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Schleif- und Läppvorrichtung für Hartmetallwerkzeuge Zunr \acltsrlrleiferr
voll 1lartnietallwerkzeugen benutzt rnan bereits Vorrichtungen mit zwei tunlaufenden
L'larrscltleifsclteilten, von denen die eine zum Schleifen, die andere ztirn Läppert
dient, wobei der Aistellwinkel des Werkzeugs bei beiden Vor-11111 etw;t ',_° a1lweicl1t.
Hierbei hat nian entweder für heide Schleifscheiben je einen besonderem Werkzeughalter
vorgesehen, in welchen die zti behandeludett Werkzeuge nacheinander eingespannt
werden, oder rnan hat den Werkzeughalter auf @ülirungsbettcu oder Führtirigsstangen
versclrieltbar und kippbar angeordnet, so daß das einrnal eingespannte Werkzeug
zuerst an die eine. dann a11 die aridere Scheitre jeweils mit (lern erforderlichen
Anstellwinkel angestellt werden kann.
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1 )ie 1?rlindtrrrbetrifft ehre Vervollkornrntititig der @cltleifvorrichtun@
rnit einem einzigen Werkzeughalter.
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Sie besteht darin, claß die an einem äußeren Ende die Schleif- und
die Läppscheibe tragenden Wellen rnitsanit ihren Lagerungen, ihrem Antrieb und denn
Zwischengetriebe auf einer Drehplatte angeordnet sind, welche um eine senkrecht
zu den Wellen gerichtete Achse derartig schwenkbar und feststellbar ist, daß nacheinander
oder abwechselnd die eine oder die andere Scheibe in die zur Anstellung des zu schleifenden
Werkzeugs geeignete Lage gebracht werden kann.
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hierbei können entweder, die Wellen radial auf der Drehplatte angeordnet
und mit Iiegelritzeln auf ihren inneren Enden im Eingriff mit der gemeinsamen, zur
Drehplatte gleichachsigenAntriel>skegelradwelle
sein und einen
größeren Winkel (9o° und darüber) einschließen, so daß zur Umsetzung etwa eine Vierteldrehung
der Drehplatte ausreicht, es können auch die beiden Scheibenwellen zueinander parallel
sein und die Drehplattenachse in einem Abstande senkrecht kreuzen, welcher kleiner
als der Scheibenhalbmesser ist. In diesem Fall sitzen die Scheiben all entgegengesetzten
Enden ihrer zueinander gegenläufigen Wellen und werden nacheinander durch eine Schwenkung
um iSo° in ihre Arbeitsstellung gebracht.
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Die einfachste Ausführung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß
die beiden Scheiben an den Enden einer gemeinsamen, mitsamt dem Antrieb und dein
Getriebe auf der Drehplatte gelagerten Welle fliegend angeordnet sind und daß die
waagerechte `Vellenachse die senkrechte Drehachse der Drehplatte in einem Abstand
kreuzt, welcher kleiner ist als der Halbmesser der Scheiben. In ihrer Arbeitsstellung
befindet sich dann die eine Scheibenachse rechts, die andere links vom eingesetzten
Werkzeug, und beide haben in ihrer Arbeitsstellung auch entgegengesetzte Drehrichtung.
Der Werkzeughalter ist bei allen vorstehend genannten Scheibenwellenanordnungen
auf einem radial und tangential zur Drehplatte verschieblichen Block gelagert und
diesem gegenüber durch einen Exzenter oder eine Stellschraube um eine waagerechte,
quer zur Wellenachse angeordnete Achse um einen kleinen Winkel (kleiner als i°)
zwischen Feststellvorrichtungen oder Anschlägen schwenkbar. Mittels Handgriff kann
der Werkzeughalter auf seinem Führungsblock gegen Federdruck von der die Schleifscheiben
tragenden Drehplatte abgerückt werden, wenn die Drehplatte geschwenkt werden soll.
Außerdem kalin der Führungsblock tangential zur Drehplatte beweglich sein. Die Anordnung
der Scheibenwellen auf einer Drehplatte bietet gegenüber der reinen Parallelverschiebung
zweier gleichachsig nebeneinander alli iä * her nd in einer Ebene angeordneten Schleifschei
1-ben relativ zum Werkzeughalter den Vorteil, daß die Ausgestaltung des Werkzeughalters
zur Auflialiine verschiedenartig geformter Werkzeuge nicht durch die Nachbarschaft
zweier Scheiben behindert ist, sondern hierbei nur der voll einer Scheibe beanspruchte
Raune berücksichtigt werden muß. Ferner ist die Anordnung zweier Schleifscheiben
auf einer gemeinsamen Welle bei Verwendung eitles . einzigen, nicht umsetzbaren
Werkzeugträgers auch nur bei Lagerung der Welle auf einer Drehplatte möglich.
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Wenn man die eine Scheibenwelle oder die beiden Scheiben gemeinsame
Welle gegenüber der Drehplattenebene um einen sehr kleinen Winkel, etwa um '/z bis
'/a° neigt, dann erhält man zwischen den Atistellwinkeln des Werkzeugs gegenüber
der Schleif- und gegenüber der Läppscheibe einen entsprechenden Unterschied und
genügt damit der Forderung, daß der Anstellwinkel an der Läppscheibe um etwa '/z°
größer sein soll als an der Schleifscheibe, ohne die Neigung des Werkzeughalters
verändern zu müssen. Man kann also die erwähnte Exzenterhandhabe einsparen und hat
den Vorteil, daß jeder Scheibenart der ihr entsprechende Artstellwinkel zwangsläufig
zugeordnet ist.
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Einzelheiten und die Wirkungsweise der Einrichtungen nach der Erfindung
ergeben sich aus der Betrachtung zweier Ausführungsbeispiele, von denen das eine
in Abb. i im Längsschnitt, in Abb. 2 in schematischer Draufsicht und in Abb. 3 in
schematischer Queransicht dargestellt ist, während die Abb.4 im Längsschnitt und
Abb. 5 in Draufsicht eine andere Ausführungsform zeigen.
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Auf dem Ständer i ist mittels eines hohlzylindrischen Ansatzes 2 und
der Längs- und Querlager3,4die Drehplattes um i8o°um eine senkrechte Achse schwenkbar
gelagert. Auf der Drehplatte sind die Lagerständer 6 für die Schleifscheibenwelle
7 mit der Exzentrizität e angeordnet. Mit dem Lagerhals 8 ist der Tragblock 9 für
den Außenläufermotor io verbunden. Durch den hohlen Lagerhals « ist der Riementrieb
i i zwischen dem Motor und der Scheibenwelle hindurchgeführt.
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Auf dem oberen Ständertisch i ist auf Führungen 12 der Führungsblock
13 tangential zur Drehplatte 5 geführt. Auf dem Führungsblock 13 befinden sich in
Augenlagern 14 festgelegte Führungsstangen 15, auf welchen eine Trägerplatte 16
radial zur Drehplatte zwischen Anschlägen oder gegen den Druck einer Feder 20 beweglich
ist. Auf der Tragplatte 16 ist schließlich um eilte Querachse 17 schwenkbar der
eigentliche Werkzeugträger 18 angeordnet, dessen Neigung durch eilte von Hand betätigte
Exzenterwelle i9 eingestellt werden kann.
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Wenn nach Beendigung des Anschliffs durch die Schleifscheibe 21 die
Läppscheibe 22 an das Werkzeug angestellt werden soll, wird der Werkzeugträger mitsamt
seiner Trägerplatte radial von der Drehplatte entfernt, diese um i8o° geschwenkt
und mit nicht dargestellten -Mitteln festgelegt. Alsdann wird die Neigung durch
Betätigung des Exzenters i9 verstellt, worauf das Lippen beginnen kann. Während
des Schleifelis und Läppers kann in bekannter Weise der Werkzeugträger auf der Führung
12 kurzhübige, von Hand oder durch ein Getriebe bewirkte Bewegungen zur Ausnutzung
der Schleifzone ausführen. In der Ablt. 3 ist die vom Werkzeugträger aus gesehene
Arbeitsstellung der Schleifscheibe 21 mit ausgezogenen, die Arbeitsstellung der
Läppscheibe 22 mit gestrichelten Kreisen dargestellt und ihre Drehrichtungen durch
entsprechende Pfeile allgedeutet. Innerhalb der Kreisüberschneidungen vollzieht
sich der Schleif- bzw. Läppvorgang.
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Bei der Ausführung nach Abb. 4 und 5 sind auf den Lagerböckelt 23
der Drehplatte 24 zwei Scheibenwellen parallel zueinander und beiderseitsexzentrisch
zur Drehplattenachse angeordnet und durch die Reibräder 25 und 26 gegenläufig miteinander
verbunden. Die Schleifscheibe 21 sitzt hierbei auf der Welle 27, die Läppscheibe
auf der Welle 28. Beim Schwenken der Drehplatte um i8o° vertauschen die beiden Scheiben
ihre Lage gegenüber dem Werkzeugträger 29, welcher auf Pendelstützen 30 zwischen
Anschlägen 31 und 32 kleinere Ausschläge
tangential zur Drehplatte
während des Schleif- oder Läppvorgangs vollführen kann.
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Da hierbei der Werkzeugträger keine Einrichtung zum Verstellen des
Anstellwinkels hat, ist die eine Welle, vorzugsweise die riemenscheibenfreie Welle,
gegenüber der Drehplattenebene um einen kleinen Winkel geneigt, so daß beide Wellenachsen
eine windschiefe Ebene bestimmen und die Schleifebenen beider Scheiben somit einen
um ein geringes verschiedenen Anstellwinkel erhalten.