DE829201C - Mehrschichtenerzeugnis aus Glas - Google Patents
Mehrschichtenerzeugnis aus GlasInfo
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- DE829201C DE829201C DES17936A DES0017936A DE829201C DE 829201 C DE829201 C DE 829201C DE S17936 A DES17936 A DE S17936A DE S0017936 A DES0017936 A DE S0017936A DE 829201 C DE829201 C DE 829201C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B23/00—Re-forming shaped glass
- C03B23/20—Uniting glass pieces by fusing without substantial reshaping
- C03B23/203—Uniting glass sheets
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B19/00—Other methods of shaping glass
- C03B19/06—Other methods of shaping glass by sintering, e.g. by cold isostatic pressing of powders and subsequent sintering, by hot pressing of powders, by sintering slurries or dispersions not undergoing a liquid phase reaction
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B19/00—Other methods of shaping glass
- C03B19/08—Other methods of shaping glass by foaming
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Description
- Mehrschichtenerzeugnis aus Glas Die Erfindung betrifft ein neuartiges Erzeugnis aus Glas, das aus einer Mehrzahl von miteinander verschweißten Schichten besteht, welche unterschiedliche Wärmedurchlässigkeit aufweisen. Bekanntlich ist die Wärmedurchlässigkeit der Quotient der Wärmeleitfähigkeit und der spezifischen Wärme je Volumeinheit.
- Durch zweckmäßige Aufeinanderabstimmung der Zusammensetzung des Gefüges, der Stärke und der Anzahl der Schichten, die den Körper bilden, sowie der Reihenfolge, in der diese miteinander vereinigt werden, läßt sich; im Inneren des Körpers die Fortpflanzung einer Wärmewelle nach einem beliebigen, vorbestimmbaren Gesetz erzielen, beispielsweise eine zunächst langsame und dann schneller und schneller werdende Fortpflanzung oder umgekehrt oder auch eine zunächst sehr schnelle, dann langsame und schließlich wieder sehr schnelle Fortpflanzung der Wärmewelle. Insbesondere kann, wenn ein solches Erzeugnis durch zweckmäßige Auswahl und Miteinanderverbindung geeigneter Schichten aus Glas hergestellt worden ist und dieses der Einwirkung einer Wärmewelle, die sich im wesentlichen rechtwinklig zu diesen Schichten fortpflanzt, ausgesetzt wird, erreicht werden, daß die Erweichung und dann das Schmelzen des Erzeugnisses (von einem Punkt zum anderen) nach einem bestimmten Gesetz in der Fortpflanzungsrichtung der Welle selber fortschreitet.
- Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann das Erzeugnis aus Schichten von sogenannten Vielzellenglas gebildet werden, welche, obwohl sie aus ein und demselben Glase bestehen, verschiedene Dichtigkeitsgrade besitzen. Wie bekannt, sind unter Vielzellenglas Erzeugnisse aus Glas zu verstehen, welche nicht miteinander in Verbindung stehende Poren aufweisen. Dieses Schaumglas kann z. B. erzeugt werden durch Erhitzen eines Gemisches von Körnern aus Glas und einem Stoff, der Gase entwickelt bei einer Temperatur, die höher liegt als die Temperatur, bei der die Glaskörner zusammenschweißen. Bei der Erhitzung dieser Mischung schweißen zuerst die Glaskörner zusammen und bilden dichte Zellen. Bei weiterer Erhitzung über diese Schweißtemperatur hinaus tritt die Gaserzeugung der Beimischung ein; die die Zellen auftreibt. Indem die anteilige Menge des Gas abgebenden Stoffes von einer Schicht zur anderen verschieden gewählt wird, ergibt sich auch ein entsprechender Unterschied in der Dichte der betreffenden Schichten und damit der Wärmedurchlässigkeit des jede der Schichten bildenden Stoffes.
- Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung werden mit einer oder mehreren Schichten von Schaumglas, wie sie vorstehend beschrieben wurden, eine oder mehrere Schichten aus gefritteten Gläsern kombiniert. Solche gefritteten Gläser werden durch Miteinanderverschweißen von Glaskörnern, jedoch ohne Zusatz von Gase entwickelnden Stoffen hergestellt, wobei außerdem die Temperatur, auf die erhitzt wird, nur gerade ausreicht, um das Miteinanderverschweißen der Körner zu sichern, ohne bis zum Schließen der Poren zu gehen, die durch die Zwischenräume zwischen den Körnern gebildet werden.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden gefrittete Gläser verwendet, für deren Herstellung Körner aus ein und demselben Glas benutzt werden, wobei aber die Dichte des gefritteten Glases in der einen Schicht gegenüber der der anderen verschieden ist.
- Ferner können auch Gläser verwendet werden, bei denen die Zusammensetzung des Glases in den einzelnen Schichten verschieden ist, und die daher voneinander verschiedene Wärmedurchlässigkeit aufweisen.
