DE920562C - Brille fuer naechtliche Strassenbenutzer zum Schutz gegen Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge - Google Patents

Brille fuer naechtliche Strassenbenutzer zum Schutz gegen Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge

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DE920562C
DE920562C DEV2812A DEV0002812A DE920562C DE 920562 C DE920562 C DE 920562C DE V2812 A DEV2812 A DE V2812A DE V0002812 A DEV0002812 A DE V0002812A DE 920562 C DE920562 C DE 920562C
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DE
Germany
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glare
covering
eye
tongue
light
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DEV2812A
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ALOIS VOGT DR
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ALOIS VOGT DR
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/10Filters, e.g. for facilitating adaptation of the eyes to the dark; Sunglasses
    • G02C7/105Filters, e.g. for facilitating adaptation of the eyes to the dark; Sunglasses having inhomogeneously distributed colouring

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)

Description

  • Brille für nächtliche Straßenbenutzer zum 'Schutz gegen Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge Man hat schon versucht, die Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge dadurch auszuschalten, daß man Brillen mit Blendschutzkappen, welche die obere Hälfte der Brillenscheiben abdecken, oder mit von oben nach unten hin heller werdenden Farbglaskeilen ausrüstete. Ebenso sind Brillen bekannt, deren Gläser nahe ihrer Mitte einen kleinen, undurchsichtigen oder zum mindesten stark absorbierenden Blendenfieck besitzen, hinter welchen die Pupille des Brillenträgers beim Aufleuchten einer blendenden Lichtquelle liegt. Während die erstgenannten Maßnahmen zu einem unvollkommenen Blendschutz führen, bedingt der letztgenannte Vorschlag eine bestimmte, unverrückbar einzuhaltende und. daher fast starre Kopfhaltung des Brillenträgers, wobei ihm die freie Sicht auf die Fahrbahn genommen ist. Das gleiche gilt für bekanntgewordene Vorschläge, nach denen auf durchsichtigen Trägern, wie Brillengläsern, ein zum Rand des Trägers zu erbreiterter, jedoch völlig undurchsichtiger Belag anzuordnen ist. Auch Polarisationsfilter haben bei der Behebung der Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge zu keiner befriedigenden Lösung geführt.
  • Die Erfindung will die genannten Nachteile beseitigen. Ausgehend von den Vorschlägen, nach denen auf einem Augenglas ein zum Rand des Trägers erbreiterter Blendschutzbelag vorzusehen ist, kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, daß der lichtabsorbierende, jedoch für Licht immer noch durchlässige Blendschutzbelag von dem der Gegenfahrbahn zugekehrten Rand des Augenglases nach Art der Wurzel einer Zunge aus- und in ein Zungenende übergeht, das der Höhe nach in Normalstellung des Auges oberhalb der Pupillenöffnung liegt, während die Zunge der Länge nach größer ist als der Abstand zwischen zungenwurzelbildendem Augenglasrand und Pupillenmitte bei Normalstellung des Auges.
  • Das Ausführungsbeispiel eines Erfindungsgegenstandes ist schematisch in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eines der beiden Gläser einer Schutzbrille mit einem zungenförmigen Belag, von der Seite des Auges -des Brillenträgers gesehen, und für Rechtsverkehr auf der Straße eingerichtet.
  • Fig. 2 schematisch einen in der Sehachsenebene liegenden Schnitt durch das mit der Schutzbrille geschützte Auge und den Scheinwerfer eines entgegenkommenden Fahrzeuges zur Darstellung der Wirkungsweise der Schutzbrille.
