DE760418C - Strahlungspyrometer zur Farbtemperaturmessung - Google Patents

Strahlungspyrometer zur Farbtemperaturmessung

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DE760418C
DE760418C DES144004D DES0144004D DE760418C DE 760418 C DE760418 C DE 760418C DE S144004 D DES144004 D DE S144004D DE S0144004 D DES0144004 D DE S0144004D DE 760418 C DE760418 C DE 760418C
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DE
Germany
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pyrometer
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Expired
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DES144004D
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English (en)
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Adolf Dr Jagersberger
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J5/00Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry
    • G01J5/60Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using determination of colour temperature
    • G01J5/605Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using determination of colour temperature using visual determination

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Radiation Pyrometers (AREA)

Description

  • Strahlungspyrometer zur Farbtemperaturmessung Die Erfindung bezieht sich auf ein Strahlungspyrometer zur Farbtemperaturbestimmung nach dem Prinzip des Helligkeitspyrometers, bei dem nacheinander in zwei Spektralgebieten die beobachtete Helligkeit des Meßobjektes und die Helligkeit einer Vergleichslichtquelle aufeinander abgeglichen werden.
  • Es ist ein Farbpyrometer bekannt, bei welchem in dem einen Spektralgebiet auf gleiche Helligkeit dadurch abgeglichen wird, daß der Abstand der Vergleichslichtquelle von der Meßstrecke geändert wird, während in dem anderen Spektralgebiet der Abgleich auf gleiche Helligkeit durch in der Meßstrecke liegende Nicolsche Prismen erfolgt.
  • Dabei wird der Abgleich so vorgenommen, daß Strahler und Vergleichslichtquelle stets nur in der Farbe beobachtet werden können, in der gerade abgeglichen wird. Ersetzt man bei diesem Farbpyrometer die Nicolschen Prismen durch einen Graukeil und sieht einen weiteren Graukeil vor, der die bisher durch Abstandsänderung der Vergleichslampe ausgeführte Lichtschwächung übernimmt, so kommt man zu einem Pyrometer, das schematisch in Fig. r dargestellt ist und das folgende Arbeitsweise hat (es sei vorausgesetzt, daß Temperatur und Helligkeit der Vergleichslichtquelle niedriger als die des Strahlers sind): Es wird zunächst in dem einen Spektralgebiet (Rot) der Strahler I durch Verstellen des Graukeiles 2 für Rot auf die Helligkeit des Glühfadens 3 im Roten abgeglichen.
  • Nunmehr wird durch Verstellen des Zweifarbenfilters 4 auf Grün geschaltet und unter Belassung des Keiles 2 in seiner eingenommenen Stellung der Helligkeitsabgleich im Grünen durch die Verstellung des weiteren Keiles 5 durchgeführt. Die Stellung dieses Keiles ist dann ein NIaß für die Farbtemperatur. Zu einer neuen Messung muß der Keil 5 wieder in die Nullage, d. h. in die nicht schwächende Lage, zurückgeführt werden. Daß die Verstellung des Graukeiles für Grün ein Maß der Farbtemperatur darstellt, ergibt sich aus den bekannten Strahlungsgesetzen, wonach bekanntlich das Helligl;eitsverhältnis zweier Spektralgebiete ein NIaß der Farbtemperatur ist.
  • Ein derartiges Pyrometer ist nun für die Praxis noch nicht voll befriedigend, da die Einstellzeit verhältnismäßig lang sein wird, insbesondere wenn man voraussetzt, daß die Keile von einem Drehknopf aus durch ein Zahnradgetriebe verstellt werden. Es ist nämlich erforderlich, den Keil 5 zwischen der Sullage und der LIeßlage hin und her zu verstellen. was bei Zahnradgetrieben einen erheblichen Zeitaufwand bedeuten kann, ganz abgesehen von den Verwechslungsmöglichkeiten bei der Bedienung der Keile. Diese lange Zeit ist gerade bei Farbtemperaturpyrometern sehr unerwünscht, da sich ja die Farbtemperatur zwischen den beiden Abgleichungen geändert haben kann, was zu Fehlmessungen führt. Um sich davon zu überzeugen, ob diese Temperaturänderung nicht eingetreten ist, müßte man also wieder auf die Rotstellung zurückschalten, d. h. den Keil 5 auf Null drehen, um festzustellen, ob die Temperatur noch unverändert ist. Sollte dabei eine Änderung festgestellt werden, so ist man dennoch nicht sicher, falsch gemessen zu haben, da ja die Änderung erst nach der Messung, d. h. in der Zeit, die man zum Zurückstellen des Keiles 5 benötigte, erfolgt sein kann.
  • Diese Nachteile lassen sich grundsätzlich vermeiden, wenn man das Pyrometer gemäß der Erfindung ausgestaltet, und zwar dadurch, daß man das von Strahler und Vergleichslichtquelle beleuchtete Gesichtsfeld des Okulars in zwei nebeneinanderliegende Flächen unterteilt, von denen jede in einer anderen Spektralfarbe beleuchtet ist, so daß die Abgleichung gleichzeitig in beiden Spektralgebieten überwacht werden kann. ÄVenn hier im übrigen von Rot und Grün als den beiden Spektralgebieten gesprochen wird, so dient diese kurze Ausdruckssveise nur zur Vereinfachung, soll jedoch nicht bedeuten, daß nur diese beiden Spektralgebiete zur Messung geeignet sind und daß die Erfindung auf sie beschränkt ist.
  • Die Erfindung läßt sich beispielsweise durch eine Anordnung verlvirlilichen, wie sie Fig. 2 wiedergibt. Der Strahler, der wieder mit I bezeichnet ist, wird durch eine Linse 6 in der Berührungsebene der Graukeile 2 und 5 abgebildet. Eine weitere Linse 7 erzeugt ein reelles Bild in der Ebene der ergleichslichtquelle 3. Die Linse 8 bildet den Glühfaden auf die in einer scharfen Grenze aneinanderstoßenden Farbbereiche des Zweifarhen filters 4 ab. Dieses Bild endlich wird durch das Okular g beobachtet, wobei der Alessende also ein Bild ähnlich dem nach Fig. 3 vor sich haben wird. ÄVird bei einem derartigen Pvrometer zuerst im Roten und dann im Grünen abgeglichen, so ist ersichtlich, daß jede .Rnderung der Farbtemperatur während der Messung eine Störung des Abgleiches im Roten zur Folge hat. daß also ein stets beobachtbares Kriterium für die Unrerfälschtkeit der Messung durch Temperaturschmankungen gegeben ist. Auch hier ergibt sich wiederum die Farbtemperatur als Ntaß der Verstellung des Grünkeiles, der natürlich die Verstellung des Rotl;eiles vorausgegangen sein mußte. Dabei wird durch den Rotkeil 2 zuerst das ganze Gesichtsfeld geschwächt. während nachher durch den Grünkeil 5 nur die grün erscheinende Hälfte des Gesichtsfeldes abgeglichen wird.
  • Diese Ausführungsform hat für die Praxis noch einen gewissen Nachteil, der vor allem darin liegt, daß die Trennungslinie des beobachteten Feldes in Rot und Grün gerade an der Stelle des Glübfadens liegt. wo wegen seiner gleichmäßigen Helligkeit gemessen werden muß. Die Messung unmittelbar neben der Trennungslinie ist auch notwendig. weil andernfalls verschiedene Stellen des Strahlers bei Rot- und Grünmessung anvisiert werdeii, wodurch wieder Farbtemperaturfehler entstehen könnten. Andererseits dürfte aber gerade eine einwandfreie Abgleichullg an den Grenzen der beiden Felder selbst bei einer scharfen Trennungslinie nur schlver möglich sein. Es ist jedoch möglich. die autgezeichneten BiIängel durch Aufteilung des rom Strahler kommenden Strahles in zwei Strahlen zu beheben. Man erhält dann zwei getrennte Gesichtsfelder, in denen die Vergleicbslichtquelle in der Nfitte des Feldes erscheint, so daß eine einwandfreie Rhgleichung möglich ist. Da beide Felder gleichzeitig sichtbar sind, kann stets die Konstanz der Farbtemperatur überwacht werden (dgl.
