DE79344C - Vorrichtung an Centrifugen zur Erzeugung von Zuckerplatten nach dem sogenannten Ringsystem - Google Patents
Vorrichtung an Centrifugen zur Erzeugung von Zuckerplatten nach dem sogenannten RingsystemInfo
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- centrifuges
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B7/00—Elements of centrifuges
- B04B7/08—Rotary bowls
- B04B7/10—Bowls for shaping solids
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die bisher bei Centrifugen gebräuchliche Vorrichtung zur Erzeugung von Zuckerplatten
besteht aus einer Reihe von vertikal und sternförmig (radial) in die Centrifugentrommel eingelegten
Metallplatten, in deren Zwischenräume die Füllmasse eingeführt und mit einer Deckflüssigkeit
gedeckt wird. Die Form der hierbei durch Schleudern erhaltenen Zuckerplatten ist durch die Form dieser Zwischenräume bedingt,
und es ist klar, dafs, falls die Zuckerplatten überall gleich dick sein sollen, die
Zwischenräume durch parallele Wände begrenzt sein müfsten. "Solche Einsatzplatten sind dann
unverhältnifsmäfsig schwer und üben während der Schleuderarbeit einen bedeutenden Druck
auf die Centrifugentrommel aus, welche in diesem Fall aus sehr starkem Blech hergestellt
werden mufs. Aus demselben Grunde konnte diese Vorrichtung keinesfalls an alten, bereits
bestehenden Centrifugen angebracht werden, sondern dieser grofsen Inanspruchnahme entsprechend
mufsten die Centrifugen besonders construirt werden.
Alle diese Uebelstände werden durch die neue Vorrichtung, ein Ringsystem, beseitigt;
dieselbe läfst sich an allen Centrifugen anbringen.
In der Zeichnung ist eine mit der Vorrichtung versehene Centrifuge in Fig. 1 im Vertikalschnitt
dargestellt;
Fig. 2 zeigt einen Ring in Oberansicht (in halber Gröfse der Fig. 1);
Fig. 3 stellt vier über einander gelegte Ringe in Vorderansicht dar (ebenfalls in halber Gröfse
der Fig. 1);
Fig. 4 sind fünf über einander gelegte Ringe in Vorderansicht (in der der Fig. 1 entsprechenden
Gröfse);
Fig. 5 zeigt den Schnitt nach x-x aus Fig. 2 mit Ansicht in der Pfeilrichtung (in doppeltem
Mafsstabe von Fig. 2, also entsprechend Fig. 1);
Fig. 6 zeigt denselben Schnitt, wobei jedoch die Schnittfläche in der Ebene entwickelt ist;
Fig. 7 zeigt im Schnitt den Boden des Ringes (vergröfsert).
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, werden mehrere über einander gelegte Ringe in den Innenraum
der Trommel T eingelegt. Diese Ringe sind aus Stahlblech s, Fig. 7, gefertigt, welches
beiderseits mit schwachem Zinkblech % überzogen ist, und besitzen oben und unten winkelförmig
geformte Rippen, zwischen denen die Zuckerplatten sich formen. Die winkelförmige
Gestalt dieser Rippen ist deshalb gewählt, damit die Seiten rr der, Rippen (Fig. 2) parallel
zu einander stehen, um dann beim Schneiden der Zuckerplatten in prismatische Stäbe möglichst
wenig Abfälle zu erhalten, welche sonst bei convergirenden Rippen immer vorkommen
würden. Die Rippen sind so angeordnet, dafs sich die unteren Rippen der überen Ringe mit
den oberen Rippen der unteren Ringe vollkommen decken und dadurch Hohlräume h,
Fig. i, 4, 5 und 6, bilden, welche von diesen Rippen R, den beiden Böden b und der gelochten
Schleudertrommel T gebildet sind.
Es ist klar, dafs der Innenraum J der Rippen stets leer bleibt, da die Füllmasse keinen Zutritt
zu ihm findet.
Der Vorgang bei der Arbeit ist folgender:
Die Schleudertrommel T wird in gewöhnlicher Weise mit der Füllmasse gefüllt. Hierauf
wird die Centrifuge in Gang gesetzt und auf den Deckel D das Gefäfs G mit der Deckflüssigkeit
gestellt.
In den Boden dieses Gefäfses münden Röhrchen i, deren untere Mündung in die Zwischenräume
der mit Füllmasse gefüllten Ringe gerichtet ist, derart, dafs jeder Ring sein eigenes
Rohr erhält. Während des vollen Laufes der Trommel fliefst die Deckflüssigkeit in Form
eines kräftigen Strahles aus jedem Röhrchen heraus.
Die oberen Mündungen der Röhrchen befinden sich in verschiedenen Höhenlagen, zum
Zwecke, eine gleichmäfsige Ausflufsgeschwindigkeit aus jedem Röhrchen zu erzielen.
Nach beendeter Schleuderarbeit werden (nach
■ Oeffnen des Deckels C mittelst Riegels e) die Ringe einer nach dem andern herausgenommen
und die dazwischen liegenden Zuckerplatten je nach ihrem Zweck weiter verarbeitet.
Vortheile der Vorrichtung, welche sich aus der Construction selbst ergeben, sind:
ι. eine viel schnellere Arbeit infolge der leichten und bequemen Handhabung der Ringe;
2. geringes Gewicht; die ganze Vorrichtung wiegt höchstens 180 kg, während andere derartige
Vorrichtungen etwa 700 kg wiegen;
3. die neue Vorrichtung läfst sich an jeder alten Centrifuge anbringen, ohne dafs an derselben
etwas geändert zu werden braucht;
4. ihrer Leichtigkeit wegen ..kann man die
richtige Tourenzahl in 1J2 Minute erzielen;
5. eine nur geringe Menge Zuckerabfälle;
6. das Auswaschen der Centrifuge fällt vollkommen weg, da der sich auf den Ringen ansetzende
Zuckersand zur weiteren Verarbeitung benutzt werden kann; '
7. die Ringe üben keinen Druck auf die
Schleudertrommel aus.
Bei dieser Vorrichtung sind die gleichen und mit winkelförmigen. Rippen versehenen
Ringe gegenüber den Ringen gemä'fs Patent Nr. 44747, welche ungleich grofs sind,
von Bedeutung, da bei letzteren Zuckerplatte"n erhalten werden können, welche verschieden
grofs sind und bei Bearbeitung wegen ihrer trapezförmigen Form sehr viele Abfälle liefern.
Claims (2)
1. Vorrichtung an Centrifugen mit vertikaler Achse zum Formen von Zucker in Platten
und Stangen, gekennzeichnet durch die winkelförmige Gestaltung der Rippen (R)
an den rechtwinklig zur Achse stehenden bekannten gerippten Ringplatten, zum Zweck,
Zuckerplatten von quadratischer oder rechteckiger Form zu erzeugen.
2. Die Anordnung von besonderen Röhrchen (i) für jeden einzelnen der nach Anspruch 1.
gebildeten Ringe.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79344C true DE79344C (de) |
Family
ID=351988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79344D Expired - Lifetime DE79344C (de) | Vorrichtung an Centrifugen zur Erzeugung von Zuckerplatten nach dem sogenannten Ringsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79344C (de) |
-
0
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