DE837005C - Blendschutzbrille fuer Dunkelverkehr, insbesondere auf Autobahnen und Landstrassen - Google Patents

Blendschutzbrille fuer Dunkelverkehr, insbesondere auf Autobahnen und Landstrassen

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DE837005C
DE837005C DEG4980A DEG0004980A DE837005C DE 837005 C DE837005 C DE 837005C DE G4980 A DEG4980 A DE G4980A DE G0004980 A DEG0004980 A DE G0004980A DE 837005 C DE837005 C DE 837005C
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DE
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Dipl-Ing Dr-Ing Hanns Garrelt
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/10Filters, e.g. for facilitating adaptation of the eyes to the dark; Sunglasses
    • G02C7/105Filters, e.g. for facilitating adaptation of the eyes to the dark; Sunglasses having inhomogeneously distributed colouring

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)

Description

  • Blendschutzbrille für Dunkelverkehr, insbesondere auf Autobahnen und Landstraßen
    1)ie I?rtinrlung betrittt eine Blendscbutzbrille für
    1>tiiikelverkrlir, inslrc:ottdere auf Autobahnen und
    La»cIstrali.ei1, und die dazu geeigneten Sichtscheiben.
    Sie dient der Aufgabe, ihren Träger vor einer Blen-
    dung durch die Scheinwerfer entgegenkommender
    Fahrzeuge und vor dadurch möglichen Gefahren
    zti bewahren und zugleich die eigene Fahr- oder
    (;elil>alin deutlicher Hervortreten bzw. aufhellen zu
    l;issen und ihre Kontraste zu erhöhen.
    Für derartige Brillen sind bereits die verschie-
    denartigsten Vorschläge bezüglich einer Aufteilung
    des 131icl:feldes in Klarsicht- und Blendschutz-
    bereiclie gemacht worden. unter anderem auch der,
    das 131ickfeld seginent-, d.li. kreisabschilittartig,
    oder sektor-, cl. 1i. kreisausschnittartig aufzuteilen,
    @\-obei der 131endscliutzteil eine lichtal>sorl>ierende
    \Virkung besitzt. Dabei soll nach einer Ausführungsweise z. B. die Grenzlinie zwischen beiden Bereichen nach Art einer Hyperbel verlaufen, deren Brennpunkt der optischen Mitte des Brillenglases entspricht. Nach einer anderen Ausführung werden die vorzugsweise sichelförmigen Blenden vorn oberen Gläserrand in verschiedener Breite seitlich der Augen nach unten geführt. Gemäß einem dritten Vorschlag soll das Blickfeld oben und an beiden Seiten abgedunkelt sein und di@eGrenzlinie zwischen Klarsicht- und Blendschutzteil etwa die Form einer aufrecht stehenden Parabel mit nach außen, d. ii. seitwärts abgebogenen Schenkeln besitzen.
  • Die genannten Brillenarten erfüllen den beabsichtigten Zweck nicht oder nur sehr unvollkommen, weil die für eine sachgemäße Lösung erforderliehen Grundvoraussetzungen offenbar nicht erkannt wurden. In allen diesen Fällen nämlich ist eine Abdunkelung des Scheinwerferlichtes entgegenkommender Fahrzeuge nur auf einer bestimmten Strecke ihrer Fahrbahn möglich bzw. nur dann, wenn durch eine mithelfende Kopfbewegung die Blendschutzbereiche der Augengläser vor die Lichtquellen gebracht werden, was die Fahrsicherheit beeinträchtigt. Vor allem ist den beschriebenen Brillen das gemeinsam, daß die optische Mitte des Blickfeldes und! damit der Pupillenkreis des Auges im Klarsichtteil gelegen ist, was zur Folge hat, daß bei -geradeaus auf che Fahrbahn gerichtetem Blick, cl. 1i. ohne abwehrende Kopfbewegung, die Schein--,verfer entgegenkommender Fahrzeuge die Linse der Augen treffen oder mindestens streifen. Dies wird hei der nachfolgend beschriebenen Erfindung, die an Hand der Fig. i bis 7 der Zeichnung näher erläutert'wird, deutlich werden.
