DE761403C - Herstellung von Metallcarbonylen - Google Patents

Herstellung von Metallcarbonylen

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DE761403C
DE761403C DEI62655D DEI0062655D DE761403C DE 761403 C DE761403 C DE 761403C DE I62655 D DEI62655 D DE I62655D DE I0062655 D DEI0062655 D DE I0062655D DE 761403 C DE761403 C DE 761403C
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DE
Germany
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oxides
nickel
substances
iron
carbonyl
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Expired
Application number
DEI62655D
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English (en)
Inventor
Peter Dr Assmann
Kurt Dr Ehrmann
Rudolf Dr Staeger
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G1/00Methods of preparing compounds of metals not covered by subclasses C01B, C01C, C01D, or C01F, in general
    • C01G1/04Carbonyls

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

Die zur technischen Herstellung von Metallcarbonylen, wie Eisen-, Nickel- oder Kobaltcarbonyl, verwendete Reaktion zwischen Metall und Kohlenoxyd verläuft bekanntlich um so schneller, in je feiner verteiltem Zustand das Metall der Einwirkung des Kohlenoxyds ausgesetzt wird. Es ist allerdings auch ein Verfaliren zur Herstellung von Nickelcarbonyl bekannt, bei dem man Kohlenoxyd auf metallisches Nickel oder Nickel enthaltende Stoffe in kompakter Form einwirken läßt. Zur Gewinnung geeigneter feinverteilter Metalle sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen und zum Teil angewandt worden.
z. B. die Reduktion der Metalloxyde durch Gase, besonders bei tiefen Temperaturen, gegebenenfalls unter Zusatz sinterungsverhindernder Stoffe, oder die Zersetzung der entsprechenden Amalgame bei tiefen Temperaturen. Es ist ferner bekannt, ' daß schwefelhaltige Schmelzprodukte, sogenannte Steine odtr Matten, ihren Gehalt an zur Carbonylbildung fähigem Metall bei einer Behandlung mit Kohlenoxyd, besonders unter Druck, sehr leicht als Carbonyl abgeben, auch wenn sie nicht in feinverteiltem Zustand vorliegen. Da die Reaktionsfähigkeit solcher Schmelzprodukte etwa derjenigen feinverteilter Me-
talle entspricht, ihre Raumerfüliung Jedoch höher ist. bietet ihre Verarbeitung wirtschaftliche Vorteile. Nachteilig ist die störende Entwicklung schwefelhaltiger Gase bei der Hersteilung der Schmelzprodukte sowie die !>ei der Kohlenoxydbehandlung schwefelreicher Materialien unter sehr hohen Drucken eintretende Bildung von Kohlenoxysulfid.
Es wurde nun gefunden, daß sich diese ίο Xachteile unter Beibehaltung der erwähnten Vorteile einer großen Reaktionsfähigkeit und günstigen Raumerfüliung ausschalten lassen, wenn :nan von weitgehend schwefelfreien Schmelzprodukten ausgeht, die während ihrer Herstellung durch solche schwefelfreien Stoffe aktiviert wurden, die sich beim Erkalten der Schmelze au den Korngrenzen des Metalls ablagern. Als besonders geeigneter Aktivator für die Carbonylbildung erwies sich Sauerstoff, der zur Bildung von Oxyden führt, die beim Erstarren der Schmelzen an den Korngrenzen des Metalls ausgeschieden werden. Es können der Schmelze aber auch fertige Oxyde zugesetzt werden. Weiterhin kann man eine Mischung von Eisenoxyd mit einer zur völligen Reduktion nicht genügenden Menge Kohlenstoff zusammenschmelzen. j
Die Abscheidung der zugesetzten oder beim ■ Schmelzen gebildeten Stoffe, z. B. der Oxyde. ' an den Korngrenzen wird in manchen Fällen j durch eine Wärmebehandlung wesentlich begünstigt. Es ist bekannt, daß die Bildungs- ■ geschwindigkeit des Eisencarbonyle erhöht werden kann, wenn man dem Eisen Oxyde von Aluminium, Wismut oder Nickel zufügt, was beispielsweise durch gemeinsame Fällung ( der Oxyde geschehen kann. Bei diesem Ver- I fahren wird das Eisen, sei es mit oder ohne . solche Zusätze, stets nach einer sorgfältigen Reduktion in fein verteiltem oder lockerem Zustand der Carbonylbildung unterworfen. Demgegenüber handelt es sich bei dem vorliegenden Verfahren um die Verarbeitung kompakter Schmelzerzeugnisse, denen aktivierende Zusätze im Schmelzzustand einverleibt wurden, so daß die Zusätze an den Korngrenzen des Metalls abgelagert sind. Eine so günstige Raumerfüliung wie hier ist bei dem bekannten Verfahren nicht möglich.
