DE806885C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Wellglas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Wellglas

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DE806885C
DE806885C DEP38146A DEP0038146A DE806885C DE 806885 C DE806885 C DE 806885C DE P38146 A DEP38146 A DE P38146A DE P0038146 A DEP0038146 A DE P0038146A DE 806885 C DE806885 C DE 806885C
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DE
Germany
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glass ribbon
counter
shape
glass
shaping body
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Expired
Application number
DEP38146A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Boudin Chauny
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
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Filing date
Publication date
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Publication of DE806885C publication Critical patent/DE806885C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B13/00Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
    • C03B13/06Rolling corrugated sheets, e.g. with undulating waving form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Wellglas Zur fortlaufenden Herstellung von bewehrtem oder nichtbewehrtem Wellglas ist ein Verfahren bekannt, gemäß welchem ein endloses ebenes Glasland über einen in der Querrichtung gewellten Formgebungskörper bewegt wird, wobei das Band, wenn es auf den Foringebungskörper gelangt, eine so hohe Temperatur hat, daß es sich zufolge der bei dieser Temperatur bestehenden Bildsamkeit unter der Wirkung seines Eigengewichtes der gewellten Oberfläche des Formgebungskörpers anschmiegt.
  • Das bekannte Verfahren sieht verschiedene Mittel vor, durch welche die Wirkung des Eigengewichtes besonders für diejenigen Teile ergänzt wird, welche in dem Band die unteren Teile der Wellen, d. h. die Wellentäler bilden sollen. Zu diesem Zweck sind Gegenformen vorgesehen, die auf die Oberseite des Glasbandes wirken und dieses zwingen, sich allen Teilen und insbesondere den am tiefsten liegenden Teilen des Formgebungskörpers anzupassen. Die Anordnung kann dabei auch so sein, daLi die Gegenform nur auf die Wellentäler wirkt.
  • Nach Verlassen der Formgebungsplatte wird das geNv-ellte Glasband von im allgemeinen zylindrischen Rollen mitgenommen, auf welchen seine Abkühlung bis auf die umgebende Temperatur vorgenommen wird. Dabei ist Vorsorge getroffen, daß das Band so lange auf dem Formgebungskörper bleibt, daß es nicht auf die Förderrollen übertritt, bevor es eine genügende Festigkeit besitzt, um sich ohne die Unterstützung durch den Formgebungskörper nicht zu verformen. Uin diese notwendige Verfestigung, d. 1i. hinreichende Abkühlung des Glasbandes sicherzustellen, muß der Formgebungskörper eine gewisse Länge besonders für den Abschnitt haben, der zwischen derjenigen Stelle, an der das Band die gewünschte Wellform annimmt, und dem Austrittsende des Formgebungskörpers liegt. Auf diesem Abschnitt unterliegt das gewellte Band, insbesondere bei bewehrtem Glas, der Gefahr von Verformungen besonders deshalb, weil das noch nicht feste Glasband einer Zugwirkung seitens der Fördermittel ausgesetzt ist, die an dem kalten Teil des vorher geformten Glasbandes angreifen.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maßnahmen und Mittel, durch die es möglich ist, die I# orin des Glasbandes während seiner Bewegung auf dein Formgebungskörper von der Anfangsiortiigebung bis zum Verlassen des Formgebungskörpers unverändert zu erhalten.
  • Nach einer Ausführung der Erfindung wird über dein Foringebungskörper und dem darauf sich befindenden Glasband eine Gegenform zur Anwendung gebracht, die auf einer großen Länge des Glasbandes wirkt, und zwar praktisch bis dasselbe fest geworden ist. Da sich durch die verlängerte Behandlung erhöhte lZeibungen zwischen dem Glasband und den festete Teilen ergeben, ist entsprechend dem bekanntest Verfahren dafür Sorge getragen, daß der Formgeltungskörper und die Gegenform nicht gleichzeitig auf dieselben Punkte des Glasbandes wirken und ilttt-cli die Vereinigung ihrer \Virkung die Gefahr eines l:inzwä ngeus des Bandes mit sich liriti;"cii. Foren und Gegenform können ein Querprofil besitzen. das vorn Eintritt des Glasbandes bis zu seinem :\ustritt unverändert bleibt, liegen aber so zueinander, daLi in ein und demselben Querschnitt des Glaslandes dessen obere Halbwellen mit dem Formgebungskör1)er, nicht aller mit der Gegenform Beriilirung haben, während seine unteren Halbwellen die Gegenform, nicht aber den Formgebungskörper berühren.
