DE814009C - Elastische mehrschichtige Druckform - Google Patents

Elastische mehrschichtige Druckform

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DE814009C
DE814009C DEP37342A DEP0037342A DE814009C DE 814009 C DE814009 C DE 814009C DE P37342 A DEP37342 A DE P37342A DE P0037342 A DEP0037342 A DE P0037342A DE 814009 C DE814009 C DE 814009C
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DE
Germany
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Expired
Application number
DEP37342A
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English (en)
Inventor
Friedrich Josef Troezmueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Semperit AG Holding
Original Assignee
Semperit AG Holding
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N1/00Printing plates or foils; Materials therefor
    • B41N1/12Printing plates or foils; Materials therefor non-metallic other than stone, e.g. printing plates or foils comprising inorganic materials in an organic matrix

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  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 17. SEPTEMBER 1951
p 37342 IV a j 15I D
Die Erfindung bezieht sich auf mehrschichtige elastische Druckformen aus Kautschukmischungen. Der Erfinder hat in dem letzten Jahrzehnt elastische Druckformen aus Kautschukmischungen entwickelt, welche für den Ruchdruck, Tabellendruck, Notendruck, überhaupt für alle Druckarbeiten, zu welchen früher starre Metalldruckformen verwendet wurden, ausgezeichnet verwendbar sind. Damit eine elastische Druckform für den bezeichneten Zweck gut geeignet ist, muß sie einer Reihe von Erfordernissen entsprechen, von denen die folgenden die wichtigsten sind:
a) die Druckform muß so ausgebildet sein, daß sich das Schriftbild bei Unebenheiten des zu bedruckenden Papiers oder Unstimmigkeiten in der Druckmaschine im Druck nicht verquetscht, d. h. daß die das Schriftbild tragende, unmittelbare Druckoberfläche quetschsicher hart sein muß, aber der Tiefe nach trotzdem hochelastisch wirken muß;
b) die elastische Druckform darf in der Fläche nicht dehnbar sein, damit gegenüber dem Original die Maßhaltigkeit vollkommen gewahrt wird;
c) die Druckform muß vollkommen eben, dabei aber leicht biegsam sein, damit sie sowohl auf Flachdruckpressen als auch auf Rotationspressen verwendet werden kann.
Diesen verschiedenen Erfordernissen entsprechen nur mehrschichtige Druckformen, welche mindestens eine dünne und harte Druckschicht (Bildschicht) und eine dickere Unterschicht aus verhältnismäßig weichem Material, sogenannte Polsterschicht, sowie eine Einlageschicht aus schrumpffestem Material, wie z. B. Einlagen aus mit Kunstharz oder anderen Kunststoffen gehärteten Fasern, wie Papier, Pappe, Gewebe o. dgl., aufweisen. Schließlich wird noch eine Abschlußschicht, mit der die Druckform auf die Platte oder Walze der Druckmaschine aufgespannt wird, vorgesehen. Es sind also mindestens vier Schichten notwendig, um eine elastische Druckform dieser Art aufzubauen.
Zahlreiche Versuche haben nun ergeben, daß drei Faktoren einer solchen Druckform besonders geregelt werden müssen, um einen guten Druck mit Sicherheit zu gewährleisten, nämlich das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zu ihrer Härte, das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zur Dicke der Polsterschicht und das Verhältnis der Härte der Druckschicht zur Härte der Polsterschicht.
Das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zu ihrer Härte wird durch die Bedingung bestimmt,
as Verquetschungen des Reliefs der Druckschicht auszuschließen. Die Dicke der Druckschicht im Verhältnis zu der Dicke der darunter befindlichen elastischen Polsterschicht und das Verhältnis der Härte der Druckschicht zu der Härte der Polsterschicht bestimmen das Maß der Tiefenelastizität. Den Gegenstand der Erfindung bilden nun mehrschichtige elastische Drückformen aus Kautschukmischungen, bei welchen einer harten Druckschicht eine weiche Polsterschicht unterlegt ist, und die schrumpffeste Einlagen aufweisen. In den Fig. 1 bis 3 ist die obenerwähnte gegenseitige Abstimmung der Eigenschaften der einzelnen Schichten graphisch dargestellt. In Fig. ι sind die praktisch möglichen Härten der Druckschicht als Abszisse eingetragen, wogegen die Ordinate die entsprechenden Dicken der Druckschicht aufzeigt. In Fig. 2 sind die Dicken der Polsterschicht in die Abszisse, die Dicken der Druckschicht in die Ordinate und in Fig. 3 die Härten der Polsterschicht in die Abszisse und die Härten der Druckschicht in die Ordinate verlegt.
Das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zu ihrer Härte entspricht einem Punkt innerhalb der durch die Linien A-B-C-D bestimmten Fläche des Diagramms I in Fig. 1, das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zur Dicke der Polsterschicht einem Punkt innerhalb der durch die Linien E-F-G-H bestimmten Fläche des Diagramms II in Fig. 2 und das Verhältnis der Härte der Druckschicht zur Härte der Polsterschicht einem Punkt in der durch die Linien J-K-L-M-N-O bestimmten Fläche des Diagramms III in Fig. 3.
