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Reißnagel mit mehreren Nagelspitzen Es sind als Eckenschoner dienende
Reißnägel mit sektorförmiger Kopfplatte und mehreren aus dieser ausgestanzten Nagelspitzen
bekannt. Diese Eckenschoner sind zu einem vollen Kreis zusammenfügbar und haben
den Zweck, vier Teilpläne zu einem Gesamtplan in den Ecken planrichtig zusammenzuhalten.
Solche Eckenschoner sind als Spezialreißnägel anzusprechen, welche komplizierte
Werkzeuge zu ihrer Herstellung benötigen und dem Reißnagel mit kreisrunder Kopfplatte
mit ein oder mehreren Spitzen in bezug auf Abfall an Bandstahlmaterial in keiner
Weise nachstehen. Die sektorförmige Kopfplatte erfordert wegen der besonderenAusbildung
ihrer rechtwinkeligen Randkanten weit mehr Arbeitsgänge und damit auch einen größeren
Arbeitsaufwand, als dies bei der Herstellung runder Reißnägel der Fall ist. Es sind
jedoch auch noch Reißnägel mit dreieckiger Kopfplatte als ausgesprochene Ecknägel
bzw. Ziernägel bekannt, deren Kopfplattenform einem gleichschenkeligen, rechwinkeligen
Dreieck entspricht. Das gleichschenkelige, rechtwinkelige Dreieck hat eine vom rechten
Winkel zur Basis führende wesentlich kürzere Schwerlinie, die eine sehr nachteilige
Wirkung auf eine günstige Verteilung der aus der Kopfplatte auszustanzenden Nagelspitze
hat. Diese Verteilung der Nagelspitzen wird bei der gleichschenkelig rechtwinkeligenKopfplattenform
praktisch nahezu unmöglich, wenn die Kopfplatte z. B. aus einer quadratischen Fläche
ausgestanzt werden soll, welche von dem Umfangskreis des größten handelsüblichen
Reißnagels einer Reißnagelserie mit einem Kopfplattendurchmesser von etwa
13,5 mm umschrieben ist. In einem solchen
Fall wäre die
dreieckige Kopfplatte zu klein, um das Ausstanzen von Nagelspitzen der erforderlichen
Mindestlänge zu ermöglichen, ohne dabei die Festigkeit des Reißnagels ungünstig
zu beeinflussen. Aus diesem Grunde wurden die gleichschenkelig rechtwinkeligen Kopfplatten
der bekannten Reißnägel nur mit eingesetzten Nagelspitzen hergestellt.
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Außerdem sind kreisförmige Reißnägel mit drei tangential angeordneten
und ausgestanzten Spitzen (Abb. 6) bekannt. Die tangential angeordneten Spitzen
neigen bei der Verwendung zum Umbiegen bzw. Brechen, weil im Falle der Verdrehung
die Kraftmomente sich nicht aufheben, sondern summieren. Zu der Entfernung solcher
Dreispitznägel ist ein spezielles Hebegerät notwendig.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine allgemein verwendbare
Reißnageltype zu schaffen, welche sich infolge einer besonderen Form und Ausbildung
der Kopfplatte durch mehrere Vorzüge auszeichnet, die in der materialsparenden Herstellung,
in der Einfachheit der zur Erzeugung erforderlichen Werkzeuge, in der hervorragenden
Handlichkeit der Kopfplatte beim Eintreiben und Herausziehen der Reißnägel und nicht
zuletzt in der außerordentlichen Festigkeit und Widerstandsfähigkeit seiner Nagelspitzen
liegen.
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Das wesentlichste Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Kopfplatte
des neuen Reißnagels die Grundrißform eines gleichseitigen oder gleichschenkeligen,
spitzwinkeligen Dreiecks aufweist und an den drei Schwerlinien je eine ausgestanzte
Nagelspitze besitzt, deren Ausschnitte zum Schwerpunkt der Dreiecksform gerichtet
sind, deren Bugkanten jedoch mit den Schwerlinien einen rechten Winkel einschließen.
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Diese besondere Kopfplattenform ist es, welche erstmals eine denkbar
größtmögliche Einsparung an Bandstahlmaterial, verbunden mit einer ausreichenden
Länge und günstigen Aufteilung der aus ihr auszustanzenden Nagelspitzen, gewährleistet.
Die besondere Anordnung der Nagelspitzen verleiht dem Reißnagel erhöhte Festigkeit
und Widerstandsfähigkeit gegen Spitzenbruch.