  • In Fig. i, unterer Teil, seien die stark ausgezogenen senkrechten Linien der Grundriß der Begrenzungskanten einer Autobahn; der mittlere schraffierte Teil sei der sog. Mittelstreifen. Auf der rechten Fahrbahn bedeuten die beiden bepfeilten Geraden I und I' die Fahrlinien eines Fahrzeuges bzw. seines Führers, je nachdem, ob auf der rechten oder auf der Ü'berholungsbahn gefahren wird. Für eine eingleisige Landstraße mit Gegenverkehr gelten die nac'hfolgend'en Überlegutrgen mit nur geringen quantitativen Abweichungen. In der oberen Hälfte der Fig. i ist in perspektivischer Darstellung der Zusammenlauf der Begrenzungskanten in den beiden Fluchtpuntkten F bzw. F' dargestellt, die gleichzeitig als optische Zentren eines Augenglases mit kreisförmiger Umgrenzung aufgefaßt werden. Bei dem geringen Augenabstand im Verhältnis zur Fahrbahnbreite genügt die Betrachtung der Verhältnisse für ein Auge.
  • Die Begrenzungskanten der Gegenfahrbahn schneiden nun aus dem Blickfeld des Auges die Sektoren F-1-2 bzw. F'-1'-2' aus, während dlie rechte Begrenzungskante der eigenen Fahrbahnseite durch die Strahlen F-3 bzw. F'-3' gegeben sind. Dies bedeutet, daß, wenn die *Pupille des Auges punktförmig wäre, bei ebener und stets geradeaus verlaufender Fahrbahn, je nachdem, ob das eigene Fahrzeug auf der Linie I oder I' fährt, mindestens die schattierten Sektoren F-1-2 bzw. F'-1'-2' abgeblendet sein müßten, damit keines der auf der Gegenbahn befindlichen Fahrzeuge eine Blendung verursacht. Da beide Fahrlinien I und I' zu berücksichtigen sind, ergibt sich al's abzublendender \Iindestraum'derSektorF-1-2", wobeiF-2" parallel zu F'-2' gezogen wurde.
  • Nun ist aber die Pupille nicht punkt-, sondern kreisförmig und außerdem bei Nacht und dem beabsichtigten wirksamen Blendschutz besonders erweitert. Daher, und weil noch ein kleiner Zuschlag zur sicheren Abdeckung der gesamten Gegenfahrbahn gemacht werden muß, ergibt sich praktisch für die notwendige Mindestabdeckung ein Sektor, der entsteht, wenn man die beiden Strahlen F-2" und F-i um etwas mehr als den Pupillenhalbmesser parallel zu sich selbst nach außen verschiebt, wie dies in Fig. 2 a durch die von .-f und B ausgehenden Linien dargestellt ist.
  • In Fig. 2 a ist das bisher gefundene Ergebnis für in der Ebene und geradeaus verlaufende Fahrbahn zur besseren Klarheit unter Fortlassung unnötiger Linien nochmals herausgezeichnet, wobei die Begrenzungskanten der Autobahn außerhalb dies kreisförmigen Blickfeldes perspektivisch auf kurzer Strecke fortgesetzt sind. Liilit man die obere Grenzlinie auf der rechten Seite des Blickfeldes bis zum Punkt D gehen, so ergibt .sieh ein Sektor A-B-D-C, der einen vollen Blendschutz für die dunkelschattierten inneren Sektoren F-i-2" und F-3-4 mit parallel zu ihnen nach außen abklingendem Übergarng in die benachbarten Klarsichtteile bewirkt. Dabei werden alle Scheinwerfer auf der Gegenbahn, gleichviel wie nah oder fern sie sind, abgedeckt und' ebenso diejenigen etwa von rechts kommender, in die Bahn einbiegender Fahrzeuge.
  • Völlig unabgedeckt und daher klarsichtig bleibt die eigene Fahrbahn in dem zwischen dem Bogen A-C gelegenen Sektor mit allmählichem, für das Auge unmerklichem Übergang bis zum Bogen 1-3, so daß eine scharfe Abgrenzung trotz voll wirksamen Blendschutzes vermieden wird. Ebenso bleibt voll klarsichtig der oberhalb der Linie B-D gelegene Teil des Blickfeldes, in welchem sich bei ebener Landschaft keineFahrzeuge befindün'können, da er, von dem kleinen Zipfel zwischen Punkt B und der Horizontalen durch F abgesehen, oberhalb des Horizontes für den Brillenträger liegt. Will man auch diesen Zipfel noch in den Blendschutzbereich einbeziehen, um ini Landstraßenverkehr die von links einbiegenden Fahrzeuge abzudecken, so ergibt sich der in Fig. 21> gezeichnete Doppelsektor A-L-D-C, der für ebenes Gelände allen Anforderungen an einen sicheren Blendschutz und an eine volle Ausleuchtung der eigenen Fahrbahn genügt, ohne mehr als notwendig vom Blickfeld abzudecken. Diese Aufteilung des Blickfeldes empfiehlt sich daher besonders für Kraft- und Radfälirer sowie für Fußgänger iltn el)enen Landstraßenverkehr und ermöglicht eine störungsfreie Betrachtung der Landschaft auch in der Dämmerung.
