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Vorrichtung zum Aufschreiben von Notizen In zahlreichen Fällen, in
denen das Festhalten handschriftlicher Vermerke unter erschwerten oder unbequemen
Verhältnissen erforderlich ist, hat es sich als nachteilig erwiesen, daß man hierzu
außer dem von der rechten Hand zu haltenden Schreibstift die linke Hand zum Halten
des Schreibpapiers benötigt und daß überdies häufig eine feste Schreibunterlage
fehlt. Letztere ist zwar behelfsmäßig vorhanden, wenn man etwa im Stehen Vermerke
in ein Notizbuch einträgt, doch kommen häufig auch solche Situationen vor, in denen
dies zu umständlich oder sogar unmöglich ist, sei es, daß man mit beiden Händen
laufend andere Verrichtungen auszuführen hat, sei es, daß zum Aus-der-Tasche-Ziehen,
Aufschlagen und Wiedereinstecken eines Notizbuches die Zeit oder auch die hierfür
nötige freie Hand fehlt oder daß sich der Gebrauch eines Notizbuches oder auch nur
eines Notizzettels überhaupt verbietet. Für solche Situationen gibt es zahlreiche
Beispiele; man denke nur etwa an die Durchführung technischer, physikalischer oder
chemischer Versuche, bei denen laufend Ablesungen von Meßinstrumenten aufzuschreiben
und gleichzeitig Handgriffe an der Versuchsapparatur zu bedienen sind, oder an beliebige
andere Vorkommnisse im täglichen Leben und bei der Berufsausübung, die die sofortige
Aufzeichnung beispielsweise einer Anschrift, einer Fernsprechnummer, eines Zuganschlusses
od. dgl. erfordern, ohne daß man im Augenblick ein beschreibbares Stück Papier und
eine Schreibunterlage zur Hand hat.
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Hier sucht die Erfindung wirksame Abhilfe zu schaffen durch eine Vorrichtung
zum Aufschreiben
von Notizen u. dgl., die grundsätzlich darin besteht,
daß ein auf eine Walze aufwickelbarer, von einer zweiten Walze sich gleichzeitig
abwickelnder Papierstreifen in einem zum Tragen nach Art einer Armbanduhr geeigneten
Gehäuse mit einem Fenster angeordnet ist, das den jeweils zu beschreibenden Teil
des Papierstreifens freigibt.
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Die Abb. i und 2 der Zeichnung zeigen ein Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgegenstandes in natürlicher Größe in Ober- und Seitenansicht und lassen
erkennen, daß die neue Vorrichtung wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen und
trotz der dementsprechend geringen Abmessungen groß genug ausgeführt werden kann,
um innerhalb des Gehäusefensters eine vollständige Firmenänschrift aufzunehmen;
unter Weiterdrehen des Papierstreifens können auch beliebig lange Vermerke aufgeschrieben
werden, da die Vorrichtung imstande ist, Streifen von genügend feinem Papier in
einer Länge bis zu i',12 m aufzunehmen. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß man
beim Gebrauch des ' Erfindungsgegenstandes keine besondere Schreibunterlage benötigt,
sondernder die Vorrichtung tragende Unterarm den hierfür nötigen ausreichenden Halt
bietet. Im übrigen kann man die neue Vorrichtung unter Fortlassen der armbandartigen
Befestigung auch in einer Westen-, Uhr-, Billet-, Mantel-, Hand- oder sonstigen
Tasche od. dgl. stets griffbereit mit sich führen; das Gehäuse der Vorrichtung kann
aber auch mit einer Klammer od. dgl. versehen werden, mit der es ebenfalls unter
Fortfall eines eigenen Armbandes an demjenigen einer von dem Benutzer ohnehin bereits
getragenen Armbanduhr sicher, aber gleichwohl leicht abnehmbar befestigt werden
kann, und zwar beispielsweise an der der Uhr gegenüberliegenden Seite des Armbandes.
Verwendet man für den Papierstreifen eine an sich bekannte, auf der Rückseite entsprechend
präparierte Papierart, so benötigt man zum Schreiben auch nicht mehr einen Blei-,
Kopierstift od. dgl., sondern man kann sich mit einem beliebigen spitzen Gegenstand
behelfen.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in ihren weiteren Einzelheiten
und in verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten im nachstehenden an Hand der Zeichnung
näher erläutert, die außer den bereits erwähnten Abb. i und 2 fünf Ausführungsbeispiele
zeigt, und zwar jeweils in Abb.3 und 4 im Längsschnitt bzw. im Schnitt nach der
Linie IV-IV der Abb.3, in .
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Abb. 5 und 6 im Längsschnitt und in Unteransicht eines wesentlichen
Bestandteiles, in Abb. 7 und 8 im Längsschnitt bzw. im Schnitt nach der Linie VIII-VIII
der Abb. 7, in Abb. 9 und io im Querschnitt bzw. im Teil eines Schnittes nach der
Linie X-X der Abb. 9, während in Abb. ii ein Längsschnitt etwa in der Ebene der
Linie XI-XI der Abb. 4 dargestellt ist.
