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Einrichtung zum kontinuierlichen Pasteurisieren von Flüssigkeiten,
wie z. B. Bier oder Milch, in Gefäßen wie Flaschen, Gläsern, Büchsen o. dgl. Es
gibt Einrichtungen zum kontinuierlichen Pasteurisieren von Flüssigkeiten in Flaschen
o. dgl., deren Beschickungseinrichtung aus einer die Flaschen abzählenden Einlaßvorrichtung
und einer die Flaschen in den Apparat einführenden Rinschiebevorrichtung besteht.
Es ist ferner bei Flaschenreinigungsmaschinen bereits bekannt, die Einschiebevorrichtung
von der Kettenradwelle des durch die Reinigungszonen geführten Transportbandes aus
anzutreiben. Gegenüber den bekannten Bauarten dieser Einrichtungen bietet die Einrichtung
gemäß vorliegender Erfindung eine Anzahl erheblicher Vorteile. Die Geschwindigkeit
der Einlaßvorrichtung und der Einschiebevorrichtung ist abhängig von der Geschwindigkeit
der Förderkette in dem Pasteürisierapparat selbst. Dadurch besteht zwischen dieser
und den beiden Teilen der Beschickungseinrichtung ein Synchronismus. Dieser verhindert,
daß die Flaschen zu schnell oder zu langsam in die Pasteurisiereinrichtung eingeführt
werden.
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In das Getriebe zwischen der Einlaßvorrichtung und der diese antreibenden
Kettenradwelle ist eine Trommel eingebaut, die mit mehreren mit Nocken, Aussparungen
o. dgl. versehenen Scheiben und einer Lücke in diesen
-Nocken oder
Aussparungen ausgestattet ist. Dadurch ist es möglich, die Zahl der durch die Einlaßvorrichtung
durchlaufenden Flaschen dem Flaschendurchmesser anzupassen, so daß eine größere
Anzahl Flaschen kleineren Durchmessers und eine geringere Anzahl Flaschen größeren
Durchmessers jedesmal in den Pasteurisierapparat eingeschoben «,-erden. Hierdurch
ergibt sich eine bessere Ausnutzung des Apparates bei kleinen Flaschen. Die Lücke
in den Nocken oder Aussparungen sorgt dafür, daß während des Einschiebens einer
Flaschenreihe von der Einlaßvorrichtung Flaschen nicht durchgelassen «-erden.
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Ein Vorgelege zwischen der den Luftschieber der Einschiebevorrichtung
steuernden Kurvenscheibe und der hettenradwelle der Förderkette hat die Aufgabe,
den Einschub bei Flaschen geringeren Durchmessers öfter vorzunehmen als bei Flaschen
stärkeren Durchmessers. Hierdurch werden in der Zeiteinheit mehr oder «weniger Flaschenreihen
eingeschoben, so daß auch in der Längsrichtung die Maschine voll ausgenutzt ist.
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Eine Drosselvorrichtung in einer der beiden Auslaßleitungen des Luftschiebers
sorgt dafür, daß der Einschub der Flaschen langsam erfolgt. der Rückzug des Einschubbalkens
aber mit größerer Geschwindigkeit vonstatten geht.
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Der Apparat gemäß vorliegender Erfindung ist in den Abb. i bis io
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Längsansicht der Pasteurisiereinrichtung,
Abb. 2 eine Draufsicht der Pasteurisiereinrichtung mit den anschließenden Plattenketten
für die Flaschen und weiteren Maschinen für die Flaschenkellereianlage, Abb. 3 einen
Querschnitt durch die Pasteurisiereinrichtung nach der Linie A-B der Abb. 2.
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AN). -i die Flascheneinlaßvorrichtung in der Ansicht, Abb.
3 die gleiche Vorrichtung in der Drauf-Sicht, Abb. 6 eine Abänderung der gleichen
Vorrichtung in der Ansicht, Abb. 7 die Aufschiebevorrichtung der Einrichtung.
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Abb. 8 die Steuervorrichtung für den Schieber der Aufschiebevorrichtung,
Abb. g einen Längsschnitt durch den Zvlinder der Aufschiebevorrichtung mit dem den
Kolben steuernden Luftschieber.
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Abb. io einen Querschnitt durch den Luftschieber in der Stellung der
Abb. 9.
