DE848659C - Einrichtung zur Verminderung des UEbersprechens bei absatzweiser Mehrfachsignaluebertragung - Google Patents

Einrichtung zur Verminderung des UEbersprechens bei absatzweiser Mehrfachsignaluebertragung

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DE848659C
DE848659C DEP28964A DEP0028964A DE848659C DE 848659 C DE848659 C DE 848659C DE P28964 A DEP28964 A DE P28964A DE P0028964 A DEP0028964 A DE P0028964A DE 848659 C DE848659 C DE 848659C
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    • H04J3/10Arrangements for reducing cross-talk between channels

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
  • Noise Elimination (AREA)

Description

Bei der Mehrfachsignalübertragung werden die Signale absatzweise nacheinander mit dem Übertragungskanal verbunden. Die Nachrichten werden in Form von Impulsen über den gleichen Kanal übertragen. Dabei sind die aufeinanderfolgenden Impulse abwechselnd, entsprechend den einzelnen Nachrichten, moduliert, so daß ζ. B. die Amplitude des (m + k ■ n)-ten Impulses dem jeweiligen Momentanwert der w-ten Nachricht entspricht {k ist
ίο die Ordnungszahl der l>etrachteten Impulsserie und wird durch fortlaufende ganze Zahlen gebildet, und η ist die totale Zahl der Kanäle).
Kin grundsätzlicher Nachteil solcher Systeme l>esteht in dem praktisch nicht zu vermeidenden ÜlxTsprechen zwischen aufeinanderfolgenden Kanälen, welches durch die Yerflachung der Impulse 1km der Übertragung l>edingt ist.
Die Impulse, welche am Sendeort rechteckförmig verlaufen, erfahren bei Ausbreitung über eine lange Leitung oder ein Kabel infolge verschiedener Laufzeit der einzelnen Frequenzen eine Deformierung. Insl>esoiidere wirkt die abfallende Impulsflanke störend, da sie zeitlich nicht steil genug, sondern allmählich abfällt. Infolgedessen liestehen noch me'hr oder weniger große Restspannungen bzw. Ströme auf der Leitung, wenn bereits der nächste, eventuell sogar der übernächste Impuls am Empfangsort eintrifft. Die Restspannungen, oder je nach den Widerstandsverhältnissen auch die Restströme, bringen in diesen Nachbarkanälen ein unerwünschtes Ül>ersprechen hervor. Diese Verhältnisse sind an Hand der Fig. 1, 2 und 3 näher erläutert.
In Fig. ι sind die l>ei der Mehrfachsignalübertragung auftretenden Sendeimpulse dargestellt. Die
Impulse Asl, As2 usw. entsprechen den jeweiligen Momentanwerten des Signals a. In ähnlicher Weise sind weitere Impulse Bs, Cs usw. entsprechend weiteren Signalen b, c usw. moduliert. Diese Impulse wer.den nun direkt oder durch entsprechende Modulation eines HF-Trägers übertragen. Durch Amplituden- und Phasenverzerrungen aller Übertragungsmittel werden die Impulse erfahrungsgemäß abgeflacht; d.h. jeder Impuls klingt erst allmählich ίο gegen die Nullinie aus, und unter Umständen kommen auch mehrfache Vorzeichenwechsel vor. Die empfangenen Impulse haben deshalb den in Fig. 2 gezeigten Charakter: Es kommen teilweise Überdeckungen vor, d. h. die Impulse des ersten '5 Kanals sind im Zeitpunkt der darauffolgenden Impulse noch nicht voll abgeklungen, wodurch das Übersprechen auf die nachfolgenden Kanäle zustande kommt. Aus Impulsen ungleicher Amplitude entstehen durch die frequenzabhängige Amplituden- und Phasenänderung der Übertragung verzerrte Impulse, deren Amplituden den ursprünglichen Amplituden proportional sind; der Charakter ihres zeitlichen Verlaufes bleibt jedoch etwa gleich. Der Übersprechfaktor vom ersten auf den zweiten Kanal ist weitgehend konstant, desgleichen derjenige vom ersten auf den dritten Kanal usw. Praktisch wird man al>er nur das Übersprechen auf den zweiten, eventuell noch auf den dritten Kanal zu berücksichtigen haben. Das Ül>ersprechen auf weiter entfernte Kanäle wird sich kaum noch bemerkbar machen.
