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Anlaßvorrichtung für Brennkraftmaschinen Es ist bekannt, für das Anlassen
voti Kraftfahrzeugen elektrische Anlasser zu verwenden, die entweder von Hand oder
durch den Fuß betätigt werden, wodurch das Anlasserritzel in die Verzahnung des
Schwungrades eingreift und so die Kurbelwelle des Motors in Umdrehung versetzt wird.
Durch die Beschattung eines Anlassers und die Anordnung der Verzahnung des Schwungrades
entstehen hohe Kosten. Auch lassen sich neben der starken Inanspruchnahme und dem
damit raschen Aufbrauchen der Batterie andere Störungen nicht vermeiden, die z.
£3. durch Zahnbruch, Verbiegung der Ritzelwelle u. dgl. entstehen können.
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Diese :Mängel beseitigt die Erfindung in einfacher \\'eise. Anlasser
tnit Ritzel, dessen Betätigungs-Organe, Verzahnung des Schwungrades u. dgl. kommen
in Wegfall.
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Das Anlassen des Motors erfolgt erfindungsgemäß durch Einleitung eines
fein zerstäubten Benzin-Luft-Gemisches in die einzelnen Brennräume. Die Zerstäubung
erfolgt mit Druckluft aus einem Druckluftl>ehälter, der von einer z. B. vom Scheibenwischer
oder einem anderen Gerät in Tätigkeit versetzten Pumpe gespeist und unter Druck
gehalten wird.
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Durch Anordnung einer Vorrichtung, z. B. eines gezahnten Schiebers,
der nach der Einleitung des Gemisches in die Zylinder von Hand kurz hin und her
bewegt wird, oder einer ähnlichen Vorrichtung wird in irgendeinem Brennraum ein
Zündfunke erzeugt,
der den Motor augenblicklich zum Anlaufen bringt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in fünf im wesentlichen
schematischen Figuren dargestellt, es zeigt Fig. i eine schematische Seitenansicht
der Vergaserseite des Motors, Fig.2 den Druckluftzylinder mit Ventil im Schnitt,
Fig. 3 den beispielsweisen Antrieb der Pumpe, Fig. 4 die Stellung von Zerstäuber
und Hauptvergaser bei 30% Steigung, und Fig. 5 die Stellung bei 30% Gefälle.
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Neben dem Hauptvergasera ist mittels einer Verbindungsröhre b ein
Zerstäuber c angeordnet in der Weise, daß im Hauptvergaser und im Zerstäuber stets
gleicher Flüssigkeitsstand herrscht. In den Zerstäuber c mündet unweit über der
Flüssigkeit ein Einlaßstutzen rl für die Zerstäuber- und Mischluft ein; auf der
gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Atislaßstutzen mitGemischleitunge zumMotor
f. Vom Einlaßstutzen d führt eine Luftleitung g zu einem Druckluftbehälter h, welcher
durch eine Rohrleitung k mit einer Luftpumpei in Verbindung steht. Diese wird von
irgendeiner Stelle des Motors oder eines Nebengeräts, z. B. dem Scheibenwischer
her betätigt. Zu diesem Zweck kann an der Kolbenstange m (Fig.3) ein Schwinghebeln
angreifen, der, wenn es sich z. B. um einen Antrieb durch den Scheibenwischer l
(Fig. i) handelt, von dessen Welle o in hin und her gehende Bewegungen versetzt
wird, wobei die Luftpumpei den Druckluftbehälterh Tiber die Rohrleitung k fortlaufend
auffüllen kann.
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Um nun die im Druckluftbehälter lt befindliche Druckluft nach Bedarf
in die Luftleitung g ünd damit über den Zerstäuber c in die Brennräume p zu leiten,
ist in den Boden hl des Druckluftbehälters h ein abgedichtetes Ventilgehäuse is
(Fig. 2) eingebaut, in welchem ein durch Hand- oder Fußbetätigung bewegbares Auslaßventil
v geführt ist, so daß, wenn man auf den durch eine Feder zol beeinflußten Knopf
w drückt, das Ventil v nach innen geöffnet wird, wobei die Druckluft des Behälters
h in die Luftleitung g übertritt. Die Druckluft streicht dann in scharfem Strahl
über die Oberfläche des Benzins im Zerstäuber c hinweg und strömt mit- dem in feinste
Teilchen zerstäubten Benzin auf der andern Seite bei e als Benzin-Luft-Gemisch über
je ein vorgelagertes, federbeeinflußtes Kugelventil den Motorzylindern zu. Der Luftdruck
überwindet hierbei die Federkraft. Sobald der Brennraum über einem oder mehreren
Kolben mit Gemisch angefüllt ist, schließen sich die Kugelventile wieder.
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Nunmehr kann die Zündeinrichtung betätigt werden. Diese besteht aus
einem Gehäuse G, in das ein mit einem Schaltknopf x (Fig. i rechts) versehener Schieber
y gleitet. Das Gehäuse G befindet sich an einer für den Fahrer leicht erreichbaren
Stelle des Fahrzeuges, z. B. dem Schaltbrett. Es steht über das Zündschloß und die
Zündspule z mit der Batterie B sowie mit dem Verteiler V in Verbindung. Es weist
einen Abreißhammer<Ql auf. Beim Ein- und Ausstoßen des Schiebers y wird ein Abreißfunken
erzeugt, der :ich auch ini Verteiler h zwischen den Kontakten und dem Unterbrecher
A bildet. Letzteres wird dadurch erreicht, daß der Verteilerfinger A segmentartig
so verbreitert ist, daß in jeder Stellung desselben ein Anfangszündfunke mindestens
nach einer Seite entsteht.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Zunächst werden der Scheibenwischer
l und das Zündschloß S' (Fig. i) eingeschaltet, worauf durch Betätigen des Knopfes
zu Druckluft über die Luftleitung ä in den Zerstäuber c und von diesem über die
Gemischleitung e in die einzelnen Tlreiniriiuine p gedrückt wird. Wird nun der Schieber
@- ein oder mehrere Male hin oder her geschoben, so wird in den zugehörigen Brennräumen
ein Zündfunke erzeugt, der den Motor zum Anlaufen brin-t.
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Wie schon erwähnt, stellt sich der Benzinstand im Hauptvergaser a
und in dein Zerstäuber c stets gleich hoch ein. Steht das Fahrzeug aufwärts am Berge,
so stellt sich (las Benzin in den beiden Vergasern, wie die Fig. .4 zeigt, ein.
d. h. der Luftstrom bläst auch in dieser Stellung der Vergaser über die Dämpfe des
Nebenvergasers hinweg und führt das Benzin-Luft-Gemisch über das -erade offene Ventil
in den Explosionsraum. Genau so verhält es sich bei abwärts gerichtetem Fahrzeug
(Stellung Fig.5). Bei seitlich auf leicht gewölbtem Straßenrand stehendem Fahrzeug
muß selbstverständlich der Schwimmer des Hauptvergasers so einreguliert sein, daß
beim Benzinstand in beiden Vergasern kein Benzin in die Druckluftleitung gelangen
kann. Sollte dies aber doch einanal eintreten, so wird die Funktion dadurch nicht
beeinträchtigt, da der Luftdruck etwa dort eingelaufenes Benzin beim Niederdrücken
des Knopfes zu wieder hinausbläst usw.
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In allen Fällen streicht die Druckluft über die Benzinoberfläche hinweg,
selbst noch bei einer für Fahrstraßen unbekannten Neigung von 30% und mehr, wie
es in den Fig. 1 und 5 veranschaulicht ist.
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Anstatt der Einleitung des Gemisches in die Zylinder durch die Gemischleitung
e könnte auch folgende Ausführung zum gleichen Ziele fuhren. Die einzelnen Ventilschäfte
werden unterhalb der Auflagestelle in gleicher Höhe rillenförmig angedreht und der
Zylinderblock von der Längsseite her in Höhe der Rillen angebohrt, so daß, weil
die Ventile nie auf gleicher Höl-w stehen, jeweils nur das mit seiner Rille unterhalb
der Bohrung liegende Ventil dem Gemisch den Durchgang gestattet.
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In der Zeichnung ist ein 4-Zylinder-Motor als Beispiel dargestellt.