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Universal-Dreh-, Bohr- und Fräsmaschine Zur Bearbeitung von Werkstücken
finden (lie verschiedensten \Taschinen Verwendung, die in ihrem Aufbau ganz und
gar danach eingerichtet sind, wie es die Formgebung der Werkstücke verlangt. Hierbei
ermöglicht aber jede einzelne i\Iaschine nur eine bestimmte Bearbeitung, je nachdem,
zu welchem Zwecke sie gebaut ist. So gibt es Drehbänke, Bohr- und Fräsmaschinen,
die also jede für sich mir begrenzte Verformungsmöglichkeiten erlauben.
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Bei der Erfindung handelt es sich jedoch tiin eine Maschine, die allen
drei Bearbeitsverfahren gerecht wird und sogar durch ihren praktischen Aufbau wesentliche
Vorteile gegenüber den drei einzelnen Maschinen aufweist, was sie vor allem auch
für Kleinbetriebe und Handwerker geeignet macht.
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Die neuartige LTniversal-Dreh-, Bohr- und Fräsmaschine besitzt, bedingt
durch ihre mannigfaltige Verwendbarkeit, ein raliinenfö rmiges Bett, wobei jeder
Teil des l'aliniens für die Aufnahme eines oder mehrerer \laschinenteile eingerichtet
ist. Ähnlich wie bei der 1)relilianl< befindet sich auf der vorderen Rahmenseite
der Support, der durch eine Gewindespindel bewegt wird, wobei aber die Spindel zur
besseren Bedienung zwei Handkurbeln, d. h. an jedem Ende eine, hat. Auf den beiden
senkrecht dazu verlaufenden Seiten sind Reit- und Spindelstcxk angeordnet, die nach
den Erfordernissen der Bearbeitung verschoben werden können. Aii je einer am Rahmen
eingetragenen Skala kann <las 11aß der Verschiebung abgelesen werden. Außerdem
sind an dem Rahmen Einrichtungen vorhanden, wodurch auf den beiden dein Support
anliegenden Seiten und auch auf der ihm gegenüberliegenden Seite Motoren zur Inbetriebsetzung
der :1r1>eitsspindel als auch zum Antrieb eines auf dein Support anzubringenden
Bohr- und Fräskopfes befestigt werden können. Die Attsl>ildtnig des Maschinenbettes
als
rechteckiger Rahmen gestattet es, die ".Motoren je nach Bedarf ebenfalls zu verschieden.
Es ist ferner nicht unbedingt erforderlich, daß (las gesamte Maschinenbett aus Metall
besteht, sondern, daß nur die Gleitflächen für die aufzunehmenden Maschinenteile
von Stahl sind und daher als Schieren in das aus Preßstoff hergestellte Bett eingepreßt
werden.
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:\ußer diesen neuen Einrichtungen weist der Gegenstand der Erfindung
noch weitere besondere -Merkmale auf, die die vielseitige Verwendungsinöglichkeit
noch bedeutend vergrößern. So besitzt (iei- Support außer der Längs- und Planverschiebung
noch eine Vertikalverschiebung, so (laß auf der Aufspannplatte des Vertikalschlittens
befestigte Werkstücke auch unter die Spindelstockachse gebracht werchn können. Weiterhin
kann an dem Vertikalschlitten der Bohr- oder Fräskopf angebracht \N-erden, der z.
