DE839111C - Verfahren zur UEberwachung des Quecksilbergehaltes in gasfoermigen Medien - Google Patents

Verfahren zur UEberwachung des Quecksilbergehaltes in gasfoermigen Medien

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DE839111C
DE839111C DEP8227D DEP0008227D DE839111C DE 839111 C DE839111 C DE 839111C DE P8227 D DEP8227 D DE P8227D DE P0008227 D DEP0008227 D DE P0008227D DE 839111 C DE839111 C DE 839111C
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DE
Germany
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monitoring
mercury content
resistance
voltage
measuring
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Expired
Application number
DEP8227D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erich Nitsche
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/02Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance
    • G01N27/04Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating resistance
    • G01N27/12Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating impedance by investigating resistance of a solid body in dependence upon absorption of a fluid; of a solid body in dependence upon reaction with a fluid, for detecting components in the fluid

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Description

  • Verfahren zur Überwachung des Quecksilbergehaltes in gasförmigen Medien In manchen Fällen ist es erwünscht, den Quecksilbergehalt von Luft oder anderen Gasen festzustellen. Hierzu sind verschiedene Verfahren bekanntgeworden, die, soweit es auf quantitative Genauigekit allliomlnn t. einer verhältnismäßig großen Aufwand bedingen.
  • Nach der vorliegenden Erfindung kann eine einfachs Bestimmung des Quecksilbergehaltes mit großer Genauigkeit erfolgen, indem eine Prüfzelle, die auf einem geeigneten Träger eine Selenschicht der glasigen Modifikation mit einer bestimmten Oberfläche und Stärke besitzt, unter den Einfluß des zu prüfenden Gases gestellt wird und ihr Widerstand in einem Meß- oder Überwachungsinstrument gemessen wird, z. B. durch Strom- und Spannungsmessung bzw. in einer Brückenschaltung.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt. In Fig. 1 und 2 sind zwei Ansichten einer Glasplatte 1 dargestellt, auf der eine Selenschicht 2 der glasigen NIodifikation mit bestimmter, durch die Größe der Glasplatte festgelegter Oberfläche aufgebracht ist. Auf den beiden Seiten sind Elektroden 3 in hestimmtem Abstand voneinander angebracht, an die die elektrischen Anschlüsse für die Widerstandsmessung berangeführt sind. Diese Prüfzelle wird in das zu prüfende Gas gebracht, wobei an Hand der innerhalb einer liestimmten Zeit eintretenden Widerstandsänderung genau auf den Quecksilbergehalt ctis Gases zurückgeschlossen werden kann.
  • Wenn es im Hinblick auf die zu erwartende geringe Konzentration wichtig ist, den Widerstand der Prüfelektrodenordnung verhältnismäßig klein zu machen, kann eine Ausführungsform zweckmäßig sein, wie diese in den Fig. 3 und 4 in zwei Ansichten $dargestellt ist, wobei die elektroden kammartig ineinandergreifen.
  • Die Messung beruht auf der Erscheinung, daß Selen der glasiges Modifikation sich schon bei sehr geringem £)uecksilberclampfgebalt mit dem Quecksilber zu Quecksilberselenid vereinigt, wobei die Leitfähigkeit erheblich, und zwar in einer eindeutig reproduzierbaren Abhängigkeit von demGehalt an Quecksilber, zunimmt. So wird beispielsweise l>eim Anlegen einer Spannung an eine auf eine Glasplatte aufgebrachte Selenschicht von 10 mm Breite, 10 mm Länge und etwa 0,5 mm Stärke ein Strom von höchstens 10-8 A durchgelassen. Wenn dieselbe Platte in einem Raum von etwa 31 einem Ouecksilherdampfdruck von etwa 1.1#10-3 mm ausgesetzt wird, so steigt der Strom nach einer Einwirkzeit von 5 Stunden auf 10-3 A an. Wenn die Einwirkung der Atmosphäre noch weitere 25 Stunden hindurch fortgesetzt wird, nimmt der Strom nochmals um eine Größenordnung zu. Es handelt sich also hierbei um Stromänderungen, die bei geringem Aufwand genau gemessen werden können, wobei aus der Einwirkzeit und der