- Insbesondere kann das Erzeugnis aus Schichten hergestellt werden, die aus Gläsern von verschiedenen Schmelzpunkten bestehen, so daß bei der Herstellungstemperatur des Erzeugnisses sich für diese verschiedenen Schichten verschiedene Erstarrungspunkte und demgemäß unterschiedliche Wärmedurchlässigkeiten ergeben.
- Selbstverständlich ist es bei Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung möglich, eine oder mehrere der Schichten, die das Erzeugnis bilden, aus kompakten Glas herzustellen.
- Zwecks Verwirklichung des Erfindungsgedankens ist es wichtig, daß die hergestellten Erzeugnisse einen einheitlichen Körper bilden, in welchem die verschiedenen Schichten dicht miteinander verschweißt sind.
- Ein Erzeugnis aus Glas gemäß der Erfindung, wie es in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, kann beispielsweise hergestellt werden, indem man auf den Boden einer Form aus Metall zuerst eine Schicht von verhältnismäßig groben Glaskörnern ohne Zusatzstoffe ausbreitet. Auf diese Schicht wird eine zweite Schicht aus wesentlich feineren Körnern des gleichen Glases aufgetragen, die mit Körnern eines Gas gebenden Stoffes innig gemischt ist. Die Gasbildung erfolgt bei Erhitzung und kann aus sich selber oder durch die Berührung mit dem Glas erfolgen.
- Form und Füllung werden dann auf eine Temperatur erhitzt, die für das :\iischmelzeii und dichte Zusammenschmelzen der kleineren Glaskörner ausreicht, und die bei weiterer Steigerung die Gasbildung aus der Zwischenmasse auslöst, die jedoch die gröberen Körner der Fritteschicht lediglich an ihren Berührungspunkten verschweißt. Das Erzeugnis besteht daher aus zwei Schichten von verschic- _ dener Dichte, so daß die Wärmedurchlässigkeit beider Schichten erheblich voneinander abweicht.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Mehrschichtenerzeugnis aus blas, dadurch gekennzeichnet, daß es aus eines- Mehrzahl voll miteinander verschwei(lten -,cliicliteii besteht, die verschiedene \\'ärmedurchlüssigheiten aufweisen.
- 2. Glas nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten aus Vielzellengläsern mit verschiedenen Dichten bestehen.
- 3. Glas nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Schichten aus Vielzellenglas mit einer oder mehreren Schichten aus gefrittetem Glas vereinigt sind.
- 4. Glas nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten aus gefritteten Gläsern mit verschiedenen Dichten bestehen.
- 5. Glas nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Schichten aus kompaktem Glas besteht.
- 6. Glas nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Schichten aus Glas von ein und derselben Zusammensetzung bestehen. Glas nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Schichten aus Gläsern von unterschiedlichen Zusammensetzungen bestehen. Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtenerzeugnisses aus Glas nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Form zwei Schichten übereinandergelegt werden, von denen die untere Schicht aus verhältnismäßig groben Glaskörpern, dagegen die obere Schicht aus einer innigen Mischung feiner Körner aus Glas und einem in der Hitze gasentwickelnden Stoff besteht, wonach Form und Füllung auf eine Temperatur gebracht werden, die ausreicht, um die feinen Glaskörper der oberen Schicht dicht zu verschmelzen und dann die Gasbildung aus der Zwischenmasse auszulösen, die jedoch die gröberen Körner der unteren Schicht nur an ihren Berührungspunkten zusammenfrittet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR829201X | 1949-07-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE829201C true DE829201C (de) | 1952-01-24 |
Family
ID=9284127
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES17936A Expired DE829201C (de) | 1949-07-29 | 1950-07-28 | Mehrschichtenerzeugnis aus Glas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE829201C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153494B (de) * | 1960-06-07 | 1963-08-29 | Pittsburgh Plate Glass Co | Verwendung einer oberen Glasscheibe mit einer Waermeabsorption, die hoeher als die der unteren Glasscheibe ist, beim paarweisen Biegen von Glasscheiben |
| FR2327210A1 (fr) * | 1975-10-08 | 1977-05-06 | Nippon Electric Glass Co | Article en verre cristallise et procede pour sa fabrication |
-
1950
- 1950-07-28 DE DES17936A patent/DE829201C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153494B (de) * | 1960-06-07 | 1963-08-29 | Pittsburgh Plate Glass Co | Verwendung einer oberen Glasscheibe mit einer Waermeabsorption, die hoeher als die der unteren Glasscheibe ist, beim paarweisen Biegen von Glasscheiben |
| FR2327210A1 (fr) * | 1975-10-08 | 1977-05-06 | Nippon Electric Glass Co | Article en verre cristallise et procede pour sa fabrication |
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