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Praktische Versuche in Form von Belastungszugproben ergaben, daß die
Haft- und Tragfähigkeit des erfindungsgemäß hergestellten gleichseitigen oder gleichschenkeligen,
spitzwinkeligen Reißnagels mit drei radial angeordneten, ausgestanzten Nagelspitzen
gegenüber dem bekannten kreisrunden Reißnagel mit einer Spitze, je nach Größe der
Kopfplatte und Spitzenlänge der letzteren, unter den gleichen Versuchsbedingungen
eine fünf bis dreifach höhere, und gegenüber dem bekannten kreisrunden Dreispitznagel
mit tangential angeordneten ausgestanzten Spitzen eine um etwa ein Drittel höhere
ist.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden die Ecken der dreieckigen
Kopfplatte ungefähr im Ausmaß des halben Abstandes der Bugkante der Nagelspitzen
von ihren Eckspitzen abgetrennt, so daß die Kopfplatte mit drei Eckpaaren bzw. mit
sechs Eckpunkten ausgestattet ist. Die Wirkung dieser Eckenausbildung der dreieckigen
Kopfplatte wird jedoch erst ausgewertet, wenn die Kopfplatte in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung etwas gebaucht bzw. bombiert wird. In diesem Falle ruht die Kopfplatte
nur mit den sechs Ecken auf der Unterlage auf, während die Dreieckseiter einen gekrümmten
Verlauf aufweisen, durch den an den Dreieckseiter trotz der Klemmstellung der Plattenecken
ein Luftspalt von der ungefähren Stärke eines Fingernagels verbleibt. Diese Ausbildung
des dreieckigen Reißnagels hat den Vorteil, daß er trotz seiner ausgezeichneten
Haftfähigkeit mit dem bloßen Fingernagel ausgehoben werden kann und die Anwendung
mechanischer Hebemittel oder Hubapparate überflüssig ist.
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In der Zeichnung ist der erfindungsgemäß ausgebildete Reißnagel in
einer beispielsweisen Ausführungsform in den Abb. i und 2 im Aufriß und Grundriß
veranschaulicht. Die Abb. 3 bis 8 zeigen vergleichsweise verschiedene Reißna,gelkopfplatten.
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Die dreieckige Kopfplatte i des erfindungsgemäßen Reißnagels hat die
Grundrißform eines gleichseitigen Dreiecks, dessen drei Seiten von drei Fingern
einer Hand leicht und sicher erfaßt und gehalten werden können. Die Kopfplatte weist
drei Nagelspitzen 2 auf, welche in Richtung der drei Schwerlinien 3 des Dreiecks
aus der Kopfplatte i ausgestanzt und gleich weit vom Schwerpunkt des Dreiecks entfernt
gehalten sind, damit die Nagelspitzen gleich stark und gleich lang sein können und
die verbleibenden Ausschnitte 4 keine Schwächung der Plattenfestigkeit für den Stanzgang
bedeuten. Die Bugkanten 5 der Nagelspitzen 2 stehen senkrecht zu den Schwerlinien
des Dreiecks, so daß sie eine in jeder Richtung, auch in der Drehrichtung gleich
widerstandsfähige Einheit bilden. Das bei Drehung des Reißnagels auftretende Kraftmoment
wird durch die gegenseitige Unterstützung der Nagelspitzen auf diese Weise aufgehoben.
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Die Ecken der Kopfplatte i sind ungefähr im halben Abstand der Nagelbugkanten
5 von den Eckens,pitzen 6 abgetrennt, wobei die Abtrennung vorteilhaft in der Form
eines Kreisbogens 7 erfolgt, dessen Mittelpunkt mit der Eckspitze 6 des Dreiecks
übereinstimmt. Auf diese Weise werden drei Eckenpaare 8, also insgesamt sechs Plattenecken
8 gebildet. Damit diese drei Eckenpaare 8 als Klemmpunkte auf der Unterlage zur
Wirkung kommen, ist die Kopfplatte i etwas gebaucht bzw. bombiert ausgeführt, wobei
die Bombierung ausschließlich in den Ecken der Kopfplatte i die Auflageebene erreicht.
Durch die Bombierung der Kopfplatte i erhalten die Plattenkanten 9 an den Dreieckseiter
einen leicht gekrümmten Verlauf (Abb. i), durch den an den Dreieckseiter auch in
der Klemmstellung der Plattenecken 8 zwischen dem Plattenrand 9 und der Unterlage
io ein Luftspalt i i von der ungefähren Stärke eines Fingernagels verbleibt. Die
Kopfplatte kann auch mit einem abgestuften Saumrand, wie die Abb. 2 zeigt, versehen
sein, welcher die Randauflage des Reißnagels in den Ecken noch besonders betont.