Stromstärke, am besten durch Vergleich mit Eichkurven, ein eindeutiger Rückschluß auf den Quescksilbergehalt des zu prüfenden Gases möglich ist. In vielen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Einwirkung druch Vorbeileiten eines Stromes des zu prüfenden Mediums entlang der Oberfläche der Prüfzelle herbeizuführen. Hierdurch wird die Einwirkung intensiver, so daß schon nach kürzerer Zeit eine für eine genaue Messung ausreichende lteaktion eintritt. Nach der Durchführung der Messung kann die Meßzelle in einfacher Weise durch Erwärmung regeneriert werden, z. B. indem vorüliergehend eine höhere Spannung an die Eléktro<len gelegt wird, wobei durch die Wärmeentwicklung die Quecksilberselenidschicht den Quecksilbergehalt wieder abgibt, wodurch die Zelle wieder in ihren Ausgangszustand zurückgebracht wird. Der Grad der Regenerierung kann hierbei in einfacher Weise mit Hilfe der Widerstandsmeßgeräte überwacht werden.
  • Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist in allen lällen wertvoll, in denen eine Überprüfung und Überwachung des Quecksilbergehaltes in Stoffen bzw. in der Atmosphäre erwünscht ist. l)ies gilt vor allem in Anlagen, bei denen im Hinlilick auf die gesundheitsschädlichen Wirkungen ein Ansteigen des Quecksilbergehaltes der Atmosphäre über eine bestimmte Grenze verhindert werden soll. was mit Hilfe der neuen Prüfmethode unmittelbar überwacht und z. B. durch Auslösung von Warnsignalen $angenzeigt werden kann. Ebenso ist die neue Prüfmethode auch für Anlagen wertvoll, in denen Geräte, wie beispielsweise Selengleichrichter, hergestellt werden, deren Qualität durch einen Quecksilbergehalt in der Atmosphäre erheblich beeinträchtigt wird. Unter Umständen ist es auch möglich, unter Verwendung derartiger Zellen Warneinrichtungen auszulösen, die beispielsweise bei Überschreitung eines zulässigen Quecksilberdampfgehaltes in der Luft ansprechen bzw. Alarm geben.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Überwachung des Quecksilbergehaltes in gasförmigen Äledien, dadurch gekennzeichnet, daß eine Prüfzelle, die auf einem geeigneten Träger eineSelenschicht der glasigen Modifikation mit einer bestimmten Oberfläche und Stärke besitzt, unter den Einfluß des zu prüfenden Gases gestellt wird und daß ihr Widerstand in einem N1leß- oder Überwachungsinstrument gemessen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachung des Widerstandes der Prüfzelle durch eine Strom und Spannungsmessung erfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachung des Widerstandes mit Hilfe einer Rrückenschaltung erfolgt.
    4. Verfahren nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandsänderung in Abhängigkeit von der Zeit des Einflusses gemessen und mit Eichkurven zur quantitativen Messung des Quecksilbergehaltes verglichen wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis, dadurch gekennzeichnet, daß Elektroden benutzt werden, die kammartig ineinandergreifend an der Meßzelle angeordnet sind.
    6. Verfahren nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zu prüfende Gas als Gasstrom über die Prüf- bzw. Meßzelle geleitet wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet. 4aß die Meßze.llen durch Erwärmung wieder in den Ausgangeszustand für neuerliche Messung zurückgeführt werden.
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, <laß die Erwärmung durch Anlegung einer gegenüber der Prüfspannung erhöhten Spannung erfolgt.
DEP8227D 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur UEberwachung des Quecksilbergehaltes in gasfoermigen Medien Expired DE839111C (de)

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DE (1) DE839111C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5247827A (en) * 1992-04-14 1993-09-28 Bell Communications Research, Inc. Resistive measurement of airborne contaminants

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5247827A (en) * 1992-04-14 1993-09-28 Bell Communications Research, Inc. Resistive measurement of airborne contaminants

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