DE750000C - Verfahren zur Herstellung einer Schicht von hoher Sekundaeremissionsfaehigkeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Schicht von hoher SekundaeremissionsfaehigkeitInfo
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- DE750000C DE750000C DE1938750000D DE750000DA DE750000C DE 750000 C DE750000 C DE 750000C DE 1938750000 D DE1938750000 D DE 1938750000D DE 750000D A DE750000D A DE 750000DA DE 750000 C DE750000 C DE 750000C
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J9/00—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
- H01J9/02—Manufacture of electrodes or electrode systems
- H01J9/12—Manufacture of electrodes or electrode systems of photo-emissive cathodes; of secondary-emission electrodes
- H01J9/125—Manufacture of electrodes or electrode systems of photo-emissive cathodes; of secondary-emission electrodes of secondary emission electrodes
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- H01J1/02—Main electrodes
- H01J1/32—Secondary-electron-emitting electrodes
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- H01J2201/00—Electrodes common to discharge tubes
- H01J2201/32—Secondary emission electrodes
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Description
Als Sekundäremissionsschichten verwendet man in der Praxis meist solche, welche Silber,
Silberoxyd und Cäsium enthalten. Wegen der geringen Temperatur, welche derartige
Schichten vertragen können, haben sie nur geringe Eignung für die Verwendung in Verstärkerröhren
mit Gittersteuerung. Derartige Röhren erfordern eine gründliche Temperaturbehandlung,
bevor sie in Betrieb genommen werden können. Außerdem ist es bei ihnen von Wichtigkeit, daß die höheren Vervielfacherstufen,
welche durch die Verlustwärme auf höhere Temperatur gebracht werden, wenig oder gar nicht thermisch ausgelöste
Elektronen emittieren, da durch eine solche Elektronenemission die Verhältnisse in der
Röhre in empfindlicher und unerwünschter Weise gestört werden.
Um nun eine Schicht von hoher Sekundär-
ao emissionsfähigkeit, die diese Nachteile weitgehend vermeidet, herzustellen, wird sie nach
der Erfindung in der Weise 'hergestellt, daß auf eine dünne, in geschmolzenem Zustande
befindliche isolierende UberZugsschicht der Elektrode Alkalimetalldampf zur Einwirkung a5
gebracht wird.
Es sind zwar Sekundäreniissionsschichten
bekannt, die durch Aufdampfen eines Erdalkalimetalls auf einen festen isolierenden
Überzug einer Elektrode hergestellt werden. Dabei kann u. U. eine kleine Menge des Erdalkalimetalls
in die obersten Schichten des Isolators eindringen. Damit wird aber keine atomare Verteilung, d. h. Lösung des Erdalkalimetalls,
in dem Isolator erzielt, während es für die durch die Erfindung erzielte Wirkung
gerade auf eine solche Verteilung ankommt. Die Herstellung der Schicht nach der Erfindung erfolgt z. B. in der Weise, daß
die zur Aktivierung bestimmte Oberfläche der zu überziehenden Elektrode mit einer wäßrigen
oder alkoholischen Lösung eines Isolators oder eines schlecht leitenden Stoffes benetzt
und sodann auf eine so hohe Temperatur gebracht wird, daß das Schichtmaterial zum
Schmelzen kommt. Während dieses Schmelzvorganges wird der Dampf eines Alkalimetalls
auf die Schicht zur Einwirkung gebracht.
Dabei ist es wesentlich, daß die Grundschicht, auf welche der Alkalidatnpf einwirkt, sehr
dünn ist (z. B. io-4nim), schon um störende
Aufladungen -der Schicht zu vermeiden, welche aus der geringen Leitfähigkeit derselben
resultieren würden. Als Werkstoffe für die Herstellung der Schicht eignen sich besonder?
Halogenide, z. B. Chloride oder Fluoride der Alkali- und Erdalkalimetalle. Es ist nicht
ίο unbedingt notwendig, daß die Stoffe, aus wel ■
dien die Schicht besteht, selbst lösbar sind. Man kann vielmehr zur Benetzung der Elektrodenoberfläche
andere lösliche Verbindungen verwenden, welche beim Erhitzen im Vakuum die gewünschten Stoffe liefern. Wenn man
beispielsweise die Oxyde der Erdalkalimetalle erhalten will, verwendet man vorzugsweise
Nitrate, Acetate und Oxalate dieser Metalle. Die Menge des Alkalimetalls soll so bemessen
bzw. das Verfahren derart geführt werden, daß nicht zuviel Alkalimetall in die Schicht
aufgenommen wird. Das Alkalimetall, welches auf die Halogenide zur Einwirkung gebracht
wird, braucht im übrigen nicht das Kation dieser Halogenide zu sein. Man kanu
vielmehr vorzugsweise ein anderes Alkalimetall verwenden. So ergeben sich beispielsweise
gute Schichten, wenn man Cäsiumdampf auf Lithiumfluorid einwirken läßt.
Man hat sich den Aufbau solcher Schichten vermutlich so vorzustellen, daß die Atome
des Metalldanipfes im Reaktionsgleichgewicht einen Teil der Schichtmoleküle reduziert
haben. Vielleicht ist die durch eine solche Art des Einbaues hervorgerufene Gitterstörung
an der Erzielung der hohenSekundärelektronenausbeute
maßgeblich beteiligt.
Die in der beschriebenen Weise hergestellten Schichten zeichnen sich auch bei lang andauernder
höherer Belastung durch eine hohe Sekundäremissionsfähigkeit aus. Bei der Verwendung
von Fluoriden der Erdalkalimetalle als Grundschichtmaterial erhält man z. B. Schichten, die noch bei Temperaturen von
yoo° C eine hohe Sekundärelektronenausbeute aufweisen. Ein weiterer Vorzug dieser
Schichten, besonders derjenigen mit Erdalkalioxyden und Erdalkalifluoriden als Grundstoff,
ist der, daß man sie auch in gittergesteuerten Verstärkerröhren mit hochaktiven Oxydkathoden verwenden kann, weil sie nicht
durch teilweises Verdampfen des Alkalimetalls die Aktivität der Oxydkathode beeinträchtigen.
Bei der Behandlung der Prallelektroden nach dem im vorstehenden beschriebenen Verfahren
wird im übrigen auch erreicht, daß die Schichten unabhängig von der Stromdichte des Sekundärstromes ihre Ausbeutezahlen behalten.
Es kann derzeit nicht in vollem Maße übersehen werden, auf welche Weise das beschriebene Herstellungsverfahren diesen
Unterschied im Verhalten der Schichten nach der Erfindung gegenüber den bekannten Verfahren
reiner, aber sublimierter A!kali-Halogenid-Schichten hervorruft, die bekanntlich
schon bei Behandlung mit Strömen geringerer Dichte einen Teil ihrer Ergiebigkeit einbüßen.
Ein weiterer Vorteil, den die Schichten nach der Erfindung aufweisen, besteht darin,
daß sie nach der Behandlung im Alkalidampf wieder derart atmosphärischer Litft ausgesetzt
werden dürfen, ohne dadurch in ihrer Ergiebigkeit eine Einbuße zu erleiden, vorausgesetzt
daß sie bei der weiteren Behandlung in der Röhre nicht wieder bis in die Nähe ihres Schmelzpunktes erhitzt werden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung einer g0
Schicht von hoher Sekundäremissionsfähigkeit, insbesondere für Vervielfacherröhren,
dadurch gekennzeichnet, daß auf eine in geschmolzenem Zustande befindliche isolierende Überzugsschicht der 8,
Elektrode Alkalimetalldampf zur Einwirkung gebracht wird.
2. Verfahren zur Herstellung einer Schicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche der zu „0 überziehenden Elektrode zunächst mit
einer wäßrigen oder alkoholischen Lösung eines Isolators oder schlechtleitenden Stoffes
benetzt, die Elektrode erhitzt und der Dampf eines Alkalimetalls auf die Schicht
zur Einwirkung gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Alkalihalogeniden
für die Herstellung der Grundschicht.
4. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von
Erdalkalioxyden als Schichtmaterial.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Be- 10_
netzen der Elektrode verwendete Lösung Stoffe enthält, aus denen sich bei der Erhitzung
Erdalkalioxyde ausscheiden.
Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren
folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
deutsche Patentschrift Nr. 617 353;
französische Patentschrift .. - 810432;
britische Patentschrift - 460 356;
Physical Review, Bd. 50, 1936, S. 48.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE750000T | 1938-08-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE750000C true DE750000C (de) | 1944-12-12 |
Family
ID=6789965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938750000D Expired DE750000C (de) | 1938-08-17 | 1938-08-18 | Verfahren zur Herstellung einer Schicht von hoher Sekundaeremissionsfaehigkeit |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE750000C (de) |
| FR (1) | FR858936A (de) |
| NL (1) | NL60018C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE617353C (de) * | 1924-08-23 | 1935-08-17 | Lorenz Akt Ges C | Gitter fuer Elektronenroehren |
| GB460356A (en) * | 1935-06-25 | 1937-01-26 | Marconi Wireless Telegraph Co | Improvements in and relating to electron discharge devices |
| FR810432A (fr) * | 1935-09-06 | 1937-03-22 | Rca Corp | Perfectionnements aux dispositifs à décharge électrique |
-
1938
- 1938-08-18 DE DE1938750000D patent/DE750000C/de not_active Expired
-
1939
- 1939-08-10 FR FR858936D patent/FR858936A/fr not_active Expired
- 1939-08-16 NL NL94801A patent/NL60018C/xx active
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE617353C (de) * | 1924-08-23 | 1935-08-17 | Lorenz Akt Ges C | Gitter fuer Elektronenroehren |
| GB460356A (en) * | 1935-06-25 | 1937-01-26 | Marconi Wireless Telegraph Co | Improvements in and relating to electron discharge devices |
| FR810432A (fr) * | 1935-09-06 | 1937-03-22 | Rca Corp | Perfectionnements aux dispositifs à décharge électrique |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL60018C (de) | 1947-05-16 |
| FR858936A (fr) | 1940-12-06 |
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