Die Mehrfachsignal'übertragung erfolgt gewöhnlich mit den in Fig. 3 schematisch gezeigten Einrichtungen. Durch den Sendeschalter S werden beispielsweise die sechs Kanäle ös bis fs abwechselnd nacheinander auf den Ubertragungskanal K ge-" schaltet. Auf der Empfangsseite besorgt der synchron laufende Empfangsschalter E wieder die Verteilung auf die Empfangskanäle ae bis fe. Durch Beruhigung können die durch Zerlegungen in Impulse entstehenden Oberwellen unterdrückt werden, so daß wieder die Nachrichten der ursprünglichen Kanäle entstehen.
Das erwähnte Übersprechen kann nun gemäß der Erfindung durch eine Einrichtung vermindert werden, bei der Kopplungen von jedem Einzelkanal auf mindestens den nächstfolgenden vorhanden sind, die eine wenigstens teilweise Kompensation der dort vorhandenen Ubersprechspannungen bzw. Ströme bewirken, und bei der die Kopplung von jedem Kanal auf -den unmittelbar folgenden größer ist als die Kopplung in umgekehrter Folge.
In der Fig. 4 ist eine erfindungsgemäße Einrichtung auf der Empfangsseite dargestellt. Die Eingangsleitungen ae... fe kommen von einem Verteiler her, wie er in der Fig. 3 mit E bezeichnet ist. Die abgehenden Kanäle sind mit ak...fk bezeichnet. Während die Nachrichten in den Eingangsleitungen noch mit Übersprechstörungen behaftet sind, sind diese nach Durchlaufen der erfindungsgemäßen Ein>richtung in den abgehenden Kanälen weitgehend davon befreit. In jedem Kanal liegt je ein Verstärker V1 ... V6 mit unter sich gleichen elektrischen Eigenschaften. Von jedem Einzelkanal aus sind Kopplungen nach jedem nächsten und, wenn nötig, nach dem übernächsten Kanal usw. vorhanden.
Diese Kopplungen können aus einzelnen Dämpfungsgliedern bestehen oder aber, wie in der Fig. 4 angedeutet, aus einem Ohmschen Spannungsteiler R1-^R6 mit einer bzw. zwei usw. Anzapfungen. Die Dämpfungsglieder sind so geschaltet, daß sie von den Verstärkerausgängen Kopplungen auf die Eingänge des oder der nachfolgenden Verstärker verursachen. Die Ausgangsspannung ak des ersten Verstärkers V1 wird über einstellbare Dämpfungsglieder, z. B. über den Abschwächer R1, auf den Verstärkereingang des Verstärkers des zweiten Kanals und gleichzeitig mit entsprechend größerer Abschwächung auf den Verstärkereingang des dritten Kanalverstärkers geführt. Beim Abschwächer T^1 sind die Abgriffe so eingestellt, daß das durch Impulsabflachung bedingte Übersprechen vom ersten auf den zweiten bzw. dritten Kanal gerade kompensiert wird. In gleicher Weise dienen die gleich eingestellten Abschwächer R2... R6 zur entsprechenden Unterdrückung des Übersprechens bei den übrigen Kanälen. Je nach den Ausklingverhältnissen der verzerrten Empfangsimpulse sowie nach den Anforderungen hinsichtlich der Übersprechverringerung sind mit jedem Abschwächer jeweils noch mehr oder eventuell auch weniger Kanäle zu korrigieren. Es ist natürlich ebenfalls eine genügende Unterdrückung unerwünschter zusätzlicher Kopplungen zwischen den Kanälen durch diese Entkopplungsmittel erforderlich. So ist beispielsweise zu beachten, daß über den Abschwächer R6 unter Umständen· eine unerwünschte Kopplung zwischen den Kanälen α und b verursacht wird usw. Diese Kopplungen lassen sich jedoch mit bekannten Mitteln, z. B. mittels einer Gabel- bzw. Brückenschaltung oder mit genügend hochohmigen Dämpfungswiderständen gegenüber der Leitungsimpedanz, vermeiden, oder sie können auch durch entsprechende Einstellung der Kompensation berücksichtigt werden. Eine rückwirkende Kopplung des Kanals b auf den Kanal α über R1 wird im gezeigten Beispiel durch den Verstärker V1 praktisch vermieden, das trifft in analoger Weise für alle übrigen Kanäle zu. Es können aber auch in den Eingängen zu den Abschwächern Verstärker liegen, z. B. würde durch einen Verstärker vor dem Abschwächer R1 eine Kopplung vom Kanal b auf den Kanal α verhindert. In diesem Fall können die Kanalverstärfter V1... eventuell auch weggelassen werden, oder es 'können an ihrer Stelle Dämpfungswiderstämde vorgesehen werden.