B. über eine Gelenkwelle von einem zweiten. auf dem Rahmen befestigten Motor in
Gang gesetzt wird, wobei als -lotor auch eine 1landlx>lirrnaschine Verwendung finden
kann. Zur \tisfiihrung von Fräs- und Bohrarbeiten werden die \\"crkstiicke auf der
Planscheibe des aufgespannt. Um bessere Einspannmöglichkeiten zu erhalten, ist die
Planscheibe mit senkrecht zur Arbeitsspindelachse gerichteten parallelen Spannuten
versehen. Für Fräsarbeiten, bei denen all Werkstücken genaue Einteilungen eingehalten
Nverden müssen, wie z. B. bei Zahnrädern, ist eine 1-ocliteilscheil>e vorhanden,
die auf die Rückseite des Spindelstockes aufgesetzt wird. Dabei greift ein im Rahmen
gelagerter Index in die 1_(*iclier der Scheibe ein. Sollen die Fräsarbeiten kreisbogenförmig
verlaufen, so dient hierzu eine Seilscheibe auf der Rückseite des Spindelstockes,
über die ein Seil läuft, an dessen Ende ein Gewicht hängt, welches die Spindelachse
beim Fräsen selbständig dreht. Auch ist es möglich, die Planscheibe jeweils nach
einer Drehung von 18o° fest= zusetzen, wodurch nur eine geringe Verschiebung an
Man- und Vertikalschlitten des Supports not-Nvendig wird. Zur besseren Beseitigung
von anfallenden Spänen ist schließlich noch unter dein Maschinenbett eine entfernbare
Platte angebracht.
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Alb. i stellt eine Vorderansicht, Abo. 2 eine Draufsicht und A1>1>.
3 eine Seitenansicht der -Maschine dar. Atü>. 4 zeigt den Spindelstock mit aufgesetzter
Teilscheibe und Abb. 5 mit der Seilscheibe und dem Gewicht.
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I)as rahmenförmige Bett bestellt aus den vier Iletteilen 1, 2, 3 und
4 (Abb. 2), die an sich vollkommen gleich sind. Auf dem Betteil i sitzt der Support
9. auf dem Betteil 2 der Spindelstock 23 und auf dein Betteil 3 der Reitstock 23.
Spindelstock und Reitstock können auch gegeneinander vertatischt sein, d. 1i. der
Spindelstock sitzt auf dem Betteil 3 und der Reitstock auf dem Betteil 2. Das ilettei14
dient zur stabilen VerbindungdesRahmens und zuni Befestigen eines Motors oder sonstiger
Gerate. Sowohl der Support als auch der Spindelstock können auf den Betteilen beliebig
verschoben werden. Hierbei ist die Verschiebung vom Spindelstock und Reitstock senkrecht
zur Verschiebung des Supports gerichtet. Die Verschiebung des Spindelstockes und
des Reitstockes ermöglicht es auch, zwischen Kcirnersl>itzen konisch zti drehen.
Ebenso braucht der Planschlitten des Supports bei der Bearbeitung von Arbeitsstücken
mit kleinerem Durchmesser weniger weit ausgefahren zu werden. wenn der Spindelstock
und gegebenenfalls der Reitstock näher an den Support herangerückt Nverden.
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Im Sinne der Erfindung ist es einerlei, ob die einzelnen Maschinenteile
auf den Oberflächen 3 (Abb. i) der Betteile oder all deren Seitenflächen 6 (Abb.
i) gelagert bzw. abgestützt sind. Die Längsverschiebung des Supports erfolgt durch
die Spindel 7 (Alb. 2). die an leiden Enden mit je einer Kurbel 8 versehen ist.
Die -Maschine wird zweckmäßig von der Reitstockseite aus bedient. Sie kann aber
auch von der Spindelstockseite aus bedient werden; daher trägt die Längsspindel
7 zwei Kurbeln B. Zur Planverschiebung wird der Schlitten 9 (Abb. i) benutzt, wie
er allgemein für diesen Zweck in Anwendung kommt. Die Vertikalverschiebung des Supports
erfolgt durch eine Spindel io°, die den mit einerAufspannplatte i t (Abb.3) versehenen
Schlitten i 1" (Abb. 3) längs der Schlittenführung io verschiebt.
