DE846546C - Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruckmaschinen - Google Patents

Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruckmaschinen

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DE846546C
DE846546C DE1949P0030734 DEP0030734D DE846546C DE 846546 C DE846546 C DE 846546C DE 1949P0030734 DE1949P0030734 DE 1949P0030734 DE P0030734 D DEP0030734 D DE P0030734D DE 846546 C DE846546 C DE 846546C
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DE
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water
valves
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DE1949P0030734
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English (en)
Inventor
Horace Edwin Marsden
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HORACE EDWIN MARSDEN LONDON
Original Assignee
HORACE EDWIN MARSDEN LONDON
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F7/00Rotary lithographic machines
    • B41F7/20Details
    • B41F7/24Damping devices
    • B41F7/30Damping devices using spraying elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

  • Feuchtwerk für Rotationsflachdruckmaschinen 1)ie l@riin(lung betrifft lithographische Druckpressen und befaßt sich insbesondere damit, ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens zum Befeuchten der lithographischen Druckflächen der Druckplattenzylindcr zu schaffen, die in derartigen Maschinen eingebaut sind.
  • In der Technik des lithographischen Druckens ist es bekannt, die Druckplatte zu pnäparieren, so daß (las Druckmuster in der Form eines fettigen Niederschlags erscheint, der eine große Ver«'actdtschaft zu einer fettigen Druckfarbe besitzt. Solange die nicht druckenden Flächen f:#ttcltt gehalten werden, weisen diese Farbe alt. Das mit Druckfarbe verseltetle Bild \\ird dann auf (las zu bedruckende Material -edrückt oder, im Falle des litliographischen Offsetdrucks, auf ein Gummituch oder ein anderes Offsettuch, von dem es "viederum auf Papier oder ein anderes zu bedruckendes Material übertragen wird. Dadurch, daß itn wiederholten Verfahren abwechselnd die Oberfläche der Druckplatte bei ausgeglichener Steuerung der Wasserutt(1 1)ruckfarbenmengen befeuchtet und mit Druckfarbe versehen wird, wird der sich ergebendeDruck scharf und klar gehalten, und die nicht druckenden Flüchen bleiben sauber.
  • Trotz aller Anstrengungen, die gemacht worden sind. 11111 die Mittel oder Verfeinerungen nutzbar zu machen. die bisher im Hinblick darauf vorgeschlagen @@ ur(lect, 111n die Nachteile der Befeuchtungsverfahren zu vermeiden, «-elche gemäß allgemeiner Kenntnis zur Zeit angewendet werden, ist der in dieser Hinsicht bisher erreichte Fortschritt verhältnismäßig gering geblieben, und die mechanischen Anordnungen, die, wie bekannt, als bestens geeignet zum Ersatz der jetzigen Praxis vorgeschlagen worden sind, haben anscheinend nicht die erhofften Ergebnisse gezeitigt.
  • Die vorliegende Erfindung, die sich auf wesentliche Forschungen und praktische Versuche der zuletzt bekanntgewordenen Vorschläge stützt, bezweckt dieSchaffungvonnützlichenVerbesserungen in dem ebenfalls schon vorgeschlagenen Verfahren, die Oberfläche der lithographischen Druckplatte oder eines Teils davon mit einem Befeuchtungsmittel zu befeuchten, das durch einen Flüssigkeitsdruckzerstäuber in einem dichten Nebel von feinen Teilchen auf die Oberfläche der Druckplatte gesprüht wird.
  • Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, (las Befeuchtungsmittel durch eine Vorrichtung aufzubringen, die eine Reihe von Sprühregen aufweist, die sich quer Tiber die wirksame Breite der Druckplatte erstrecken. Die Zerstäuber enthalten Düsen besonderer Bauart, die geeignet sind, einen dichten Nebel von feinen Teilchen des zerstäubten liefeuchtungsmittels je nach Wahl auf die Oberfläche der Druckplatte zu sprühen, wobei ein atishewl;ililter Teil der druckenden Fläche zeitweilig während des Rotierens eingeschlossen ist und die zerst"-iulite Fliissigkeit auf sie unter genauer Steuerung der Richtung, Fläche und Dichte gerichtet wird.
  • Zusammengefaßt besteht datier die Erfindung aus einer Vorrichtung zum Befeuchten der Oberfläche einerlruckplatte und einer lithogräphischenDruckpresse mit einem Befeuchtungsmittel, das durch einen Flüssigkeitsdruckzerstäuber in einem dichten Nebel feinerTeilchen auf die Oberfläche derDruckplatte gesprüht wird, und ist dadurch gekennzeichnet, (laß zur Durchführung der Zerstäul)ung des I3)efeuchtungsmittels Sprühdüsen vorgesehen werden, von denen jede mit Durchtrittsöffnungen ausgerüstet ist, die getrennt mit Flüssigkeit unter Druck und mit Druckgas aus getrennten- ventilgesteuerten Quellen gespeist werden und derart angeordnet sind, (laß sie die Flüssigkeit und das (las in eine -Mischkammer drucken, die den Eintritt zu einem geschlossenen Sprühwächter bildet, der zu dem Zweck eingebaut worden ist, um die Wirkung des darin so hergestellten Nebels auf einen vorher wählbaren Teil der Druckplatte zu begrenzen.
  • Die Vorrichtung kann für alle Arten von lithographischen Druckpressen verwendet werden, und zwar sowohl für Druckpressen mit Bogenzuführung als auch für solche mit Rollenzuführung.
  • Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung werden durch Schwerkraft zugeführtes Wasser und unter Druck stehende Luft, die von einem Luftkompressor oder einer Pumpe geliefert wird, durch die Hauptspeiserohre in die Befeuchtungsvorrichtung gedrückt. In dieser Vorrichtung ist eine Anzahl von Sprüh-düsen im Abstand voneinander ängeordnet, der durch die Breite des Sprühstrahls aus jeder bestimmt ist, um auf diese Weise eine gleichmäßige .'Ausbreitung des Spriillregens über die volle Freite der Druckplatte zu erreichen. Vorzugsweise ist jede Düse getrennt einstellbar, um die Menge des aus ihr austretenden Sprühregens zu steuern und um den Sprühstrahl vollständig abzuschließen. Die Tiefe -des -,wirk-' Samen Sprühstrahls wird durch Einstellung der Düsen und ihres Albstands von der Druckplatte gesteuert, und die wirksam besprühte Fläche kann zweckmäßigerweise durch Schutzbleche über, unter und an den Enden der Vorrichtung gesteuert werden. Uni irgendwelchen Sprühregen, der sich an den Seiten der Schutzbleche kondensiert hat, ablaufen lassen zu können, sind .:Mittel zum Entfernen dieses kondensierten Sprühregens vorgesehen.
  • :'111e Sprüheinheiten können finit an sich vorhandenen Halts und :lnfahrsteuervorrichtungen der Druckpresse verbunden werden, so (laß der Sprühregen automatisch betätigt wird, wenn die Druckpresse anfährt, und automatisch abgeschlossen wird, wenn man den Lauf der Druckpresse unterbricht. Zusätzlich wird vorzugsweise ein getrennter Abschluß der Wasser- und Luftzufuhr zu den Düsen vorgesehen für den Fall, daß die Druckpresse laufen soll, ohne im Druckverfahren zu arbeiten.
  • Es muß darauf hingewiesen werden, (laß, wenn auch das Verfahren der Erfindung zum Befeuchten von Druckplattenflächen mit Wasser entwickelt worden ist, die Erfindung ebenfalls benutzt werden kann, um andere Lösungen oder Flüssigkeiten auf die Druckplattenflächen aufzubringen, wenn es so gewünscht wird.
  • Die praktische Anwendung der Erfindung wird nunmehr genauer mit Bezug auf die Abbildung beschrieben. In dieser Abbildung stellt dar Fig. i eine Ansicht von der Seite auf eine typische lithographische Rotationsoffsetpresse mit Rollenzuführung, wobei diese Presse mit einer 1\'ass,ei-sl)rühvorriclitung zum Befeuchten des Druckplattenzylinders gemäß Gier vorliegenden Erfindung ausgerüstet ist, Fig. 2 eine Ansicht von oben auf die in Fig. t gezeigte Druckpresse, Fig. 3 einen Schnitt durch die in den Fig. t und 2 gezeigte Refeuchtungsvorrichtung, Fig. d. eine teilweise Ansicht der Befeuchtungsvorrichtung, gesehen in der Richtung des Pfeils A der Fig. 3, Fig. 5 und 6 Ansichten, von oben und von der Seite gesehen, auf eine Sprüheinheit, Fig. 7 eine teilweise Seitenansicht auf die kalibrierte Steuerung für die in den Fig. 5 und 6 gezeigte Sprüheinheit, Fig. 8, 9 und io Ansichten von Koppelgliedern der Steuerungen für die Sprüheinheit mit <lern Anlasser des Motorantriebs der Presse, Fig. i i eine Seitenansicht auf eine lithographische Offsetpresse finit Bogenzuführung, die mit einer Wassersl»-ühvorrichtung zum Befeuchten dei Ai-beitsflä che des Druckplattenzylinders durch das erfindungsgemäße Verfahren versehen ist, l,' ig. 12 eine _\tisiclit von vorn unter einem rechten Winkel zu Fig. t t und in Richtung des Pfeils /), der Vig. r t gesehen, t 3 einett Schnitt ähnlich der Fig. 3 von einer altgeänderten .\usführungsforin der Befeuchtungsvorrichtung, l#ig. 14 eitre .\iisicht von oben auf die Vorrichtung v,n Vig. 13.
  • Unter Hezugnahme auf die Fig. t und 2 ist die 1?rliii(ltttig in :\nwendung auf eine lithographische hotationsoffsetdruckpresse mitRollenzuführung gezeigt. wobei ilie Druckpresse Längsseitenständer io :ttifweist. in denen die erforderlichen Wellen zum Tragen des Druckplattenzylinders i i, des Tuch-oder Offsetzvlit1ders 12, des Druckzylinders 13 und des kollcntriigers 14 gelagert sind. Eine Papierhaltn 1,3 wird (furch Führungsrollen 17 derart geleitet, daLi sie zwischen dem Offsetzvlinder 12 und denn Druckzylinder 13 hindurchtritt und dann durch ein Rollenpaar t8 zu den Auslieferungsstellen (nicht gezeigt) zurückläuft. Der Druckplattenzvlin(ler t t wird mit Farbe aus einem Farbentrog iy Tiber Trogrolleil 20, eine Reihe von zwischengeschalteten Fiirbungsiibertragungsrollen t tiii<t Tiber die eigentlichen Färberollen 22 versehen, die die.\rheitsfläche der Druckplatte auf dem7_ylinder t t beriillren. Alle anderenTeilederDruckpresse, die für die I»eschreihung der vorliegenden Er-z, nicht wesentlich sind, sind der Deutlichkeit Halber weggelassen worden: es muß jedoch darauf aufnierksain gemacht werden. daß die Druckpresse zweckin<ißigerweise mit den bekannten Ausführungen in jeder Hinsicht übereinstimmen kann mit der :\usnahnie der Hefeuchtungseinheit D, die gent:il:i der vorliegenden 1#:rtindung ausgeführt ist.
  • Diese Hefeuchtungseinheit I) ist zwischen den Stülulel=glieclern to gelagert. Unter Einwirkung der Schwerkraft flieltt (las Wasser aus (lern Behälter 24 durch ein kitlir 30 in die 13efeuchtungseinheit. Der Rehälter -4 wird mit Wasser von einer Hauptleitung (Itit-cli einen Kugelventiltiahn 25 gefüllt. 111#-otitl)riniierte Luft wird dieser Einheit D durch eine Ritlirleitung 26 zugeführt, in der ein Reduzierventil toi angeordnet ist. Die Luft wird in einem Kompressor -7 erzeugt. Das VI)erschußwasser kamt aus der liefeuchtungseinheit durch ein Altilußrohr -9 zu einem Abfluß altgeleitet werden, oder es kann in dem Abflußbehülter 28 gesammelt werden. der auf dem Moden unterhalb der Einheit ,titge(tr(Inet ist.