  • In den Zeichnungen sind in den Abb. i bis 5 verschiedene Ausführungsformen von Vorrichtungen gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Gemäß den Abb. i und 2, -welche eine Ausführungsform im Längsschnitt bzw. in einem Teilquerschnitt zeigen, wird das endlose Glasband i dadurch gebildet, daß das aus einem Ofen 2 kommende Glas durch ein \\'alzwerk 3 geschickt wird, von dem es auf den Fornigebungskörper 4 gelangt. Dieser besteht aus einem Metalltisch, dessen oberer Teil Wellen bildet. die ini wesentlichen parallel zur BeNvegungsrichtung des Glasbandes verlaufen. Dieser "fisch bildet Kästen j, durch welche zwecks Regelung der Temperatur Wasser hindurchgeführt wird.
  • L"ber dein Tisch befindet sich eine Gegenform 6, die in der Höhe verstellbar an Stiftzen 8 sitzt und vorzugsweise Kästen 7 für den Durchlauf von \\'asser bildet. Diese Gegenform weist ebenfalls parallel zur Bewegungsrichtung des Glasbandes verlaufende Wellen auf, die dieselbe Teilung haben wie die Wellen des Formgebungskörpers. Die Wellen des Forntgebungskörpers liegen zu denen der Gegenform,iti der aus .\1>l). 2 ersichtlichen Weise. Wie diese Abbildung zeigt, stehen die oberen Halbwellen i" des Glasbandes mit dem Formgebungskörper in Berührung, während sie von der Gegenform einen gewissen Abstand haben. Demgegenüber berühren die unteren Halbwellen ib des Glasbandes die Gegenform, während sie vom Fornigebungskörper einen gewissen Abstand aufweisen. Durch die auf die unteren Halbwellen ausgeübte Wirkung der Gegenform hält diese die oberen Halbwellen in Berührung mit entsprechenden Teilen des Fornigebungskörpers, während umgekehrt die Wirkung des Formgebungskörpers auf die oberen Halbwellen die unteren Halbwellen des Glasbandes in Berührung mit den entsprechenden Teilen der Gegenform hält. Die Folge davon ist, daß durch das Zusammenwirken der beiden Formen das Profil des Glasbandes unverändert gleichgehalten wird.
  • Bei der Ausführung gemäß -b1. i und 2 erstreckt sich die Gegenform auf den größten Teil der Länge des Formgebungskörpers und gew;ihrleistet dadurch die Gleichhaltung des Profils des Glaslandes während des größten Teiles seiner Bewegung auf dem Formgebungskörper.
  • Die Tiber die ganze _\ttsclelititing des Formgebungskörpers sich erstreckende beschriebene Gegenform kann auch aus mehreren hintereinander- oder nel>eneinandet-liegenclett Einzelteilen zusammengesetzt sein, je nachdem eine .\ufteilung der Gegenform in Richtung oder quer zur Richtung der Fortbewegung des Glaslandes vorgenommen werden soll.
  • Diese verschiedenen Einzelteile können unabhängig voneinander geregelt werden.
  • Nach der in :M>b. 3 gezeigten Ausführungsform der Erfindung wird das Glasband der Einwirkung von auf dem Glasband liegenden Kugeln 9 unterworfen, die sich frei uni sich selbst drehen können und in den \Vellentälern des Glasbandes wirken. Die Mitnahme der Kugeln durch das Glasband wird durch Anschläge io verhindert. Diese Kugeln wirken durch ihr Eigengewicht auf das Glasband und halten es mit den Flächen der Wellentäler des Formgel>ungskörpers in Berührung. Diese Kugeln haben annähernd den gleichen Radius Nvie die Wellen des Formgebungskörpers, so daß sie ihre Wirkung auf einen großen Teil des Profils der unteren Halbwellen des Glasbandes ausüben.