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Abb. i i die gleichen Teile wie Abb. 9, jedoch bei entgegengesetzter
Stellung des Kolbens und Luftschiebers. Die zuvor gereinigten Flaschen gelangen
auf der Plattenkette i durch die Füllmaschine 2 und die Verschließmaschine 3 zur
Pasteurisiereinrichtung 4. Durch die Einlaßvorrichtung 3 «wird eine bestimmte Anzahl
Flaschen vor den Aufschubbalken der Aufschiebevorrichtung 6 gefördert, durch den
jene auf die Förderkette 7 der Pasteurisiereinrichtung geschoben werden. Diese ist
in mehrere Abteilungen 8, 9, io, 11, 12 unterteilt. in welchen eine langsame Erwärmung.
eine Heißlialtung und eine Abkühlung der gefüllten Flaschen vorgenommen werden.
Über die Plattenkette 13 werden die Flaschen dann der nicht mehr dargestellten Etikettiermaschine
zugeführt.
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Jede der Abteilunen 8 bis 12 der Pasteurisiereinrichtung ist' unterhalb
der Förderlette mit an sich bekannten Sammelbehältern 14 für das abtropfende Wasser
versehen. Aus diesen wird durch Pumpen i 3 das Wasser in den oberen Teil der Pasteurisiereinrichtung
gefördert, durch Siebbleche 16 über die ganze Abteilung verteilt. Vors hier aus
rieselt das Wasser über die Flaschen «,wieder in den unteren Teil der Pasteurisiereinrichtung
zurück, wobei ein Teil des Wassers über Leitblech 17, der andere Teil direkt in
das Sammelgefäß i.1. zurückfließt.
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Die Förderkette 7 wird über das Kettenrad 1,9 angetrieben. Während
des Vorganges laufen die Rollen 2o der Förderkette 7 auf Schienen 2i, so daß eine
ruhige und erScbütterungsfreie Förderung der Flachen gesichert ist.
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Die Wirkungsweise der Einlaßvorrichtung ; ist aus den Abb. 4 und 3
zu erkennen. Der Antrieb erfolgt durch die Welle 22 des Kettenrades i9 über ein
Getriebe mit den Stirnrädern 23, 24, 25, von welchen das erste auf der gleichen
Welle 22 wie das Kettenrad i9 sitzt. Durch die Übersetzung wird die Trommel26 angetrieben,
auf welcher die Nockenscheiben 27. 28 und 29 befestigt sind. Die Stoßstange
30 wird durch die auf einer Welle 3 i angeordneten Hebel 32 und 33 gesteuert.
von denen der letztere auf einer der -Nockenscheiben 27, 28 oder
-29 aufliegt. jede locke. an deren Stelle auch Aussparungen treten können,
versetzt der Stange 30 über die Hebel 32 und 33 einen Stoß nach vorn. Der
Rückzug erfolgt durch die Feder 3d..
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Auf den -Nockenscheiben 27, -28 und 29 sind eine Anzahl -Nocken in
gleichniäßi-ein Al)-stand aufgesetzt. Die Zahl der locken entspricht der Zahl der
Flaschen von einem bestimmten Durchmesser, die nebeneinandergestellt die Breite
des Apparate: einnehmen. Da drei Nockenscheiben als Beispiel in der Zeichnung angegeben
sind, würde sich der Apparat für drei Flaschensorten verschiedenen
Durchmessers
eignen. Um die von den Nocken der drei Nockenscheiben 27, 28 und 29 ausgehenden
Stöße auf die Stange 30 zu übertragen, ist der Hebel 32 verschiebbar auf
der Welle 31 angebracht.
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Die Stoßstange 30 löst bei jeder Vorwärtsbewegung die Sperrklinke
35 aus; das Sperrrad 36 wird frei, so daß der Einlaßstern 37 eine Flasche 38 auf
der Plattenkette in die Pasteurisiereinrichtung durchlaufen lassen kann. Danach
wird die Stoßstange 3o durch die Feder 34 zurückgezogen, so daß die Sperrklinke
35 das Sperrad 36 mit dem Einlaßstern 37 wieder festhält, bis von einer weiteren
Nocke ein neuer Stoß auf die Stange 30 ausgelöst wird. Da die Nocken nur auf einen
Teil des Umfangs der Nockenscheibe aufgesetzt sind, wird der Einlaß der Flaschen
in den Apparat zeitweilig unterbrochen.
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Die Abb. 6 zeigt eine andere Ausführungsform der Einlaßvorrichtung.
Statt der einzelnen Nocken weist die Scheibe 29a eine ununterbrochene überhöhung
auf einem Teil des Umfangs auf. Solange der Hebel 32 auf dieser aufliegt, drückt
die Stoßstange 3o die Sperrklinke 35 aus dem Sperrad 36, so daß der Einlaßstern
37 eine Flasche nach der anderen in den Apparat einläßt. Um deren Anzahl dem Durchmesser
der Flasche anzupassen, muß deshalb die Geschwindigkeit der Plattenkette entsprechend
eingestellt werden.