  • Die Eililleit I) (Fig. 3 bis 7) enthält eine Reihe von \\':tsserzerstütil)vorriclituilgen, die im nachfolgenden als Sprühdüsen G bezeichnet werden und auf (euer verlaufenden Rohrverteilern 32 und 33 für Druckluft und Wasser angeordnet sind. Diese holirverteiler 32 und 33 verlaufen zwischen den Seitenständern to und sind an ihnen derart befestigt, dal3 sie parallel zueinander und zu der OIterHiiche des Zylinders ti verlaufen, von dem die @t>hrverteiler, wie gezeigt, in gew,issetn.@ltstand an,-vor(lnet sind. 1)er \\-asscrverteiler 33 ist nnt dein Wasserversorgungsrohr 30 verbunden, und (las Luftverteilerrohr 32 steht mit der Kompressorrohrleitung 26 in Verbindung. Die Verteilerrohre können alter auch derart angeordnet werden, .daß sie mit Bezug auf den Druc.kplattenzylinder,ri ein-' stellbar sind, und in diesem Falle würden die Verteilerrohre z. B. durch armierte Schläuche mit ihren Versorgungsrohren verbunden werden.
  • Die Sprühdüsen G sind regelmäßig über die Breite des Druckzylinders ri angeordnet. Sie sind mit sattelförmigen Unterteilen versehen, so daß sie einen Sitz für die oberen Flächen der Rohrverteiler bilden, an denen die Düsen abnehmbar mittels Doppelsattelklemmen 31 und Schraubenbolzen 34 festgeklemmt werden. Wassereinlaßkanäle 35 und 1"ufteiiilaßkanzile 36 arbeiten mit entsprechenden C`Wnungen in den olleren Wandungen der Rohrverteiler 33 und 32 zusammen. Dichtungsscheiben 37 sind zwischen den zusammen arbeitenden Flächen der Düsenkörper und Rohrverteiler vorgesehen. .jede Sprühdüse G weist einen Hohlkörper 38 auf, der eine mit dem Lufteinlaßkanal 36 verbundene 1'rimärluftkanitner 39 und eine mit (lern '\Vassereitilal-.ikanal 3.3 verbundene Wasserkaininer 4o bildet. Eine außen mit einem Gewinde versehene Zerstäuberdiise 41, die nach Art eines Nadelventils ausgebildet ist, ist in das offene Ende der Wasserkammer 4o hineingeschraubt. Ein schalenähnlich ausgebildeter und mit Kanälen versehener Luftzerstäubungsblock 42 ist über die kegelige Nase der Düse 41 angebracht und wird (furch einen Kragen 43 gehalten. der auf die mit Außengewinde versehene Wand, die die Wasserkammer 40 tlnlgil)t, aufgeschraubt ist. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, umfaßt die -zuletzt beschriebene Anordnung eine ringförmige Sekundärluftkammer 4.4, die mit der Priniiirltiftkaminer 39 mittels eines inneren Kanals 45 verbunden ist: sie weist außerdem enge konvergierende Durchtritte 46 auf, die zwischen dein Block 42 und der kegeligen Nase der Düse 41 gebildet sind. Durch die Kanäle 46 wird die Luft aus der Kammer 44 derart hindurchgedrückt, (laß sie sich mit (lern Wasser, das aus einem sich erweiternden Endstück 47 der Düse .4i in eine konische llischkanimer austritt, mischt und es zerstäubt. Eine kegelige Ventilnadel 48 tritt in die Düse 41 ein, um den Fluß des Wassers aus der Düse zu steuern. Die Spindel der Nadel tritt durch eine Stopfbuchsenpackung hindurch und ist an einem zylindrischen und zum Teil hohlen Gleitstück 49 befestigt, (las verschiebbar in einer hohlen Stellschraube 5o gelagert ist. Das Nadelventil wird in seiner Arbeitsstellung mittels einer Druckfeder 51 gehalten, die in der hohlen Stellschraube 5o angeordnet ist. Der Federdruck, der auf die Ventilnadel ausgeübt wird, kann ohne Schwierigkeiten durch Drehen der Stellschraube 50 veriindert werden.
  • Die Luftzufuhr von der Primärluftkammer 39 zu der Sekundä,rluftkammer 44 wird mittels eines Kolbenventils 52, das auf einer Spindel 53 angeordnet ist, gesteuert. Die Spindel 53 tritt durch eine Stltpfhuchsenpackung 55 hindurch und ist durch ein Gewinde mit einer Stellschraube 56 einzustellen. Eine Druckfeder 57 dient dazu, das Ventil in der Arbeitsstellung zu halten.
  • Ein gabelförmiger Pendelhebel 58, der sich um den Düsenkörper 38 herumspreizt und drehbar am Schildzapfen 58° befestigt ist, dient zur Betätigung der Luft- und Wasserventile. Der obere Teil des Hebels erstreckt sich nach oben über die Düse hinaus, während die unteren gegabelten Teile, die zu leiden Seiten des Körpers liegen, mit den freien Enden eines U-förmigen Verbindungsglieds 59 verbunden sind. Das geschlossene Ende des Glieds 59 ist mit der Einstellmutter 56 und der Ventilspindel 53 gekuppelt. Jeder Arm des Glieds 59 ist mit einem Hebel-6o versehen, dessen oberes Ende nach innen gebogen ist, um mit dem Vorderende des Gleitstücks 49 das Ventil zu betätigen. Auf diese Weise werden bei der Bewegung des Hebels 58 entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers, wie in Fig. 3 gezeigt, die Luft- und Wasserventile entgegen der -Kraft ihrer Federbelastungen geöffnet. In ähnlicher Weise wird ihre Schließbewegung freigegeben, wenn der Hebel sich im Uhrzeigersinn bewegt.