Die erfindungsgemäße Kompensation des Übersprechens kann auch durch eine Einrichtung erfolgen, welche in dem gemeinsamen Übertragungskanal K aller Impulse eingeschaltet ist, wie in Fig. 5 dargestellt. Dabei werden die zeitlich verschobenen Korrektursignale durch entsprechende Verzögerung der zu korrigierenden Impulse gewonnen. In Fig. 5 sind durch >9 bzw. E wieder die synchron arbeitenden sende- bzw. empf angsseitigen Kanalumschaltvorrichtungen dargestellt. Die Verzögerungsvorrichtung L besteht l>eispielsweise aus einer künstlichen
Leitung. Diese Verzögerungseinrichtung enthält Abzapfstellen, an denen die Ausgangssignale gegenül >er den Eingangssignalen e0 wenigstens annähernd um das Ein-, Zweifache usw. einer Impulsperiode verzögert abgenommen wenden. Die Amplituden dieser abgezapften Spannungen können mit den Reglern R1, R2 usw. eingestellt werden, so daß die Impulsspannungen C1, e.2 usw. entstehen, welche gegenüber e0 um ungleiche Beträge verzögert sind.
ίο Diese Korrekturspannungen werden in der Kopplungseinrichtung W mittels einzelner Koppeltransformatoren zu der Empfangsspannung e0 addiert, so daß die resultierende korrigierte Spannung e0 + ex + eo + . . . entsteht. Am Ausgang des Reglers R1 tritt nun l>eispielsweise der Empfangsimpuls Ael mit verminderter Amplitude auf, wenn in der Empfangsspannung e0 bereits der auf Ael folgende Impuls Bn auftritt. Der Empfangsimpuls Bn kann somit durch einen einstellbaren Bruchteil von Ael
ao korrigiert werden. Diese Korrektur wird durch entsprechende Einstellung von R1 so gewählt, daß der auf den Impuls Bel übergreifende Teil des durch die Ül>ertragung abgeflachten Impulses Ael vollständig kom[>ensiert wird. Selbstverständlich können, wenn die Dämpfungsverhältnisse es erfordern, an Stelle der Dämpfungsglieder regelbare Verstärker liegen, oder aber es kann auch ein gemeinsamer Verstärker am Eingang zur künstlichen Leitung eingebaut sein. Das Vorzeichen sowie die Amplitude der Korrekturspannung ^1 ist entsprechend den jeweils verwendeten Übertragungsmitteln so einzustellen, daß kein Übersprechen vom ersten Kanal auf den zweiten Kanal auftritt. Damit ist al>er gleichzeitig auch das Übersprechen vom zweiten Kanal auf den dritten Kanal usw. kompensiert, da die Ü!>ersprechfaktoren benachbarter Kanäle normalerweise gleich groß sind:. In analoger Weise wird erforderlichenfalls auch das Übersprechen vom ersten Impuls auf den dritten bzw. vierten Impuls durch die Korre<kturspannungen e2 und e3 kompensiert, deren Amplitude und Vorzeichen ebenfalls entsprechend den Übertragungsverhältnissen einzustellen sind. Bei der Einregulierung von e2 mit dem Regler R, wird gleichzeitig ein durch die Korrekturspannung et unter Umständen bedingtes zusätzliches Übersprechen vom ersten auf den dritten Kanal mitberücksichtigt.
Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens kann es sich unter Umständen empfehlen, daß die in Fig. 4 oder 5 beispielsweise erwähnten Korrekturvorrichtungen auch oder ausschließlich auf der Sendeseite vorgesehen werden. Die in Fig. 4 erläuterte Entkopplungsmethode kann dann durch entsprechende Kopplung der Sendekanäle as, bs usw.
aufgebaut werden. Die Korrektureinrichtung gemäß Fig. 5 kann einfach auf der Senderseite dem Übertragungskanal K vorgeschaltet werden. Bei sehr langen Übertragungsfcanälen ist es unter Umständen zweckmäßig, daß zwei oder mehrere der in Fig. 5 erläuterten Korrektureinrichtungen über den Übertragungskanal verteilt, mindestens aber auch noch auf der Senderseite angeordnet werden.
Die Ix?schriel>ene Impulskorrektur läßt sich auch durchführen, wenn der Übertragungskanal in beiden Übertragungsrichtungen ausgenutzt wird. In der Einrichtung nach Fig. 5 sind die Korrekturspannungen ev e2 usw. dem Hauptkanal in der Weise zuzuführen, daß am Ausgang der Kopplungsanordnung W die Summe der Eingangsspannung und sämtlicher Korrekturspannungen auftritt. Gleichzeitig soll ein schädlicher Energierückfluß über die Regler R1, R2 auf die Verzögerungsleitung L möglichst vermieden werden. Dies kann beispielsweise derart erfolgen, daß diese Regler R1, R2 usw., von der Ausgangsseite gesehen, einen hochohmigen Innenwiderstand und ausreichende Amplitudenabschwächung aufweisen und daß die Ausgänge dieser Regler parallel zueinander mit der Leitung gekoppelt sind. Der Energierückfluß wird auch dann vermieden, wenn an Stelle der Dämpfungsglieder regulierbare Verstärker verwendet werden, da deren Durchgangsrichtung nur von L nach W ist.
Für den Abgleich der beschriebenen Kopplungsmittel auf einem l>estimmten Übertragungskanal und zum Überprüfen und Auffinden eventuell übersprechender Übertragungskanäle, z. B. auf dem ersten Kanal, wird iil>er diesen ein Kontrollton gesendet. Bei der in Fig. 6 gezeigten Einrichtung wird dieser Kontrollton mit dem Hilfsoszillator H erzeugt. Auf der Empfangsseite kann der gleiche Kontrollton durch das Bandfilter F ausgesiebt und nach Gleichrichtung mit dem Instrument / kontrolliert werden. Der Umschalter U ermöglicht die wahlweise Kontrolle der einzelnen Empfangskanäle ak> bk, ^k- Di Korrektureinrichtung Q, welche beispielsweise aus der in Fig. 5 erläuterten Anordnung I>esteht, ist nun so efnzuregulieren, daß der Kontrollton auf den Kanälen bk, ck usw. nicht mehr zu hören ist, d.h. das Instrument / darf bei Einstellung dieser Kanäle nicht mehr ausschlagen.
Eine noch leichtere Einregulierung der Störungsspannungs'kompensation ist in Fig. 7 dargestellt. Hier wird der Vergleich der auf den Kanälen bk, Cf1 usw. auftretenden Signale mit denjenigen auf dem Kanal ak nac/h einem produktbildenden Verfahren durchgeführt. Bei Übersprechen von der Leitung a auf die Leitung b tritt der Kontrollton mit verminderter Amplitude auch im Kanal bk auf, so daß durch Produktbildung mit der ursprünglichen Sinusspannung des Kanals ak beispielsweise mit dem Modulator M. das Modulationsprodukt Tn1 entsteht, welches dem Übersprechf aktor nach Größe und Vorzeichen entspricht. Der Übersprechf aktor vom ersten auf den zweiten Kanal sei ^12. Aus dem Kontrollton h = h0sin (ωοί) des ersten Kanals entsteht somit bei der Übertragung der Sinuston g12 · h0 · sin (oj0t) des zweiten Empfangskanals bk. Die Produktbildung in M1 ergibt nun
mi = S12 - V
sin2
σ· .
S12
V 'st
cos (2 ωοί).
Das frequenzunabhängige Glied -- j
Gleichstromanteil. Er kann über ein Tiefpaßfilter dem Modulator entzogen werden und ist ein Maß für den Ül>ersprechfaktor g12. Der Gleich-
Stromanteil wird zur Kontrolle der Einstellung einer Korrektureinrichtung Q benutzt. Die Einstellung erfolgt dabei in der Weise, daß die Gleichstromkomponente von W1 zum Verschwinden gebracht wind. In gleicher Weise ist auch das Übersprechen vom ersten auf den dritten bzw. vierten Kanal durch entsprechende Produktbildung in den Modulatoren M2 und M3 leicht zu überwachen. Als Modulatoren können Ringmodulatoren verwendet ίο werden. Die Prodüktgrößen Wt1, m2 usw. können leicht mit Kontrollinstrumenten überwacht werden. Sie können aber auch unter Zwischenschaltung einer entsprechenden Automatik zur direkten Nachregulierung der in der Einrichtung Q enthaltenen Abgleichorgane im Sinn einer möglichst weitgehenden Verminderung des Übersprechens ausgenutzt werden. Bei den produktbildenden Einrichtungen M1, M2 usw. kann es sich auch um bekannte elektromechanische Systeme handeln, so z. B. um Wattao meter, deren Ausschlag dem mittleren Produkt beider Eingangsspannungen proportional ist. In diesem Fall erfolgt die Anzeige bzw. die automatische Regelung direkt in Abhängigkeit von den mechanischen Ausschlägen dieser Systeme. Eine vollständige Unterdrückung des Übersprechens wird in vielen Fällen erst möglich, wenn auch die Phasenlage der zur Kompensierung zugeführten zusätzlichen Signale richtig abgeglichen wird. Bei der Vorrichtung nach Fig. 4 können beispielsweise zu diesem Zweck die Korrekturspannungen über einstellbare Phasendrehkreise aus den Regelorganen .R1 bis R6 entnommen werden. Die Phasendrehkreise werden dann zwischen den Abgriffpunkten und den Verstärkereingängen eingeschaltet.
Die in Fig. 3, 5, 6, 7 angedeuteten Umschaltvorrichtungen 5" und E bestehen beispielsweise aus Karhodenstrahlschaltern, in denen der Elektronenstrahl eines Kathodenstrahlrohres abgelenkt wird und die gleichmäßig verteilten Elektroden bestreicht, welche zu den einzelnen Kanälen führen. Die erfindungsgemäße Korrektur läßt sich auch direkt bei Kathodenstrahlröhren anbringen, indem die sende- und/oder empfangsseitigen Elektroden aus Einzel-Segmenten zusammengesetzt werden, welche verschiedenen aufeinanderfolgenden Kanälen zugeordnet sind. Bei einem derart durchgebildeten Empfangsschaltrohr kann beispielsweise außerhalb der Hauptanodensegmente, welche zu den einzelnen Empfangskanälen führen, jeweils mindestens ein Zusatzsegment angeordnet sein, welches mit entsprechender Abschwächung zu den darauffolgenden Empfangskanälen führt. So kann beispielsweise innerhalb oder außerhalb des zum dritten Empf angskanal führenden dritten Anodensegmentes mindestens ein kleineres Segment vorgesehen sein, welches über entsprechende Abschwächung mit dem vierten bzw. fünften Empfangskanal verbunden ist. In jeder Position des gesteuerten Elektronenstrahles wird somit einerseits der betreffende Empf angskanal l>eeinflußt, während gleichzeitig der nächste oder übernächste Empfangskanal eine entsprechend bemessene Korrekturspannung erhält.
Zur Unterdrückung des Übersprechens kann auch eine Einrichtung gemäß Fig. 8 vorgesehen werden; hier sind zur empfangsseitigen Kanalumschaltung beispielsweise zwei Umschalter JB0 und E1 vorgesehen, deren jeweilige Schaltpositionen sich stets um einen Kanal unterscheiden, und zwar so, daß der Schalter E1 dem Schalter E0 um eine Schaltposition vorauseilt. Auf diese Weise können über den Korrekturschalter E1 jeweils die Impulse jedes vorausgehenden! Kanals auf die einzelnen Empfangskanäle mit einstellbarer Amplitude zugeführt werden, so daß das Übersprechen zwischen benachbarten Kanälen sich kompensieren läßt. Durch weitere synchron laufende Empfangsschalter mit entsprechender größerer Voreilung und einstellbarer Kopplungsgliedereinstellung läßt sich auch das Übersprechen zwischen weiter auseinanderliegenden Kanälen kompensieren. Im gezeigten Beispiel er,-folgt die Regelung der Übersprechkompensierung zwischen den benachbarten Kanälen durch den Regler R1. Auch hier werden vorteilhaft Kathodenstrahlröhren zur Umschaltung verwendet.
Auch diese Anordnungen können naturgemäß ebenfalls auf der Sendeseite vorgesehen werden. Eine entsprechende Apparatur, bei der die Umschaltvorrichtungen S1 und S0 sich wieder um gleichbleibenden Unterschied ihrer Positionen auszeichnen, ist in Fig. 9 gezeigt. Die ankommenden Eingangssignalleitungen sind mit as, bs. . . fs bezeichnet, während mit dem Pfeil S die Richtung der abgehenden Semdesignale angegeben ist.
Die mit ungleicher Phasenlage laufenden Umschaltvorrichtungen können z. B. aus einem Kathodenstrahlrohr mit zirkularer Ablenkung bestehen. Dabei sind mindestens zwei konzentrische Elektrodenkränze vorgesehen, deren Einzelelektroden gegenseitig versetzt sind. .Die jeweils im gleichen Zeitmoment in Aktion tretenden Elektroden der verschiedenen Kränze führen zu Einzelkanälen, deren Ordnungszahlen sich um gleichbleibende Beträge unterscheiden. Bei dieser Schaltung können natürlich die Regehviderstände .R1 (Fig. 8 und 9) nicht vorgesehen werden. Eine gewisse Grobeinstellung der Kopplung auf die benachbarten Kanäle ist möglich durch entsprechende Dimensionierung der Segmente in den konzentrischen Elektrodenkränzen.
Damit das Übersprechen wenigstens bei kleinen Abweichungen der sende- und empfangsseitigen Schaltmomente keine wesentliche Vergrößerung erfährt, ist es erforderlich, daß die Einstellung der Verzögerung für die Korrektursignale so erfolgt, daß kleine Phasenabweichungen des Gleichlaufs zwischen sende- und empfangsseitigem Kanalumschalter noch zulässig sind. Dies wird z. B. in einer Anordnung gemäß Fig. 5 dadurch erreicht, daß man nicht eine dem Verlauf der Impulsspannung in ihrem Maximum entsprechende Korrekturspannung verwendet, sondern durch eine Verschiebung der Anzapfungen im Sinn einer verringerten Laufzeitverzögerung die Korrekturspannung erst dann auf die Leitung wirken läßt, wenn sie ihr Maximum bereits überschritten hat. Hat
ζ. Ι!, der synchron laufende Sehalter E eine geringe Voreilung, so nimmt die Übersprechspannung etwas zu, al>er auch von dem über das Laufzeitglied laufenden Impuls wird eine etwas höhere Momentanspannung herausgegriffen, so daß die Kompensation wenigstens angenähert erhalten bleibt. In der Fig. io ist der zeitliche Ablauf dieses Vorganges dargestellt. / ist ein Impuls, ^1 seine Durchlaßzeit auf den ihm zugeordneten Kanal. Die Öffnungszeit des folgenden Xachbarkanals bei genauem Synchronlauf des Empfangsumschalters ist t2. Die vom ersten Impuls herrührende Übersprechspannung ist durch die Fläche 2 gekennzeichnet. Diese Spannung wird durch den gleich großen Anteil 3 des über den Verzögerer laufenden Impulses /' kompensiert. Schaltet der Schalter etwas verfrüht, z. B. in der Zeit t.,', so ist die durchgelassene Übersprechspannung etwas größer, aber auch der Anteil des verzögerten Impulses nimmt ebenfalls im gleichen Verhältnis zu. Die Kompensation bleibt damit praktisch erhalten.
.Alle ausgeführten Schaltungen zur Unterdrückung des Übersprechens von irgendeinem Kanal auf dessen nächstfolgenden bzw. übernächsten usw.
weisen in der Regel gleich aufgebaute und gleich eingestellte Koppelorgane auf. Demnach ist die Kopplung vom «ί-ten auf den (m + a)-ten Kanal gleich groß wie die Kopplung vom (m + λ')-ten auf den (/// + k + a)-ten Kanal, wo a = 1, 2, 3 usw. ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Einrichtung zur Verminderung des Über-Sprechens bei absatzweiser Mehrfachsignalü!>ertragung infolge frequenzabhängiger Amplituden- und I'hasenverzerrung, dadurch gekennzeichnet, daß Kopplungen von jedem Einzelkaual auf mindestens den nächstfolgenden Kanal vorhanden sind, die eine wenigstens teilweise Kompensation der dort vorhandenen Übersprechspannungen bzw. Ströme bewirken, und 1km der die Kopplung von jedem Kanal auf den unmittelbar folgenden größer ist als die Kopphnig in umgekehrter Folge.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungen von jedem Einzelkanal nach mindestens dem nächstfolgenden Kanal über einstellbare Dämpfungsglieder erfolgt.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kopplungsweg noch Verstärker geschaltet sind.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die einzelnen Übertragungskanäle Verstärker eingeschaltet sind.
    5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die einzelnen Ül>ertragungskanäle Dämpfungswiderstände eingeschaltet sind.
    6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Dämpfungsglieder zwischen den Ausgang jedes einzelnen Verstärkers und die Eingänge von mindestens einem der nachfolgenden Verstärker geschaltet sind.
    7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung vom (w)-ten auf den (m + o)-ten Kanal gleich ist wie die Kopplung vom (m + £)-ten auf den (m + k + a)-ten Kanal, wo α = ι, 2, 3 usw. ist.
    8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kanäle über Brückenschaltungen gekoppelt sind.
    9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kanäle über Gabelschaltungen gekoppelt sind.
    10. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungsglieder hochohmig gegen die Leitungsimpedanz sind.
    11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verzögerung und Abschwächung der im gemeinsamen Hauptkanal übertragenen Impulse Korrekturspannungen gewonnen werden, welche dem Hauptkanal erneut zugeführt weYden.
    12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im gemeinsamen Übertragungskanal eine Abzweigung liegt, die nach einer künstlichen Leitung führt, und daß an verschiedenen Punkten längs dieser Leitung Anzapfungen vorhanden sind, die über regelbare Dämpfungsglieder wieder mit dem gemeinsamen Übertragungskanal gekoppelt sind.
    13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzapfungen so gelegt sind, daß die Impulsverzögerung vom Leitungseingang bis zur ersten bzw. zweiten dieser Anzapfungen angenähert der einfachen bzw. doppelten Dauer einer Impulsperiode entspricht.
    14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzapfungen an der künstlichen Leitung über regelbare Verstärker wieder mit dem gemeinsamen Üljertragungskanal gekoppelt sind.
    15. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Eingang zur künstlichen Leitung ein Verstärker liegt.
    16. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens auf der Empfängerseite angeordnet ist.
    17. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens auf der Senderseite angeordnet ist.
    18. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Abgleiche der Kopplungsmittel aus einem Hilfsoszillator ein Kontrollton auf einen Übertragungskanal gegeben wird, wol>ei die Kopplungsmittel so eingestellt werden, daß der Kontrollton auf den benachbarten Kanälen nicht mehr hörbar ist.
    IQ. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolltonentnahme auf der Empfangsseite aus den einzelnen Kanälen über ein Bandfilter erfolgt.
    20. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Abgleiche der Kopp-
    lungsmittel ein Modulator einerseits mit dem störenden Kanal und andererseits mit dem zu überprüfenden Nachbarkanal verbunden ist und daß im Ausgang des Modulators enthaltene Gleichstromkomponente über ein Tiefpaßfilter zu einem Kontrollinstrument geführt wird.
    2i. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß als Modulator Ringmodulatoren verwendet werden.
    22. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Gleichstromkomponente ein Regelorgan gesteuert wird, das eine Nachregulierung der Abgleichorgane bewirkt.
    23. Einrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß als Modulatoren wattmetrische Systeme verwendet werden.
    24. Einrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanischen Ausschläge der wattmetrischen Systeme die Nachregulierung der Abgleichorgane bewirken.
    25. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Koppluhgswege einstellbare Phasendrehkreise eingeschaltet sind.
    26. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- «5 kennzeichnet, daß die absatzweise Schaltung des Hauptkanals auf die Einzelkanäle über mindestens zwei synchron laufende Umschaltvorrichtungen erfolgt, deren jeweilige Schaltstellung um je^inen Kanal verschoben ist.
    27. Einrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltvorrichtung ein Kathodenstrahlschalter ist, welcher neben den Hauptanodensegmenten noch mindestens je ein Zusatzsegment aufweist, welches mit dem nächstfolgenden Empfangskanal gekoppelt ist. 28. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Übertragungskanal mit einem Kanalumschalter direkt und mit einem zweiten Kanalumschalter über ein Kopplungsglied verbunden ist und daß die Schaltsegmente beider Schalter in gleicher Reihenfolge miteinander verbunden sind und die Reihenfolge der mit der Impulsfolge synchron laufenden Abtastung so erfolgt, daß der direkt angeschlossene Schalter die ankommenden Impulse direkt weiterschaltet und der zweite Schalter um eine Schaltposition dem ersten Schalter vorauseilt.
    29. Einrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Übertragungskanal über weitere Kopplungsglieder mit weiteren synchron laufenden Kanalschaltern verbunden ist, bei denen die Abtastung der einzelnen Schaltpositionen im Vergleich mit der des vorgeordneten Schalters jeweils um eine Kontaktfolge vorausläuft.
    30. Einrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß Kathodenstrahlröhren sämtliche Umschaltungen bewirken.
    31. Einrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Kathodenstrahlrohr mit zirkularer Ablenkung mindestens zwei konzentrische Elektrodenkränze vorgesehen sind, deren zu gleichen Kanälen führende Einzelelektroden gegenseitig versetzt sind, so daß solche Elektroden in Aktion treten, deren Ordnungszahlen sich um gleichbleibende Beträge unterscheiden.
    32. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerung und die Abschwächung der Korrekturspanmingen so gewählt werden, daß bei kleinen Phasenabweichungen des Gleichlaufes zwischen den sende- und empfangsseitigen Kanalumschaltern wenigstens angenähert keine Änderung der Kompensation erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    $325 8.52
DEP28964A 1944-12-23 1949-01-01 Einrichtung zur Verminderung des UEbersprechens bei absatzweiser Mehrfachsignaluebertragung Expired DE848659C (de)

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