DE760133C - Schmelzsicherung - Google Patents
SchmelzsicherungInfo
- Publication number
- DE760133C DE760133C DES110703D DES0110703D DE760133C DE 760133 C DE760133 C DE 760133C DE S110703 D DES110703 D DE S110703D DE S0110703 D DES0110703 D DE S0110703D DE 760133 C DE760133 C DE 760133C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fuse
- conductor
- propellant charge
- fuse according
- propellant
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
- H01H9/10—Adaptation for built-in fuses
Landscapes
- Fuses (AREA)
Description
- Schmelzsicherung Die Erfindung betrifft eine Schmelzsicherung mit besonderen Einrichtungen, die beim Durchschmelzen des Schmelzleiters eine allpolige Abschaltung des gesicherten mehrpoligen Abzweiges veranlassen. Eine allpolige Abschaltung findet nämlich bei Verwendung von Sicherungen allein nicht immer statt. So unterbrechen bekanntlich Hochspannungssicherungen in Drehstromanlagen bei Kurzschluß häufig nur in zwei Phasen. Es besteht dann die Gefahr, daß der hinter den Sicherungen liegende Teil der Anlage für- spannungslos gehalten wird und Personen bei Berühren der Anlage Schaden leiden.
- Es ist bekannt, zum Zweck der allpoligen Abschaltung einen mit den Sicherungen in Reihe liegenden allpolig ausschaltenden Schalter z. B. dadurch auszulösen, daß, der beim Durchbrennen der Sicherung in ihrem Gehäuse entstehende Überdruck einen Kolben bewegt, der eine im Auslösestromkreis des Schalters liegende Kontakteinrichtung betätigt. Da nun aber die Höbe des Überdruckes je nach der Stärke des Fehlerstromes, der die Sicherung zum Schmelzen bringt, verschieden ist, so ist davon auch die Auslösekraft abhängig und kann bei kleinen Überströmen unzureichend sein, um die für die allpolige Abschaltung erforderliche Auslösekraft aufzubringen.
- Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß eine sich beim Schmelzen des Sicherungsdrahtes entzündende
Treibladung als Antri°b für den beweglichen Auslöseteil dient. Dadurch wird die Auslöse- kraft unabhängig voll der Fehlerstronistärk:, durch welche die Sich, rang zum Ansprechen gebracht wird. Durch die ebenfalls bekannte Anordnung einer Feder, die vorn Schmelzdraht gespannt gehalten, durch d:ssen Zerstörung beim All- .sprechen dzr Sicherung freigegeben wird und beine Entspannen die aufgespeicherte Irraft an den Kolben zur Betätigung der Auslöse- einrichtung abgibt, wird zwar eine gewisse 1 "nabhängigheit der Auslösekraft von der Höhe d:s auslösnclen Stromes erzielt, jedoch darf die Federkraft, damit sie die Zerreil>- festigkeit des Schmelzdrahtes nicht überst°igt, mir verhältnismäßig schwach sein, so daß sie allein nicht imstande wäre, die Haltekraft, b°ispielsweise Reibungskraft, zu überwinden. die den bei einer geschlossenen Sicherung als Versehlußdecl:el dienenden Kolben festhält und zur Erreichung des weg°n Korrosions- gefahr und anderer ungünstiger Einflüsse der umgebenden Luft wünschenswerten dichten Abschlusses verhältnismäßig groß sein muß. Es sind zwar Sicherungen bekannt. die mit .einer Treibladung ausgestattet sind. «-elche beim Ansprechen der Sicherung entzündet wird. jedoch dienen diese Treibladungen nicht zur Ausführung zusätzlicher Absehalt- maßnahmen, sondern lediglich zur Kemitlieh- machung des Zustandes der Sicherung bzw. des Schmelzleiters. Wenn es ferner zwar an sich bekannt ist. in einer Sicherung einen Sprengsatz anzuordnen, @celeh°r bei Blitz- schlag gezündet wird und durch Fortschleu- dern eine: beweglichen Kolbens die Leiturig unterbricht, so wird von der Unterbrechung jedenfalls nur diejenige Leitung betroffen, in der die Sicherung selbst liegt, es wird aber Hierdurch keine