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Gehäuse für wasserdicht gekapselte Installationsschalter oder Steckdosen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse für wasserdicht gekapselte Installationsschalter,
insbesondere Drehschalter, Klingeldrücker, oder Steckdosen, bestehend aus einer
Isolierstoffdose mit auf- oder einschraubbarem Deckel.
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Bei zur Aufnahme von Abzweigscheiben oder Klemmensockeln dienenden
Gehäusen, nämlich bei Abzweigdosen für Feuchtraumleitungen, ist es bekannt, den
Deckel mit einem an ihm vorgesehenen Gewinde auf oder in den mit einem entsprechenden
Gegengewinde versehenen Dosenrumpf einzuschrauben. Bei Gehäusen für wasserdicht
gekapselte Installationsschalter oder Steckdosen ist der Deckel dagegen bisher regelmäßig
mit Hilfe von zwei oder mehreren besonderen Schrauben befestigt, die durch Löcher
des Deckels hindurch in Mutterbohrungen der verstärkten Gehäusewandung eingeschraubt
werden. Diese Ausführung hat zahlreiche Mängel. So ist zunächst ein gleichmäßiges
Zusammendrücken des zwischen Dose und Deckel eingeschalteten Dichtungsringes nicht
gewährleistet, weil die Schrauben niemals um genau gleiche Beträge angezogen werden.
Bei nur zwei gegenüberliegenden Schrauben ist außerdem an den gegenüber den Schrauben
versetzten Stellen kein genügender Dichtungsdruck vorhanden, während bei Anordnung
von mehr als zwei, z. B. drei oder vier Schrauben, sowohl die Befestigung des Deckels
als auch das etwa zur
Auswechslung des Schalter- oder Steckdoseneinsatzes
erforderliche Öffnen des Gehäuses umständlich und zeitraubend ist. Bei abgenommenem
Deckel bilden die Schrauben lose Teile, die leicht verlorengehen können. Die mit
ihren Köpfen nach vorn gerichteten Schrauben sind entweder gar nicht oder nur schwierig
zu vergießen, weshalb sie regelmäßig offen liegen bleiben. Abgesehen davon, daß
dann leicht ein unbefugtes Öffnen des Gehäuses stattfinden kann, sind die Schrauben
der Gefahr des Verrottens ausgesetzt, und zwar insbesondere dann, wenn die Luftfeuchtigkeit
säurehaltig ist. Das Verrotten der Schrauben hat zur Folge, daß sie sich nur schwer
oder gar nicht mehr lösen lassen, so daß ein Öffnen des Gehäuses nur noch unter
Beschädigung oder Zerstören des Deckels bzw. der Dose möglich ist.
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Bei dem den Erfindungsgegenstand bildenden Gehäuse für wasserdicht
gekapselte Installationsschalter oder Steckdosen sind diese Mängel beseitigt. Das
Wesen der Erfindung besteht in der Kombination mehrerer, zum Teil bekannter Merkmale,
nämlich darin, daß der Deckel bei Drehschaltern oder Klingeldrückern mit einem an
ihm drehbar gelagerten, beim Aufsetzen auf die Dose mit dem Schalter selbsttätig
sich kuppelnden Bedienungsgriff und an seinem kragenförmigen Rand mit Gewinde versehen
ist, während der Deckel bei Steckdosen oder Kippschaltern aus einem die Einführungsöffnungen
für die Steckstifte enthaltenden oder den Schaltergriff tragenden Mittelteil und
einem diesen nach Art einer Überwurfmutter übergreifenden Schraubring besteht, und
daß in beiden Fällen der Deckel gegen unbefugtes Abschrauben durch eine senkrecht
oder schräg nach oben stehende, vergießbare Schraube gesichert ist.
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Dadurch, daß der Deckel oder sein Überwurfring mit dem ein Gegengewinde
aufweisenden Gehäuse unmittelbar verschraubt wird, fallen die bisherigen besonderen
Befestigungsschrauben fort. Es ist nur noch eine einzige Sicherungsschraube erforderlich.
