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Feuchtwerk für Rotationsflachdruckmaschinen 1)ie l@riin(lung betrifft
lithographische Druckpressen und befaßt sich insbesondere damit, ein verbessertes
Verfahren und eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens zum Befeuchten der
lithographischen Druckflächen der Druckplattenzylindcr zu schaffen, die in derartigen
Maschinen eingebaut sind.
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In der Technik des lithographischen Druckens ist es bekannt,
die Druckplatte zu pnäparieren, so daß (las Druckmuster in der Form eines fettigen
Niederschlags erscheint, der eine große Ver«'actdtschaft zu einer fettigen Druckfarbe
besitzt. Solange die nicht druckenden Flächen f:#ttcltt gehalten werden, weisen
diese Farbe alt. Das mit Druckfarbe verseltetle Bild \\ird dann auf (las zu bedruckende
Material -edrückt oder, im Falle des litliographischen Offsetdrucks, auf ein Gummituch
oder ein anderes Offsettuch, von dem es "viederum auf Papier oder ein anderes zu
bedruckendes Material übertragen wird. Dadurch, daß itn wiederholten Verfahren abwechselnd
die Oberfläche der Druckplatte bei ausgeglichener Steuerung der Wasserutt(1 1)ruckfarbenmengen
befeuchtet und mit Druckfarbe versehen wird, wird der sich ergebendeDruck scharf
und klar gehalten, und die nicht druckenden Flüchen bleiben sauber.
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Trotz aller Anstrengungen, die gemacht worden sind. 11111 die
Mittel oder Verfeinerungen nutzbar zu machen. die bisher im Hinblick darauf vorgeschlagen
@@ ur(lect, 111n die Nachteile der Befeuchtungsverfahren
zu vermeiden,
«-elche gemäß allgemeiner Kenntnis zur Zeit angewendet werden, ist der in dieser
Hinsicht bisher erreichte Fortschritt verhältnismäßig gering geblieben, und die
mechanischen Anordnungen, die, wie bekannt, als bestens geeignet zum Ersatz der
jetzigen Praxis vorgeschlagen worden sind, haben anscheinend nicht die erhofften
Ergebnisse gezeitigt.
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Die vorliegende Erfindung, die sich auf wesentliche Forschungen und
praktische Versuche der zuletzt bekanntgewordenen Vorschläge stützt, bezweckt dieSchaffungvonnützlichenVerbesserungen
in dem ebenfalls schon vorgeschlagenen Verfahren, die Oberfläche der lithographischen
Druckplatte oder eines Teils davon mit einem Befeuchtungsmittel zu befeuchten, das
durch einen Flüssigkeitsdruckzerstäuber in einem dichten Nebel von feinen Teilchen
auf die Oberfläche der Druckplatte gesprüht wird.
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Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, (las Befeuchtungsmittel
durch eine Vorrichtung aufzubringen, die eine Reihe von Sprühregen aufweist, die
sich quer Tiber die wirksame Breite der Druckplatte erstrecken. Die Zerstäuber enthalten
Düsen besonderer Bauart, die geeignet sind, einen dichten Nebel von feinen Teilchen
des zerstäubten liefeuchtungsmittels je nach Wahl auf die Oberfläche der Druckplatte
zu sprühen, wobei ein atishewl;ililter Teil der druckenden Fläche zeitweilig während
des Rotierens eingeschlossen ist und die zerst"-iulite Fliissigkeit auf sie unter
genauer Steuerung der Richtung, Fläche und Dichte gerichtet wird.
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Zusammengefaßt besteht datier die Erfindung aus einer Vorrichtung
zum Befeuchten der Oberfläche einerlruckplatte und einer lithogräphischenDruckpresse
mit einem Befeuchtungsmittel, das durch einen Flüssigkeitsdruckzerstäuber in einem
dichten Nebel feinerTeilchen auf die Oberfläche derDruckplatte gesprüht wird, und
ist dadurch gekennzeichnet, (laß zur Durchführung der Zerstäul)ung des I3)efeuchtungsmittels
Sprühdüsen vorgesehen werden, von denen jede mit Durchtrittsöffnungen ausgerüstet
ist, die getrennt mit Flüssigkeit unter Druck und mit Druckgas aus getrennten- ventilgesteuerten
Quellen gespeist werden und derart angeordnet sind, (laß sie die Flüssigkeit und
das (las in eine -Mischkammer drucken, die den Eintritt zu einem geschlossenen Sprühwächter
bildet, der zu dem Zweck eingebaut worden ist, um die Wirkung des darin so hergestellten
Nebels auf einen vorher wählbaren Teil der Druckplatte zu begrenzen.
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Die Vorrichtung kann für alle Arten von lithographischen Druckpressen
verwendet werden, und zwar sowohl für Druckpressen mit Bogenzuführung als auch für
solche mit Rollenzuführung.
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Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung werden durch
Schwerkraft zugeführtes Wasser und unter Druck stehende Luft, die von einem Luftkompressor
oder einer Pumpe geliefert wird, durch die Hauptspeiserohre in die Befeuchtungsvorrichtung
gedrückt. In dieser Vorrichtung ist eine Anzahl von Sprüh-düsen im Abstand voneinander
ängeordnet, der durch die Breite des Sprühstrahls aus jeder bestimmt ist, um auf
diese Weise eine gleichmäßige .'Ausbreitung des Spriillregens über die volle Freite
der Druckplatte zu erreichen. Vorzugsweise ist jede Düse getrennt einstellbar, um
die Menge des aus ihr austretenden Sprühregens zu steuern und um den Sprühstrahl
vollständig abzuschließen. Die Tiefe -des -,wirk-' Samen Sprühstrahls wird durch
Einstellung der Düsen und ihres Albstands von der Druckplatte gesteuert, und die
wirksam besprühte Fläche kann zweckmäßigerweise durch Schutzbleche über, unter und
an den Enden der Vorrichtung gesteuert werden. Uni irgendwelchen Sprühregen, der
sich an den Seiten der Schutzbleche kondensiert hat, ablaufen lassen zu können,
sind .:Mittel zum Entfernen dieses kondensierten Sprühregens vorgesehen.
