DE764370C - Pressgiessmaschine - Google Patents

Pressgiessmaschine

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Publication number
DE764370C
DE764370C DEH160758D DEH0160758D DE764370C DE 764370 C DE764370 C DE 764370C DE H160758 D DEH160758 D DE H160758D DE H0160758 D DEH0160758 D DE H0160758D DE 764370 C DE764370 C DE 764370C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
pressure
movement
opposing
pressure chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH160758D
Other languages
English (en)
Inventor
Willibald Venus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hahn and Kolb GmbH and Co
Original Assignee
Hahn and Kolb GmbH and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hahn and Kolb GmbH and Co filed Critical Hahn and Kolb GmbH and Co
Application granted granted Critical
Publication of DE764370C publication Critical patent/DE764370C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/08Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled
    • B22D17/12Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled with vertical press motion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Preßgießmaschine Es sind Preßgießmaschinen bekanntgeworden, bei welchen die Gießformen an eine Druckkammer angeschlossen werden können, die zur Führung zweier Kolben dient, wobei der Druckkolben aus der Druckkammer herausfahrbar angeordnet ist, während der Gegenkolben den Metallrest entfernt. Der Gegenkolben ist dabei durch eine Feder in einer solchen Lage gehalten, daß er die Gußdüse abschließt. Es kommt hierbei leicht vor, daß entweder infolge von Wärmedehnungen oder infolge des Eindringens von Metall zwischen Gegenkolben und Druckkammerwand der Gegenkolben sich festklemmt. Dies hat zur Folge, daß das eingefüllte Metall einen gewissen, vom Druckkolben ausgeübten Druck auf den Gegenkolben übertragen muß, damit dieser bewegt wird und die Düse freigibt. Wegen der innigen Berührung des Metalls mit der Wand der Druckkammer tritt dabei eine rasche Abkühlung ein. Das Metall kann seine erstarrte Außenschicht am Beginn des Gießvorganges nicht mehr leicht durchbrechen, um in die Eingußkanäle zu gelangen, vielmehr wird hierzu ein erheblicher Teil des Gießdruckes verbraucht, der in seinem dadurch verminderten Werte nicht mehr zur Erreichung guter Abgüsse genügt. Auch gelangen häufig Teile der erstarrten Metallschicht in den Einguß und verstopfen ihn.
  • Ist bereits Metall zwischen den Gegenkolben und die Druckkamrnerwand eingedrungen, so daß der Gegenkolben an sich nicht mehr leicht bewegt werden kann, so dringt infolge des Anwachsens des auf das Metall ausgeübten Druckes noch mehr Metall zwischen Kolben und Druckkammerwand ein, %vodurcli die erwähnten nachteiligen Erscheinungen in noch höherem Maße auftreten.
  • Die Preßgeschwindigkeit nimmt bei Preßgießmaschinen oft sehr große Werte an. Die große Geschwindigkeit des Druckkolbens muß auf den Gegenkolben samt seinem Gestänge im Augenblick des Auftreffens des Druckkolbens auf das Metall augenblicklich übertragen «-erden. In diesem Zeitpunkte treten daher infolge der auftretenden Trägheitswiderstände des Gegenkolbens und seines Gestänges schlagartig große Drücke auf das Metall auf, die dazu führen, daß das Metall zwischen Kolben und Druckkammerwand eindringt; die Kolben klemmen daher und die ,,weiteren bereits erwähnten Nachteile treten auf.
  • Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Druckkammer immer nur für eine bestimmte Füllmenge so arbeitet, daß keine Luft in die Form eingedrückt wird. Wird die Druckkammer bei einer kleineren Metallmenge nicht voll gefüllt, so wird die bei Eintritt des Druckkolbens in die Druckkammer zwischen ihm und dem Metall abgeschlossene Luft ebenfalls in die Gießform gedrückt und bewirkt poröse Abgüsse.
