DE80132C - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61G—TRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
- A61G1/00—Stretchers
- A61G1/02—Stretchers with wheels
- A61G1/0293—Stretchers with wheels stretcher supports with wheels, e.g. used for stretchers without wheels
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A61G—TRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
- A61G1/00—Stretchers
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- A61G1/0206—Stretchers with wheels characterised by the number of supporting wheels if stretcher is extended
- A61G1/0225—Stretchers with wheels characterised by the number of supporting wheels if stretcher is extended other configuration, e.g. odd number of wheels
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- A61G1/04—Parts, details or accessories, e.g. head-, foot-, or like rests specially adapted for stretchers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. April 1894 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein neues System eines zweirädrigen
Wagens , mittelst welchen bei gröfster Ersparung von Körperkraft die Last in vollkommenem und beständigem Gleichgewicht
erhalten bleibt und die durch unregelmäfsige Geländeverhältnisse verursachten senkrechten
und waagrechten Stöfse vollkommen aufgehoben werden, während die Anordnung des Wagens derart ist, dafs eine einzige
Person im Stande ist, eine Last von 400 bis 500 kg allein aufzuladen.
Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung ist ein senkrechter Querschnitt mit theilweiser Ansicht
des zweirädrigen Wagens (Karren), welcher hier für eine Person bestimmt ist,
Fig. 2 ein von der Seite aufgenommenes Schaubild des beladenen, in Gleichgewicht gestellten
Wagens;
Fig. 3 und 4 zeigen in Schaubildern, wie nur eine Person im Stande ist, die Last aufzuladen,
und ,
Fig. 5, 6 und· 7 die Art der Befestigung der waagrechten federnden verschiebbaren Tragstangen
an der gekrümmten Wagen- (Karren-) Achse in Vorder- und zwei Oberansichten.
Der Wagen hat zwei sehr hohe Räder A A, zwischen welchen . eine nach oben gekrümmte
Achse B gelagert ist.
Die Anwendung der hohen Räder erhöht wesentlich die Ersparung von Körperkraft,
während die der gekrümmten Achse das Anbringen der Last unterhalb des Aufhängepunktes
ermöglicht.
Die Achse ist dicht neben den Radnaben in deren Krümmung nach oben gabelförmig ausgebildet
und enthält hier eine längliche, halbrund ausgebildete Lagerschale α, auf welche
die runden waagrechten ' Tragstangen C zu ruhen kommen (in den Fig. 5 bis 7 sind diese
Theile im gröfseren Mafsstabe dargestellt).
Zum Feststellen dieser Tragstangen C in den Lagerschalen α ist an der Achse bei b eine
Platte c gelenkartig angeordnet. Diese Platte wird über die Tragstangen gedreht und dann
durch die in der Achse verstellbar angeordnete Stellschraube d derart auf die Tragstangen C
geprefst, dafs dieselben fest in den Lagerschalen α gehalten werden (Fig. 5).
Fig. 6 veranschaulicht in einer Oberansicht die aufgelegte Tragstange C mit zurückgedrehter
Platte c, während dieselbe in Fig. 6 durch die Stellschraube d fest auf die Starige
geprefst wird.
Die Tragstangen C sind ■ sehr lang und federnd. An beiden Enden sind sie unter
sich durch Querstangen D verbunden, so dafs sie einen viereckigen Rahmen bilden. Sie sind
nach oben umgebogen und mit Handgriffen E versehen.
An den Stangen sind zwei Aufhängeketten mit Haken oder Mousquetons e e1 befestigt,"
von denen die Ketten e1 näher nach der Achse zu liegen als e. Zur Befestigung der Haken
e el an der Tragbahre F besitzt dieselbe
Oesen ff1, welche in gleicher Entfernung wie
die Haken e e1 an den Tragstangen C befestigt
sind.
Die Achse ist in der Krümmung nach oben bei g so weit ausgebildet, dafs die Tragstangen,
welche ein ganzes Gestell bilden, aus den Lagerschalen α gehoben und dann zur
Seite geschoben werden können, um sie aus dem Radgestell zu nehmen.
Die nach oben gekrümmte Achse B trägt ein Quereisen h zur Befestigung eines Verbandkastens
H oder der Waffen und des Gepäcks des Verwundeten (Fig. i, 2 und 3) mittelst
Riemen i. ,
Die Tragbahre F selbst hat die bekannte Form; dieselbe' ist mit einer abnehmbaren
Hauptstütze (Kopfunterlage) k und einem aus undurchlässigem Segeltuch hergestellten Dach,
welches zwischen den gebogenen Stangen N gespannt wird, versehen.
Die gebogenen Stangen N können bei gröfserer Hitze auch auf den Tragstangen B
befestigt werden (Fig. 3), wobei die Tragbahre nicht, wie in Fig. 2 veranschaulicht, gänzlich
verschlossen ist.
An den Längsbalken M sind die vorerwähnten Oesen ff1 zum Aufhängen der
Tragstangen C an den Ketten oder Mousquetons e'e1 befestigt.
Diese vier Oesen sind nothwendig, um Lasten von verschiedenem Gewicht zu befördern, ohne
dafs die Tragstangen C zu viel durchbiegen oder brechen.