  • Fig. 5 bis 7).
  • Zwei Ausführungsbeispiele für ein derartig weiter entwickeltes Pyrometer sind in den Fig. 4 bis 8 wiedergegeben. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 fällt das vom Strahler I kommende Licht durch den Graukeil 2 für Rot auf eine halbdurchlässige Fläche I0; dort teilt es sich. Ein Teil gelangt in gerader Richtung über die Vergleichs lichtquelle 3 und ein Rotfilter II in das Okular. Der restliche Teil des Lichtes wird an der Fläche 10 reflektiert und von einer total reflektierenden Fläche 12 über den Keil 5 für Grün, über eine zweite Vergleichslichtquelle I3 und ein Grünfilter 14 ebenfalls in das Okular geworfen. Man hat hierbei neben dem Vorteil, daß die Abgleichung an der Stelle erfolgen kann, an der der Glühfaden gleichmäßig hell erscheint, auch die Gewißheit, daß bei Rot und Grün derselbe Punkt des Strahlers anvisiert wird, sofern die Lampen bei der Eichung richtig justiert wurden. Eine Fehlmessung auf Grund der Vernachlässigung dieser Punkte ist also nicht möglich. Die Abgleichung bei Rot erfolgt durch Verstellen des Keiles 2. Bei der darauffolgenden Grünmessung wird Keil 5 verstellt.
  • Auch hier bildet die Verstellung des Keiles 5 ein Maß der Farbtemperatur. Die Rückführung des Keiles 5 in die Nullage vor der Abgleichung im Roten ist nun nicht mehr erforderlich, er kann vielmehr in der jeweiligen Läge verbleiben.
  • Schwierigkeiten könnten sich bei der Abgleichung dadurch ergeben, daß man infolge der Konzentration auf die eigentliche Messung versehentlich den falschen Keil verstellt. Obwohl dadurch keine Fehlmessung entstehen kann, würde dieser Umstand doch eine unangenehme Verzögerung der Messung herbeiführen. Diese Schwierigkeit läßt sich z. B. dadurch herabmindern, daß man einen Drehknopf vorsieht, der abwechselnd mit dem einen oder anderen Keil gekuppelt wird, der also zur Verstellung beider Keile dient, Bildet man das Gesichtsfeld gemäß Fig. 6 aus und gestaltet die Umschaltung des Drehknopfes auf den einen oder anderen Keil so, daß beispielsweise bei einer Aufwärtsbewegung der Drehknopf mit dem Keil für das obere Feld bei einer Abwärtsbewegung mit dem Keil für das untere Feld gekuppelt wird, so wird die VerwechslungsmöglichIteit geringer. Man kann das Pyrometer auch mit Blenden ausrüsten, derart, daß immer das Feld groß erscheint, mit dessen zugehörigem Keil der Drehknopf gekuppelt ist (Fig. 7). Will man das andere Feld abgleichen, so wird man durch das kleine Gesichtsfeld sofort daran erinnert, daß man den Drehknopf in seine andere Stellung umzulegen hat.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 8 wiedergegeben. Der vom Strahler I ausgehende Strahl gelangt hier in zwei Objektivlinsen I5, I6. Für die Abgleichung im Roten ist dann ein Doppelgraukeil I7 vorzusehen, der die Strahlungen in beiden Lichtwegen gleichmäßig schwächt. In dem einen Lichtweg ist dann noch der Keil 5 für die Messung im Grünen angeordnet. 3 und I3 sind wieder die Vergleichs lichtquellen, I I und I4 die beiden Farbfilter. Im übrigen gelten für dieses Ausführungsbeispiel dieselben Überlegungen wie für das nach Fig. 4. Man hat also auch hier die Möglichkeit, das Gesichtsfeld nach einer der Fig. 5 bis 7 auszubilden.