  • Die Schutzbrille weist zwei Brillengläser i auf, von denen nur eines dargestellt ist, weil das andere, nicht dargestellte Brillenglas die gleiche Ausbildung zeigt. Brillenglas i trägt auf der dem Auge 3 des Brillenträgers zugekehrten Seite einen Belag 2 von zungenförmiger Gestalt. Der lichtabsorbierende, jedoch für Licht immer noch durchlässige Belag geht von dem der Gegenfahrbahn zugekehrten Rand des Brillenglases, bei dem meistens üblichen Rechtsverkehr also vom linken Brillenglasrand, nach Art der Wurzel einer Zunge aus und geht in ein Zungenende über, das der Höhe nach in Normalstellung des Auges oberhalb der Pupillenöffnung liegt, während die Zunge der Länge nach nur wenig größer ist als der Abstand zwischen zungenbildendem Brillenglasrand und Pupillenmitte bei Normalstellung des Auges. Der Belag besteht vorzugsweise aus einer aufgedampften, dünnen metallischen Schicht, welche lichtdurchlässig ist und ein starkes Absorptionsvermögen aufweist. Zweckmäßigerweise ist die Absorptionsfähigkeit des Belages derart gewählt, daß für ein beobachtendes Auge die Helligkeit der Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge angenähert auf diejenige Helligkeit herabgesetzt ist, welche für das unbewaffnete Normalauge ein von den Scheinwerfern eines Gegenfahrzeuges beleuchteter Straßenteil aufweist.
  • Vordere und hintere Begrenzungsfläche des Belages sind mit Vorteil reflexionsvermindernd ausgebildet, indem beispielsweise lichtdurchlässige Deckschutzschichten aus Stoffen geeigneter Brechzahl, deren Dicke ein ungerades Vielfaches von einem Viertel der Wellenlänge einer vorzugsweise in der Mitte des Sehbereiches liegenden Frequenz beträgt, aufgedampft sind.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Schutzbrille ist folgende: Während der Brillenträger bei Augennormalstellung unterhalb des Endes des zungenförmigen Belages 2 die eigene Fahrbahn 8 der Straße ungehindert beobachten kann, wird bei an die Dunkelheit adaptierter Pupillenöffnung q. des Auges 3 letzteres beim Auftauchen eines entgegenkommenden,unabgeblendetenFahrzeuges zum Schutze vor dessen Scheinwerfern 7 durch eine geringe Senkung des Kopfes hinter den Belag 2, gebracht, so daß das Scheinwerferlicht stark gedämpft in das Auge gelangt und dasselbe nicht mehr zu blenden vermag. Aus Fig. 2 geht hervor, daß das Licht des Scheinwerfers 7 durch den Belag :2 geschwächt an die Stelle 6 des Auges geworfen wird, während gleichzeitig das auf der eigenen Straßenhälfte 8 vorhandene Licht, das von den eigenen Scheinwerfern, von Straßenlampen oder vom abgeblendetenLicht vonGegenfahrzeugen herrühren kann, ungeschwächt auf die Stelle 5 der Netzhaut des Auges fällt. Beim Näherkommen und Vorbeifahren des unabgeblendeten Fahrzeuges bleibt trotz Weiterbeobachtbarkeit desselben das beobachtende Auge 3 stets hinter Belag 2, da sich derselbe bis zum Rand des Brillenglases erstreckt. Der Brillenträger ist natürlich nicht gezwungen, das Gegenfahrzeug zu beobachten und demgemäß sein Auge aus der Normalstellung zu bringen. Die eigene Straßenhälfte kann demnach willkürlich ungestört betrachtet werden. Solange aber das unabgeblendete Gegenfahrzeug und die von ihm unter Blendung des Auges angestrahlte Fahrbahn beobachtet werden müssen, etwa um Zusammenstöße zu vermeiden und die Fahrbahn überwachen zu können, kann dies Auge 3 unter dem Schutz des die Blendung absorbierenden Belages tun, wobei entsprechend dem Verlauf der Zunge die Beobachtbarkeit bis zum Kreuzen der Fahrzeuge gewahrt bleibt. Auch die Adaption des Auges an die Dunkelheit bleibt bestehen.
  • Durch die Reflexionsverminderung ist der Brillenträger auch gegen Blendung geschützt, die von überholenden Fahrzeugen herrührt. Von dem von rückwärts auf das Brillenglas auftreffenden Licht wird nämlich ein Teil an der Grenzfläche zwischen Deckschicht und metallischer Schicht und ein anderer Teil an der Grenzfläche zwischen Deckschicht und angrenzender Luft reflektiert, wobei die beiden reflektierten Komponenten wegen der beschriebenen Ausbildung der Deckschicht angenähert gleicheAmplituden haben und einen Phasenunterschied von einer halben Wellenlänge aufweisen, so daß sie sich infolge Interferenz bei im Sehbereich liegender mittlerer Frequenz gegenseitig völlig oder nahezu aufheben bzw. auslöschen.
  • Weiter verhindert die Reflexionsverminderung das Auftreten von Mehrfachreflexionen zwischen vorderen und hinteren Begrenzungsflächen des Brillenglases, die trotz der metallischen Schicht 2 eine Blendung des Brillenträgers verursachen könnten; die Wirkungsweise entspricht der oben beschriebenen.