  • Die Hebel 58 werden -gleichzeitig durch eine Steuerwelle 62 hin und her bewegt, .die in den Ständergliedern io parallel zu den Verteilerrohren 32, 33 gelagert ist. Die Welle trägt die durch Stellschrauben 69 befestigten Nocken 61. Die \Tocken 61 steuern die Pendelhebel 58 über die einstellbaren Stempel 63. Der obere Teil jedes Hebels 58 ist als ein winkelförmiger Arm ausgebildet, in dein eine Gewindespindel des Stempels 63 eingeschraubt ist, mit der sich am Rä:ndelrad 64 der Hub des Hebels 58 einstellen läßt. Die Nockenwelle 62 wird durch einen Handgriff 66 (Fig. 7) gedreht, der an einem Ende der Welle befestigt ist und an dem eine Skala 67 und ein Zeiger,68 zuin Anzeigen der Nockenstellung sichtbar angebracht ist. Die Mittel zum Steuern der Ventile sind so eingestellt, daß die erste go°-Drehung der Nockenwelle die Luftventile und die nächste go°-Drehung die Wasserventile zum Öffnen bringt. Die Einstellung der Nockenwirkglieder 63 mit Bezug auf die Nocken 61 soll die Wasserzufuhr durch das von der Düse 41 gesteuerte Nadelventil verändern. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, die größte Luftzufuhr zu begrenzen, die durch eine Bedienung der 'Muttern 56 und des Reduzierventils io8 geregelt werden kann.
  • Diese Luft- und Wassersteuerventile der Sprühdüse G sind federbelastet, so daß sie geschlossen bleiben und die Düsen außer Tätigkeit verharren, bis sie durch die oben beschriebenen Mittel zum Steuern der Nocken betätigt werden, die gleichzeitig geeignet sind, um den ganzen Satz von Düsen zu betätigen. Ausgewlählte Düsen können jedoch j außer Tätigkeit gebracht werden, indem die Stellschrauben 69 der entsprechenden Nocken gelöst und die letzteren längs der Welle 62 verschoben werden. Damit ist eine Bewegung der Hebel. 58 unterbunden.
  • Die Mündungsstücke 47 der Sprühdüsen G sind j so gewählt, daß ihr Strahl eine vierseitige Fläche auf der dadurch berührten Oberfläche bedeckt. Die Höhe der Düsen wird mit Bezug auf die Breite der Sprühflächen derart geMühlt, daß die letzteren in ihrer größten Ausbreitungsfläche, d. h. auf der Oberfläche der Druckplatte, sich so angenähert wie I möglich Kante an Kante ohne Vberlappung treffen, wie es in Fig. 5 dargestellt ist.
  • Der Sprühregen von den Düsen G ist in einem Sprühschutz S in der Form eines kastenähnlichen Gebildes eingeschlossen, der zwischen den Sprühdüsen und der Kante des Druckplattenzylinders angeordnet ist, so daß er sich über die ganze Breite des letzteren erstreckt. Die Seite des Sprüh-, schtitzes, die an den Zylinder grenzt, ist offen, und die entgegengesetzte Wand 69' ist mit Öffnungen versehen, durch die die Düsen ihren Strahl hindurchspritzen. Dichtungsscheiben 70 sind zwischen den vorderen Enden der Sprühdüsen und der Wand 69' angeordnet. Der Boden 71 des Sprühschutzes ist mit einer Rinne io5 versehen, die mit dem Abflußrohr 29 verbunden ist, während die Oberseite des Sprühschutzes mit einem Einsetzglasrahmen ausgebildet ist, durch den die Sprühstrahlen beobachtet werden können. Einstellbare Seitenschilder 73, die geeignet sind, ausgewählte Teile der offenen Seite des Sprühschlitzes S abzuschließen, sind durch Stellschrauben 74 befestigt, die in die obere Vorderkante des Sprühschutzes hineingeschraubt sind.
  • Das Einstellen und die Betätigung der Befeuchtungsvorrichtung D geschieht folgendermaßen: Wenn die Druckplatte die gesamte Breite des Zylinders i i bedeckt, wird der gesamte Satz von Sprühdüsen G in Tätigkeit gesetzt, und die offene Seite des Sprühschutzes S wird über ihre gesamte Breite offengelassen.
  • Wenn andererseits die Druckplatte nur einen Teil der Breite des Druckplattenzylinders beclecken soll, werden die Sprühdüsen G, die gegenüber dein unbesetzten Teil des Zylinders stehen, außer Tätigkeit gesetzt. Seitenschilder 73 werden an Ort und Stelle befestigt, um den unbesetzten Teil des Druckzylinders zu bedecken. Die Stempel 63 der in Tätigkeit befindlichen Nocken werden dann derart eingestellt, daß sie jede für sich die Feuchtigkeitsdichte der Strahlen entsprechend dem Verhältnis der Druckfarbenfläche zu dem Untergrund in der von jedem Strahl bedeckten Fläche verändern.
  • Wenn die Sprühdüsen G außer Tätigkeit gesetzt werden sollen, wird die Handsteuerung mit dem Zeiger 68 auf Null an der Skala 67 gesetzt (Fig. i, 3 und 7), und die Druckpresse kann nunmehr laufen, ohne den Druckplattenzylinder zu befeuchten. Bevor mit dem Druckgang begonnen wird, kann die Druckplatte in der üblichen Weise behandelt und zugerichtet werden; sie kann falls sie feucht ist, dann schnell und sauber durch trockne Druckluft aus den Sprühdüsen G getrocknet werden. Zu diesem Zweck wird der Handgriff 66 so weit gedreht, claß die ldebel 58 genügend geschwenkt werden, um die Luftventile 53 der Sprüh-
    düsen (; zti @iitttet@. ohtic ein(. i)tttiutig der Unt-
    sprechett(lett \\'asscr vetttile 48 zu bewerkstelligen.
    Hei eitler 1,.itistelltttig des Zeigers 68 zwischen Null
    und oo auf der Skala 67 tritt nur trockne Luft
    unter st:indig gleichl>leil>ettcl@m Druck und in einer
    der :Nockeneiststellung.entsprc@henden Menge aus
    den Sprühdüsen ;Ins und umspült die sich dreh:it-
    den Druckplatten.
    Wenn mit dein Druckgang begonnen werden soll.
    wird die Nockenwelle (i2 so gedreht, daß sich der
    Zeiger 68 zwischen co' ttti(1 itSo- auf der Skala (>7
    bewegt. Die Hebel 58 werden hierdurch ausreichend
    geschwenkt, uni die Wasserventile .48 zu öffnen.
    so daß ntinniehr Wasser aus den Sprühmündungs-
    stücken 47 licrausgespritzt und zerstäubt wird. Es
    ist zu beachten, dafi der Strahl, da sowohl das
    Wasser als auch die Luft unter Druck zugeführt
    werden, gegen die sich drehende Druckplatten-
    fl;iche finit genügend Kraft gespritzt wird, um die
    natürliche Neigung der Oberfläche, den Strahl zu-
    rfickzuwerfen, bevor er sich auf ihr niederlassen
    kann, zu ültei-winden. Die erforderliche Kraft des
    Strahls %\ ird sich entsprechend der Umlauf-
    (r
    der der Druckplatte verändern, und
    der Feuchti-keitsgelialt des Strahls wird am besten
    etnp zisch unter _\rbeitsbedingungen ermittelt.
    Die Kraft der Strahlen für irgendeine Stellung
    der Steuermittel kann durch eine F_instellung des
    Luftredrzierventils tob verändert werden. Der
    Feuchtigkeitsgehalt der Strahlen kann dadurch ge-
    regelt werden, daß der Hub der Pendelhebel 58 für
    gegeln#ne Einstellängen -der Steuernocken ein-
    gestellt wird. 1)as tatsachliche Volumen der zer-
    stäubten Strahlen kann festgelegt werden, indem
    die Handsteuerung (,etn@ili den Skalenteilen auf
    <lein Luft-Wasser-Teil der Skala 67 eingestellt
    wird.
    Wie es <lein Fachmann ivohlbekannt ist, wird
    die Obertl;iche einer nietallisclten lithographischen
    Druckplatte für das Zurückhalten von Wassern
    gekörnt. l)er feine Wassernehel, der auf diese
    Fläche durch (las Hefeuchtungsverfahren, der
    Hrhndung niedergeschlagen wird, ist
    aulierordentlich wirksam. (la er schon sehr stark
    zerstäubt ist und daher eine große :\ftinität zu- der
    gek<irnteti Hattenoberfl;iche besitzt lind auf ihr
    leicht festliaftet. Dieser Umstand ist von großer
    Bedeutung. da er es erniüglicht. (1a13 die Oberfläche
    der 1)rtickl)l;ttte wirksam mit dein Ausspritzen
    einer (,ei-itigsteti Menge Cberschußwasser auf sie
    befeuchtet werden kann, so (1a13 die Bildung einer
    Emulsion auf den 1)ruckfarbenflächen und der auf
    den I)ruckfarbenrollen betendlichen Druckfarbe und
    damit einer Zerst<irtitig der Qualität des von der
    Druckpresse erzeugten Drucks stärkstens ver-
    inindert wird und für alle praktischen Zwecke als
    beseitigt angesehen werdest kann.
    ,\ucll bei dem 13efettchtungsverfahren der vor-
    liegenden I?rtitl(ltittg wird eilte gewisse Menge
    Wasser, die auf die Druckplatte gespritzt wird,
    zuriickgeworfcn, z. 13. (las Wasser, das auf die mit
    Druckfarbe bedeckten Flächen fällt. Dieses zurück-
    Wasser fließt zusammen finit allen
    Schmutz- und Feuchtigkeitsteilchen. die sich auf
    den inneren Wänden des Sprühschutzes angesam-
    ntelt haben, in die Rinne io5 an dem Boden des
    Spriihschtitzes und fließt von dort aus zu dein Ah-
    flul.irohr =o.
    Der Sprühschutz S dient dazu, um die ge-
    t#, ün:;: ltte Zone der. Befeuchtung genau zu bestitn-
    ni-,n, so dali diese Befeuchtungszone vor ein;#r Be-
    sclisiititznng durch Fremdkörper und vor einen
    1'intritt von Falschluftströmen geschützt wird, die
    (fite \\ irbelutig in der Zone verursachen und den
    rc _@el rechten Niederschlag des zerstäubten Wassers
    auf der Druckplatte beeinträchtigen könnten. Der
    Sprühschutz S hat auch die Aufgabe, unerwünschte
    Niedcrsrltl@ie auf dem Druck selbst, den Druck-
    farbenrollen und anderen Teilen der Presse zu ver-
    hindern.
    Obwohl die :\rl)eitsweise der Befeuchtungsvor-
    richtutig wirksam, wie oben beschrieben, von Hand
    gesteuert \\-erden kann, liegt es auch im Bereich
    der vorliegenden Erfindung, die Arbeitsweise der
    Vorrichtung selbsttätig zu steuern, indem sie finit
    den Steuerungen des Druckpressenkraftantriebs
    verbunden wird. Eine Art zur _'\usfülirutig der
    automatischen Steuerung dieser Vorrichtung bei
    elektrisch betriebener Presse bestellt darin, daß der
    Anlasser des Elektromotors mit einer elektrisch
    betätigten Vorrichtung verbunden wird, die die
    Bewcgungen der Sprühdüsensteuerungen bewirkt.
    In den Fig. 8, o und Rio sind die Sprühdüsenein-
    lititen und ein Sprühschutz, die den vorher be-
    schriebenen ähnlich sind, so dargestellt, daß sie
    sowohl für eine llandbetätigung als auch für eine
    automatische Betätigung der Nockensteuerung
    geeignet sind. An Hand der Zeichnungen soll nur
    eine Seite der Anordnung im einzelnen l@eschrieben
    werden, es muß jedoch beachtet werden, daß die
    beiden Seiten entsprechend den beiden Seiten-
    stiindern to der Maschine identisch sind. 13(i dieser
    Anordnung ist die Nockenwelle 62, die die Steuer-
    nocken 6t triirt, in zwei um die Querhelle 76°
    schwingenden Lagerarmelt 75 gelagert. Die Oster-
    welle 76° ist in den Seitenständern io befestigt.
    je(ler Lageraren 75 trägt auf seinem Halbkreis
    eine eingeteilte Skala 67, während ein Handgriff 6 i
    und ein Zeiger 68 auf der Nockenwelle ist der
    N:ilte der Skala 67 1tefestigt sind. Die lUickseite der
    Natte 7(S weist einen -Nocken finit einem steilen
    Anstieg 77 auf. 1?in dreiarmiger, mit einer Nabe
    versebener 1-fehel 8o ist auf der inneren Seite des
    Ständerglieds to derart angeordnet, daß er um
    einen Lagerbolzen 8t hin und her schwingt. Dieser
    tlebcl ist mit seinem drehbaren Nocken-,virkglied
    82 so angeordnet. (laß er die Nockenkante des
    I-febels 75 berührt. l,'-in zweiter Arm 85 des Hebels
    8o ist über ein Gelenk 86 und eine Stange 84 mit
    einem Elektromagneten 83 verbunden, der eben-
    falls an der inneren Seite des Ständerglieds @to
    befestigt ist. Der dritte Arm 87 des Flebels 8o ist
    finit einer Zugfeder 88 verbunden, die an einem
    festen Bolzest 89 fixiert ist. Die Zugfeder 88 zieht
    (letz Hebel 8o und die Stange 84 in die Ruhe-
    stellring zurück, wenn der Magnet alterregt wird.-
    Eine ähnliche Zugfeder 78, die zwischen dem unteren Ende des Hebels 75 und einem festen Bolzen 79 befestigt ist, bewirkt, daß der Hebel 75 im allgemeinen in der Ruhestellung gehalten wird. Der 1,lektromagnet 83 ist im wesentlichen eine Spule, deren beweglicher Kern mit der Stange 84 verbunden ist. Die Spule ist elektrisch mit dem Stromkreis des Mortoranlassers verbunden, so daß die Spule erregt und ihre Stange 84 nach rechts gezogen wird, wenn -der Antriebsmotor der Druckpresse angelassen wird.
  • Bei der Benutzung der zuletzt beschriebenen Vorrichtung wird, bevor die Druckpresse angelassen ist, die Sammelsteuern,ockenwelle 62 von Hand durch den Handgriff 66 gedreht, um die Nocken 6i danach einzustellen, ob ein Luftstrahl oder ein Luft- und Wasserstrahl gefordert wird. In Fig. 8 und io öffnen die Nocken die Ventile für die Luft- und Wasserstrahlen vollkommen. Fig.8 zeigt die Einrichtung im Ruhezustand. Der Hebel 7 5 wird durch die Federn 78 gehalten. Es ist noch keine Berührung zwischen den Nocken 61 und den Nockenw-irkgliedern 63 vorhanden, und die Sprühdüsen G bleiben daher in Ruhe. Wenn der Anlasser (nicht gezeigt) betätigt wird, um den nicht dargestellten elektrischen Antriebsmotor zu betätigen, werden die Spulen 83 erregt. Ihre Stangen 84 werden nach rechts gezogen, wie in Fig. io dargestellt ist. Dadurch werden die Hebel 8o entgegen (lern Uhrzeigersinn gegen die Kraft der Spannung der Federn 88 gedreht, wie in den Zeichnungen ersichtlich. Nunmehr schleifen die Nockenwirkglieder 82 auf der Nockenkante der Arme 75 und stoßen gegen die Nockenerhebungen 77, so daß die Arme 7.5 und die Steuernocken 61 entgegen der Kraft der, Federn 78 vorwärts getrieben werden. Damit wird der Betätigungshebel 58 bewegt und üttnet die Ventile. Auf .diese Weise werden die Sprühdüsen G mit dem Volumen in Tätigkeit gesetzt, (las vorher durch Handeinstellung bestimmt war. Die Sprühdüsen bleiben so lange in Tätigkeit, bis der Schalter geöffnet wird, um die Druckpresse anzuhalten. Gleichzeitig werden damit die Spulen 83 aberregt. und die Strahlsteuerungsvorrichtung wird in ihre Ruhestellung durch die Federn 78 und 88 zurückgebracht.
  • Die Fig. 111 und 12 stellen mehr oder weniger schematisch die Anwendung der vorliegenden Erfindung auf eine typische lithographische Rotationsoffsetpresse mit Bogenzuführung dar. Seitliche Ständerglieder 9o dienen dazu, den Druckplattenzylinder 9i, den Tuchzylinder 92, den Druckzylinder 93, den Bogenübertragungszylinder 94, den Bogenzuführtisch 95 und ein I#ruckrollensvstem iah zu lagern. Das System,to6 versieht die auf dem Zylinder 9i angeordnete Druckplatte 96 mit Druckfarbe.
  • Das Befeuchten der Druckplatte 9@6 kann gemäß dein Verfahren der vorliegenden Erfindung durch die Xlerwendung von Sprühdüsen G der oben beschriebenen Art ausgeführt werden. Diese sind an der Druckpresse vollständig mit Sprühschutzvorrichtung S', Wasserzufuhr, Druckluftzufuhr und Wasserabführanlage angeordnet. Die Arbeitsweise ist die gleiche, wie oben beschrieben. Bei dem Druckpressentyp mit Bogenzuführung erstreckt sich jedoch die Druckplatte 96 nur um einen Teil des Umfangs des "Zylinders 9i. Infolgedessen ist es in der Praxis wünschenswert, daß die Sprühvorrichtungen nur daiui arbeiten, wenn die Oberfläche der Druckplatte 96 durch die Sprühzone hindurchgeht.