Das Befestigen des Deckels ist vereinfacht, da der Deckel in einem Arbeitsgang von
Hand aufgeschraubt werden kann und dann nur noch die Sicherungsschraube angezogen
zu werden braucht. Ebenso einfach ist das Lösen des Deckels. Das unmittelbare Verschrauben
des Deckels oder seines Überwurfringes mit dem Gehäuse gewährleistet ein überall
gleich- , mäßiges und festes Anpressen des Deckels an die Dose bzw. ein gleichmäßiges
Zusammenpressen des zwischen Deckel und Dose eingeschalteten Dichtungsringes, so
daß der Schalter oder die Steckdose zuverlässig abgedichtet ist. Die einzige vorhandene
Schraube, die Sicherungsschraube, braucht niemals vollständig herausgeschraubt,
sondern nur gelockert zu werden, so daß sie gegen Verlust geschützt ist. Obwohl
der Deckel bzw. sein Überwurfring von Hand auf- und abgeschraubt werden kann, ist
er gegen unbefugtes Lösen gesichert, weil das Abschrauben erst nach Lockerung der
Sicherungsschraube erfolgen kann, die nur mittels eines Schraubenziehers bedienbar
ist, und weil ferner die Sicherungsschraube deshalb, weil sie senkrecht oder schräg
nach oben steht, leicht vergossen und damit unzugänglich gemacht werden kann. Durch
das Vergießen wird die Sicherungsschraube gleichzeitig gegen Verrotten geschützt,
so daß sie dauernd gebrauchsfähig bleibt und der Deckel, wenn es erforderlich ist,
nach Entfernen der Vergußmasse der Schraube ohne Gefahr der Beschädigung von Deckel
und Gehäuse wieder gelöst werden kann. Obwohl der Deckel bzw. sein Überwurfring
bei der Befestigung an der Dose gedreht werden muß, können keine Schwierigkeiten
in bezug auf die richtige Stellung des Bedienungsorgans eines Schalters oder die
Einstecköffnungen einer Steckdose auftreten, weil bei Drehschaltern und Klingeldrückern
der am Deckel drehbar gelagerte Bedienungsgriff sich beim Aufsetzen des Deckels
mit dem Schalter selbsttätig kuppelt und dadurch die vorgeschriebene Stellung zum
Schalter erhält, während bei Kippschaltern und Steckdosen der den Kipphebel tragende
oder die Durchtrittsöffnungen für die Steckstifte enthaltende Deckel einen vom verschraubbaren
Teil, dem Überwurfring, getrennten Teil bildet.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
Dabei zeigt Abb. i ein Gehäuse für einen wasserdicht gekapselten Drehschalter teils
im Schnitt, teils in Seitenansicht, Abb: 2 ein Gehäuse für eine Steckdose ebenfalls
teils im Schnitt, teils in Seitenansicht, Abb. 3 einen Teil eines Gehäuses in Seitenansicht
mit teilweisem Schnitt bei einer etwas anderen Anordnung der Sicherungsschraube.
i ist ein Gehäuse in Form einer kreisrunden Dose, das in Abb. i einen in Abb. 2
einen Steckdoseneinsatz 2 enthält. Das Gehäuse hat einen oder mehrere Stutzen 3
zum Einführen der Leitungen sowie Ansätze q. mit Löchern 5 zum Durchtritt von Wandbefestigungsschrauben.
Der obere Rand des Gehäuses ist mit einem Gewinde 6 zum Befestigen des Deckels versehen.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. i befindet sich das Gewinde 6 an
der Innenseite der Gehäusewandung. Der Deckel ? weist einen in die Dose eingreifenden,
kragenförmigen Rand 8 auf, der an seiner Außenseite mit
einem in
das Gewinde des Gehäuses passenden Gegengewinde versehen ist. Außerdem hat der`
Deckel einen den Dosenrand umgreifenden Rand 9, so daß zwischen den beiden Rändern
8 und 9 eine Ringnut io gebildet ist, die einen Dichtungsring i i aufnimmt. Dieser
Ring wird beim Einschrauben des Deckels in das Gehäuse auf seiner ganzen Ausdehnung
gleichmäßig zusammengedrückt. Er ist durch den Rand 9 sowohl gegen Ausweichen als
auch gegen äußere Einflüsse, insbesondere gegen Tropfwasser und damit gegen vorzeitige
Zerstörung geschützt. Gegebenenfalls kann die Nut io, statt daß sie einen Dichtungsring
enthält, auch mit Fett gefüllt werden.