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Durch die rahmenförmige Gestaltung des Bettes kann die Aufspaniiplatte
i i, auf der sowohl Werkzeuge als auch Arbeitsstücke aufgespannt «erden können,
bis weit unter die Spindelstockachse verschoben werden, was bei den gewöhnlichen
Drehbänken, die mit dieser Einrichtung versehen sind, nicht möglich ist. Aulierdein
können mit dem Vertikalschlitten Drehstähle in die richtige Höhenlage gebracht werden,
so daß Unterlagen für den Höhenausgleich nicht notwendig sind. Die Verstellung des
Spindelstockes und des Reitstockes senkrecht zur Supportbewegung kann mit Hilfe
einer Skala 12 (Ab»). 3) und einer -Marke 13 (Abb. 3) abgelesen werden.
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Auf den Betteilen 2, 3 und .I (Alb. 2) können -Motoren 1.4 (Abb. 2)
zum Antreiben von Werkzeugen oder des Spindelstockes befestigt werden. Ihre Achsrichtung
ist beliebig. Ebenso ist es auch möglich, auf der Aufspannplatte i i einen Motor
z. B. zum Schleifen anzubringen. Auf der Rufspannplatte i i kann aber auch ein Bock
zur Lagerung eines Fräsers befestigt werden, dessen Achse entweder mit der Spindelstockachse
gleichgerichtet oder senkrecht dazu in Richtung der Planverschiebung des Supports
angeordnet ist. Die auf dem Spindelstock sitzende Planscheibe i3, welche gegen andere
Spannvorrichtungen auswechselbar ist, besitzt Spannuten 16 (Abb. 3), die senkrecht
zur Spindelachse gerichtet sind. Durch diese Anordnung der Nuten ist es möglich,
Arbeitsstücke in jede zur Bearbeitung erforderliche Lage zu bringen. .\n (teil auf
der Hauscheibe aufgespannten \rheitsstücken lassen sich neben Dreharbeiten auch
alle Fräsarbeiten vornehmen, sei es mit Scheiben-, Walzen- oder.Fingerfräsern oder
mit Kreissägen. Die Form der Fräsarbeiten ist ebenfalls beliebig; sie können geradlinig
oder
kreisförmig sein oder eine andere Gestalt haben. Zu diesen Fräsarbeiten wird die
Spindelstockachse festgesetzt, was mit der Teilsclleille 21 und dem Index 22 (Abb.
4) geschieht. Die vierkantige Ausbildung der Planscheibe 15 in Verbindung nlit den
Spannuten 16 hat den Zweck, bei Fräsarbeiten mit einer geringeren Verschiebung des
Planschlittens und des Vertikalschlittens auf dem Support auszukommen, indem man
die Planscheibe jeweils nach der halben Fräsarbeit um i8o° dreht. Zur Vornahme von
kreisförmigen Fräsarbeiten wird die Spindelstockachse gedreht. Dazu dient die Seilscheibe
17 (Abb. 5), um die das Seil 18 gewunden ist. An dem Seil 18 hängt das Gewichtig.
Zur Begrenzung der Fräskreisbogen dient ein verstellbarer Anschlag 2o der Seilscheibe
17. In Verbindung mit der Seilscheibe 17 wird die gelochte Teilscheibe 21 (Abb.
4) zum Fräsen von Zahnrädern oder ähnlichen Fräsarbeiten benutzt. Von dem Index
22 (Abb. t) wird die mit der Spindelstockachse fest verbundene Teilscheibe 21 in
den einzelnen Stellungen festgehalten. Unter dem Bett befindet sich die herausnehmbare
Platte 28 (Abb. i und 3) zum Entfernen der beim Arbeiten anfallenden Späne.
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Die neuartige Anordnung der Maschine bewirkt eine äußerst vielseitige
Anwendungsmöglichkeit, so daß alle vorkommenden Dreh-, Bohr- und Fräsarbeiten mit
der Maschine ohne große Umrüstung durchgeführt werden können. Die Maschine kann
auf jedem normalen Tisch aufgestellt werden, da sie sehr leicht ist. Trotzdem können
darauf auch größere Werkstücke bearbeitet werden. Sie ist sehr billig herzustellen.
weil sie nur aus wenigen und einfachen Bauteilen besteht. Es ist eine ideale Maschine
für den industriellen Kleinbetrielt, den Handwerker und den Bastler.