  • Für den zuletzt erwvähnten Zweck arbeiten die hin und her schwingenden Arme 75 ähnlich wie es mit Bezug auf die Fig. 8, 9 und to beschrieben ist. Bei dieser Ausführungsform ist jedoch jeder oder einer von diesen Armen 75 fest mit einem Arm 97 verbunden, der über einen Lenker 98 durch einen Arm 99- einer Kurbel, die drehbar auf einem Lagerbolzen i to angebracht ist, bewegt wird. Der zweite Arm 104 der Kurbel ist mit einer Zugfeder 107 verbunden, die an dem Seitenständer to angelenkt ist. Der Arm 99 trägt ein Nockenw-irkglied ioo, das durch die Feder 1107 mit der Kante einer. Nockenscheibe toi in Berührung gebracht wird, die auf der Welle des Druckplattenzylinders 9i befestigt ist. Die nockenförmige Scheibe vor ist mit einer I?rhebung 102 und einer Vertiefung 103 versehen, @vohei diese Erhebung der Druckplattenfläche und die Vertiefung der nicht befeuchteten Zone entspricht. Berührt das Nockenwirkgl#ied ioo die Nockenerhelning 102, so sind die Arme 75 im Uhrzeigersinn herumgeschwungen, wie in Fig. r i dargestellt ist, um die Sprühdüsen zu betätigen. Wenn die Spalte in der Druckplattenoberfläche in die Sprühzone eintritt, senkt sich das Nockenwirkglied ioo in die Nockenvertiefung -i03, und die Arme 75 werden entgegen dem Uhrzeigersinn durch die Feder 107 herumgeschwungen, tim die Sprühdüsen abzuschalten.
  • Es ist wohl zu verstehen, daß die selbsttätige Vorrichtung zum Steuern der Arbeitsweise der Sprühvorrichtungen ohne Schwierigkeiten, falls gewünscht, abgeändert werden kann, um mit der zuletzt beschriebenen Ausführungsform der Befeuchtungsvorrichtungzusammen zu arbeiten.
  • Unter Bezugnahme auf die Fig. 13 und 14 wird jetzt gezeigt, daß die abgeänderte Bauweise der Vorrichtung sich hauptsächlich dadurch von der oben beschriebenen Anordnung unterscheidet, daß die Sprühdüsen G auf einem blockförmig gestalteten Glied ioa angeordnet sind, das im nachfolgenden als Verteilerblock bezeichnet wird. Die beiden Verteilerrohre 32 und 33 sind mit anderen Teilen der Vorrichtung, wie im nachfolgenden beschrieben, in einem Stück zusammengefaßt. Die Hauptbestandteile der Sprüheinheit sowohl als der Steuer- und Betätigungsvorrichtung stimmen im wesentlichen mit den Teilen überein, die schon weiter oben im Zusammenhang mit den Fig. i bis 12 beschrieben worden sind. Jede Sprühdüse G besteht wiederum aus einem Wasser- oder Luftzerstäubungskragen 42 und einer inneren Wasserdüse 41 mit sich nach außen erweiterndem Endstück 47 und schließlich aus ihren Kanälen 46, 46°, die in eitle gemeinsame Mischkammer 47 zusalllillelllaufelt.
  • Wie gezeigt. sind diese Düsen auf mit Flanschen versehenen Atischlußstiicken 40a angebracht oder ilii wesentlichen in ihnen allgeordnet, die wiederum auf dein Verteilerblock toll befestigt sind.
  • Dieser Block kann gegossen, aus dem Vollen herausgearbeitet oder aus passenden Einzelteilen aufgebaut werden, um ein kastetlähnliches Gebilde zu schaffen. <las vorzugsweise, wie gezeigt, im Querschnitt rechtwinklig ist. Der Block erstreckt sich fil>er die ganze Breite der auf .dem Zylinder i i angebrachten Druckplatte. Er ist so eingerichtet, daß er zweckentsprechend zwischen den Lagergliedern to der Druckpresse gelagert werden kann. Seine :iufiere, vorzugsweise ebene Längsfläche, auf der die Allschlußstücke 4o der Sprühdüsen G vorgesellen sind, liegt parallel zu der Druckplattenobertl:ichc.
  • Wie hei dem vorigen Beispiel werden die \\-as;er- troll Luftzuführungskanäle dieser Sprühdüsen (; von den Ilauptleitungen oder Verteilertoihrell 32 ulld 33 versorgt. Wiederum werden .die Leitungen, tlic quer von diesen Verteilerrohren wegführen, title diese mit den Düsenspeisekanälen zu verl»nden. durch federbeeinflußte einstellbare Ventile gesteuert, nlämlich das Ventil 53, das den Strom der 1)i-tickltift von dem Verteilerrohr 32 zu den .Kai"ilen 45 und 46 filier eine Luftkammer .4.4 steuert, ttnd ein \adelventil 48, das den Strom von Druckwasser zu dein schalenförmigen sich erweiterlIden l?IlAstiick 47 der Wasserdüse durch eine Wasserkaninier 4o in dem @ Anschlußstück doll steuert. Uie Spindeln dieser Ventile 48 und 53 sind durch Stopfhuchsen abgepackt, deren Dichtungen innerhalb des Verteilerblocks toll sitzen.
  • I)er Sprühschutz S ist hier derart abgeändert, daß er die ganze ZerstÄubungseinrichtu-ng und eitlen "feil des Verteilerblocks toll einschließt, an denn er auf irgendeine gewünschte Weise abnehmllar Befestigt ist.
  • Wie bei <lein vorigen Fall ist das Austrittsende dieses Sprühschutzes mit einstellbaren Seitenschildert' 73 versehen.