allpolige Abschaltung erzielt. Besonders vorteilhaft ist es, den beweg- lichen Auslöst:il so anzubringen. daß er den äti(eren Absehluß der einen Sicherungskappe bildet. Dann kann mit ihm ein luftdichter Absehluß de:- Treibladung von der Außenluft erzialt und damit sowohl die Treibladung selbst als auch die übrigen Innenteile der Sicherung gegen das Eindringen von in der Außenluft etwa enthaltener Feuchtigkeit ge- schützt werden. Bei nicht vollkommen Luft- dichtem Abschluß wird das Eindringen von Feuchtigkeit dadurch begünstigt, daß durch v.:chselnde l--#rtcärmung und Abkühlung der Sicherung während des Betriebes ein Luft- austausch zwisch°ii dein Innern des Siche- rungsrohres und seiner äußeren Umgebung stattfindet, der als Atmen bezeichnet zu wer- den pflegt. Zur Erzielung eines luftdichten Abschlusses sind große Reibungskräfte erfor- derlich, die durch F;derlzräfte bzw. durch den im Innern der Sicherung auftretenden Druck beim Abschalten, insbesond, re von geringen Oberströmen, nicht immer überwunden wer- den können. Die Treibladung dagegen kann ohne weiteres so stark gemacht «-erden, cfaß sie die Reibungskräfte in jedem Fall über- windet. Bei einer Sicherung finit Haupt- und Neben- schnielzleiter kann in bekannter Weise der Nebenschmelzleiter über eine kurze Unter- brechungsstrecke (Funkenstrecke oder Halb- Leiter) zum Hauptschmelzleiter parallel ge- schaltet sein. Bei An@cendung eines- Treib- ladung zum Erzeugen der Ausldsekratt wird darin erfindungsg#--inäl'@ die Unterbr ecliungs- streeke durch die Ladung -`bildet. Die Aus- Iös,ekraft der an der Sicherung vorhandenen Einrichtungen kann durch Anwendung eines Federkraftspeichers gesteigert werden, dessen Verklinkung durch die Einrichtungen auf- gehoben wird und der beispielsvcei=e die Freilaufkupplung des vor den Sicherungen liegenden Schalters direkt betätigt. In der Zeichnung ist als Ausführungsbei- spiel der Erfindung eine Hochspanntnigshoch- leistungssicherung io mit einem Haupt- schrrieIzleiterii undmiteineinNeben chmelz- leiter 12 dargestellt. Zwischn dein cerstärk- t:n Ende 13 des >\ebenschmelzleiters, das durch die das Sicherungsrohr abdeckende Kappe ld. isoliert hindurchgeführt ist, und der Kappe 14 befindet sich eine Treibladung i; in Form einer auf das Ende des Neben- sehinelzleiters aufgeschobenen Patrone. Auf die Kappe i-. ist eine Glocke 1( aufgesteckt. Unterhalb der Glocke befindet sich der Sperrhebel 1; eines Fed°rkraftspeiehers 18. Der Hebel 17 ist um den festen Punkt i9 drehbar und wird durch eine Feder m in der gezeichneten Stellung gehalten. All dem Sperrhebel 17 stützt sieh ein mit einer Isolier- stange 2l verbundener Hebel 22 ab, der unter dem Druck einer gespannten Feder -3 stellt, die auf der Isolierstange 21 zwischen dem Hebel 2z und der Führung ad. der Isolier- stange angeordnet ist. Am Ende der Isolier- stange 2l befindet sich ein Auslösekontakt 25 für den Auslösestromkreis eines nicht dar- gestellten Auslösers für den mehrpoligen Schalter. Schmilzt der Hauptschinelzleiter ii der Sicherung durch, so wird die Patrone 1 5 durchschlagen und dadurch der -Nebensclimelz- leiter 1 2 mit der Kappe 14 leitend verbunden, bis er ebenfalls durchschmilzt. Beim Durch- schlag der Patrone 15 wird diese gezündet und die Glocke 16 abgeschossen. Die Glocke iii trifft auf den Sperrhebel 17 und dreht diesen gegen die Feder 2o in Pfeilrichtung. Dabei verliert der Hebel =? am Hebel 17 seine Stütze, so daß er durch die Feder 23 nach links gedreht wird. Dabei schließt er über die Isolierstange2i den Auslösekontakt 25 des zu- de mehrpoligen Schalter ge- hörenden Auslösers, so daß die allpolige Ab- schaltung des Abzweiges