DE819019C - Anlassvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Anlassvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen

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DE819019C
DE819019C DEA703A DEA0000703A DE819019C DE 819019 C DE819019 C DE 819019C DE A703 A DEA703 A DE A703A DE A0000703 A DEA0000703 A DE A0000703A DE 819019 C DE819019 C DE 819019C
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DE
Germany
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compressed air
atomizer
air
internal combustion
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Expired
Application number
DEA703A
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English (en)
Inventor
Karl Alter
Nikolaus Bachert
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N9/00Starting of engines by supplying auxiliary pressure fluid to their working chambers
    • F02N9/02Starting of engines by supplying auxiliary pressure fluid to their working chambers the pressure fluid being generated directly by combustion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Anlaßvorrichtung für Brennkraftmaschinen Es ist bekannt, für das Anlassen voti Kraftfahrzeugen elektrische Anlasser zu verwenden, die entweder von Hand oder durch den Fuß betätigt werden, wodurch das Anlasserritzel in die Verzahnung des Schwungrades eingreift und so die Kurbelwelle des Motors in Umdrehung versetzt wird. Durch die Beschattung eines Anlassers und die Anordnung der Verzahnung des Schwungrades entstehen hohe Kosten. Auch lassen sich neben der starken Inanspruchnahme und dem damit raschen Aufbrauchen der Batterie andere Störungen nicht vermeiden, die z. £3. durch Zahnbruch, Verbiegung der Ritzelwelle u. dgl. entstehen können.
  • Diese :Mängel beseitigt die Erfindung in einfacher \\'eise. Anlasser tnit Ritzel, dessen Betätigungs-Organe, Verzahnung des Schwungrades u. dgl. kommen in Wegfall.
  • Das Anlassen des Motors erfolgt erfindungsgemäß durch Einleitung eines fein zerstäubten Benzin-Luft-Gemisches in die einzelnen Brennräume. Die Zerstäubung erfolgt mit Druckluft aus einem Druckluftl>ehälter, der von einer z. B. vom Scheibenwischer oder einem anderen Gerät in Tätigkeit versetzten Pumpe gespeist und unter Druck gehalten wird.
  • Durch Anordnung einer Vorrichtung, z. B. eines gezahnten Schiebers, der nach der Einleitung des Gemisches in die Zylinder von Hand kurz hin und her bewegt wird, oder einer ähnlichen Vorrichtung wird in irgendeinem Brennraum ein Zündfunke erzeugt, der den Motor augenblicklich zum Anlaufen bringt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in fünf im wesentlichen schematischen Figuren dargestellt, es zeigt Fig. i eine schematische Seitenansicht der Vergaserseite des Motors, Fig.2 den Druckluftzylinder mit Ventil im Schnitt, Fig. 3 den beispielsweisen Antrieb der Pumpe, Fig. 4 die Stellung von Zerstäuber und Hauptvergaser bei 30% Steigung, und Fig. 5 die Stellung bei 30% Gefälle.
  • Neben dem Hauptvergasera ist mittels einer Verbindungsröhre b ein Zerstäuber c angeordnet in der Weise, daß im Hauptvergaser und im Zerstäuber stets gleicher Flüssigkeitsstand herrscht. In den Zerstäuber c mündet unweit über der Flüssigkeit ein Einlaßstutzen rl für die Zerstäuber- und Mischluft ein; auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Atislaßstutzen mitGemischleitunge zumMotor f. Vom Einlaßstutzen d führt eine Luftleitung g zu einem Druckluftbehälter h, welcher durch eine Rohrleitung k mit einer Luftpumpei in Verbindung steht. Diese wird von irgendeiner Stelle des Motors oder eines Nebengeräts, z. B. dem Scheibenwischer her betätigt. Zu diesem Zweck kann an der Kolbenstange m (Fig.3) ein Schwinghebeln angreifen, der, wenn es sich z. B. um einen Antrieb durch den Scheibenwischer l (Fig. i) handelt, von dessen Welle o in hin und her gehende Bewegungen versetzt wird, wobei die Luftpumpei den Druckluftbehälterh Tiber die Rohrleitung k fortlaufend auffüllen kann.
  • Um nun die im Druckluftbehälter lt befindliche Druckluft nach Bedarf in die Luftleitung g ünd damit über den Zerstäuber c in die Brennräume p zu leiten, ist in den Boden hl des Druckluftbehälters h ein abgedichtetes Ventilgehäuse is (Fig. 2) eingebaut, in welchem ein durch Hand- oder Fußbetätigung bewegbares Auslaßventil v geführt ist, so daß, wenn man auf den durch eine Feder zol beeinflußten Knopf w drückt, das Ventil v nach innen geöffnet wird, wobei die Druckluft des Behälters h in die Luftleitung g übertritt. Die Druckluft streicht dann in scharfem Strahl über die Oberfläche des Benzins im Zerstäuber c hinweg und strömt mit- dem in feinste Teilchen zerstäubten Benzin auf der andern Seite bei e als Benzin-Luft-Gemisch über je ein vorgelagertes, federbeeinflußtes Kugelventil den Motorzylindern zu. Der Luftdruck überwindet hierbei die Federkraft. Sobald der Brennraum über einem oder mehreren Kolben mit Gemisch angefüllt ist, schließen sich die Kugelventile wieder.