  • Jeder Pendelhebel 58 ist bei dieser Ausführungsform lief 58a auf einem Träger 58b drehbar gelagert, der all der Rückfläche des Verteilerblocks toll, wie gezeigt, durch Schrauben oder auf irgendeine- andere zweckentsprechende Weise befestigt ist. :\ti seinem oberen Ende trägt jeder Hebel 58 einen eigentlichen \'entill>etätigutigshebel 59 mit einer Platte 6o. die die Ventilspindeln 48 und 53 tind damit die Ventile betlätigt, wenn der Hebel 58 hin und her bewegt wird. Die Hebel 58 werden gleichzeitig durch die Steuerwelle 62 und die Nokken 61 bewegt, w ie in (lern vorigen Falle. Die Nokkenwelle 02 wird durch einen Handgriff 66 gedreht und trägt, wie lief der früher beschriebenen Konstruktion. einen Zeiger 68, um die Einstellung der Vorrichtung auf einer Anzeigeskala 67 anzuzeigen. Alle diese 'heile der lietätigungs- und Einstellvorrichtutlg stimmen ini wesentlichen mit denjenigen der früher beschriebenen Vorrichtung überein. Die Nockenwelle 62 ist drehbar in schwingenden Lagerarmen 75 gelagert, die wiederum drehbar auf einer festen Querwelle 760 gelagert sind. Ein Ausschaltnocken 8o auf einer Welle 81 arbeitet mit den Lagerarmen zusammen und ist auf der Innenfläche des Ständers lob angeordnet. Er kann von der I#'in-Stellung,wobei sein Verlängerungsstuck 82 den Schwingarm 75 zurückdrückt, zu einer Aus-Stellung geschwungen werden, die durch einen all dein Ständer lob befestigten Anschlagbolzen '84 I,tegrenzt wird. Diese Welle 81 wird durch einen gemeinsamen Hebel 83 gesteuert. Der Arm 75 wird in seiner Stellung unter der Spannung von Federn 88 gehalten. Die .Arbeitsweise und ihre Steuerung stimmt, wie man sieht, im wesentlichen mit dem vorigen Beispiel überein. Da die gleichen Bezugszeichen gewählt worden -sin.d, um die gleichen oder einander entsprechenden Teile zu bezeichnen, scheint eine Beschreibung im einzelnen nicht notwendig. \'o1 dem Fachmann wird die Zusammenfassung der Teile, wie in den Fig. 13 und 14 gezeigt, begrüßt werden, da sie eine wesentliche Ersparnis all tatgächlichen Einzelteilen und Mitteln für ihren Zusammenbau ergibt und damit eine vereinfachte Herstellung bedeutet. Durch den Wegfall von Dichtungsmitteln wird die Vorrichtung in verläßlicher Weise w@asser- und luftdicht gemacht.
  • Die Erfindung ist oben im einzelnen mit Bezug auf eine Druckeinheit einer Rotationsoffsetpresse beschrieben worden, es ist jedoch selbstverständlich, claß die Erfindung ebenso leicht auf Druckeinheiten oder einen Teil einer mehrstufigen Rotationsoftsetpresse angewendet werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Befeuchten der Oberflü.clie der Druckplatten in lithographischen Druckpressen mit einem Befeuchtungsmittel, das durch eitle Serie von Sprühdüsen in einem dichten Nebel feinster Teilchen unmittelbar auf die Oberfläche der Druckplatte durch einen Sprühschutz, der,die Wirkung des in den Düsen erzeugten Nebelgemischs auf einen vorher wählbaren Teil der Druckplatte begrenzt, aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß jede Sprühdüse eine Wasserdüse (41) und eine Luftdüse (42) aufweist, die mit Wasser unter Druck bzw. mit Druckluft von getrennten ventilgesteuerten Verteilerrohren (32, 33) versorgt werden und so angeordnet sind, daß die Flüssigkeit und das Gas in eine Mischkammer gedrückt werden, die den Eintritt des Sprühschutzes (S) bildet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g(#ketitizeichnet, daß die Verteilerrohre (32, 33) in einem Block (toll) vorgesehen sind, mit dem die Düsenspeisekanäle, die Steuerventile (51, 53) und die Sprühdüse (G) eine Einheit bilden. 3. \'ori-ielitung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (51, 53) geeignet sind, gleichzeitig oder in vorbestimmter Aufeinanderfolge durch Mittel geöffnet zti werden, die im Takte mit der Presse arbeiten und einstellbar sind, um den FeuchtigkeitsgClialt des Strahls und das tatsächliche Volumen des letzteren zu verändern. . Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (48, 52) für jeden Spriihdüsensatz mit einem Schwinggetriebe (58) verbunden sind, die durch die Wirkung von Nocken (61) betätigt werden, die einstellbar auf einer Nockenwelle (62) angeordnet sind, wobei sie durch die Lösung der :\tttriebsverbindung zwischen den Nocken (61) und den Schwinggetrieben (58) außer Eingriff gebracht werden können. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seite des Sprühschutzes (S), die an die Druckplatte grenzt, mit einstellbaren Seitenschutzvorrichtungen versehen ist. die Tiber die Breite des Sprühschutzes bewegt werden kiitinen, uni die zu besprühende Fläche vorzuwählen, wobei ein eingebauter Auslaßkanal (tos) vorgesehen ist, um die überschüssige Flüssigkeit aus der Schutzvorrichtung zu entfernen. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3- und 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel für die zusammengefaßte Steuerung der Luft- und Flüssigkeitsmengen aus den Sprühdüsen (G) vorgesehen sind, wobei diese Mittel so ausgeführt und angeordnet sind, daß die Ventile (51 und 53) geschlossen bleiben, his sie selbsttätig in die Arbeitsstellung bewegt werden, wie es beispielsweise durch die gleichzeitige Erregung einer elektrischen Vorrichtung (83) geschieht, wenn der Stromkreis durch den Anlasser des Motors für den Antrieb der Presse eingeschaltet wird.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119880B (de) * 1954-05-22 1961-12-21 Rena Bueromasch Fabrik G M B H Befeuchtungsvorrichtung fuer hektographische Vervielfaeltiger
DE1611313B1 (de) * 1967-11-20 1970-12-23 Lau Wolf Feuchtwerk fuer eine Offsetdruckmaschine
DE3013205A1 (de) * 1979-04-12 1980-10-23 Frank Perretta Flaechenabschnittweise regelbare befeuchtungsvorrichtung fuer eine druckerpresse

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DE3013205A1 (de) * 1979-04-12 1980-10-23 Frank Perretta Flaechenabschnittweise regelbare befeuchtungsvorrichtung fuer eine druckerpresse

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