erfolgt. Das vorstehende Beispiel zeigt eine Aus- führung des Erfindungsgegenstandes, bei der die Treibladung so angeordnet ist, da,ß sie mit Hilfe eines Nebenschmelzleiters gezündet wird. Die Art der Zündung spielt jedoch für die Wirkungsweise der Treibladung keine Rolle. So ist es beispielsweise an sich bekannt, daß eine Treibladung innerhalb einer Siche- rung i statt mit Hilfe eines Nebenschmelz- leiters auch durch Abschmelzen des Haupt- schmelzleiters, und zwar durch die dabei er- zeugte Wärme, gezündet wird; ein Neben- schmelzleiter also beim Zündungsvorgang nicht mitwirkt. Im, vorliegenden Fall wird der Nebenschmelzleiter seinerseits erst durch den Zündungsvorgang dem Überstrom als weiterer kurzzeitig bestehender metallischer Strom- weg zur Verfügung gestellt. Der Neben- schmelzleiter schmilzt während derjenigen Zeit ab, welche die Glocke i6 zum Zurück- legen des Weges bis zum Hebel 17 braucht. An der Wirkungsweise der Treibladung würde sich jedenfalls nichts ändern, wenn der Nebenschmelz,leiter im Ausführungsbeispiel überhaupt fehlen würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:
i. Schmelzsicherung mit einem beim Ansprechen zu bewegenden Teil, durch dessen Bewegung eine zusätzliche Schalt- einrichtung zur allpoligen Abtrennung der gesicherten Anlage ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich beim Schmelzen des Sicherungsdrahtes entzündende Treibladung als Antrieb für den beweglichen Auslöseteil, der gleich- zeitig den äußeren, dichten Abschluß der einen Sicherungskappe bildet, dient. 2. Schmelzsicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der beweg- liche Auslös-eteil eine auf die Sicherungs- kappe aufgesteckte, die Treibladung ein- schließende Glocke. ist. 3. Schmelzsicherung nach Anspruch i mit Haupt- und Nebenschmelzleiter, da- durch gekennzeichnet, daß die Treib- ladung so angeordnet ist, daß sie durch den Nebenschmelzleiter gezündet wird. 4. Schmelzsicherung nach Ansprach 3, deren Nebenschmelz.leiter über eine kurze Unterbrechungsstrecke zum Hauptschmelz- leiter parallel geschaltet ist, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Treibladung an der genannten Unterbrechungsstrecke des Nebenschmelzleiters angeordnet ist. ZurAbgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungs- verfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 56,944, 323 844, 552 594; USA.-Patentschriften Nr_. 792 530, i 192 974; britische Patentschrift Nr. 18 586 vom Jahre igo2; schweizerische Patentschrift Nr. 85 3o5.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES110703D DE760133C (de) | 1933-08-25 | 1933-08-25 | Schmelzsicherung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES110703D DE760133C (de) | 1933-08-25 | 1933-08-25 | Schmelzsicherung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE760133C true DE760133C (de) | 1953-08-10 |
Family
ID=7530430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES110703D Expired DE760133C (de) | 1933-08-25 | 1933-08-25 | Schmelzsicherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE760133C (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE56944C (de) * | F. A. HA-SELWANDER in Offenburg, Baden, Ostenbergerstrafse 399 | Blitzschutzvorrichtung | ||
| GB190218586A (en) * | 1902-08-23 | 1903-06-25 | Harry Leonard Morse | Improvements in Electric Fuses or Cut Outs |
| US792530A (en) * | 1903-06-27 | 1905-06-13 | Norman Marshall | Electric fuse. |
| US1192974A (en) * | 1915-06-29 | 1916-08-01 | Clifford S Anderson | Automatic fuse cut-out. |
| DE323844C (de) * | 1919-03-29 | 1920-08-07 | Otto Geyer | Einrichtung zum allpoligen Abschalten von Motoren mittels eines durch eine Sicherung festgehaltenen Ausloesekoerpers |