Das Mindestmaß der Dicke der Druckschicht liegt nach den Versuchsergebnissen annähernd bei 0,2 mm, das Höchstmaß annähernd bei 0,8 mm. Das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zu ihrer Härte entspricht in dem angegebenen Bereich von 0,2 mm bis 0,8 mm bei je 0,1 mm Differenz der Dicke den folgenden Zahlenwerten:
Druckschicht:
Härte: 85 bis ioo° Shore
80 - 98°
75 - 95°
70 - 93°
65 - 9o°
όο - 88°
55 - 85°
Dicke: 0,2 mm
o,3 -0,4 -
o,5 0,6 -
o,7 -0,8 -
In ein Diagramm eingetragen, ergeben diese Zahlen die in der Zeichnung Fig. 1 angegebene Fläche.
Die Polsterschicht soll nach den Versuchsergebnissen etwa die drei- bis fünffache Dicke der Druckschicht besitzen. Die ziffernmäßigen Werte für die Dicke der Polsterschicht in Abhängigkeit von der Dicke der Druckschicht entsprechen daher der nachfolgenden Tabelle:
:r Druckschicht: Dicke der 0,6 Polsterschicht:
0,2 mm 0,9 bis 1,0 mm
o,3 - 1,2 - i»5 -
0,4 - 1,5 - 2,0 -
o,5 - 1,8 - 2,5 -
0,6 - 2,1 - 3,o -
o,7 - 2,4 - 3,5 "
0,8 - - 4,0 -
Dieses Verhältnis ist in Fig. 2 der Zeichnung graphisch dargestellt. Das erforderliche Verhältnis der Härte der Druckschicht zur Härte der Polsterschicht ist in Fig. 3 veranschaulicht. Die Härten der Druckschicht sollen um etwa 15 bis 50° Shore höher liegen als die der zugehörigen Polsterschicht. Dabei ist aber festzuhalten, daß die Härte der Druckschicht nach oben mit ioo° Shore begrenzt ist, nach unten die Verwendbarkeit der Druckschicht mit etwa 550 Shore endet. Die praktischen Härtegrenzen für die Polsterschicht liegen ungefähr zwischen 60 und 300 Shore. Daraus ergibt sich nachstehende Gegenüberstellung:
Härte der Druckschicht: Härte der Polsterschicht:
ioo° Shore
8o° -
75° 55° -
60 bis 50° Shore
60 60 -
30-3oc
4O - 3oc
Die zugeordneten Härtewerte liegen innerhalb des Vielecks I-K-L-M-N-O des in Fig. 3 dargestellten Diagramms.
Nachstehend werden einige'Beispiele für die Regelung der angegebenen Faktoren angeführt, wobei die entsprechenden Punkte für das Beispiel 1 in der Zeichnung mit R1, R2 und R3, für das Beispiel 2 mit S1, .S2, S3 und für das Beispiel 3 mit T1, T2, T3 bezeichnet sind.
Druckschicht:
Dicke: Härte:
Polsterschicht: Dicke: Härte:
1. 0,3 mm
2. 0,6 3· 0,8 -
90 Shore
75 65 -
1,3 mm
2,5 3,5 -
55 Shore 45 35 -
Bei Verwendung elastischer Druckformen, welche den oben angegebenen Bedingungen entsprechen, wird durch die oberste harte Druckschicht ein Verquetschen oder ein Verzerren des Druckbildes vollkommen verhindert, dabei aber gleichzeitig durch das richtige Verhältnis der Dicke und Härte der Polsterschicht die für die Materialverschiebung beim Prägen der Druckform und für den Druck selbst wünschenswerte Nachgiebigkeit und Elastizität erzielt. Für den Aufbau der Druckformen eignen sich neben Mischungen aus natürlichem Kautschuk vor allem solche aus Kunstkautschuk. Eine Druckschicht, welche in einer Dicke zwischen 0,2 und 0,8 mm die erforderliche Härte im Sinne der obigen Angaben besitzt, wird beispielsweise aus einer Mischung der folgenden Zusammensetzung erhalten:
100 Gewichtsteile Perbunan (Mischpolymerisat Von Butadien mit Acrylsäurenitril)
S - Zinkstearat
10 - Triphenylphosphat
10 - Dibenzyläther
10 - Zinkoxyd
2-> 60 - aktiver Ruß
60 - inaktiver Ruß
2,5 - Schwefel
2 - Vulkazit AZ (Umsetzungspro
dukt von Merkaptobenzothiazol und Diäthylamin).
Für die Polsterschicht, welche hoch elastisch ist, kann beispielsweise eine Mischung der folgenden Zusammensetzung gewählt werden:
100 Gewichtsteile Buna S (Mischpolymerisat
von Butadien mit Styrol)
50 - Mineralöl
25 - Zinkoxyd
5 - halbaktiver Ruß
20 - Faktis
200 - Kreide
2,5 - Schwefel
2 - Vulkazit AZ.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Mehrschichtige, elastische Druckform aus Kautschukmischungen mit einer dünnen, harten Druckschicht und einer darunter befindlichen weicheren Polsterschicht sowie einer schrumpffesten Einlage und allenfalls weiteren Schichten, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Dicke zur Härte der Druckschicht einem Punkt innerhalb der durch die Linien A-B-C-D bestimmten Fläche des Diagramms I (Fig. 1), das Verhältnis der Dicke der Druckschicht zur Dicke der Polsterschicht einem Punkt innerhalb der durch die Linien E-F-G-H bestimmten Fläche des Diagramms II (Fig. 2) und das Verhältnis der Härte der Druckschicht zur Härte der Polsterschicht einem Punkt in der durch die llinien J-K-L-M-N-O bestimmten Fläche des Diagramms III (Fig. 3) entspricht.
  2. 2. Druckform gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Härte der Druckschicht zwischen 55 und ioo° Shore liegt und die Härte der Polsterschicht um 15 bis 500 Shore geringer als die Härte der Druckschicht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 1532 9.51
DEP37342A 1948-04-05 1949-03-22 Elastische mehrschichtige Druckform Expired DE814009C (de)

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GB (1) GB659924A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1206451B (de) * 1959-06-19 1965-12-09 Robert Roy Myers Aus mehreren Schichten aufgebaute Druckplatte

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