Wurden zu 100 Gewichtsteilen geschmolzenem Eisen 10 Gewichtsteile Eisenoxyd zugesetzt, dann verflüchtigten sich bei der Behandlung mit Kohlenoxyd unter den erwähnten Bedingungen 760Io des eingesetzten Materials als Eisencarbonyl, d.h. über 900Zo des als Metall vorliegenden Eisens: der Rückstand bestand im wesentlichen aus Eisenoxvd.
Beispiel 2
Zwei Schmelzen von je 100 Gewichtsteilen Eisen wurden mit 5 bzw. 10 Gewichtsteilen Kieselgur versetzt und nach dem Erkalten, wie in Beispiel 1 angegeben, mit Kohlenoxyd behandelt. Dabei wurden 25 bzw. 35 0Zo des eingesetzten Materials in Eisencarbonyl übergeführt.
Beispiel 3
Massives metallisches Nickel wurde bei iöo^ mit Kohlenoxyd unter 100 atü 3 Stunden lang behandelt, wobei 2,1% des eingesetzten Nickels unter Carbonylbildung verflüchtigt wurden.
Wurde dagegen Nickelpulver an der Luft niedergeschmolzen, so gingen unter den gleichen Bedingungen bei der Behandlung mit Kohlenoxyd 26,8% des eingesetzten Nickels als Carbonyl flüchtig. Wurde die Oxydbildung durch Einblasen von Luft in die Schmelze bewirkt und die Schmelze sehr langsam abgekühlt, so zerbrach das Material unter dem Hammer und zeigte einen grauen Bruch. Bei Behandlung dieses Materials in Stückform mit Kohlenoxyd unter den gleichen Bedingungen wurden 50% des eingesetzten X'ickels als Carbonyl verflüchtigt.
Beispiel 4 Beispiel 1
Massives Eisenmetall wurde bei 2000 mit Kohlenoxyd unter 200 atü üo Stunden lang behandelt. Es wurde kaum angegriffen.
Wurde jedoch Eisenpulver an der Luft niedergeschmolzen und das so erhaltene Eisen in stückiger Form der Behandlung mit Kohlenoxyd unter den erwähnten Bedingungen unterworfen. so verflüchtigen sich S°/o des Eisens als Carlwnvl.
Nickelblech wurde bei 220° mit Kohlenoxyd unter 200 atü 6 Stunden lang behandelt. Es verlor dabei y,2°/o seines Gewichts als Nickelcarbonyl.
Wurde dagegen geschmolzenem Nickel ι ο 0Zo Wismut einverleibt und das erstarrte Metall dann unter den gleichen Bedingungen der Behandlung mit Kohlenoxyd unterworfen, so verflüchtigten sich 8ο,ζ % des angewandten Nickels.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen aus carbonyl!)!ldenden Metallen, insbesondere Eisen und Nickel, oder solche enthaltenden Stoffen mit Kohlenoxvd oder solches enthaltenden Gasen,
    zweckmäßig unter Druck, unter Zusatz λόιι die Reaktion beschleunigenden Stoffen, insbesondere Oxyden, dadurch gekennzeichnet, daß der Umsetzung auf dem Schmelzweg erhaltene, weitgehend schwefelfreie Ausgangsstoffe unterworfen werden, die durch schwefelfreie, sich beim Erkalten der Schmelze an den Korngrenzen des Metalls ablagernde Stoffe, insbesondere Sauerstoff und Oxyde, akti- \iert wurden.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand, der Technik sind im. Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
    Deutsche Patentschriften Nr. 447 130, ΓΙ 22 =
    © 5527 10.
DEI62655D 1938-10-13 1938-10-14 Herstellung von Metallcarbonylen Expired DE761403C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE447130C (de) * 1924-02-02 1927-07-16 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Eisencarbonyl
DE571225C (de) * 1931-08-08 1933-02-25 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE447130C (de) * 1924-02-02 1927-07-16 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Eisencarbonyl
DE571225C (de) * 1931-08-08 1933-02-25 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl

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