  • Es sind zwar bereits Preßgießmaschinen bekannt, bei welchen die Bewegung des Gegenkolbens durch den Druckkolben kraftschlüssig gesteuert wird. Die Steuerung erstreckt sich hierbei aber nur darauf, daß der Gegenkolben nach erfolgter Einpressung des Gießmetalls in die Form lediglich zum Zweck der Abtrennung des im Eingußkanal verbleibenden Eingußtrichters vom Preßrest in der Druckkammer eine Drehbewegung erhält, welche mit Hilfe in dem Kolben vorgesehener Längsnuten diese Trennung unmittelbar herbeiführt, worauf der Preßrest durch den Gegenkolben ausgeworfen wird. Die obenerwähnten Nachteile der bekannten Maschinen, insbesondere die Störungen durch zwischen Kolben und Druckkammerwandung eintretendes L%Ietall, können aber durch diese Maßnahme nicht beseitigt werden, da die Bewegung des Gegenkolbens ja erst nach Abschluß des Gießvorganges erfolgt und überdies durch besondere Quernuten in den Kolben sogar die Erstarrung des Gießmetalls zum Zwecke der Abdichtung nutzbar gemacht werden soll. Die Erfindung betrifft eine Preßgießmaschine, bei welcher gleichfalls die Gießiorillen an eine Druckkammer angeschlossen sind, in welcher sich ein Druckkolben und ein Gegenkolben gleichsinnig bewegen, wobei der Druckkolben die Bewegung des Gegenkolbens kraftschlüssig steuert, und besteht in einer derartigen Ausbildung der kraftschlüssigen Steuerung, daß der Druckkolben bei seinem Preßniedergang unmittelbar vor der Druckeinwirkung auf das in der Druckkammer befindliche und diese bis zu ihrem oberen Rande ausfüllende Gießmetall eine seiner eigenen fortschreitenden Bewegung entsprechende gleich schnelle Bewegung des in seiner Höhenlage einstellbaren Gegenkolbens bewirkt und diesen aus seiner Sperrlage in seine Endlage verschiebt.
  • Zweckmäßig wird hierbei die kraftschlüssige Steuerung zwischen Druckkolben und Gegenkolben durch Anschläge hergestellt, durch welche die mit der Bewegung des Druckkolbens gleichsinnige Bewegung des Gegenkolbens über ein Querhaupt bewirkt ist, gegen welches ein Bund der Kolbenstange des Gegenkolbens durch Federkraft drückt.
  • Durch Einbau eines Stellgliedes in die Steuervorrichtung des Gegenkolbens, beispielsweise in dessen Kolbenstange, kann die Füllstellung des Gegenkolbens einstellbar gemacht werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Preßgießmaschine nach der Erfindung ist in der Zeichnung in einem senkrechten Längsschnitt durch die Achse der Druckkammer und des Preßzvlinders in schematischer Form dargestellt.
  • In der Druckkammer i bewegen sich der Gegenkolben 2 und der Druckkolben 3. Der Anschluß der Gießformen an die Druckkaminer erfolgt durch die Düse .4., die in der Zeichnung um 9o` versetzt zur richtigen Lage in gestrichelten Linien dargestellt ist. Der Kolben 2 stützt sich über die Stange 5 und deren Bund 6 auf die Brücke 7 ab, die auf den Federn S aufliegt. Der Kolben 3 ist in Verbindung mit der Brücke 9, welche eine Einschnappvorrichtung io trägt. Die Brücke9 ,wird vom Preßkolben i i bewegt. An der Brücke 7 befestigte Stangen 12 durchsetzen die Brücke 9 und tragen Schultern 13, 14. Durch ein verstellbares, nach Art eines Spannschlosses eingerichtetes Glied 15 kann die wirksame Länge der Kolbenstange 5 geändert und dadurch die Füllstellung des Gegenkolbens eingestellt werden. Die Feder 17 drückt den Bund 6 der Stange; mit einer bestimmten Kraft gegen die Brücke 7.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Durch Einstellung des Gliedes 15 wird der Gegenkolben 2 in eine solche Lage gebracht, daß die in d-ie Druckkammer eingefüllte Metallmenge die Oberkante der Druckkammer erreicht oder nahezu erreicht. Wird nun der Druckkolben bewegt, so nimmt an dieser Bewegung auch die Brücke g teil, ebenso wie die mit ihr verbundene Schnappvorrichtung i o. Hat der Druckkolben 3 die Metalloberfläche erreicht oder nahezu erreicht, so liegt die Brücke 9 an den Schultern 13 der .Stangen 12 an, nachdem die.Schnappvorrichtung io vorher unter die Anschläge 14 