  • In den Fig. 2b, 2 c und 2 d ist dargestellt, daß die zunächst ebene Fahrstraße in der Fortbewegungsrichtung plötzlich ansteigt und dabei entweder in gerader Richtung (Fig.2b), nach links (Fig. 2C) oder nach rechts (Fig. 2d) weiterläuft. Die vorher besprochene Abdeckung des Blickfeldes entsprechend dem Doppelsektor A-E-D-C würde, wie leicht einzusehen, hier nicht genügen. Für gebirgige Landschaft muß daher eine Brille Verwendung finden, deren Blickfeld auch in der oberen Hälfte entweder ganz oder mindestens in einem den Raum rechts und links der Mittelachse umfassenden Sektor gegen Blendung geschützt ist.
  • Aus den vorstehend entwickelten Überlegungen geht hervor, daß i. grundsätzlich nur eine segment-oder sektorartige Aufteilung des Blickfeldes in Klarsicht- und Blendschutzbereiche die Grundlege
    zu einer sachgemäßen Lösung der gestellten Auf-
    gabe bilden kann. Dies hängt, wie gezeigt wurde,
    mit den Gesetzen .der Perspektive zusammen,
    2. mit Rücksicht auf die nicht punktförmige, son-
    (lern kreisflä chenartige Ausbildung der Pupille des
    menschlichen Auges die Grenzlinie zwischen Blend-
    s#Iiutz- und Klarsichtteilen nicht durch die optische
    :N1 fitte des Blickfeldes verlaufen darf, sondern daß
    eine mindestens (lern größten Pupillendurchmesser.
    cntsprec'liende Kreisfläche tun das optische Zentrum
    in den Blendschutzbereich der Sichtscheiben ein-
    bezogen sein muß.
    Auf diesen Einsichten beruht das Wesen der
    vorliegenden Frhndung, und aus ihnen zieht sie die
    praktischen Schlußfolgerungen für die Gestaltung
    brauchbarer Blendschutzbrillen, die nachfolgend
    an Hand der in F ig. 3 bis 7 der Zeichnung
    dargnestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert
    \\erden. 1)1c 1);tr<telltnigeti beschränken sich auf
    den Scheibenteil der Brillen, also ohne Bügel u.dgl.,
    und sind vt>in Träger der Brille aus gesehen und
    für Rechtsverkehr gültig, wobei die geschwärzten
    Flachen sich auf denBlendschutzteil des Blickfeldes
    beziehen. Die äußere Umrandung der .'lugetigläser
    entspricht einer zur Zeit gebräuchlichen Form, kann
    aber ii#'itiirlicli beliebigen Wandlungen unterliegen,
    eillau am \\resen der Erfindung etwas zu ändern.
    .\llen erfndungsgetnäßen Ausführungen gemein-
    # st danach die Forderung, daß die für beide
    s Hain i,
    Augen gleichlaufenden Grenzlinien zwischen Klar-
    sicht- und lilendschutzteilen tangential gerichtet
    sind zu eirein in den Blendschutzbereich einbe-
    zogenen sog. Pupillenkreis, (fier mit einem Halb-
    inesser von vorzugsweise 3 bis 5 111111, höchstens
    jedoch vt>ii 1 Iris 7 111m, tini die optische Mitte jedes
    Blickfeldes gedacht werden kann. Die Mittelpunkte
    der gedachten l@reise müssen also im genauen
    \tigenabstand viineinander liegen, anders ausge-
    drückt, analoge funkte der Begrenzungslinien
    zwischen Klarsicht- und Blendschutzteilen müssen
    iui Augenabstand des Trägers der Brille vonein-
    ander entfernt sein. lies ist notwendig, damit die
    aufgeteilteil Mickfeldcr beider Augen im plastischen
    Bild zusammenfallen u11(( kehre doppelten Grenz-
    streifen entstehen. Gleichzeitig ist es ein leichtes
    Ililfs- bz\\. ht>ntrollmittel für die .\tiswahl der
    Drille bei ihrer ileschatfung.