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In den Abb. 4 und 6 sind Einlaßstern, Sperrklinke und Sperrad weggelassen
worden, um die Anordnung der Stoßstange 30 zu zeigen.
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Während der Zeit, in welcher die Einlaßvorrichtung keine Flaschen
durchläßt, werden die auf der Plattenkette befindlichen Flaschen 38 von dem Einschubbalken
39 über ein Ausgleichsblech 40 auf die Förderkette 7 geschoben, wie die Abb. 7 und
8 zeigen. Der Antrieb der Einschubbalken erfolgt durch Luftdruck. Zu beiden Seiten
des Apparates 4 sind Zylinder 41 angeordnet, denen die Druckluft zugeleitet wird.
Der Einschubbalken 39 hängt an einem Wagen 42, der auf der Schiene 43 läuft. Die
Bewegung des Kolbens in dem Zylinder 41 wird durch die Kolbenstange 45 auf den Wagen
42 und auf den Einschiebebalken 39 übertragen.
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Die Steuerung der Einschubvorrichtung erfolgt, ebenso wie die der
Einlaßvorrichtung, von der Kettenradwelle 22 aus: Jedesmal, wenn eine Flaschenreihe
von der Breite der Maschine, deren Zahl durch die Nocken einer der Nockenscheiben
27, 28 und 29 festgelegt ist, durch die Einlaßvorrichtung vor den Einschubbalken
gefördert worden ist, erfolgt das Einschieben der Flaschen 38. Da nun bei kleinerem
Flaschendurchmesser nicht nur mehr Flaschen gleichzeitig, sondern auch des öfteren
eine ganze Flaschenreihe auf die Förderkette geschoben werden können, ist ein Vorgelege,
bestehend aus den Stirnrädern 44, 45', 46 und 47 eingebaut, mit Hilfe dessen die
Umsteuerung in zwei verschiedenen Takten erfolgen kann. Von diesem Vorgelege wird
eine. Kurvenscheibe 48 angetrieben, von der aus mit Hilfe eines Hebels 49 mit Rolle
So die Steuerung des Luftschiebers 51 erfolgt. Die Luft strömt durch die Leitung
52 dem.. Schieber 51 zu und wird durch die Leitung 53 und 54 von diesem in den Zylinder
oder umgekehrt geleitet. Eine Feder 55 drückt die Rolle So des Hebels 49 fest auf
die Bahn der Kurvenscheibe 48.
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Die Steuerung des Einschubbalkens ist aus der Abb. 9, i o und i i
zu erkennen. In Abb. 9 und io strömt die Luft durch die Leitung 52, den Luftschieber
51 und die Leitung 53 in den Zylinder und drückt den Kolben 56 in der dort
angegebenen Pfeilrichtung, wodurch der Einschubbalken in die Ausgangslage zurückgeführt
wird. Gleichzeitig strömt die Luft von dem Kolben durch die Leitung 54 und durch
den Schieber 51 ins Freie. Ist -der Kolben in der Umkehrstellung angekommen, dann
wird der Schieber von der Kurvenscheibe 48 (Abb. 7 und 8) aus umgesteuert, und die
Luft strömt, wie aus Abb. i i zu erkennen ist, durch die Leitung 52, den Luftschieber
5 i und die Leitung 54 in den Zylinder, wodurch der Kolben und mit ihm der Einschubbalken
in umgekehrter Richtung wie zuvor bewegt wird. Die Luft vor dem Kolben wird durch
die Leitung 53 und den Schieber 5 i ins Freie geleitet. Die Auslaßöffnung ist für
diesen Luftweg verengt, so daß diese Bewegung des Kolbens und damit die Einschiebebewegung
des Einschubbälkens infolge der verringerten Luftgeschwindigkeit verlangsamt wird.
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Die in den Abbildungen dargestellte Bauart kann in mannigfacher Weise
abgeändert werden, wobei mit anderen Mitteln der Zweck dieser Erfindung erreicht
wird. Eine Abänderung in der Ausführung des Einlaßgetriebes ist bereits dargestellt
worden. Es kann weiter statt des Stirnradgetriebes der Einlaßvorrichtung eine Kette
zum Antrieb dienen. Statt des Flachschiebers zur Steuerung der zum Antrieb der Einschubvorrichtung
dienenden Druckluft kann ein Ventil, ein Hahn oder eine ähnliche Absperrvorrichtung
eingebaut werden: