DE748512C - Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mit hohem Reinheitsgrad - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mit hohem Reinheitsgrad

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DE748512C
DE748512C DET54688D DET0054688D DE748512C DE 748512 C DE748512 C DE 748512C DE T54688 D DET54688 D DE T54688D DE T0054688 D DET0054688 D DE T0054688D DE 748512 C DE748512 C DE 748512C
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DE
Germany
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pulp
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cellulose
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high degree
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Expired
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DET54688D
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Inventor
Dr Erich Correns
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Thuerinische Zellwolle A G
Zellwolle und Kunstseide Ring GmbH
Original Assignee
Thuerinische Zellwolle A G
Zellwolle und Kunstseide Ring GmbH
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C1/00Pretreatment of the finely-divided materials before digesting
    • D21C1/04Pretreatment of the finely-divided materials before digesting with acid reacting compounds

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mit hohem Reinheitsgrad Bei der Herstellung von Zellstoff nach alkalischen Verfahren, z. B. dem Natronlaugeverfahren oder dem Sulfatverfahren, erhält man beim Arbeiten in einem Arbeitsgang selbst bei Anwendung hoher Alkalikonzentrationen und bei hohen Temperaturen bzw. Drücken Zellstoffe, dis sich zur Verwendung für chemische Zwecke nicht eignen. Es ist beispielsweise bekannt, daß normale Sulfatz.ellstoffe, auch wenn sie den gleichen Alphacel.lulosegehalt wie Sulfitzells.toffe aufweisen, bei der Herstellung von Viskoselösungen und ihrer späteren Verarbeitung außerordentliche Schwierigkeiten bereiten. Ebenso eignem. sich Sulfatzellstoffe. nicht zur Acetylierung. Diese Erscheinung ist bedingt im -wesentlichen durch einen besonders hohen Restanteil von Pentosanen in den Zellstoffen, der sich auf alkalischem Wege) nicht oder nur schwer entfernen läßt. Dies kommt besonders deutlich in der Tatsache zutage, daß nach dem Sulfatverfahren, vor allern bei Ausgangsmaterialien mit hohem Pentosan gehalt, wie Laubhölzern, z. B. Buchen- oder Pappelholz, bei normalen Alphacellulosegehalten sehr hohe Pentosangehalte, die, mit dem Alphacellulosegehalt nicht in Einklang zu. bringen sind, gefunden werden.
  • Um diesem Mangel abzuhelfen, ist vorgeschlagen worden, durch saure Vorhydrolyse den pentosanmeichen Pflanzenstoffen Pento-' sa:ne zu entziehen,," aus dem Vorhydrolysat Furfurol und aus dem nach der- Vorhydrolyse verbleibenden Rückstand nach dem alkalischen Verfahren pentosanarme Zellstoffe herzustellen. Für die Vorhydrolyse benutzte man bereits Säuren und saure Salze: vieler Art und ging hierbei grundsätzlich, ähnlich wie bei den Holzverzudlcerungs- oder alkalischen Veredelungsverfahren für Zellstoffe, derart voar, daß zwecks. Herauslösung der Pentosane entweder mit verdünnten Lösungen bei höherer Temperatur unter Druck oder mit höher konzentrierten Lösungen bei tiefer oder bei mäßig erhöhter Temperatur gearbeitet wurde. Es wurde indessen darauf hingewiesen, daß verdünnte Säuren bei erhöhter Temperatur zwar in der Lage sind, den Ausgangsstoffen große Mengen von Pentosanen zu entziehen, daß sie jedoch schlecht geeignet sind zur Herstellung von Fuirfuro,l, da die Dehy dratisierung der Pentosane zu Furfurol mit höher konzentrierten Säuren in wesentlich höherem Umfange eintritt und außerdem die Anwendung von,. Druck, also bei Verwendung verdünnter Lösungen, nach dem Autoklavprinzip gebaute Apparaturen erfordert, während die Ausübung eines drucklos arbeitenden Verfahrens sich wesentlich einfacher gestaltet.
  • Weiterhin findet sich in dem Schrifttum die Angabe, daß, wenn es darauf ankommt, nicht nur Furfurol zu gewinnen, sondern auch den Rückstand der Zellstoffgewinnung zuzuführen, hierzu von allen vorgeschlagenen Mitteln, hauptsächlich die Schwefelsäure geeignet ist, einmal wegen ihrer Billigkeit und weil sie, Cellulose weniger angreift als Salzsäure; außerdem wurde, der Anwendung konzentrierter Schwefelsäure der Vorzug gegeben, da nach bisheriger Anschauung so ein schnelles. Arbeiten bei wenig erhöhter Temperatur und ohne die Anwendung von Überdruck gewährleistet war.
