Normalschlempe bei dem bisherigen Verfahren.
  • Die Rohrleitungen c bedeuten Dampfentnahmestellen von der Destillierkolonne i nach der Spiritusverstärkungskolonne io, welche allgemein neben vorgenannter Kolonne steht. Hierdurch wird die weitere Eindickung der Schlempe erreicht.
  • Die Schlempe verlällt erfindungsgemäß nuii schon als Dickschlempe den Heizkörper 2 und wird mittels Pumpe durch die Rohrleitung (( nach dem Sammelgefäß 3 gepumpt. Gegenfiber den bekannten \'erfahreii wird nun jetzt bei dein Verfahren der Erfindung keim Schlempeanteil ausgeschieden, sondern die sonst unbeliebten Schalen werden bewußt in der Dickschlempe behalten und innerhalb di(-ser durch einen Breiapparat .4 feinstens zermahlen und tragen so zur Homogenisierung und Ausbeuteerhöhung bei. Dieser Breiapparat.4. ist mit einer Pumpe gekuppelt, welcbe die Dickschlempe durch Rohrleitung 3 nach dem Breirumpf 5 pumpt. Von diesem aus kann der Schlempebrei dann unmittelbar mittels der Schnecke 8 nach dem Walzentrockrier g zur Gewinnung von Flocken gefördert werden. 'Man kann aber auch Kartoffelbrei oder -flociten zumischen, je nach dem gewünschten Eiweißgehalt der zu erzeugenden Flocke, zumal die Geräte 5, 4 und 8 sowieso in jederiKartoffelflockenanlage vorhanden,sind und aus Zweckmäßigkeitsgründen stets eine Schlempeflockenanlage mit einer Kartofelflockenanlage verbunden werden wird. Bei ä fällt der Flockenschleier an.
  • Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind hinter den mit indirekter Heizvorrichtung versebenen Destillierkolonnen in deren Schlempeableitung eine bekannte Zerkleinerungsvorrichtung a, ein bekannter Kartoffeldämpfer und ein bekanntes Mischgefäß sowie eine bekannte Transportschnecke und ein Walzentrockner 8 und c) angeordnet. Durch diese Vorrichtung wird auf einfache, beuueme, billige und wirtschaftliche Weise kontinuierlich ein haltbares Futtermittel erzielt, welches die gesamten Nährstoffe der Sc hleinpe enthält.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-i. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Futtermitteln aus Schlempeflocken oder aus Kartoffeln und Schleinpeflocken aus der bei der Spiritusherstellung anfallenden gesamten Schlempe durch Eindampfen unter indirekter Erwärmung, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Arbeitsgange die Destillation der Maische und zugleich die Eindickung der Schlempe vorgenommen wird, worauf in der eingedickten Masse eine innige Zerkleinerung aller Schalen, Keime, Stroh oder anderer Beimengungen erfolgt und nach Beimischung von gedämpftem Kartoffelbrei das erhaltene Gemenge auf Trockenwalzen zu Flocken getrocknet wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß hinter mit indirekter Heizvorrichtung versehenen Destillierkolonnen in deren Schlempeableitung eine bekannte Zerkleinerungsvorrichtung (q.), ein bekannter Kartoffeldämpfer und ein bekanntes Mischgefäß sowie eine bekannte Transportschnecke und ein Walzentrockner (8 und 9) angeordnet sind. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden deutsche Patentschriften ... Nr. 667 9,48, 648 03 1, 26 o29; Chemiker-Zeitung (i936), S. 37; Dr. G. Foth, Handbuch der Spiritusfabrikation, Berlin (i92)), Verlag Parey, S. 887, 888,.659 und.66o.
DET55581D 1941-05-27 1941-05-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schlempeflocken Expired DE747801C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE26029C (de) * 1883-02-25 1884-03-26 FR. DEMMIN in Berlin SW., Königgrätzerstr. 91 • Apparate zur Gewinnung von Schlempe in concentrirtem resp. festem Zustande
DE648031C (de) * 1933-12-31 1937-07-20 Wilhelm Ponndorf Maschinenfabr Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung aller Festbestandteile aus zu trocknendem feuchtem Gut, wie Biertreber o. dgl.
DE667948C (de) * 1936-11-11 1938-11-23 Ver Der Spiritus Fabrikanten Verfahren zur Aufbereitung von Schlempe, insbesondere Kartoffelbrennereischlempe

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE26029C (de) * 1883-02-25 1884-03-26 FR. DEMMIN in Berlin SW., Königgrätzerstr. 91 • Apparate zur Gewinnung von Schlempe in concentrirtem resp. festem Zustande
DE648031C (de) * 1933-12-31 1937-07-20 Wilhelm Ponndorf Maschinenfabr Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung aller Festbestandteile aus zu trocknendem feuchtem Gut, wie Biertreber o. dgl.
DE667948C (de) * 1936-11-11 1938-11-23 Ver Der Spiritus Fabrikanten Verfahren zur Aufbereitung von Schlempe, insbesondere Kartoffelbrennereischlempe

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