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:'111e Sprüheinheiten können finit an sich vorhandenen Halts und :lnfahrsteuervorrichtungen
der Druckpresse verbunden werden, so (laß der Sprühregen automatisch betätigt wird,
wenn die Druckpresse anfährt, und automatisch abgeschlossen wird, wenn man den Lauf
der Druckpresse unterbricht. Zusätzlich wird vorzugsweise ein getrennter Abschluß
der Wasser- und Luftzufuhr zu den Düsen vorgesehen für den Fall, daß die Druckpresse
laufen soll, ohne im Druckverfahren zu arbeiten.
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Es muß darauf hingewiesen werden, (laß, wenn auch das Verfahren der
Erfindung zum Befeuchten von Druckplattenflächen mit Wasser entwickelt worden ist,
die Erfindung ebenfalls benutzt werden kann, um andere Lösungen oder Flüssigkeiten
auf die Druckplattenflächen aufzubringen, wenn es so gewünscht wird.
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Die praktische Anwendung der Erfindung wird nunmehr genauer mit Bezug
auf die Abbildung beschrieben. In dieser Abbildung stellt dar Fig. i eine Ansicht
von der Seite auf eine typische lithographische Rotationsoffsetpresse mit Rollenzuführung,
wobei diese Presse mit einer 1\'ass,ei-sl)rühvorriclitung zum Befeuchten des Druckplattenzylinders
gemäß Gier vorliegenden Erfindung ausgerüstet ist, Fig. 2 eine Ansicht von oben
auf die in Fig. t gezeigte Druckpresse, Fig. 3 einen Schnitt durch die in den Fig.
t und 2 gezeigte Refeuchtungsvorrichtung, Fig. d. eine teilweise Ansicht der Befeuchtungsvorrichtung,
gesehen in der Richtung des Pfeils A der Fig. 3, Fig. 5 und 6 Ansichten, von oben
und von der Seite gesehen, auf eine Sprüheinheit, Fig. 7 eine teilweise Seitenansicht
auf die kalibrierte Steuerung für die in den Fig. 5 und 6 gezeigte Sprüheinheit,
Fig. 8, 9 und io Ansichten von Koppelgliedern der Steuerungen für die Sprüheinheit
mit <lern Anlasser des Motorantriebs der Presse, Fig. i i eine Seitenansicht
auf eine lithographische Offsetpresse finit Bogenzuführung, die mit einer Wassersl»-ühvorrichtung
zum Befeuchten
dei Ai-beitsflä che des Druckplattenzylinders durch
das erfindungsgemäße Verfahren versehen ist, l,' ig. 12 eine _\tisiclit von vorn
unter einem rechten Winkel zu Fig. t t und in Richtung des Pfeils /), der Vig. r
t gesehen, t 3 einett Schnitt ähnlich der Fig. 3 von einer altgeänderten .\usführungsforin
der Befeuchtungsvorrichtung, l#ig. 14 eitre .\iisicht von oben auf die Vorrichtung
v,n Vig. 13.
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Unter Hezugnahme auf die Fig. t und 2 ist die 1?rliii(ltttig in :\nwendung
auf eine lithographische hotationsoffsetdruckpresse mitRollenzuführung gezeigt.
wobei ilie Druckpresse Längsseitenständer io :ttifweist. in denen die erforderlichen
Wellen zum Tragen des Druckplattenzylinders i i, des Tuch-oder Offsetzvlit1ders
12, des Druckzylinders 13 und des kollcntriigers 14 gelagert sind. Eine Papierhaltn
1,3 wird (furch Führungsrollen 17 derart geleitet, daLi sie zwischen dem Offsetzvlinder
12 und denn Druckzylinder 13 hindurchtritt und dann durch ein Rollenpaar t8 zu den
Auslieferungsstellen (nicht gezeigt) zurückläuft. Der Druckplattenzvlin(ler t t
wird mit Farbe aus einem Farbentrog iy Tiber Trogrolleil 20, eine Reihe von zwischengeschalteten
Fiirbungsiibertragungsrollen t tiii<t Tiber die eigentlichen Färberollen 22 versehen,
die die.\rheitsfläche der Druckplatte auf dem7_ylinder t t beriillren. Alle anderenTeilederDruckpresse,
die für die I»eschreihung der vorliegenden Er-z, nicht wesentlich sind, sind
der Deutlichkeit Halber weggelassen worden: es muß jedoch darauf aufnierksain gemacht
werden. daß die Druckpresse zweckin<ißigerweise mit den bekannten Ausführungen
in jeder Hinsicht übereinstimmen kann mit der :\usnahnie der Hefeuchtungseinheit
D, die gent:il:i der vorliegenden 1#:rtindung ausgeführt ist.
