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Feuerschirmeinbauvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Feuerschirmeinbauvorrichtung
für Dampflokomotiven. Die Haltbarkeit des Lokomotivfeuerschirms hängt in ganz besonderem
Maße von der festen Seitenauflage und dem fugendichten Einbau der Steine ab. Das
Feuerschirmgewölbe ist unter Einwirkung hoher Temperaturen, bei einer verhältnismäßig
geringen Auflagefläche, durch starke Erschütterungen einer hohen Beanspruchung ausgesetzt.
Der Einbau muß daher mit besonderer Sorgfalt erfolgen.
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Da die Breiten der Feuerkisten auch innerhalb der einzelnen Gattungen
Schwankungen unterliegen, müssen diese Breitenänderungen beim Einbau berücksichtigt
werden. Die Feuerschirmsteine sind nach einem unteren Radius von 1500 mm hergestellt.
Bei Einhaltung dieses Maßes liegen alle Trennfugen radial und fugendicht. Da die
Seiten- und Anstoßsteine unverändert verwendet werden, wird der Breitenunterschied
nur an den Schlußsteinen in der Mitte des Bogens ausgeglichen.
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Bisher wurde ein Lehrbogen in einer nach Augenmaß bestimmten Höhe
zur Feuerschirmtragleiste gegen die .Seitenwände bzw. gegen den Rost abgestützt.
Durch Holzkeile zwischen Lehrbogen und den Steinen wurden letztere so weit gehoben
oder gesenkt, bis sich der Schlußstein einsetzen ließ. Eine Bearbeitung der Steine
fand allgemein nicht statt. Die drei Reihen des Feuerschirms wurden nacheinander
eingebaut. Die Güte der Arbeitsausführung hing sehr von der Geschicklichkeit des
Arbeiters ab.
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Die Lage der Feuerschirmtragleisten für zwei verschiedene Breiten
ist in Abb. 8 dargestellt. Bei der größeren Breite der Feuerkiste rückt die Tragleiste
nicht nur nach außen, sondern dem Kreisbogen folgend auch nach unten.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu
schaffen, welche es ermöglicht, den Einbau der Feuerschirme in Lokomotivfeuerungen
unter genauer Einhaltung der Stichmaße für alle vorkommenden Feuerraumbreiten durchzuführen
und die Einbauarbeit zu erleichtern.
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Erfindungsgemäß wird das durch eine Feuerschirmeinbauvorrichtung
erreicht,
welche aus einem nach dem Stichmaß verstellbaren, an die Tragleisten in der Feuerbüchse
aufhängbaren, vierteiligen Rohrrahmenstützgerüst besteht, an welchem zwei aus zwei
gelenkig miteinander verbundenen Hälften bestehende Gewölbelehrbogen und zwei Exzenterscheiben
zur Verstellung der Pfeilhöhe des Gewölbes beim Einsetzen der Steine angeordnet
sind.
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Die so eingebauten Feuerschirme haben gegenüber den nach dem bisherigen
Einbauverfahren eingebauten eine zwei- bis dreifache Lebensdauer und bedingen somit
eine erhebliche Einsparung an Kosten für die Unterhaltung der Feuerschirme.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Feuerschirmeinbauvorrichtung in Ansicht in
Richtung der Gewölbeachse, Abb. 2 eine Seitenansicht zu Abb. i, Abb. 3 eine verkleinerte
Seitenansicht in der Gebrauchslage, Abb. 4 Tragleisten in eingeklemmtem Zustande,
Abb. 5 den Einbau der Tragleisten, Abb. 6 die Lehre 12 für den Schlußstein, Abb.
7 den Bearbeitungsbock für die Steine und Abb. 8 in einem Schaubilde die Ermittlung
der Lage der Tragleisten.
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Die Einbauvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem nach dem Stichmaß
verstellbaren, an die Tragleisten k in der Feuerbüchse aufhängbaren, vierteiligen
Rohrrahmenstützgerüst, an welchem zwei aus zwei gelenkig miteinander verbundenen
Hälften bestehende Gewölbelehrbogen 15 und zwei Exzenterscheiben 9 zur Verstellung
der Höhe des Gewölbes angebracht sind.