der Stangen 12 eingeschnappt ist. Von dieser Stellung ab bewegen sich die Stangen i2 gemeinsam mit dem Druckkolben 3 und nehmen die Brücke 7 mit. Der zur Steuerung des Gegenkolbens 2 dienende Kraftschluß ist dadurch ausgelöst und kommt zur Wirkung. Die Spannung der Feder 17 ist so gewählt, daß sie genügt, die Widerstände, welche sich dem Gegenkolben 2 an seinem Umfange entgegensetzen, zu überwinden. Der Gegenkolben folgt daher sofort der Bewegung der Stangen 12 bzw. des Druckkolbens 3. Das Metall dagegen verschiebt sich zufolge seines Eigengewichtes im Sinne der Bewegung des Gegenkolbens, ohne daß ein Druck auf das Metall ausgeübt wird. Hat der Gegenkolben :2 seinen Sitz 18 erreicht und ist damit dem Metall der Eintritt in die Düse 4 ermöglicht und bewegen sich sodann der Druckkolben 3 und die Stangen 12 weiter, so wird das Metall - durch die Düse in die Form gedrückt. Die Feder 17 wird dabei weiter zusammengedrückt.
  • Nach Beendigung des Gießvorganges bewegt sich der Druckkolben nach oben, die Brücke 9 nimmt mittels der Schnappvorrichtung io und der Schultern 14 die Stangen 12 samt der unteren Brücke 7 mit und letztere bewegt den Gegenkolben 2 derart, daß dieser den Metallrest zunächst an der Düse von dem Eingußzapfen abtrennt und dann über den oberen Rand der Druckkammer hebt, so daß er leicht abgenommen werden kann. Nach Ausschalten der Schnappvorrichtung io von Hand fallen die Stangen 12 mit Brücke 7, Stange 5 und Gegenkolben 2 wieder in die gezeichnete Lage, in welcher Metall für den nächsten Gießvorgang in die Druckkammer eingefüllt werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Preßgießmaschine, bei welcher die Gießformen an eine Druckkammer angeschlossen sind, in welcher sich ein Druckkolben und ein Gegenkolben gleichsinnig bewegen, wobei der Druckkolben die Bewegung des Gegenkolbens kraftschlüssig steuert, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung der kraftschlüssigen Steuerung, daß der Druckkolben (3) bei seinem Preßniedergang unmittelbar vor der Druckeinwirkung auf das in der Druckkammer (i) befindliche und diese bis zu ihrem oberen Rand artfüllende Gießmetall eine seiner eigenen fortschreitenden Bewegung entsprechende gleich schnelle Bewegung des in seiner Höhenlage einstellbaren Gegenkolbens (2) bewirkt und diesen aus seiner Sperrlage in seine Endlage.verschiebt.
  2. 2. Preßgießmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftschlüssige Steuerung zwischen Druckkolben (3) und Gegenkolben (2) durch Anschläge (13, 14) hergestellt ist, durch welche die mit der Bewegung des Druckkolbens gleichsinnige Bewegung des Gegenkolbens über ein Querhaupt (7) bewirkt ist, gegen welches ein Bund (6) der Kolbenstange (5) des Gegenkolbens durch Federkraft (17) drückt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: USA.-Patentschriften Nr. 1 922 598, 1958199.
DEH160758D 1938-10-17 1939-10-17 Pressgiessmaschine Expired DE764370C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS764370X 1938-10-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE764370C true DE764370C (de) 1951-11-29

Family

ID=5455397

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH160758D Expired DE764370C (de) 1938-10-17 1939-10-17 Pressgiessmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE764370C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2863187A (en) * 1956-05-31 1958-12-09 Dusen Engineering Company Van Die casting machine
FR2447244A1 (fr) * 1979-01-26 1980-08-22 Honda Motor Co Ltd Procede d'introduction du metal en fusion dans une machine de coulee sous pression, et machine pour la mise en oeuvre de ce procede

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1922598A (en) * 1931-02-06 1933-08-15 Doehler Die Casting Co Die-casting
US1958199A (en) * 1932-02-16 1934-05-08 Doehler Die Casting Co Die-casting machine

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