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Der Drehgriff 13 des Schalters ist in einem zentralen Loch des Deckels
7 drehbar gelagert und durch eine an der Deckelunterseite auf dem Griffschaft 15
angebrachte Feder-oder Klemmscheibe 1q. unverlierbar gehalten. Um das Loch für den
Griff abzudichten, hat der Deckel 7 einen kegelförmigen Ansatz 13, der in eine darauf
passende, mit Fett gefüllte Ringnut des Drehgriffes eingreift. Der Griff 13 enthält
eine dem Ende der Schalterwelle 16 entsprechend profilierte Bohrung, die beim Aufsetzen
des Deckels auf das Gehäuse über das Wellenende sich schiebt, wodurch der Griff
mit der Schalterwelle selbsttätig gekuppelt wird. Beim Festschrauben des Deckels
bleibt der Griff stehen, so daß seine Stellung von der Drehstellung des 'festgeschraubten
Deckels unabhängig ist.
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Um den Deckel 7 gegen unbefugtes Abschrauben zu sichern, ist am Gehäuse
i eine Sicherungsschraube 18 vorgesehen, die mit ihrem spitzen Schaftende gegen
den Rand 9 des Deckels drückt. Der Rand des Deckels kann dabei zweckmäßig, wie gezeichnet,
mit Rippen 21 versehen sein, zwischen welche die Schaftspitze der Schraube eingreift.
Zur Aufnahme der Schraube 18 ist am Gehäuse i, und zwar zweckmäßig an der Vorderseite
des bei, an der Wand befestigtem Gehäuse oben liegenden Stutzens 3, ein Ansatz
17 vorgesehen, der eine senkrechte Bohrung i9, 2o enthält. Die Bohrung ist
abgesetzt und in ihrem unteren engen Teil i9 mit einem Muttergewinde für die Schraube
18 versehen. Der weitere Teil 2o nimmt den Kopf der Schraube auf. Außerdem dient
er zur Aufnahme einer Vergußmasse 22, welche die Bohrung verschließt und den Schraubenkopf
unzugänglich macht. Das Vergießen ist wegen der senkrechten Stellung der Bohrung
leicht und einfach.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 ist der Gehäusedeckel zweiteilig
ausgebildet. Er besteht aus einem Mittelteil 23, dem eigentlichen Deckel und einem
Überwurfring 2q.. Der Rand des Überwurfringes 24 umgreift -den Gehäuserand
und ist mit einem Muttergewinde versehen, das auf ein Außengewinde des Gehäuses
paßt. Beim Festschrauben braucht nur der Überwurfring 24 gedreht zu werden. Der
eigentliche Deckel 23, der die Durchtrittsöffnungen für die Steckerstifte enthält,
bleibt stehen und kann deshalb ohne weiteres so eingestellt werden, daß die genannten
Öffnungen genau über den Einsteckkontakten des Steckdoseneinsatzes 2 liegen. Der
Dichtungsring 25 wird bei dieser Ausführung zwischen dem oberen Dosenrand und dem
Deckel 23 gelegt, wobei er durch den Rand des überwurfringes 34 gegen äußere Einflüsse
geschützt ist. Die Sicherungsschraube 18 ist in der gleichen Weise angeordnet wie
im ersten Beispiel, jedoch wirkt sie mit dem Rand des Überwurfringes 24 zusammen,
der ähnlich wie der Rand des Deckels nach Abb. 2 mit Rippen 2i versehen sein kann.
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Gemäß dem Beispiel nach Abb. 3 kann die Anordnung der Sicherungsschraube
18 dahin abgeändert werden, daß die sie enthaltende Bohrung schräg angeordnet ist,
so daß die Schraube schräg nach oben steht. Das hat den Vorteil, daß die Schraube
sich leichter bedienen läßt, weil der Schraubenzieher nicht parallel zur Wand geführt
zu werden braucht, sondern mit seinem Griff von der Wand weg gerichtet ist. Gleichwohl
ist auch hier ein leichtes Vergießen der Sicherungsschrauben möglich.
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Im Rahmen der Erfindung sind noch mancherlei Abänderungen der dargestellten
Beispiele möglich. So könnte insbesondere der im Gehäuse angeordnete Geräteeinsatz
bei entsprechender Deckelausbildung ein Druckknopfschalter, ein Kippschalter o.
dgl. sein. Der die Sicherungsschraube enthaltende Ansatz 17 könnte statt am Stutzen
3 auch an einer von diesem entfernten Stelle des Gehäuses i angeordnet sein. Ferner
kann die Sicherungsschraube in bekannter Weise unverlierbar gemacht werden.