DE814958C - Schaltvorrichtung an Kehrpfluegen - Google Patents
Schaltvorrichtung an KehrpfluegenInfo
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- DE814958C DE814958C DEP1767A DEP0001767A DE814958C DE 814958 C DE814958 C DE 814958C DE P1767 A DEP1767 A DE P1767A DE P0001767 A DEP0001767 A DE P0001767A DE 814958 C DE814958 C DE 814958C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/04—Animal-drawn ploughs
- A01B3/16—Alternating ploughs, i.e. capable of making an adjacent furrow on return journey
- A01B3/18—Turn-wrest ploughs
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 27. SEPTEMBER 1951
p 1767 111 145 a D
Es sind Kehrpflüge, nach Art der Brabanterpflüge, bekannt, bei denen unter- oder oberhalb der Handhaben
zur Führung des Pfluges Schalthebel, wie Griffe, Klinken u.a., angeordnet sind zur Betätigung
der Ver- und Entriegelung einmal des Grindels mit dem Sterzen, zum anderen des Grindels mit dem
Fahrgestell.
Die Ausführung der notwendigen Scihaltteile dieser Anordnungen über längere Schaltgestänge ist infolge
der Schräglage der Sterzen zum Grindel meist nicht glücklich. Es treten erfahrungsgemäß imLaufe
der Zeit Verformungen der Schaltgestänge ein, die einen einwandfreien Schaltvorgang erschweren oder
verhindern, zumal von vornherein meist schon die Betätigung der Entriegelung, besonders bei kombinierter
Schalteinrichtung der beiden Verriegelungsstellen, die Anwendung starker Handkraft
voraussetzt.
Die Forderung, in geneigtem Gelände den Pflug mit beiden Händen führen zu können, kann bei derartigen
Pflügen nicht erfüllt werden, weil den Umständen entsprechend eine Hand zur Schaltung gebraucht
wird. Beim Auspflügen am Feldende, also beim Ausgang der Zugtiere aus der Furche, wird
mittels der Leine in der linken Hand die Lenkung der Zugtiere durchgeführt, zudem muß gerade dann
die Entriegelung des Pflugdrehgrindels durchgeführt werden. Ein sicheres Festhalten der Handhaben
(Sterzen) zur Führung des Pfluges ist bei der geschilderten Bauart in dieser Situation ohne Mithilfe
einer zweiten Person für das Führen der Zugtiere unmöglich.
Bei den Drehpflügen gemäß der Erfindung werden diese Mängel beseitigt. Die Erfindung besteht im
wesentlichen darin, daß die Verriegelung und Entriegelung der beiden Feststellklinken durch Fuß-
schaltung bewerkstelligt werden. Sie erfüllt damit die Forderung der Landwirtschaft, die Hände für die
Führung des Pfluges und des Gespannes frei zu haben und überläßt die Arbeit der Schaltbetätigung
dei: Füßen.
Abb. ι der Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform
der Erfindung, beispielsweise an einem Brabanterdrehpflug;
Abb. 2 zeigt in größerem Maßstabe die Schaltvorrichtung
bei anderer Stellung einzelner Teile.
Die Handhaben α zur Führung des Pfluges sind drehbeweglich über ein im folgenden näher beschriebenes
Hintergelerik mit dem Pfluggrindel b, an dem die Pflugkörper c befestigt sind, verbunden.
Der Pflugkörper c ist wiederum drehbeweglich über ein ebenfalls näher beschriebenes Vordergelenk mit
dem Fahrgestell (Vorderkarren) d verbunden.
Das Hintergelenk besteht aus einem Drehzapfen e,
der mit dem Grindel b fest verbunden ist und gleichzeitig eine Rastenscheibe/ trägt. Den Drehzapfen e
umfaßt drehbeweglich ein Lagerstück g, das mit den Sterzen α fest verbunden ist. An diesem Lagerstück g
ist mittels eines Bolzens i eine Sperrklinke Ii schwenkbar angeordnet, die in Verriegelungsstellung
in die Rastenscheibe f eingreift und hierin durch eine Feder k gehalten wird. Diese Klinke h
ist über ihren Drehpunkt i hinaus verlängert und als Fußhebel / ausgebildet.
