DE753371A - - Google Patents

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DE753371A
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tetrachlorodiphenylethane
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Insektenbekämpfungsmittel.
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Seit vielen Jahren sucht man in der Schädlingsbekämpfung nach einem arsenfraien organischen, für Warmblüter und den Menschen ungiftigen, für Insekten aber hochgiftigen Lüttel. Die unzähligen bis heute auf diesem Forschungsgebiet vorgeschlagenen und geprüften organischen Chemikalien haben einen restlos befriedigenden Erfolg noch nicht gezeitigt, da die betreffenden Verbindungen entweder zu schwach wirksam waren, oder sonst Nachteile in verschiedener Hinsicht aufwiesen. Die vorliegende Erfindung bringt einen Portschritt auf diesem Gebiet.
Es wurde gefunden, dass das auf sehr einfache Weise wirtschaftlich zu gewinnende unsymmetrische Tetrachlordiphenyläthan von der Formel (CgHp)2=CCl - CCl^ ein hervorragendes arsenfreies Insektizid ist, das hohe Wirksamkeit mit guten physikalischen, chemischen und physiologischen Eigenschaften vereint, sodass es in den verschiedensten Anwendungsformen gegen fast alle Schädlingsinsekten mit besonderem Vorteil angewendet werden kann. Das unsymmetrische Tetrachlordiphenyläthan, das z.B. nach Biltz (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft Ed. 26 (1893) S.1956) hergestellt werden kann, stellt eine bei gewöhnlicher Temperatur feste weisse Kristallmasse vom Schmelzpunkt 88 dar. Es ist in Wasser schwer löslich, in Äther und den niederen halogenierten Kohlenwasserstoffen sehr leicht löslich, und lässt sich aus Alkohol bequem Umkristallisieren.
Man kann das Tutrachlordiphenyläthan z.B. in Pulverform, vermischt mit einer geeigneten Trägersubstanz (Streckmittel wie Talk, Bolus, Kieselgur, Kreide), gegebenenfalls unter Zusatz anderer insektizider und bzw. oder fungicider Mittel (z.B. insektizide Drogen, Nitroverbindungen, kupfer- oder schwefelhaltige Mittel), gegebenenfalls mit weiteren Zusätzen an Hetz- und Haftmitteln anwenden. Pur viele Anwendungszwecke hat die Verwendung als Spritzmittel Vorteile. Hierfür kommen Lösungen oder Suspen-
iri
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aionen der wirl-sanum SubstoBs in Frage, Als !lösungsmittel können z,B, nieder© ohloriert© Kohlenwasserstoffe benutzt werden, ebenso nimmt Petrol äther betjeäohtlioha Mengen der Substanz t auf. Auen hier sind Kombinationen mit weiteren Iagektisiden,, Fungiziden, Dispergier-,#et2- und Haftmitteln vor allem deshalb gut möglich, weil das Tetx*aohlordiphenylHtiian oirie oiieiaisoii sehr beständige Substanz ist ui:£ sieh nicht leicht mit anderen Verbindungen umsetzte Zum Zwacke der Herstellung von Aufsöhlämmungen verfährt man im allgemeinen oo9 ösho man die möglichst fein gepulverte Substanz gusatsraen mit Heta-, Dispergier- und Haftmitteln in Suspension bringt« Kombinationen mit anderen bekannten Insektiziden und bswo oder Fungiοid©n bringen oft Vorteile, ϊί&ώά es erwünscht
die Eigenschaften äer Li'iaung oder ihre Wirkung in bestiimnter Weise sau ergänzen» Wichtig sinö auch die Suspensionen, deren Beständigkait durch Zumischen von Füll- und Soiawebemitteln (z. B. Kupferkalkbrühe, Anachwenri.ungen von Bolua und derglo) verbessert ist.