Zum Fortschaffen von leichten Lasten bezw. einzelnen Personen wird die Tragbahre an den
äufseren Haken e aufgehängt (Fig. 2 und 3).
Sollen dagegen mehrere Personen in einer Tragbahre fortgeschafft werden, so wird dieselbe
an den inneren Haken e1 aufgehängt, wobei die Hebelarme dann kürzer sind.
Die Anordnung des auf der Achse Verschiebbaren Tragstangengestelles B ermöglicht nicht
nur einen vollkommenen Gleichgewichtszustand der Last, sondern setzt auch eine einzige
Person in den Stand, eine belastete Tragbahre allein an der Räderbahre aufzuhängen.
In den Fig. 3 und 4 ist dieser Vorgang veranschaulicht. ■ ·
Das Tragstangengestell C ist zuerst mittelst der Stellschraube d ungefähr in der Mitte- befestigt
und wird dann über die mit dem Verwundeten versehene Tragbahre gefahren, worauf die Ketten e an dem einen Ende eingehakt
werden (Fig. 3). Durch Niederdrücken der Tragstangen B in der Pfeilrichtung an der
anderen Seite wird dann die Tragbahre an der gegenüberliegenden Seite gehoben bis zu
der Lage von Fig. 4. Die Person kniet alsdann auf den Handgriff E nieder und hat somit
beide Hände frei, um die anderen Ketten e einzuhaken. Mufs eine Tragbahre mit zwei
Personen eingehängt werden, so können die Tragstangen derart eingestellt werden, dafs der
Hebelarm von der Achse bis zur Kette e nur kurz ist, während der andere, an welchem die
Person die Tragbahre hochhebt, sehr lang wird. Dieselbe Person kann dann bequem
auch die doppelte Last heben und an ihrer Seite die anderen Ketten einhaken.
Hierauf werden die Stellschrauben d zurückgedreht und die Tragstangen C so lange auf
der Achse B in den Lagerschalen α verschoben, bis die Last in vollkommenem Gleichgewicht
sich befindet; die Stellschrauben werden nunmehr auf die Platte niedergeschraubt und
somit die Tragstangen in der Gleichgewichtslage fest mit der Achse verbunden. Der Verwundete
wird jetzt in der in Fig. .2 veranschaulichten Weise fortgeschafft.
Bei zweirädrigen Karren für zwei oder mehr Personen wird die Achse vorteilhaft
nach unten gekrümmt; sie befindet sich dann unterhalb der Tragbahre.
Die Art der Befestigung der Tragstangen C ist hierbei die gleiche wie bei der nach oben
gekrümmten Achse.- ■
Die anfangs der Beschreibung erwähnte grofse Ersparnifs an Körperkraft bei der Anwendung
der zweirädrigen Karren, " welche Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind,
wird erreicht durch:
a) die bequeme Weise, in welcher eine einzige Person bei Anwendung der Hebelwirkung
im Stande ist, die belastete Tragbahre an dem Radgestell aufzuhängen;
b) die vollkommene Gleichgewichtslage, in welcher die Last aufgehängt werden kann und
auch während der Fahrt beharrt, so dafs man keine Kraft anzuwenden braucht, um beim
Fortbewegen des Radgestelles dasselbe im Gleichgewicht zu erhalten;
c) das Anbringen der Last unterhalb . des Aufhängepunktes, was die Anwendung einer
gekrümmten Achse ermöglicht. ■
Waagrechte und senkrechte Stöfse sollen überwunden werden einerseits durch die langen
federnden Tragstangen, andererseits durch das vollkommene Gleichgewicht, in welchem die
an den Enden dieser Tragstangen aufgehängte Last sich befindet und auch während der Fahrt
beharrt.
Durch die Anwendung des neuen zweirädrigen Karrens wird ein grofser Theil der zur
Krankenbeförderung erforderlichen Krankenwagen und Pferde überflüssig, während derselbe
auch Verwendung findet für den Transport von Feldhospitalbedürfnissen und Schieisbedarf
nach der Feuerlinie.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Ein zweirädriger Karren zum Befördern von Personen und Lasten, gekennzeichnet durch eine Achse, welche dicht neben der Radnabe gabelförmig ausgebildet ist undhier eine längliche, Lagerschale α trägt für die Tragstangen C, an welche die Tragbahre -F aufgehängt wird und 'mit einer drehbaren Platte c und Stellschraube d zum Feststellen der Tragstangen C in den Lagerschalen versehen ist.
2. Karren der unter i. geschützten Art mit zwei langen federnden, an den Enden durch Querstangen D zu einem Gestell verbundenen Tragstangen C, welche in den unter ι. genannten Lagerschalen a ruhen und mit Ketten und Haken e el versehen sind, an denen die Tragbahre für leichte Lasten in den Qesen / und für schwere Lasten in den Oesen^1 aufgehängt werden, welches Tragstangengestell C so . lange auf den Lagerschalen α der Achse verschoben werden kann, bis ein vollkommenes Gleichgewicht der Last in dem Karren erreicht ist, um hierauf durch die Stellschrauben d fest mit der Achse verbunden zu werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80132C true DE80132C (de) |
Family
ID=352715
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80132D Active DE80132C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80132C (de) |
-
0
- DE DENDAT80132D patent/DE80132C/de active Active
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