Auf dem Bolzen i ist ferner ein zweiter Fuß-,
hebel m gelagert, an dem im Form eines Kniehebelgelenkes ein Gabellhebel η arogreift, der an seinem
anderen Ende mit einem Zugstück 0 gelenkig verbunden ist. Dieses Zugstück ο überträgt über ein an
ihm nachstellbar befestigtes Gestänge p die durch den Fußhebel m hervorgerufene Schaltbewegung
für die Ent- und Verriegelung des Vordergelenkes auf eine Klinke q. Diese Klinke ist in einer Führung
des Grindels verschiebbar und! greift in Rastensegmente r ein, die mit dem Fahrgestell (Vorder-
- 40 karren) d fest verbunden sind. In Verriegelungs- j
stellung wird die Klinke q in den Rasten r durch
eine Feder j gehalten.
Die Entriegelung des Grindels vom Fahrgestell und die Entriegelung des Grindels von den Handhaben
(Sterzen) wird durch nacheinander erfolgendes Niedertreten der Fußhebel m und / in angegebener
Reihenfolge betätigt. Gemäß der Erfindung ist es jedoch auch möglich, beide Verriegelungen
durch Niedertreten nur des Fußhebels / zu lösen, indem der Fußhebel / durch besondere Formgebung
auf das Kniegelenk des Hebelpaares m, η einwirkt. Nach der Entriegelung erfolgt das Umwenden
(Drehen) des Grindels so, daß der oben befindlicihe Pflugkörper nach untern zu liegen kommt und umgekehrt.
Ist diese Drehung erfolgt, schnappt die Klinke h in die entsprechende Rast der Rastenscheibe
/ unter Einwirkung der Federkraft k ein und verriegelt somit wieder die Handhaben mit dem
Grindel. Dk vordere Verriegelung· q, τ wird jedoch
noch durch die über seinen Totpunkt hinaus erfolgte Knickung des Kniehebelgelenkes m, η in ausgerückter
Lage gehaltem, bis der Pflug in der neubegonnenen Ackerfurche seine richtige Lage gefunden
hat. Damm wird mittels des Fußes der Fußhebel m
(s.Abb. 2) kurz angehoben, damit das Kniehebelgelenk m, η über seine Totlage gebracht, das
Gestänge p entspannt und hierdurch ermöglicht, daß die Feder s die Klinke q in die richtige Rast des
Segments r hineinzieht und somit Grindel und Fahrgestell verriegelt.
Claims (5)
1. Schaltvorrichtung' an Kehrpflügen, bei denen die Sterzen mit dem Grindel und der
Grindel mit dem Fahrgestell verriegelbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auslösen einer
in. eine Rastenscheibe (/) des Grindels (b) einigreifenden, am Drehlager (g) der Sterzen
schwenkbar angeordneten Sperrklinke (/ι) und eines zur Verriegelung des Grindels mit der
Vorderkarre dienenden Gestänges (p, q) eine hinten am Grindel angeordnete, durch den Fuß
zu bedienende Schaltvorrichtung vorgesehen ist.
2. Schaltvorrichtung nach Ansprudh 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein auf die Verriegelung der Sterzen einwirkender Fußhebel (/) und ein zweiter auf die Verriegelung des
Grindels einwirkender Fußhebel (m) vorgesehen
sind. '
3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Verriegelungen
nacheinander oder gleichzeitig von nur einem Fußhebel bedient werden können.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelung an
beiden Stellen durch einen Fußhebel (/), die Verriegelung an beiden Stellen dagegen getrennt
voneinander durch zwei Fußhebel (I, m) erfolgt.
5. Schaltvorrichtung nach Ansprüchen ι und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß an einem mit den Sterzen (α) verbundenen Lagerstück (g) für den
hinteren Drehzapfen (e) des Grindels (b) eine Sperrklinke (h), die in Verriegelungsstellung in
eine am Drehzapfen (e) sitzende Rastenscheibe (/) eingreift und an ihrem rückwärtigen Ende
als Fußhebel (/) ausgebildet ist, mittels eines Bolzens (i) gelagert ist, auf dem auch ein zweiter
Fußhebel (m) gelagert ist, mit dem ein Hebel (w)
ein Kniegelenk bildet, welcher Hebel mit seinem einen Ende am Fußhebel (m) und mit seinem
anderen Ende an dem zur Verriegelung des Grindels mit der Vorderkarre dienenden Gestänge
(p, q) angelenkt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1556 9.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1767A DE814958C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Schaltvorrichtung an Kehrpfluegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1767A DE814958C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Schaltvorrichtung an Kehrpfluegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE814958C true DE814958C (de) | 1951-09-27 |
Family
ID=7357466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1767A Expired DE814958C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Schaltvorrichtung an Kehrpfluegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE814958C (de) |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP1767A patent/DE814958C/de not_active Expired
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