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Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß bei
der
:M)änderung der gleichseitigen Dreiecksform in eine gleichschenkelige, spitzwinkelige
Dreiecksform an der Anordnung der auszustanzenden Spitzen sowie in der Art der Wölbung
der Kopfplatte nichts geändert wird, so daß auch bei dieser Dreiecksform die gleichen
vorbeschriebenen Erfindungsmerkmale erscheinen.
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Die Vorzüge dieses erfindungsgemäß ausgebildeten Reißnagels sind folgende:
i. Die Bombierung des Reißnagels im Verein mit seiner dreieckigen Grundrißform ermöglicht
es, den Reißnagel sogar ohne Anwendung von mechanischen Hebewerkzeugen oder fIubapparaten
mit dem bloßen Fingernagel zweier Finger aus der Klemmlage auszuheben. 2. I )ie
Anordnung der Eckenpaare 8 hat zur Folge, daß der Reißnagel in jeder seiner Ecken
einen durch den Nagelspitz gebildeten Haftpunkt und zwei durch die Ecken 8 gebildete
Klemmpunkte besitzt, also insgesamt auf der Unterlage mit drei Haftstellen (Einstichstellen)
und sechs Klemmstellen verankert ist. 3. Der Reißnagel stellt infolge seiner gleichseitigen
Kopfplattenform einen vollwertigen Ersatz für die bekannten Reißnägel mit rundem
Kopfplattenprofil sämtlicher handelsüblicher Größen 1, 2, 3, :4 dar. Der Nachweis
hierfür wird durch die Abb. 8 erbracht. Aus dieser Figur sind die vier IZeißnagelgrößen
mit rundem Kopf durch die strichpunktierten Kreise 12, 13, 14 und 15 ersichtlich
gemacht. Der alle vier Reißnagelgrößen ersetzende dreieckförmige Reißnagel ist in
die Kopfplattenform der runden Reißnägel so eingezeichnet, daß sich die Schwerpunkte
beider Formen decken. Die Abb. 8 zeigt hierbei deutlich, daß der dreieckige Reißnagel
mit seinen sechs Ecken den Umfangskreis des größten der vier Reißnagelgrößerr (12
bis 15) berührt, im Flächenausmaß jedoch um ein bedeutendes kleiner ist, wodurch
sich eine Materialeinsparung Iris zu 5o% gegenüber dem Verbrauch bei den handelsüblich
bekannten kreisrunden Reißnägeln erzielen läßt.
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In den Abb. 3 bis 8 ist eine Gegenüberstellung verschiedener bekannter
Reißnageltypen mit dem erfindungsgemäßen Reißnagel dargestellt. Abb. 5 stellt die
gleichschenkelig rechtwinkelige Kopfplatte dar, und es zeigt sich, daß dabei die
an der Stelle des rechten Winkels ausgestanzte Nagelspitze fast bis an den Rand
des Nagelkopfes zu liegen kommt, was eine technisch nicht zu verantwortende Schwächung
bewirkt. Aber selbst dann könnte die dortige Spitze nicht ebenso lang wie die beiden
anderen Spitzen gehalten werden. Diese Kopfplattenform des gleichschenkeligen, rechtwinkeligen
Dreiecks kann also infolge seiner ungünstigen Flächenform nicht technisch einwandfrei
mit ausgestanzten Nagelspitzen, sondern nur mit eingesetzten verwendet werden. Demgegenüber
ist aus Abb. 7 zu ersehen, daß der Reißnagel mit einer gleichseitigen oder gleichschenkeligen,
spitzwinkeligen Dreiecksform infolge der Symmetrie eine einwandfreie Verteilung
der Nagelspitzen ermöglicht, ohne in irgendeiner Weise die Festigkeit der Kopfplatte
zu gefährden oder eine Kürzung der Nagelspitzen erforderlich zu machen.
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Die Gegenüberstellung der bekannten Reißnageltypen zum neuen Reißnagel
zeigt somit deutlich, daß die neue Kopfplattenform nicht nur einen technischen Fortschritt,
sondern auch einen bedeutenden wirtschaftlichen Vorteil in der Erzeugung von Reißnägeln
mit sich bringt.