Dia Anvendnag üev b©soliriebeiiea Kittel in dar Sohäd» lingsbekämpfunr/, erfolgt n&ch hierfür allgemein gültigen Regeln» Gegen die leichter au bekämpfenden Schadinsekten im Obst-,, &arten», Hüben·= und Weinbau, sowie in der Forstwirtschaft, insbesondere gegen. Eaupen und Larven aller Art können Stäubemittel benutzt werden,, die das Tetraohloräiphonyläthsn in z.B. 7-15^- iger Kons antrat ion enthalten. Yerauoiae haben begießen, das» solche Mittel selbst »arten Blättarn nicht schädlich sind« Gegen. Käfer, die wegen. Ihre^ harten Chltinpaxizers erheblich schwieriger au bekämpfen sind,kunnen auoh höhere Konzentrationen benutzt werden= Als Spxitamittel kann man aoßo Präparate benutsens die durch lösen ba?;· Verteilen von einem Teil ©Ines 15»5Q$igen Prä« parata in 100 Teilen Flüssigkeit erhalten werdenο Durch seine Qnaclaädliohkeit gegenüber Blättern χχηΊ seine Ungiftigkeit gegenüber Warmblütern unteraoheidet eich dae Mittel nach der Erfindung vorteilhaft von den s.Zt, in grosaem Umfang benutzten organisohen arseisfreien Nitroverbindungene Eq isi deshalb insbesondere im Weinbau sowie im Obst» und Gartenbau als Mittel zur Bekämpfung eohädlioher Groß·= und Kleineschmetterlingsraupen geeignet«
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1} Da0 tvjsayimnetrieche ietraohlordipiienylathan der Formel ^ ~%__ cci - · X >
wird aas dem naoh Baeyer leicht zugänglichen Kondensation^»» produkt von Benaoi mit Chloral duroh Einwirkung alkohollecher Natronlauge und folgende# Chlorierung hergestellte Duron Umkristallisieren aus Alkohol erhält man farblos® !adeln vom Fs 88°. Die Verbindung iat in Äther und den niederen halogeniert^» Kon=» lanwaaseretoffvjn spielend löslich; ebenso nimmt Petroläther beträuhtllche Mejtxgen davon auf, während Methanol und Äthanol erat in der Hits© i~i ©tärkerem Masse löeenü wirken.
Durch Vermählen von einem !Teil fatrsehloretiphenyläthan mit 6 Seilen Talk wrös ©in Stäulaemittel erhalten,, äas starke Insektizide Wirkungaa besitzt» So waren ^on 20 Seid^nspinnerraapen (Stadium III)» die im Glasaohalenverauch in üblioher Belegungsdlohte bestäubt wurden„ naoh 24- SturtdeB eämtliche Raupen eing®g©ngeno Ton 20 fast erwachsenen Goldsfterraupen waren ebenfalle alle naoh 24 Stunden getötet. Bei Kohlweisalingsraupen, di© k\xcz vor dsr Verpuppung standen 9 betrug der Abtötungssatz nach 48 Stunden 85'^» während sogar die sehr wideratandefähigen Schaben naoh 48 Standen su 705^ abgetötet wareno
2) Durch Vermählen von einem Teil Tetraohlordiphenyläthan mit drei Teilen Kaolin, dae ein Plepergieriaittel enthielt, wurde ein Mittel gewonnen, das eich mit der 100-fachen Menge lasser gut suspendieren lieas» Die erhaltene Spritsbrghe wurde auf ihre Eignung isur Bekämpfung des Heu- und Sauerwurins der Heben im Weinberg geprüft* Man ersielte bei ihrer Verwendung einen iäinderbefall der behandelten Parzelle von 78# gegenüber der VerglöiohBparselle„
3) Durch Vermählen von 150 g £etraohlordiphenyläthan mit 850 g Talk wurde ein Streupulver erhalten9 welche» fast erwachsene Kiefernspannerraupen innerhalb 24 Stunden lOO^ig abtötete, wenn bei dar üblichen Anordnung im Kaeteaversuoh mit einer Menge

Claims (1)

  1. FA. 71X7ül*1&10.*2
    PA. 712701*1610.42
    k 155 038 IVa/45 1. Ifeuie Seite A. *>4QQ
    in Staubexrittel gearbeitet i'/arde, die der in der Prcicis üblichen Lelegungsdichte von ungefähr 70 kg ^ro ha entspricht.
    Pat ent an 3 ζτ uch.
    Insektenbekämpfungsaittel, gekennzeichnet durch einen Crehalt an unsymmetrischen Tetrachlordiphenyläthan von der Formel (CrHtr)-= OCl-GCl·,, gegebenenfalls neben anderen V/irkstoffen, Netz- and. Ha f tuittelii, Streck- oder Träger substanzen, u.dgl.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezogen worden.
    keine Druckschriften*)
    ♦) Nichtzutreffendes ist zu streichen

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