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Diese Hefeuchtungseinheit I) ist zwischen den Stülulel=glieclern to
gelagert. Unter Einwirkung der Schwerkraft flieltt (las Wasser aus (lern Behälter
24 durch ein kitlir 30 in die 13efeuchtungseinheit. Der Rehälter -4 wird
mit Wasser von einer Hauptleitung (Itit-cli einen Kugelventiltiahn 25 gefüllt. 111#-otitl)riniierte
Luft wird dieser Einheit D durch eine Ritlirleitung 26 zugeführt, in der ein Reduzierventil
toi angeordnet ist. Die Luft wird in einem Kompressor -7 erzeugt. Das VI)erschußwasser
kamt aus der liefeuchtungseinheit durch ein Altilußrohr -9 zu einem Abfluß altgeleitet
werden, oder es kann in dem Abflußbehülter 28 gesammelt werden. der auf dem Moden
unterhalb der Einheit ,titge(tr(Inet ist.
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Die Eililleit I) (Fig. 3 bis 7) enthält eine Reihe von \\':tsserzerstütil)vorriclituilgen,
die im nachfolgenden als Sprühdüsen G bezeichnet werden und auf (euer verlaufenden
Rohrverteilern 32 und 33 für Druckluft und Wasser angeordnet sind. Diese holirverteiler
32 und 33 verlaufen zwischen den Seitenständern to und sind an ihnen derart befestigt,
dal3 sie parallel zueinander und zu der OIterHiiche des Zylinders ti verlaufen,
von dem die @t>hrverteiler, wie gezeigt, in gew,issetn.@ltstand an,-vor(lnet sind.
1)er \\-asscrverteiler 33 ist nnt dein Wasserversorgungsrohr 30 verbunden, und (las
Luftverteilerrohr 32 steht mit der Kompressorrohrleitung 26 in Verbindung. Die Verteilerrohre
können alter auch derart angeordnet werden, .daß sie mit Bezug auf den Druc.kplattenzylinder,ri
ein-' stellbar sind, und in diesem Falle würden die Verteilerrohre z. B. durch armierte
Schläuche mit ihren Versorgungsrohren verbunden werden.
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Die Sprühdüsen G sind regelmäßig über die Breite des Druckzylinders
ri angeordnet. Sie sind mit sattelförmigen Unterteilen versehen, so daß sie einen
Sitz für die oberen Flächen der Rohrverteiler bilden, an denen die Düsen abnehmbar
mittels Doppelsattelklemmen 31 und Schraubenbolzen 34 festgeklemmt werden. Wassereinlaßkanäle
35 und 1"ufteiiilaßkanzile 36 arbeiten mit entsprechenden C`Wnungen in den olleren
Wandungen der Rohrverteiler 33 und 32 zusammen. Dichtungsscheiben 37 sind zwischen
den zusammen arbeitenden Flächen der Düsenkörper und Rohrverteiler vorgesehen. .jede
Sprühdüse G weist einen Hohlkörper 38 auf, der eine mit dem Lufteinlaßkanal 36 verbundene
1'rimärluftkanitner 39 und eine mit (lern '\Vassereitilal-.ikanal 3.3 verbundene
Wasserkaininer 4o bildet. Eine außen mit einem Gewinde versehene Zerstäuberdiise
41, die nach Art eines Nadelventils ausgebildet ist, ist in das offene Ende der
Wasserkammer 4o hineingeschraubt. Ein schalenähnlich ausgebildeter und mit Kanälen
versehener Luftzerstäubungsblock 42 ist über die kegelige Nase der Düse 41 angebracht
und wird (furch einen Kragen 43 gehalten. der auf die mit Außengewinde versehene
Wand, die die Wasserkammer 40 tlnlgil)t, aufgeschraubt ist. Wie in Fig. 3 gezeigt
ist, umfaßt die -zuletzt beschriebene Anordnung eine ringförmige Sekundärluftkammer
4.4, die mit der Priniiirltiftkaminer 39 mittels eines inneren Kanals 45 verbunden
ist: sie weist außerdem enge konvergierende Durchtritte 46 auf, die zwischen dein
Block 42 und der kegeligen Nase der Düse 41 gebildet sind. Durch die Kanäle 46 wird
die Luft aus der Kammer 44 derart hindurchgedrückt, (laß sie sich mit (lern Wasser,
das aus einem sich erweiternden Endstück 47 der Düse .4i in eine konische llischkanimer
austritt, mischt und es zerstäubt. Eine kegelige Ventilnadel 48 tritt in die Düse
41 ein, um den Fluß des Wassers aus der Düse zu steuern. Die Spindel der Nadel tritt
durch eine Stopfbuchsenpackung hindurch und ist an einem zylindrischen und zum Teil
hohlen Gleitstück 49 befestigt, (las verschiebbar in einer hohlen Stellschraube
5o gelagert ist. Das Nadelventil wird in seiner Arbeitsstellung mittels einer Druckfeder
51 gehalten, die in der hohlen Stellschraube 5o angeordnet ist. Der Federdruck,
der auf die Ventilnadel ausgeübt wird, kann ohne Schwierigkeiten durch Drehen der
Stellschraube 50 veriindert werden.
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Die Luftzufuhr von der Primärluftkammer 39 zu der Sekundä,rluftkammer
44 wird mittels eines Kolbenventils 52, das auf einer Spindel 53 angeordnet ist,
gesteuert. Die Spindel 53 tritt durch eine Stltpfhuchsenpackung 55 hindurch und
ist
durch ein Gewinde mit einer Stellschraube 56 einzustellen. Eine
Druckfeder 57 dient dazu, das Ventil in der Arbeitsstellung zu halten.
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Ein gabelförmiger Pendelhebel 58, der sich um den Düsenkörper 38 herumspreizt
und drehbar am Schildzapfen 58° befestigt ist, dient zur Betätigung der Luft- und
Wasserventile. Der obere Teil des Hebels erstreckt sich nach oben über die Düse
hinaus, während die unteren gegabelten Teile, die zu leiden Seiten des Körpers liegen,
mit den freien Enden eines U-förmigen Verbindungsglieds 59 verbunden sind. Das geschlossene
Ende des Glieds 59 ist mit der Einstellmutter 56 und der Ventilspindel 53 gekuppelt.
Jeder Arm des Glieds 59 ist mit einem Hebel-6o versehen, dessen oberes Ende nach
innen gebogen ist, um mit dem Vorderende des Gleitstücks 49 das Ventil zu betätigen.
Auf diese Weise werden bei der Bewegung des Hebels 58 entgegen dem Drehsinn des
Uhrzeigers, wie in Fig. 3 gezeigt, die Luft- und Wasserventile entgegen der -Kraft
ihrer Federbelastungen geöffnet. In ähnlicher Weise wird ihre Schließbewegung freigegeben,
wenn der Hebel sich im Uhrzeigersinn bewegt.
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Die Hebel 58 werden -gleichzeitig durch eine Steuerwelle 62 hin und
her bewegt, .die in den Ständergliedern io parallel zu den Verteilerrohren 32, 33
gelagert ist. Die Welle trägt die durch Stellschrauben 69 befestigten Nocken 61.
Die \Tocken 61 steuern die Pendelhebel 58 über die einstellbaren Stempel 63. Der
obere Teil jedes Hebels 58 ist als ein winkelförmiger Arm ausgebildet, in dein eine
Gewindespindel des Stempels 63 eingeschraubt ist, mit der sich am Rä:ndelrad 64
der Hub des Hebels 58 einstellen läßt. Die Nockenwelle 62 wird durch einen Handgriff
66 (Fig. 7) gedreht, der an einem Ende der Welle befestigt ist und an dem eine Skala
67 und ein Zeiger,68 zuin Anzeigen der Nockenstellung sichtbar angebracht ist. Die
Mittel zum Steuern der Ventile sind so eingestellt, daß die erste go°-Drehung der
Nockenwelle die Luftventile und die nächste go°-Drehung die Wasserventile zum Öffnen
bringt. Die Einstellung der Nockenwirkglieder 63 mit Bezug auf die Nocken 61 soll
die Wasserzufuhr durch das von der Düse 41 gesteuerte Nadelventil verändern. Es
ist jedoch nicht beabsichtigt, die größte Luftzufuhr zu begrenzen, die durch eine
Bedienung der 'Muttern 56 und des Reduzierventils io8 geregelt werden kann.
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Diese Luft- und Wassersteuerventile der Sprühdüse G sind federbelastet,
so daß sie geschlossen bleiben und die Düsen außer Tätigkeit verharren, bis sie
durch die oben beschriebenen Mittel zum Steuern der Nocken betätigt werden, die
gleichzeitig geeignet sind, um den ganzen Satz von Düsen zu betätigen. Ausgewlählte
Düsen können jedoch j außer Tätigkeit gebracht werden, indem die Stellschrauben
69 der entsprechenden Nocken gelöst und die letzteren längs der Welle 62
verschoben werden. Damit ist eine Bewegung der Hebel. 58 unterbunden.
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Die Mündungsstücke 47 der Sprühdüsen G sind j so gewählt, daß ihr
Strahl eine vierseitige Fläche auf der dadurch berührten Oberfläche bedeckt. Die
Höhe der Düsen wird mit Bezug auf die Breite der Sprühflächen derart geMühlt, daß
die letzteren in ihrer größten Ausbreitungsfläche, d. h. auf der Oberfläche der
Druckplatte, sich so angenähert wie I möglich Kante an Kante ohne Vberlappung treffen,
wie es in Fig. 5 dargestellt ist.
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Der Sprühregen von den Düsen G ist in einem Sprühschutz S in der Form
eines kastenähnlichen Gebildes eingeschlossen, der zwischen den Sprühdüsen und der
Kante des Druckplattenzylinders angeordnet ist, so daß er sich über die ganze Breite
des letzteren erstreckt. Die Seite des Sprüh-, schtitzes, die an den Zylinder grenzt,
ist offen, und die entgegengesetzte Wand 69' ist mit Öffnungen versehen, durch die
die Düsen ihren Strahl hindurchspritzen. Dichtungsscheiben 70 sind zwischen den
vorderen Enden der Sprühdüsen und der Wand 69' angeordnet. Der Boden 71 des Sprühschutzes
ist mit einer Rinne io5 versehen, die mit dem Abflußrohr 29 verbunden ist, während
die Oberseite des Sprühschutzes mit einem Einsetzglasrahmen ausgebildet ist, durch
den die Sprühstrahlen beobachtet werden können. Einstellbare Seitenschilder 73,
die geeignet sind, ausgewählte Teile der offenen Seite des Sprühschlitzes S abzuschließen,
sind durch Stellschrauben 74 befestigt, die in die obere Vorderkante des Sprühschutzes
hineingeschraubt sind.
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Das Einstellen und die Betätigung der Befeuchtungsvorrichtung D geschieht
folgendermaßen: Wenn die Druckplatte die gesamte Breite des Zylinders i i bedeckt,
wird der gesamte Satz von Sprühdüsen G in Tätigkeit gesetzt, und die offene Seite
des Sprühschutzes S wird über ihre gesamte Breite offengelassen.
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Wenn andererseits die Druckplatte nur einen Teil der Breite des Druckplattenzylinders
beclecken soll, werden die Sprühdüsen G, die gegenüber dein unbesetzten Teil des
Zylinders stehen, außer Tätigkeit gesetzt. Seitenschilder 73 werden an Ort und Stelle
befestigt, um den unbesetzten Teil des Druckzylinders zu bedecken. Die Stempel 63
der in Tätigkeit befindlichen Nocken werden dann derart eingestellt, daß sie jede
für sich die Feuchtigkeitsdichte der Strahlen entsprechend dem Verhältnis der Druckfarbenfläche
zu dem Untergrund in der von jedem Strahl bedeckten Fläche verändern.
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Wenn die Sprühdüsen G außer Tätigkeit gesetzt werden sollen, wird
die Handsteuerung mit dem Zeiger 68 auf Null an der Skala 67 gesetzt (Fig. i, 3
und 7), und die Druckpresse kann nunmehr laufen, ohne den Druckplattenzylinder zu
befeuchten. Bevor mit dem Druckgang begonnen wird, kann die Druckplatte in der üblichen
Weise behandelt und zugerichtet werden; sie kann falls sie feucht ist, dann schnell
und sauber durch trockne Druckluft aus den Sprühdüsen G getrocknet werden. Zu diesem
Zweck wird der Handgriff 66 so weit gedreht, claß die ldebel 58 genügend geschwenkt
werden, um die Luftventile 53 der Sprüh-
| düsen (; zti @iitttet@. ohtic ein(. i)tttiutig der Unt- |
| sprechett(lett \\'asscr vetttile 48 zu bewerkstelligen. |
| Hei eitler 1,.itistelltttig des Zeigers 68 zwischen
Null |
| und oo auf der Skala 67 tritt nur trockne Luft |
| unter st:indig gleichl>leil>ettcl@m Druck und in einer |
| der :Nockeneiststellung.entsprc@henden Menge aus |
| den Sprühdüsen ;Ins und umspült die sich dreh:it- |
| den Druckplatten. |
| Wenn mit dein Druckgang begonnen werden soll. |
| wird die Nockenwelle (i2 so gedreht, daß sich der |
| Zeiger 68 zwischen co' ttti(1 itSo- auf der Skala (>7 |
| bewegt. Die Hebel 58 werden hierdurch ausreichend |
| geschwenkt, uni die Wasserventile .48 zu öffnen. |
| so daß ntinniehr Wasser aus den Sprühmündungs- |
| stücken 47 licrausgespritzt und zerstäubt wird. Es |
| ist zu beachten, dafi der Strahl, da sowohl das |
| Wasser als auch die Luft unter Druck zugeführt |
| werden, gegen die sich drehende Druckplatten- |
| fl;iche finit genügend Kraft gespritzt wird, um die |
| natürliche Neigung der Oberfläche, den Strahl zu- |
| rfickzuwerfen, bevor er sich auf ihr niederlassen |
| kann, zu ültei-winden. Die erforderliche Kraft des |
| Strahls %\ ird sich entsprechend der Umlauf- |
| (r |
| der der Druckplatte verändern, und |
| der Feuchti-keitsgelialt des Strahls wird am besten |
| etnp zisch unter _\rbeitsbedingungen ermittelt. |
| Die Kraft der Strahlen für irgendeine Stellung |
| der Steuermittel kann durch eine F_instellung des |
| Luftredrzierventils tob verändert werden. Der |
| Feuchtigkeitsgehalt der Strahlen kann dadurch ge- |
| regelt werden, daß der Hub der Pendelhebel 58 für |
| gegeln#ne Einstellängen -der Steuernocken ein- |
| gestellt wird. 1)as tatsachliche Volumen der zer- |
| stäubten Strahlen kann festgelegt werden, indem |
| die Handsteuerung (,etn@ili den Skalenteilen auf |
| <lein Luft-Wasser-Teil der Skala 67 eingestellt |
| wird. |
| Wie es <lein Fachmann ivohlbekannt ist, wird |
| die Obertl;iche einer nietallisclten lithographischen |
| Druckplatte für das Zurückhalten von Wassern |
| gekörnt. l)er feine Wassernehel, der auf diese |
| Fläche durch (las Hefeuchtungsverfahren, der |
| Hrhndung niedergeschlagen wird, ist |
| aulierordentlich wirksam. (la er schon sehr stark |
| zerstäubt ist und daher eine große :\ftinität zu- der |
| gek<irnteti Hattenoberfl;iche besitzt lind auf ihr |
| leicht festliaftet. Dieser Umstand ist von großer |
| Bedeutung. da er es erniüglicht. (1a13 die Oberfläche |
| der 1)rtickl)l;ttte wirksam mit dein Ausspritzen |
| einer (,ei-itigsteti Menge Cberschußwasser auf sie |
| befeuchtet werden kann, so (1a13 die Bildung einer |
| Emulsion auf den 1)ruckfarbenflächen und der auf |
| den I)ruckfarbenrollen betendlichen Druckfarbe und |
| damit einer Zerst<irtitig der Qualität des von der |
| Druckpresse erzeugten Drucks stärkstens ver- |
| inindert wird und für alle praktischen Zwecke als |
| beseitigt angesehen werdest kann. |
| ,\ucll bei dem 13efettchtungsverfahren der vor- |
| liegenden I?rtitl(ltittg wird eilte gewisse Menge |
| Wasser, die auf die Druckplatte gespritzt wird, |
| zuriickgeworfcn, z. 13. (las Wasser, das auf die mit |
| Druckfarbe bedeckten Flächen fällt. Dieses zurück- |
| Wasser fließt zusammen finit allen |
| Schmutz- und Feuchtigkeitsteilchen. die sich auf |
| den inneren Wänden des Sprühschutzes angesam- |
| ntelt haben, in die Rinne io5 an dem Boden des |
| Spriihschtitzes und fließt von dort aus zu dein Ah- |
| flul.irohr =o. |
| Der Sprühschutz S dient dazu, um die ge- |
| t#, ün:;: ltte Zone der. Befeuchtung genau zu bestitn- |
| ni-,n, so dali diese Befeuchtungszone vor ein;#r Be- |
| sclisiititznng durch Fremdkörper und vor einen |
| 1'intritt von Falschluftströmen geschützt wird, die |
| (fite \\ irbelutig in der Zone verursachen und den |
| rc _@el rechten Niederschlag des zerstäubten Wassers |
| auf der Druckplatte beeinträchtigen könnten. Der |
| Sprühschutz S hat auch die Aufgabe, unerwünschte |
| Niedcrsrltl@ie auf dem Druck selbst, den Druck- |
| farbenrollen und anderen Teilen der Presse zu ver- |
| hindern. |
| Obwohl die :\rl)eitsweise der Befeuchtungsvor- |
| richtutig wirksam, wie oben beschrieben, von Hand |
| gesteuert \\-erden kann, liegt es auch im Bereich |
| der vorliegenden Erfindung, die Arbeitsweise der |
| Vorrichtung selbsttätig zu steuern, indem sie finit |
| den Steuerungen des Druckpressenkraftantriebs |
| verbunden wird. Eine Art zur _'\usfülirutig der |
| automatischen Steuerung dieser Vorrichtung bei |
| elektrisch betriebener Presse bestellt darin, daß der |
| Anlasser des Elektromotors mit einer elektrisch |
| betätigten Vorrichtung verbunden wird, die die |
| Bewcgungen der Sprühdüsensteuerungen bewirkt. |
| In den Fig. 8, o und Rio sind die Sprühdüsenein- |
| lititen und ein Sprühschutz, die den vorher be- |
| schriebenen ähnlich sind, so dargestellt, daß sie |
| sowohl für eine llandbetätigung als auch für eine |
| automatische Betätigung der Nockensteuerung |
| geeignet sind. An Hand der Zeichnungen soll nur |
| eine Seite der Anordnung im einzelnen l@eschrieben |
| werden, es muß jedoch beachtet werden, daß die |
| beiden Seiten entsprechend den beiden Seiten- |
| stiindern to der Maschine identisch sind. 13(i dieser |
| Anordnung ist die Nockenwelle 62, die die Steuer- |
| nocken 6t triirt, in zwei um die Querhelle 76° |
| schwingenden Lagerarmelt 75 gelagert. Die Oster- |
| welle 76° ist in den Seitenständern io befestigt. |
| je(ler Lageraren 75 trägt auf seinem Halbkreis |
| eine eingeteilte Skala 67, während ein Handgriff 6 i |
| und ein Zeiger 68 auf der Nockenwelle ist der |
| N:ilte der Skala 67 1tefestigt sind. Die lUickseite der |
| Natte 7(S weist einen -Nocken finit einem steilen |
| Anstieg 77 auf. 1?in dreiarmiger, mit einer Nabe |
| versebener 1-fehel 8o ist auf der inneren Seite des |
| Ständerglieds to derart angeordnet, daß er um |
| einen Lagerbolzen 8t hin und her schwingt. Dieser |
| tlebcl ist mit seinem drehbaren Nocken-,virkglied |
| 82 so angeordnet. (laß er die Nockenkante des |
| I-febels 75 berührt. l,'-in zweiter Arm 85 des Hebels |
| 8o ist über ein Gelenk 86 und eine Stange 84 mit |
| einem Elektromagneten 83 verbunden, der eben- |
| falls an der inneren Seite des Ständerglieds @to |
| befestigt ist. Der dritte Arm 87 des Flebels 8o ist |
| finit einer Zugfeder 88 verbunden, die an einem |
| festen Bolzest 89 fixiert ist. Die Zugfeder 88 zieht |
| (letz Hebel 8o und die Stange 84 in die Ruhe- |
| stellring zurück, wenn der Magnet alterregt wird.- |
Eine ähnliche Zugfeder 78, die zwischen dem unteren Ende des Hebels
75 und einem festen Bolzen 79 befestigt ist, bewirkt, daß der Hebel 75 im allgemeinen
in der Ruhestellung gehalten wird. Der 1,lektromagnet 83 ist im wesentlichen eine
Spule, deren beweglicher Kern mit der Stange 84 verbunden ist. Die Spule ist elektrisch
mit dem Stromkreis des Mortoranlassers verbunden, so daß die Spule erregt und ihre
Stange 84 nach rechts gezogen wird, wenn -der Antriebsmotor der Druckpresse angelassen
wird.
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Bei der Benutzung der zuletzt beschriebenen Vorrichtung wird, bevor
die Druckpresse angelassen ist, die Sammelsteuern,ockenwelle 62 von Hand durch den
Handgriff 66 gedreht, um die Nocken 6i danach einzustellen, ob ein Luftstrahl oder
ein Luft- und Wasserstrahl gefordert wird. In Fig. 8 und io öffnen die Nocken die
Ventile für die Luft- und Wasserstrahlen vollkommen. Fig.8 zeigt die Einrichtung
im Ruhezustand. Der Hebel 7 5 wird durch die Federn 78 gehalten. Es ist noch keine
Berührung zwischen den Nocken 61 und den Nockenw-irkgliedern 63 vorhanden, und die
Sprühdüsen G bleiben daher in Ruhe. Wenn der Anlasser (nicht gezeigt) betätigt wird,
um den nicht dargestellten elektrischen Antriebsmotor zu betätigen, werden die Spulen
83 erregt. Ihre Stangen 84 werden nach rechts gezogen, wie in Fig. io dargestellt
ist. Dadurch werden die Hebel 8o entgegen (lern Uhrzeigersinn gegen die Kraft der
Spannung der Federn 88 gedreht, wie in den Zeichnungen ersichtlich. Nunmehr schleifen
die Nockenwirkglieder 82 auf der Nockenkante der Arme 75 und stoßen gegen die Nockenerhebungen
77, so daß die Arme 7.5 und die Steuernocken 61 entgegen der Kraft der, Federn
78 vorwärts getrieben werden. Damit wird der Betätigungshebel 58 bewegt und üttnet
die Ventile. Auf .diese Weise werden die Sprühdüsen G mit dem Volumen in Tätigkeit
gesetzt, (las vorher durch Handeinstellung bestimmt war. Die Sprühdüsen bleiben
so lange in Tätigkeit, bis der Schalter geöffnet wird, um die Druckpresse anzuhalten.
Gleichzeitig werden damit die Spulen 83 aberregt. und die Strahlsteuerungsvorrichtung
wird in ihre Ruhestellung durch die Federn 78 und 88 zurückgebracht.
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Die Fig. 111 und 12 stellen mehr oder weniger schematisch die Anwendung
der vorliegenden Erfindung auf eine typische lithographische Rotationsoffsetpresse
mit Bogenzuführung dar. Seitliche Ständerglieder 9o dienen dazu, den Druckplattenzylinder
9i, den Tuchzylinder 92, den Druckzylinder 93, den Bogenübertragungszylinder 94,
den Bogenzuführtisch 95 und ein I#ruckrollensvstem iah zu lagern. Das System,to6
versieht die auf dem Zylinder 9i angeordnete Druckplatte 96 mit Druckfarbe.
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Das Befeuchten der Druckplatte 9@6 kann gemäß dein Verfahren der vorliegenden
Erfindung durch die Xlerwendung von Sprühdüsen G der oben beschriebenen Art ausgeführt
werden. Diese sind an der Druckpresse vollständig mit Sprühschutzvorrichtung S',
Wasserzufuhr, Druckluftzufuhr und Wasserabführanlage angeordnet. Die Arbeitsweise
ist die gleiche, wie oben beschrieben. Bei dem Druckpressentyp mit Bogenzuführung
erstreckt sich jedoch die Druckplatte 96 nur um einen Teil des Umfangs des "Zylinders
9i. Infolgedessen ist es in der Praxis wünschenswert, daß die Sprühvorrichtungen
nur daiui arbeiten, wenn die Oberfläche der Druckplatte 96 durch die Sprühzone hindurchgeht.
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Für den zuletzt erwvähnten Zweck arbeiten die hin und her schwingenden
Arme 75 ähnlich wie es mit Bezug auf die Fig. 8, 9 und to beschrieben ist. Bei dieser
Ausführungsform ist jedoch jeder oder einer von diesen Armen 75 fest mit einem Arm
97 verbunden, der über einen Lenker 98 durch einen Arm 99- einer Kurbel, die drehbar
auf einem Lagerbolzen i to angebracht ist, bewegt wird. Der zweite Arm 104 der Kurbel
ist mit einer Zugfeder 107 verbunden, die an dem Seitenständer to angelenkt
ist. Der Arm 99 trägt ein Nockenw-irkglied ioo, das durch die Feder 1107
mit der Kante einer. Nockenscheibe toi in Berührung gebracht wird, die auf der Welle
des Druckplattenzylinders 9i befestigt ist. Die nockenförmige Scheibe vor ist mit
einer I?rhebung 102 und einer Vertiefung 103 versehen, @vohei diese Erhebung
der Druckplattenfläche und die Vertiefung der nicht befeuchteten Zone entspricht.
Berührt das Nockenwirkgl#ied ioo die Nockenerhelning 102, so sind die Arme 75 im
Uhrzeigersinn herumgeschwungen, wie in Fig. r i dargestellt ist, um die Sprühdüsen
zu betätigen. Wenn die Spalte in der Druckplattenoberfläche in die Sprühzone eintritt,
senkt sich das Nockenwirkglied ioo in die Nockenvertiefung -i03, und die Arme 75
werden entgegen dem Uhrzeigersinn durch die Feder 107 herumgeschwungen, tim die
Sprühdüsen abzuschalten.
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Es ist wohl zu verstehen, daß die selbsttätige Vorrichtung zum Steuern
der Arbeitsweise der Sprühvorrichtungen ohne Schwierigkeiten, falls gewünscht, abgeändert
werden kann, um mit der zuletzt beschriebenen Ausführungsform der Befeuchtungsvorrichtungzusammen
zu arbeiten.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 13 und 14 wird jetzt gezeigt, daß die
abgeänderte Bauweise der Vorrichtung sich hauptsächlich dadurch von der oben beschriebenen
Anordnung unterscheidet, daß die Sprühdüsen G auf einem blockförmig gestalteten
Glied ioa angeordnet sind, das im nachfolgenden als Verteilerblock bezeichnet wird.
Die beiden Verteilerrohre 32 und 33 sind mit anderen Teilen der Vorrichtung, wie
im nachfolgenden beschrieben, in einem Stück zusammengefaßt. Die Hauptbestandteile
der Sprüheinheit sowohl als der Steuer- und Betätigungsvorrichtung stimmen im wesentlichen
mit den Teilen überein, die schon weiter oben im Zusammenhang mit den Fig. i bis
12 beschrieben worden sind. Jede Sprühdüse G besteht wiederum aus einem Wasser-
oder Luftzerstäubungskragen 42 und einer inneren Wasserdüse 41 mit sich nach außen
erweiterndem Endstück 47 und schließlich aus ihren Kanälen 46, 46°,
die
in eitle gemeinsame Mischkammer 47 zusalllillelllaufelt.