  • Erfindungsgemäß ausgebildete Augengläser sind insbesondere für Fahrzeugführer von großem Nutzen; sie tragen zur Hebung der Verkehrssicherheit bei Nacht wesentlich bei, da sie Blendungen vermeiden, ohne die eigene Beobachtungsmöglichkeit zu beeinträchtigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Auf einem Augenglas vorgesehener, zum Rand des Augenglases zu sich erbreiternder Blendschutzbelag, dadurch gekennzeichnet, daß der lichtabsorbierende, jedoch für Licht immer noch durchlässige Blendschutzbelag von dem der Gegenfahrbahn zugekehrten Rand des Augenglases nach Art der Wurzel einer Zunge aus- und in ein Zungenende übergeht, das der Höhe nach in Normalstellung des Auges oberhalb der Pupillenöffnung liegt, während die Zunge der Länge nach größer ist als der Abstand zwischen zungenwurzelbildendem Augenglasrand und Pupillenmitte bei Normalstellung des Auges. z. Blendschutzbelag nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Auge zugewandte Oberfläche des Belages reflexionsvermindernd ausgebildet ist. 3. Blendschutzbelag nach einem oder beiden Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag auf der dem Auge gegenüber abgewandten Fläche des Augenglases angeordnet ist. q.. Blendschutzbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag aus einer auf das Augenglas aufgedampften, metallischen Schicht besteht, die so dünn ist, daß sie teilweise lichtdurchlässig ist. 5. Blendschutzbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß die metallische Schicht mit wenigstens einer lichtdurchlässigen Deckschicht zur Verminderung der Reflexion versehen ist, deren Dicke und Brechzahl derart gewählt sind, daß an den Grenzflächen zwischen Luft und Deckschicht einerseits und zwischen Deckschicht und metallischem Belag andererseits reflektierte Komponenten durch die Deckschicht einfallenden Lichtes sich für eine annähernd in der Mitte des Sehbereiches liegende Lichtfrequenz infolge Interferenz gegenseitig mindestens annähernd aufheben. 6. Blendschutzbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Deckschicht gleich ist einem ungeraden Vielfachen von einem Viertel der Wellenlänge einer vorzugsweise in der Mitte des Sehbereiches liegenden Frequenz. 7. Blendschutzbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine an Luft angrenzende Begrenzungsfläche des Belages reflexionsvermindernd ausgebildet ist. B. Blendschutzbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß vordere und hintere Begrenzungsflächen des Belages mit lichtdurchlässigen Deckschichten überzogen sind, deren Dicken und deren Brechungszahlen derart gewählt sind, daß an den Grenzflächen zwischen Luft und Deckschicht einerseits und zwischen Deckschicht und Träger des Belages andererseits reflektierte Komponenten des einfallenden Lichtes sich für eine annähernd in der Mitte des Sehbereiches liegenden Lichtfrequenz infolge Interferenz gegenseitig mindestens annähernd aufheben. g. Blendschutzbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Deckschichten des Trägers des Belages gleich ist einem ungeraden Vielfachen von einem Viertel der Wellenlänge der in der Mitte des Sehbereiches liegenden Frequenz. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 452 7i2.
DEV2812A 1949-11-18 1950-10-31 Brille fuer naechtliche Strassenbenutzer zum Schutz gegen Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge Expired DE920562C (de)

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CH920562X 1949-11-18

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DE920562C true DE920562C (de) 1954-11-25

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ID=4548137

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DEV2812A Expired DE920562C (de) 1949-11-18 1950-10-31 Brille fuer naechtliche Strassenbenutzer zum Schutz gegen Blendung durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge

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DE (1) DE920562C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE452712C (de) * 1927-11-21 Willi Rinkenberg Blendschutz an Schutzglaesern fuer Kraftfahrer, Kraftfahrzeuge o. dgl.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE452712C (de) * 1927-11-21 Willi Rinkenberg Blendschutz an Schutzglaesern fuer Kraftfahrer, Kraftfahrzeuge o. dgl.

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