    lit l#ig. 3 ist der Scheibenteil einer ertindungs-
    genliü.icii 13i-ille finit segnientartiger Aufteilung cles
    Illickfcldes "(-zeichnet. Hier ist auf die Abdeckung
    v,)ti rechts in die Straße einbiegender Fahrzeuge
    \-ci-ziclitet. weil diese während des Einhiegens kaum
    Ncilden kiinnen, und nur auf den vollständigen
    I»lendsclititz im Gegenverkehr und 1>e1 von links
    ciulliegend;u 1#:tlii-zetigeti \\'ert gelegt. Die Brille
    ist mit dieser 1?insc'hränkung für ebenes und ge-
    birgiges Gelände geeignet, weil auch der Mittel-
    sektor der oberen Blickfeldhälfte in den Blendschutz
    uhibezogen ist. Erfindungsgemäß soll die Grenz-
    liiii:# zwischen Klarsicht- und Blendschutzfeld den
    I'til>illenkreis in seiner unteren Hälfte berühren und
    unter 2o bis 4; - zur Senkrechten geneigt sein der-
    art, (laß für Rechtsverkehr die Grenzlinie von
    rechts oben nach links unten verläuft, und das Klarsichtfeld rechts der Grenzlinie liegt, für Linksverkehr umge'ke'hrt. An Stelle einer genau geradlinigen Aufteilung kann auch eine schwachgekrümmte Grenzlinie gewählt werden, die unten mit etwa 2ö° Neigung zur Senkrechten beginnt, dien Kreis .unter etwa 30 his 35° unten 'berührt und oben mit etwa d5° Neigung zur Senkrechten endet. Diese Linie ist strichpunktiert eingezeichnet.
  • In Fig. 4. ist eine Brille mit sektorartiger Aufteilung dargestellt: Erfindungsgemäß sollen hier die beiden Grenzlinien des die eigene Fahrbahn ausleuchtenden Sektors gegenüber den anschließenden Blendschutzfeldern in ihrer Verlängerung den vorher erwähnten Kreis um das Sehzentrum in dessen unterer Hälfte tangential berühren, wobei der eine Schenkel dies Sektors unter 20 bis :15° zur Senkrechten, der andere unter o bis 30° zur Waagerechten geneigt sind derart, -daß für Rechtsverkehr, vom Brillenträger aus gesehen, der erstere von rechts oben nach links. unten verläuft und der andere so, (laß der von beiden Schenkeln umfaßte Klarsichtteil in der Hauptsache rechts unten im Blickfeld liegt, für Linksverkehr umgekehrt. Diese Brille gibt einen sicheren Blendschutz für alle vorkommenden Blendungsarten bei vollständig ausreichender Ausleudlitung der eigenen Fahr- oder Gehbahn. Sie dunkelt allerdings schon in der Dämmerung, also bei Einsetzen der Scheinwerferbeleuchtung, den über dem Horizont gelegenen Teil des Blickfeldes ab.
  • Die in Fig.5 dargestellte Brille unterscheidet sich von der in Fig. 4 gezeichneten nur dadurch, claß si° auch oberhalb des Horizontes, also in der oberen Hälfte des Blickfeldes, klarsichtig ist. Sie gibt für ebenes und schwachhügeliges Gelände einen genügenden Blendschutz für Gegen- und Kreuzungs-bzw. I:itilliegeverkelir und gewährt in der Dämmerung noch Ausblick nach oben.
  • 1)1e in Fig. 6 dargestellte Brille stellt ein Kompromiß dar zwischen den Brillen gemäß Fig.4und 5 und ist für ebene wie für gebirgige Gegenden g°-eignet. Außer dem Klarfeld zur Ausleuchtung der eigenen Fahrbahn besitzt sie in der oberenBlickfeldhälfte einen mittleren Blendschutzsektor gegen ini Gefälle herannahende Fahrzeuge sowie rechts und links davon kleinere Klarfelder, die d'en von entgegenkommenden Fährzeugen wenig bestrichenen Teil umfassen und in der Dämmerung einen großen Teil des oberen Blickfeldes frei lassen.