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Die Vorrichtung wird folgendermaßen eingebaut. Die Tragleisten sind
das Fundament des Feuerschirms; sie müssen gerade sein und fest an den Seitenwänden
anliegen. Mit Holzstab und Keil werden die Tragleisten k zunächst in ihrer Einbaulage
festgeklemmt (Abb. 5).
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Bei nicht ebenen Seitenwänden werden passende Eisenstückchen
m hinterlegt und mit den Tragleisten k
verschweißt, so daß sich letztere
auch in glühendem Zustand nicht verbiegen können. Die Tragleisten erhalten außerdem
vorn noch eine Anstoßfläche, und zwar aus folgendem Grund: Der Feuerschirm liegt
zur senkrechten Rohrwand unter einem Winkel von 6o'. Die infolge dieser Schräglage
(Abb. 3) entstehende Schubkraft Q1 muß von den beiden Anstoßsteinen o aufgenommen
werden. Hierbei wirkt an der Berührungsstelle mit der Rohrwand eine nach unten gerichtete
Kraft Q2. Diese, durch die Erschütterungen arbeitende Kraft drückt die Anstoßsteine
o allmählich herunter; sie brechen ab; der Feuerschirm verliert seinen Halt und
zerfällt vorzeitig. Um dem vorzubeugen, soll die Schubkraft von den Anstoßflächen
n aufgenommen werden.
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Je nach den zur Verwendung kommenden Steinen undTragleisten werden
die mit O oder Q entsprechend gezeichneten, auswechselbaren Einstellhebel
3 in die Vorrichtung eingesteckt.
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Abb. i zeigt rechts die Anordnung für Steine mit rechteckiger Auflagerung
und links für Steine mit Rundeisenauflagerung.
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Solange die Tragleisten noch festgeklemmt sind, wird mit dem zugehörigen
Stichmaß ii (Abb. 4, 11 oder Q) die Feuerkistenbreite vorn und hinten an der inneren
Seite der Tragleisten an der mit i (Abb. 5) bezeichneten Stelle gemessen. Dann werden
die beiden Einstellhebel eines Hauptrahmens nach dem ermittelten vorderen Breitenmaß
durch Einstecken der Steckbolzen 4 in das entsprechend bezeichnete Loch der Steckplatte
5 eingestellt. Dieser Hauptrahmen wird vorn auf die Tragleisten gehängt, so daß
die Steckplatten zur Rohrwand zeigen. Mit dem hinteren Rahmen wird sinngemäß verfahren
und dieser dann so auf die Tragleisten k gehängt, daß die Steckplatten zum Feuerloch
zeigen.
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Beide Hauptrahmen i werden jetzt durch die Seitenrahmen z miteinander
verbunden und durch Einstecken der Keile 14 gesichert.
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Mit den vier Einstellschrauben 6 wird der Abstand zwischen Vorrichtung
und Wand auf beide Seiten gleichmäßig verteilt. Die Einstellschrauben sind nur leicht
mit der Hand anzuziehen.
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Der richtige Abstand von der Rohrwand wird durch Auflage der verlängerten
Auflageschienen 7 hergestellt. Die Einbauvorrichtung hat jetzt die theoretisch genaue
Lage zu den Tragleisten.
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Die Eckstützen der beiden Hauptrahmen i werden nun durch Klötze und
Keile gegen den Rost abgestützt und darauf die vier Einstellhebel 3 . eingezogen.
Bei ausziehbaren Eckstützen entfallen die Klötze. Die Auflageschienen 8 werden aufgelegt
und die Hubwelle 9 eingelegt.
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Nach dem Einbau der Vorrichtung kann mit dem Einbau der Feuerschirmsteine
begonnen werden.
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Die geteilten Bogen 15 der beiden Hauptrahmen i können durch die Hubwelle
9 mittels der Exzenterhebel io in der Mitte etwas angehoben oder gesenkt werden.
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Die Schlußsteine werden nach entsprechenden Lehren 12 angerissen,
in den Bearbeitungsblock 13 gespannt und nachgearbeitet.