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In der äußeren Form stimmen sämtliche Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
im wesentlichen überein; sie besitzen ein Gehäuse, das aus einem Boden i und einem
fest auf ihm schließenden Deckel 2 besteht, der Befestigungsbügel für ein Armband
aus Leder od. dgl. trägt und mit einem Fenster 3 versehen ist. Das Gehäuse nimmt
einen Einsatz von U-förmigem Querschnitt (s. Abb.4) auf, in dessen Schenkeln zwei
rechtwinklig zum Boden i laufende Schlitzpaare 4 zur Führung je einer dünnen Walze
5 vorgesehen sind, die seitlich durch entsprechende Schlitze aus dem Gehäuse heraustritt
und einen geriffelten Knopf 6 trägt. Auf die Walzen 5 ist ein Schreibpapierstreifen
7 derart aufgewickelt, daß er beim Drehen eines der Knöpfe 6 auf die zugehörige
Walze 5 auf- und von der anderen Walze 5 abrollt. Der Papierstreifen gleitet dabei
über die Außenseite des Einsatzes und liegt innerhalb des Gehäusefensters 3 zum
Beschreiben frei, wobei der Rücken 8 des Einsatzes als Unterlage dient. Innerhalb
der Schenkel -des Einsatzes liegt auf dem Boden i des Gehäuses eine schwach gewölbte,
leicht vorgespannte Blattfeder 9 auf, die mit jedem Ende eine Papierrolle auf den
Walzen 5 tangential berührt. Die Feder 9- hat eine doppelte Aufgabe: sie wirkt einerseits
üeim Abwickeln des Papierstreifens bremsend und hält ihn dadurch stets straff gespannt;
andererseits drückt sie beide Papierrollen gegen den Einsatzrücken 8 und mit diesem
den Papierstreifen 7 gegen den Rahmen des Fensters 3 im Gehäusedeckel, so daß der
Papierstreifen stets glatt auf dem Rücken 8 des Einsatzes liegt. Den Durchmesseränderungen
der beiden Papierrollen während des Ab-und Aufwickelns trägt die Feder y dadurch
Rechnung, daß sie sich mit der Wölbung des Rückens auf dem Gehäuseboden abstützt
und sich auf diesem in dem erforderlichen, wenn auch nur geringfügigen Maß abwälzen
kann; dadurch wird ein stets gleichbleibender Andruck der Rollen erzielt. Außerdem
erleichtert die Vorspannung der Feder das Auswechseln des Papierstreifens. An der
Unterseite des Gehäusebodens kann eine strichpunktiert gezeichnete federnde Klammer
(s. besonders Abb.4) befestigt sein, die zum Anstecken der Vorrichtung an ein Uhrenarmband
od. dgl. geeignet ist.
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Von dem soeben beschriebenen unterscheidet sich das nächste Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes lediglich durch die Ausbildung des in Abb. 5 und 6 veranschaulichten
Einsatzes. Hier sind die Schlitzpaare io für die Walzen 5 der Papierrollen in den
Schenkeln des Einsatzes schräg aufeinander zulaufend angeordnet, so daß ein die
beiden Walzen 5 umschließendes Gummibändchen ii die Walzen stets so weit in die
Schrägschlitze io hineinzieht, daß die Papierrollen bei jedem beliebigen Durchmesser
an der Unterseite des Einsatzes in Anlage gehalten werden und dadurch der Papierstreifen
7 straffgespannt und glattgehalten wird. Der Einsatz ist in seiner Höhe so genau
in das Gehäuse eingepaßt, daß der Papierstreifen 7 fest genug unter dem Rahmen des
Gehäusefensters 3 liegt, wie dies auch bei dem nächsten Ausführungsbeispiel in Abb.
7 dargestellt ist.
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Bei diesem sind die die Walzen aufnehmenden Schlitzpaare 12 parallel
zum Gehäuseboden angeordnet. Zur Spannung des Papierstreifens 7 dient hier eine
Feder 13, die in der Längsrichtung des Gehäuses federt und die Papierrollen auf
den Walzen 5 an den beiden Stirnwänden des Gehäuses in Anlage hält. Die Feder 13
liegt mit ihren ebenen Stirnflächen 14
nahezu an der gesamten Länge
der Papierrollen an; sie kann in ihrem elastischen Mittelteil auch anders als in
Abb. 8 dargestellt geformt sein.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 9 und io ist die Andruckfeder
für jede Papierrolle als U-förmiger Bügel i5 gestaltet, der mit seinen Schenkeln
auf der Walze 5 befestigt ist; in seinem mittleren Teil ist er federnd nach oben
durchgebogen und liegt hier mit geringer Vorspannung an der Papierrolle an, wobei
er sich auf dem Gehäuseboden i formschlüssig abstützt, so daß er die Papierrolle
gegen den Rücken des Einsatzes und damit den Papierstreifen 7 gegen den Gehäusedeckel
2 drückt.
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Während die bisher erläuterten Ausführungsbeispiele auf jeder Walze
einen Drehknopf 6 tragen, zeigt Abb. ii die Möglichkeit, beide Walzen 5 mittels
eines einzigen Knopfes zu drehen. Dieser sitzt außerhalb des Gehäuses auf einer
Welle 16, die im Gehäuseinnern ein Rädchen 17 trägt, das mit entsprechenden auf
jeder Walze 5 sitzenden Rädchen i9 durch ein die erforderliche Reibung vermittelndes
Gummibändchen 18 o3. dgl. verbunden ist. Die Walzen 5 liegen hier völlig innerhalb
des Gehäuses, aus dem lediglich die den Drehknopf tragende Welle 16 herausragt.
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In den vorstehenden Beispielen ist die neue Vorrichtung keineswegs
erschöpfend dargestellt; vielmehr können im Rahmen des eingangs umrissenen Erfindungsgedankens
noch weitere Ausführungsmöglichkeiten liegen.