  • Beispielsweise ist empfohlen worden, die Vorhydroiyse! mit einer 1o- bis 30%igen, vorzugsweise einer 2o%igen, Schwefelsäure bei etwa 70 bis 8o° ohne Druck durchzuführen. Auch hat man vorgeschlagen, pentosanhaltigen Pflanzenstoffen mittels io- bis 30%iger Mineralsäure bei etwa go° während 15 bis 5o Minuten die, Pentosane zu entziehen und den Rückstand auf Cellulose zu verarbeiten oder auch vor der Gewinnung des Zellstoffs Harze, Pentosane und Hexosane aus dem Holz durch Behandlung mit einer Lösung von 1,5- bis 2,5%iger Mineralsäure oder sauren Salzen bei 120 bis i.45° herauszulösen. Weiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung von reinen Zellstoffen bekannt, bei dem das Holz mit Schwefelsäure behandelt und dann alkalisch aufgeschlossen wird, wobei die Behandlung des Rohstoffs bei einer Säurekonzentration von 15 bis. 35010 ohne Druck bei 2o bis. d.o° erfolgt, während bei Verwendung verdünnter Schwefelsäure in einer Konzentration von i % die Anwendung von viel höheren Temperaturen, nämlich von ioo° und darüber, d. h. die Anwendung von Druck, notwendig ist. Schließlich ist auch schon versucht worden, die Vorhydrolyse von Stroh mit Salzsäure durchzuführen, doch kamen auch hierbei hohe Säurekonzentrationen zur Anwendung.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich der Pentosangehalt von alkalisch aufgeschlossenen Zellstoffen wesentlich herabdrücken und der Alphacellulosegeha.lt beträchtlich erhöhen läßt, wenn man das cellulosehaltige Rohmaterial vor dem Aufschluß mit verdünnter Salzsäure; in Konzentrationen unter i 0/0 ohne Druck bei Temperaturen bis höchstens ioo° behandelt.
  • Diese Arbeitsweise bietet dem Bekannten gegenüber beträchtliche Vorteile, die vor allem in einer wesentlichen Vereinfachung und Verbilligung der sauren Vorhydrolyse bestehen. Aber nicht nur, daß die sauere Vorbehandilung des zur Cellulosegewinnung verwendeten Materials nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einem außerordentlich, gieringen Aufwand an Säure und in offenen Gefäßen leicht durchgeführt werden kann, auch der gewonnene Zellstoff ist von wesentlich hellerer Farbe als auf normalem alkalischen Wege hergestellter Zellstoff und wesentlich leichter bleichbar als dieser.
  • Die Arbeits- und Wirkungsweise des Verfahrens werden an folgendem Beispiel äeutlich: Beispiel i kg Buchenholzschnitzel werden mit 0,5%iger- Salzsäure 5 Stunden lang in einem offenen Gefäß gekocht und danach ausgewaschen. Das so behandelte feuchte Material wird darauf mit 51 einer Sulfatlauge nach J ay m e , die 30/0 Na enthält, und zwar davon 6o 0% a,ls NaOH, 25% als Na. C 03 und i 5 % als NaZ S, nach dem Ankochen 4 Stunden bei 16o° im Autoklav erhitzt. Das urgebleichte, auf diese Weise gewonnene Material besitzt einen Alphacellulosegehalt von gq.,2%, einen Pentosangehalt von 6,5% und einen Holzgummigehalt von 3,3%. Wird die saure Vorbehandlung dagegen weggelassen, aber der genau gleiche alkalische Aufschlu,ß allein durchgeführt, so. erhält man einen Stoff, der ungeblbicht folgende Werte gibt: 85,6% Alphacellulose, etwa 2o °/o Pentosan und 13 % Holzgummi.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mit hohem Reinheitsgrad nach alkalischen -Aufschlußverfahren unter Anwendung einer sauren Vorhydrolyse, dadurch gekennzeichnet, daß man das, cellulosehaltige Rohmaterial vor dem Aufschlu:ß mit verdünnter Salzsäure in Konzentrationen unter i % ohne Druck bei Temperaturen bis. höchstens ioo° behandelt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften, in, Betracht gezogen worden: USA.-Patentschrift hTr. 1 880 043; »Der Papier-F'abrikant«, Tagangs- und Auslandsheft vom 6. Dezember 194o; S. 277 bis 285; Zeitschrift »Holz als Roh- und Werkstoff«, Septemberheft 194o, S. 273 bis 282.
DET54688D 1940-12-13 1940-12-13 Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mit hohem Reinheitsgrad Expired DE748512C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1880043A (en) * 1929-12-18 1932-09-27 Brown Co Production of high grade chemical pulps

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1880043A (en) * 1929-12-18 1932-09-27 Brown Co Production of high grade chemical pulps

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