  • Als ein weiteres Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, daß 1>e1 sektorartiger Aufteilung, wie in Fig.4 bis 7 dargestellt, die tangential zum Pupillenkreis gerichteten Grenzlinien zwischen Klarsicht- und Blendsc'hutzteil,en in ihrem Schnittpun'ktbereich stetig, d.li. abgerundet, ineinander übergehen.
  • Die vorstehend -,'kennzeichneten Brillenscheiben können entweder in einem jedes Auge einzeln berücksichtigenden Gestell gefaßt oder aber in einer beide Blickfelder vereinigenden Sichtscheibe zusammengefaßt sein. Die letztgenannte Art, von der ein Beispiel in Fig. 7 dargestellt ist, kommt namentlich für einfache und billige Ausführungen in F rage.
  • Erfindungsgemäß können das Blendschutz- und gegebenenfalls auch das Kliarsichtfeld der Sichtscheiben aller beschriebenen Brillen aus Glas oder einem sonstigen durchsichtigen Stoff bestehen. Dabei kann der Blendschutzteil der Scheiben im ganzen gefärbt oder mit dünnen, lichtabsorbierenden Belägen, z. B. von Metallen, Metallverbindungen oder nicht metallischen Stoffen, versehen sein, die aufgeklebt oder aufgedampft-sein können. Ferner kann das Klarsichtfeld in an sich bekannter Weise ausgespart, also stofflos, sein oder aus klarem bzw. auch aus die Sicht aufhellendem, evtl. koutrastverstärkendem Glas oder sonstigem durchsichtigem Stoff bestehen. Im zweitgenannten Fall können Klarsieht- und Blendschutzfelder aus einheitlichem Grundstoff bestehen und die letzteren-nach einem der genannten Verfahren hergestellt sein. Es können aber auch Klarsicht- und Blendschutzfelder aus verschiedenen Grundstoffen zusammengefügt sein.
  • Ferner kann der Scheibenteil der Brille in der üblichen Weise mit Bügeln versehen oder in an sich bekannter Weise um eine vor dem oberen Augenrand gelegene waagerechte Achse schwenkbar angeordnet sein, welche mit einer normalen Fernsichtbrille oder mit eigenen Brillenbügeln in Verbindung steht.
  • Endlich 'kann die Brille auch nach Art der Vorhängebrillen gestaltet und finit Klemmen od. dgl. Vorrichtungen versehen sein, welche die richtige Lage der Scheiben vor der normalen Fernsichtbrille des Trägers gewährleisten und gegebenenfalls ein llochschwenken des Scheibenteils erlauben.
  • Die in den Fig.3 bis 7 gezeichneten Brillenausführungen stellen nur ausgewählte Beispiele der im Rahmen der Ansprüche möglichen Aufteilung des Blickfeldes in Klarsicht- und Blendschutzfelder gemäß dem erfinderischen Prinzip dar, das auch für Brillenscheiben allein Geltung hat..

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Blendschutzbrille für Dunkelverkehr, insbesondere auf Autobahnen und Landstraßen, mit Segment- oder sektorartiger Aufteilung des für jedes Auge gegebenen Blickfeldes in Klarsicht- und Blendschutzteile, dadurch gekennzeichnet, daß die für beide Augen gleichlaufenden Greciztinien zwischen Klarsicht- und Blendschutzteilen tangential gerichtet sind zu einem in den Blendschutzteil einbezogenen sog. Pupillenkreis, der mit einem Halbmesser v'on vorzugsweise 3 bis 5 mm, höchstens jedoch i bis 7 mm, um die optische Mitte jedes Blickfeldes gedacht werden kann. z. Blendschutzbrille nach Anspruch i mit seginentartigerAufteilung des Blickfeldes, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzlinie zwischen Klarsicht- und Blendschutzteilen den Pupillenkreis in seiner unteren Hälfte berührt und unter 20 bis .I5° zur Senkrechten geneigt ist, und zwar für Rechtsverkehr von rechts oben nach links unten, für Linksverkehr von links oben nach rechts unten, vom Brillenträger aus gesehen. 3. Blendschutzbrille nach Anspruch i mit sektorartiger Aufteilung des Blickfeldes, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des Klarsichtsektors für die Ausleuchtung der eigenen Fahr- oder Gehbahn tangential zur unteren Hälfte des Pupillenkreises gerichtet sind, wobei der eine Schenkel vorzugsweise unter 2o bis 45° zur Senkrechten, der andere vorzugsweise unter o bis 30° zur Waagerechten geneigt sind derart, daß für Rechtsver'ke'hr, vom Brillenträger aus gesehen, der erstere von rechts oben nach links unten verläuft und. der andere so, daß der Klarsichtteil in der Hauptsache rechts unten im Blickfeld liegt, für Linksverkehr umgekehrt. 4. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem die eigene Fahr- oder Gehbalni ausleuchtenden, segment- oder sektorartigen Klarsichtteil in der unteren Blic'kfeldhälfte ein oder zwei Klarsichtteile in der oberen Hälfte des Blickfeldes vorgesehen sind, die den von entgegenkommenden Fahrzeugen wenig bestrichenen Teil umfassen und in der Dämmerung einen großen Teil des Landschaftsbildes frei lassen. 5. Blendschutzbrille nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die tangential zum Pupillenkreis gerichteten Grenzlinien zwischen Klarsicht- und Blendschutzteilen in ihrem Schnittpun'ktbereich stetig, d. 1i. abgerundet, ineinander übergehen. 6. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendschutz-und Klarsichtteile des Blickfeldes in einem jedes Auge einzeln berücksichtigenden Gestell gefaßt sind. 7. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendschutz-und Klarsichtbeile des Blickfeldes eines jeden Auges in einer beide Blickfelder vereinigenden Sichtscheibe zusammengefaßt sind. 8..Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendschutz-und gegebenenfalls auch der Klarsichtteil der Sichtscheiben aus Glas oder einem sonstigen durchsichtigen Stoff bestehen. 9. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendschutzteil der Scheiben im ganzen gefärbt oder mit dünnen, lichtabsorbierenden Belägen, z. B. von Metallen, Metallverbindungen oder nicht metallischen Stoffen, versehen ist, die aufgeklebt oder aufgedampft sein können. io. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klarsichtteil des Blickfeldes in an sich bekannter Weise ausgespart, also stofflos, ist. i i. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klarsichtteil des Blickfeldes aus klarem bzw. die Sicht aufhellendem evtl. auch kontrastverstärkendem Glas oder sonstigem durchsichtigen Stoff besteht. 12. lilendscliutzl)rille nach Anspruch i bis 9 Lind i i, dadurch gekennzeichnet, daß Blendschutz- und Klarsichtteile aus einheitlichem Grundstoff bestehen und die Blen.dschutzteile nach einem der in Anspruch 9 genannten Verfahren durch Aufkleben oder Aufdampfen dünner Folien hergestellt sind. 13. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 9 und i i, dadurch gekennzeichnet, daß Blendschutz- und Klarsichtteile aus verschiedenen Grundstoffen zusammengefügt sind. 1.4. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheibenteil der Brille in an sich bekannter Weise um eine vor dem oberen Augenrand gelegene waagerechte :lclise schwenkbar angeordnet ist, welche mit einer normalen Fernsichtbrille oder mit eigenen Brillenbügeln in Verbindung steht. 15. Blendschutzbrille nach Anspruch i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie nach Art ,der Vor'hängebrillen gestaltet ist und' Klemmen oder sonstige Vorrichtungen trägt, welche die richtige Lage der Scheiben vor der normalen Fernsichtbrille des Trägers gewährleisten und gegebenenfalls ein Hoc'hschwenken des Scheibenteiles erlauben. 16. Brillenscheiben mit segment- oder sektorartiger Aufteilung des Blickfeldes in Klarsicht-und Blendschutzteile in ihrer Anwendung für die in Anspruch i bis 15 beschriebenen Brillen. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 452 712, 398 546; schweizerische Patentschrift Nr. 167 644; französische Patentschrift Nr. 64-1652.
DEG4980A 1951-01-10 1951-01-10 Blendschutzbrille fuer Dunkelverkehr, insbesondere auf Autobahnen und Landstrassen Expired DE837005C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2184563A1 (de) * 1972-05-19 1973-12-28 Alouche Edgar

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US398546A (en) * 1889-02-26 Roping attachment for trunks
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CH167644A (de) * 1933-02-20 1934-02-28 Felber Julius Schutzbrille.

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