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Wie gezeigt. sind diese Düsen auf mit Flanschen versehenen Atischlußstiicken
40a angebracht oder ilii wesentlichen in ihnen allgeordnet, die wiederum auf dein
Verteilerblock toll befestigt sind.
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Dieser Block kann gegossen, aus dem Vollen herausgearbeitet oder aus
passenden Einzelteilen aufgebaut werden, um ein kastetlähnliches Gebilde zu schaffen.
<las vorzugsweise, wie gezeigt, im Querschnitt rechtwinklig ist. Der Block erstreckt
sich fil>er die ganze Breite der auf .dem Zylinder i i angebrachten Druckplatte.
Er ist so eingerichtet, daß er zweckentsprechend zwischen den Lagergliedern to der
Druckpresse gelagert werden kann. Seine :iufiere, vorzugsweise ebene Längsfläche,
auf der die Allschlußstücke 4o der Sprühdüsen G vorgesellen sind, liegt parallel
zu der Druckplattenobertl:ichc.
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Wie hei dem vorigen Beispiel werden die \\-as;er- troll Luftzuführungskanäle
dieser Sprühdüsen (; von den Ilauptleitungen oder Verteilertoihrell 32 ulld 33 versorgt.
Wiederum werden .die Leitungen, tlic quer von diesen Verteilerrohren wegführen,
title diese mit den Düsenspeisekanälen zu verl»nden. durch federbeeinflußte einstellbare
Ventile gesteuert, nlämlich das Ventil 53, das den Strom der 1)i-tickltift von dem
Verteilerrohr 32 zu den .Kai"ilen 45 und 46 filier eine Luftkammer .4.4 steuert,
ttnd ein \adelventil 48, das den Strom von Druckwasser zu dein schalenförmigen sich
erweiterlIden l?IlAstiick 47 der Wasserdüse durch eine Wasserkaninier 4o in dem
@ Anschlußstück doll steuert. Uie Spindeln dieser Ventile 48 und 53 sind durch Stopfhuchsen
abgepackt, deren Dichtungen innerhalb des Verteilerblocks toll sitzen.
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I)er Sprühschutz S ist hier derart abgeändert, daß er die ganze ZerstÄubungseinrichtu-ng
und eitlen "feil des Verteilerblocks toll einschließt, an denn er auf irgendeine
gewünschte Weise abnehmllar Befestigt ist.
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Wie bei <lein vorigen Fall ist das Austrittsende dieses Sprühschutzes
mit einstellbaren Seitenschildert' 73 versehen.
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Jeder Pendelhebel 58 ist bei dieser Ausführungsform lief 58a auf einem
Träger 58b drehbar gelagert, der all der Rückfläche des Verteilerblocks toll, wie
gezeigt, durch Schrauben oder auf irgendeine- andere zweckentsprechende Weise befestigt
ist. :\ti seinem oberen Ende trägt jeder Hebel 58 einen eigentlichen \'entill>etätigutigshebel
59 mit einer Platte 6o. die die Ventilspindeln 48 und 53 tind damit die Ventile
betlätigt, wenn der Hebel 58 hin und her bewegt wird. Die Hebel 58 werden gleichzeitig
durch die Steuerwelle 62 und die Nokken 61 bewegt, w ie in (lern vorigen Falle.
Die Nokkenwelle 02 wird durch einen Handgriff 66 gedreht und trägt, wie lief der
früher beschriebenen Konstruktion. einen Zeiger 68, um die Einstellung der Vorrichtung
auf einer Anzeigeskala 67 anzuzeigen. Alle diese 'heile der lietätigungs- und Einstellvorrichtutlg
stimmen ini wesentlichen mit denjenigen der früher beschriebenen Vorrichtung überein.
Die Nockenwelle 62 ist drehbar in schwingenden Lagerarmen 75 gelagert, die wiederum
drehbar auf einer festen Querwelle 760 gelagert sind. Ein Ausschaltnocken
8o auf einer Welle 81 arbeitet mit den Lagerarmen zusammen und ist auf der Innenfläche
des Ständers lob angeordnet. Er kann von der I#'in-Stellung,wobei sein Verlängerungsstuck
82 den Schwingarm 75 zurückdrückt, zu einer Aus-Stellung geschwungen werden, die
durch einen all dein Ständer lob befestigten Anschlagbolzen '84 I,tegrenzt wird.
Diese Welle 81 wird durch einen gemeinsamen Hebel 83 gesteuert. Der Arm 75 wird
in seiner Stellung unter der Spannung von Federn 88 gehalten. Die .Arbeitsweise
und ihre Steuerung stimmt, wie man sieht, im wesentlichen mit dem vorigen Beispiel
überein. Da die gleichen Bezugszeichen gewählt worden -sin.d, um die gleichen oder
einander entsprechenden Teile zu bezeichnen, scheint eine Beschreibung im einzelnen
nicht notwendig. \'o1 dem Fachmann wird die Zusammenfassung der Teile, wie in den
Fig. 13 und 14 gezeigt, begrüßt werden, da sie eine wesentliche Ersparnis all tatgächlichen
Einzelteilen und Mitteln für ihren Zusammenbau ergibt und damit eine vereinfachte
Herstellung bedeutet. Durch den Wegfall von Dichtungsmitteln wird die Vorrichtung
in verläßlicher Weise w@asser- und luftdicht gemacht.
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Die Erfindung ist oben im einzelnen mit Bezug auf eine Druckeinheit
einer Rotationsoffsetpresse beschrieben worden, es ist jedoch selbstverständlich,
claß die Erfindung ebenso leicht auf Druckeinheiten oder einen Teil einer mehrstufigen
Rotationsoftsetpresse angewendet werden kann.