| CH85305A (fr) * | 1919-08-20 | 1920-09-16 | Gardy Particip App | Dispositif à piston permettant de voir si le fusible d'un coupe-circuit est fondu. |
| DE552594C (de) * | 1929-03-14 | 1932-06-15 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Hochleistungsschmelzsicherung |
-
1933
- 1933-08-25 DE DES110703D patent/DE760133C/de not_active Expired
Patent Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE56944C (de) * | F. A. HA-SELWANDER in Offenburg, Baden, Ostenbergerstrafse 399 | Blitzschutzvorrichtung | ||
| GB190218586A (en) * | 1902-08-23 | 1903-06-25 | Harry Leonard Morse | Improvements in Electric Fuses or Cut Outs |
| US792530A (en) * | 1903-06-27 | 1905-06-13 | Norman Marshall | Electric fuse. |
| US1192974A (en) * | 1915-06-29 | 1916-08-01 | Clifford S Anderson | Automatic fuse cut-out. |
| DE323844C (de) * | 1919-03-29 | 1920-08-07 | Otto Geyer | Einrichtung zum allpoligen Abschalten von Motoren mittels eines durch eine Sicherung festgehaltenen Ausloesekoerpers |
| CH85305A (fr) * | 1919-08-20 | 1920-09-16 | Gardy Particip App | Dispositif à piston permettant de voir si le fusible d'un coupe-circuit est fondu. |
| DE552594C (de) * | 1929-03-14 | 1932-06-15 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Hochleistungsschmelzsicherung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE737514C (de) | Einrichtung zur Begrenzung von Kurzschlussstroemen | |
| DE917857C (de) | Schutzanordnung fuer Reihenkondensatoren mit zu diesen parallel geschalteter Funkenstrecke | |
| DE599119C (de) | Einrichtung zur Verhuetung der Explosionsgefahr defekter Kondensatoren oder Transformatoren in oelgefuellten Metallgehaeusen | |
| DE2657738A1 (de) | Einrichtung fuer kraftfahrzeuge | |
| DE553024C (de) | Elektrischer Zuender mit Kondensatoren als Zuendstromtraeger | |
| DE369529C (de) | Selbsttaetige Blitzschutzsicherung | |
| DE896519C (de) | Selbsttaetige Schaltvorrichtung | |
| DE703689C (de) | Anordnung zur Schalterausloesung | |
| DE1563884B2 (de) | Schutzeinrichtung zum Abschalten eines in einem Netz mit Schnellwiedereinschaltschutzeinrichtung liegenden Verbrauchers für Hoch- und Höchstspannungen | |
| DE685289C (de) | Einrichtung zur Pruefung von Sachaltern auf Kurzschlussfestigkeit | |
| AT163961B (de) | Vorrichtung zum Ausschalten von Gleich- oder Wechselstrom hoher Spannung von 10 kV und höher, insbesondere großer Leistungen | |
| DE748171C (de) | UEberspannungsschutzeinrichtung | |
| DE336792C (de) | Halbselbsttaetige Zuendungsvorrichtung fuer Feuerwaffen mittels eines von der Schwerkraft beeinflussten Organs | |
| DE742321C (de) | Einrichtung zur UEberwachung von Stufenregeleinrichtungen mit UEberschaltwiderstaenden | |
| DE716744C (de) | Durch Sicherungen abschaltbare elektrische Anlage | |
| DE1171067B (de) | Schnell-Kurzschliesser fuer Hoch- und Hoechstspannungsnetze | |
| AT134424B (de) | Sicherheitseinrichtung für an Transformatoren betriebene elektrische Leuchtröhren. | |
| AT127927B (de) | Elektrischer Zünder mit Kondensatoren als Zündstromträgern. | |
| DE1000555B (de) | Flammenueberwachungseinrichtung, bei welcher von der Gleichrichterwirkung der Flamme Gebrauch gemacht wird | |
| DE875244C (de) | Einrichtung zum Schutz von Quecksilberdampfgleichrichtern, Senderoehren und anderen gittergesteuerten Entladungsroehren | |
| DE1149772B (de) | Antriebssystem fuer Synchronschalter | |
| DE491466C (de) | Elektrischer Zuender | |
| DE426877C (de) | Elektromagnetischer UEberstromschalter | |
| AT121187B (de) | Stationsschalter mit Fehlerstromspule zwischen Nulleiter und Hilfserdung. | |
| DE263435C (de) |