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So ist es beispielsweise möglich, bei der Ausführungsform nach Fig. 4 statt des Prismas mit den Flächen 10 und 12 Spiegel zu benutzen, von denen der der Fläche 10 entsprechende Spiegel halbdurchlässig sein muß. Ferner ist es nicht erforderlich, daß sowohl Temperatur als auch Helligkeit des Strahlers höher als die entsprechenden Größen des Vergleichslichtquelle liegen. Es ergibt sich dann lediglich die Abänderung, daß beispielsweise erst im Grünen und anschließend im Roten abzugleichen ist bzw. daß nicht das Licht des Strahlers, sondern das Licht der Vergleichslichtquelle geschwächt werden muß. Das bedeutet einige konstruktive Abänderungen, die jedoch hier im einzelnen darzustellen nicht erforderlich erscheint, da sie nach Bekanntsein des Grundprinzips leicht von jedem Fachmann durchgeführt werden können. Das wesentliche Merkmal der Erfindung ist eben in der Unterteilung der im Okular beobachteten Fläche in Rot- und Grüngebiete zu sehen, wodurch eine wesentlich erhöhte Meßsicherheit erzielt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Strahlungspyrometer zur Farbtemperaturmessung nach dem Prinzip des Helligkeitspyrometers, bei dem zu jeder Temperaturmessung nacheinander in zwei Spektralgebieten die beobachtete Helligkeit des Meßobjektes und die Helligkeit einer Vergleichslichtquelle aufeinander abgeglichen werden, unter Verwendung von zwei Lichtschwächungsmitteln, von denen das eine in dem einen Spektralgebiet und und andere zusätzlich in dem anderen Spektralgebiet zur Abgleichung dienen, wobei die Stellung des anderen Lichtschwächungsmittels ein Maß für die Farbtemperatur ist, gekennzeichnet durch eine Unterteilung des von Strahler und Vergleichslichtquelle beleuchteten Gesichtsfeldes des Okulars in zwei nebeneinanderliegende Felder, von denen jedes in einer anderen Spektralfarbe leuchtet, so daß die Abgleichung des Pyrometers gleichzeitig in beiden Spektralgebieten überwacht werden kann.
  2. 2. Pyrometer nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Unterteilung des vom Strahler ausgehenden Strahles in zwei Teile, von denen jeder in Vergleich mit einer Vergleichs lichtquelle gebracht wird.
  3. 3. Pyrometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Strahler ausgehende Strahl das eine Lichtschwächungsmittel vor seiner Unterteilung durchsetzt.
  4. 4. Pyrometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Teilung des Strahles ein Doppelprisma mit einer halbdurchlässigen und einer total reflektierenden Schicht bzw. eine Spiegelanordnung mit einem halbdurchlässigen und mit einem total reflektierenden Spiegel dient.
  5. 5. Pyrometer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Strahler ausgehende Licht zwei getrennte optische Wege durchsetzt.
  6. 6. Pyrometer nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Doppelkeil für die Sdiwächung in dem einen Spektralgebiet d. b. durch zwei starr miteinander verhundene Keile, von denen jeder in einer NIeßstrecke liegt.
  7. 7. Pyrometer nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahler durch Linsensysteme auf die beiden Graukeile die Vergleichslichtquelle und das Zxveifarbenfilter so abgebildet wird, daß in dem im Okular sichtbaren Gesichtsfeld die beiden nebeneinander erscheinenden Farben durch eine scharfeTrennungslinie getrennt sind.
    S. Pyrometer nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Bedienungsgriff Blenden verbunden sind. die dasjenige Feld gegenüber dem anderen groß erscheinen lassen, in dem die Abgleichung entsprechend der Stellung des Bedienungsgriffes erfolgt.
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