  • Nunmehr kann die Zündeinrichtung betätigt werden. Diese besteht aus einem Gehäuse G, in das ein mit einem Schaltknopf x (Fig. i rechts) versehener Schieber y gleitet. Das Gehäuse G befindet sich an einer für den Fahrer leicht erreichbaren Stelle des Fahrzeuges, z. B. dem Schaltbrett. Es steht über das Zündschloß und die Zündspule z mit der Batterie B sowie mit dem Verteiler V in Verbindung. Es weist einen Abreißhammer<Ql auf. Beim Ein- und Ausstoßen des Schiebers y wird ein Abreißfunken erzeugt, der :ich auch ini Verteiler h zwischen den Kontakten und dem Unterbrecher A bildet. Letzteres wird dadurch erreicht, daß der Verteilerfinger A segmentartig so verbreitert ist, daß in jeder Stellung desselben ein Anfangszündfunke mindestens nach einer Seite entsteht.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Zunächst werden der Scheibenwischer l und das Zündschloß S' (Fig. i) eingeschaltet, worauf durch Betätigen des Knopfes zu Druckluft über die Luftleitung ä in den Zerstäuber c und von diesem über die Gemischleitung e in die einzelnen Tlreiniriiuine p gedrückt wird. Wird nun der Schieber @- ein oder mehrere Male hin oder her geschoben, so wird in den zugehörigen Brennräumen ein Zündfunke erzeugt, der den Motor zum Anlaufen brin-t.
  • Wie schon erwähnt, stellt sich der Benzinstand im Hauptvergaser a und in dein Zerstäuber c stets gleich hoch ein. Steht das Fahrzeug aufwärts am Berge, so stellt sich (las Benzin in den beiden Vergasern, wie die Fig. .4 zeigt, ein. d. h. der Luftstrom bläst auch in dieser Stellung der Vergaser über die Dämpfe des Nebenvergasers hinweg und führt das Benzin-Luft-Gemisch über das -erade offene Ventil in den Explosionsraum. Genau so verhält es sich bei abwärts gerichtetem Fahrzeug (Stellung Fig.5). Bei seitlich auf leicht gewölbtem Straßenrand stehendem Fahrzeug muß selbstverständlich der Schwimmer des Hauptvergasers so einreguliert sein, daß beim Benzinstand in beiden Vergasern kein Benzin in die Druckluftleitung gelangen kann. Sollte dies aber doch einanal eintreten, so wird die Funktion dadurch nicht beeinträchtigt, da der Luftdruck etwa dort eingelaufenes Benzin beim Niederdrücken des Knopfes zu wieder hinausbläst usw.
  • In allen Fällen streicht die Druckluft über die Benzinoberfläche hinweg, selbst noch bei einer für Fahrstraßen unbekannten Neigung von 30% und mehr, wie es in den Fig. 1 und 5 veranschaulicht ist.
  • Anstatt der Einleitung des Gemisches in die Zylinder durch die Gemischleitung e könnte auch folgende Ausführung zum gleichen Ziele fuhren. Die einzelnen Ventilschäfte werden unterhalb der Auflagestelle in gleicher Höhe rillenförmig angedreht und der Zylinderblock von der Längsseite her in Höhe der Rillen angebohrt, so daß, weil die Ventile nie auf gleicher Höl-w stehen, jeweils nur das mit seiner Rille unterhalb der Bohrung liegende Ventil dem Gemisch den Durchgang gestattet.
  • In der Zeichnung ist ein 4-Zylinder-Motor als Beispiel dargestellt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anlaßvorrichtung fair Brennkraftmaschinen ohne Anlasser u. dgl., gekennzeichnet durch einen Druckluftzylinder (h), eine Puinpe (i) und einen Zerstäuber (c), der ein fein zerstäubtes Kraftstoff-Luft-Gemisch den Brennräumen (p) der Brennkraftmaschine (f) zuführt.
  2. 2. Anlaßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zerstäuber (c) und der Hauptvergaser (a) so angeordnet sind, daß ihr jeweiliger Flüssigkeitsstand übereinstimmt, so daß durch waagerechtes Einblasen von Druckluft aus dein von der Pumpe (i) gespeisten Druckluftzylinder (h) ein fein zerstäubtes Kraftstoff-Luft-Gemisch entsteht.
  3. 3. Anlaßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftzylinder (h) außer mit der Luftpumpe (i) über ein von 1-Tand oder'mit dem Fuß zu betätigendes Auslaßventil (v) mit dem Zerstäuber (c) in Verbindung steht. t.
  4. Anwendung der Anlaßvorrichtung nach Anspruch i bis 3 bei Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, <laß an einer für den Fahrer leicht erreichbaren Stelle, z. B. dem Schaltbrett, ein Anlaßgehäuse (G) mit in ihm geführter, rastenförmiger Schieberstange (y) und Abreißhebel (Al) angeordnet ist, derart, daß beim Ein- und Ausstoßen der Schieberstange (y) ein oder mehrere über den Verteiler (h) geleitete Zündfunken im Brennraum entstehen.
  5. 5. Anwendung der Anlaßvorrichtung nach Anspruch i bis 3 bei Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einerri beweglichen Übertragungsmittel, z. B. der Scheibenwischerachse (o) oder einem anderen Antriebsmittel gekuppelt ist, um so bei Bedarf die im Luftdruckzylinder (h) vorhandene Luftmenge selbsttätig aufzufrischen.
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