  • Die Kugeln wirken unabhängig voneinander und können demnach voneinander verschiedene Drehbewegungen ausführen. Dieses ist in denjenigen Fällen von Vorteil, in denen nicht alle Punkte des Glasbandes mit der gleichen Geschwindigkeit fortbewegt werden, sei es, daß beispielsweise der Formgebungskörper zufolge von ungleichmäßigen Ausdehnungen gewisse örtliche Verformungen oder Ver"verfungen aufweist, sei es, <laß das Glasband selbst in verschiedenen Längslinien verschiedene Temperaturen hat und das Band sich von einem zum anderen Punkt jedes Querschnitts nicht in der gleichen Weise abkühlt.
  • Erfindungsgemäß können auch Gegenformen und Kugeln zusammen benutzt werden. So kann man beispielsweise eine @nordnt:ng in der in Abb. .4 gezeigten Art treffen, bei i,#elcher das Glasband zuerst der Wirkung einer Gegenform 6 und dann der Wirkung von Kugeln 9 unterworfen wird. Umgekehrt kann man auch zuerst die Kugeln und dann die Gegenform auf das Glasland wirken lassen.
  • Außerdem kann man die .Gegenformen mit den Kugeln so kombinieren, daß sich von einer zur anderen Welle eine andere Anordnung ergibt. Auf diese Weise kann insbesondere etwaigen Unterschieden in der Temperatur oder der Konsistenz des Glasbandes von einer zur anderen Welle Rechnung getragen «-erden. Eine derartige beispielsweise Anordnung ist in Abb. 5 dargestellt.
  • Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, vielmehr können an diesen zahlreiche Veränderungen vorgenommen werden. Insbesondere kann man, Wenn das Profil der Wellen wesentlich von der Hallikreisform alnveicht, die Kugeln durch Rollen ersetzen, die eine dein Profil der unteren Hall)wellen angepaßte Form haben und auf diese durch ihr Eigengewicht und unabhängig voneinander wirken.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Wellglas, bei dem ein endloses ebenes Glasband ununterbrochen in im wesentlichen waagerechter Ebene über die gewellte Oberfläche eines feststehenden Formgebungskörpersbewegt und während dieser Bewegung durch (las Eigengewicht und auf die Glasbandoberseite wirkende Gegenformen zum Anschmiegen an die formgebende Fläche gebracht und allmählich bis zum festen Zustand abgekühlt «-ird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Gleichhaltens des Profils des Glasbandes N\-ährend seiner Bewegung auf dem Formgebungskörper über diesem und dein Glasband eine Gegenform zur Anwendung gelangt, die auf einer großen Länge des Glasbandes, praktisch von der Stelle der Anfangsformgebung bis zum Verlassen des Formgebungskörpers wirkt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Fornigebungskörper und eine zugehörige Gegenform, die beide gleichbleibende Querschnittsformen besitzen, wobei diese Querprofile so aufeinander abgestimmt sind, daß in ein und demselben Querschnitt des Glasbandes dessen obere Halbwellen mit dem Fornigebungskörper, nicht aber mit der Gegenform Berührung haben, während seihe unteren Halbwellen die Gegenform, nicht aber den Formgebungskörper berühren.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenform aus mehreren unabhängig voneinander regelbaren Einzelteilen zusammengesetzt ist. .
  4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung der Aufgabe der Gegenform Kugeln dienen, die um sich selbst frei drehbar auf dem Glasband aufliegen und dieses gegen den Formgebungskörper drücken, wobei sie gegen Mitnahme durch das Glasband durch !Aiiscliläge o. dg1. gehalten werden.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach rlcispruch i, gekennzeichnet durch die kombinierte Verwendung von auf die Glasbandoberseite wirkenden Gegenformen und Kugeln.
DEP38146A 1939-05-23 1949-03-29 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Wellglas Expired DE806885C (de)

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