DE850320C - Verfahren zur Herstellung eines luftdicht abgeschlossenen Gefaesses - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines luftdicht abgeschlossenen GefaessesInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines luftdicht abgeschlossenen Gefäßes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines luftdicht abgeschlossenen Gefäßes, dessen Wandung wenigstens zum Teil aus Glas besteht, in das ein oder mehrere Leiter eingeschmolzen werden sollen, die dazu bestimmt sind, im Betrieb Hochfrequenz zu führen. Das Verfahren soll insbesondere zur Herstellung von Entladungsröhren, Glühlampen usw. dienen.
- Es ist bekannt, daß bei der Einschmelzung von Metall in Glas auf möglichst gute Übereinstimmung der Wärmeausdehnungskoeffizienten geachtet werden muß. Aber selbst wenn es gelingt, die Ausdehnungskoeffizienten durch geeignete Wahl der Zusammensetzung des Glases und des Metalls praktisch gleich groß zu machen, besteht ein oft eintretender Nachteil in dem ungenügenden Anhaften des Glases am Metall bei der Verschmelzungstemperatur. Die Anwendung von Borax als Flußmittel verbessert zwar das Benetzen und damit das Haften, bringt aber Nachteile mit sich, die zum Teil in der niedrigen Schmelztemperatur von Borax begründet sind und u. a. in der Verstopfung der Werkzeuge beim Einschmelzen von Metallstiften in gepreßte Glasteile bestehen.
- Es ist auch schon bekannt, zur Herabsetzung der durch den Skineffekt bedingten Widerstandserhöhung von Leitern, die von hochfrequenten Strömen durchflossen sind, diese mit einer dünnen Schicht aus Kupfer, Silber oder ä'hnlic'hem gut leitendem Material zu überziehen; gerade beim EinsdhTnelzen solcher Leiter in Glas treten, die obenerwähnten Schwierigkeiten häufig störend auf.
- Eine sehr gute Einschmelzung wird demgegenüber durch Anwendung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung erzielt. Dieses Verfahren zur Herstellung eines luftdicht geschlossenen Gefäßes, dessen Wand zumindest teilweise aus Glas besteht, in das ein oder mehrere stromführende Leiter eingeschmolzen werden, die dazu bestimmt sind, Hochfrequenzstrom zu führen, und die aus einem Kernkörper bestehen, der mit einer dünnen Schicht aus Kupfer; Silber oder ähnlichem gutleitendem Material überzogen sind, besteht darin, daß der derart überzogene Kernkörper vor dem Einschmelzen mit einem weiteren, sehr dünnen Überzug aus Chrom versehen wird, dessen Dicke o,5 bis i Mikron ist. Es ist nicht ausgeschlossen, daß dieses Verfahren deshalb sehr günstige Ergebnisse liefert, weil die dünne Chromschicht beim Einschmelzen ganz zu Chromtrioxyd oxydiert, das eine sehr gute Anschmelzung an Glas ergibt, da das Glas an ihm sehr gut haftet.
- Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist anwendbar bei jeder Kombination von Leitern und Glas. So können Durchführungen aus Eisen, die mit einer Silber- oder Kupferschicht überzogen. sind, mit einer Chromschicht überzogen werden; es ist jedoch auch möglich, einen Kern aus Nickel, Nickeleisen und ähnlichen Werkstoffen zu verwenden oder beispielsweise Kerne .aus Wolfram, Molybdän usw. Die Erfindung ist insbesondere bei Entladungsröhren für kurze und sehr kurze Wellen anzuwenden. Die Dicke der Chromschicht ist kritisch, denn sie soll so dünn sein, daß sie ganz in Chromoxyd umgesetzt wird. Wenn nämlich eine auf bekannte Weise, beispielsweise auf elektrolytischem Wege, aufgebrachte Chromschicht in einer Dicke von 5 bis io Mikron verwendet wird, tritt eine sehr große Zunahme des Hochfrequenzwider- 1 Standes auf.
- Bei Beachtung der erfindungsgemäßen Lehre, daß die Dicke der Chromschicht ,kleiner als i Mikron gewählt wird, verwandelt sich diese beim Einschmelzvorgang in einen am Glase gut haftenden Isolator, und es fließt im Betriebe der -Hochfrequenzstrom nahezu zur Gänze durch die Kupferschicht.
- Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, in dem ein Verfahren gemäß der Erfindung im .einzelnen beschrieben wird.
- Es wird von einem Chromeisenleiter mit einer Dicke von i mm ausgegangen, der elektrolytisch mit einer Kupferschicht in einer Dicke von io bis 30 w überzogen wird, worauf gleichfalls elektrolytisch eine Chromschicht in einer Dicke von höchstens i w aufgebracht wird. Der Leiter wird dann auf die gewöhnliche Weise in die Glaswand einer Entladungsröhre eingeschmolzen, und die Röhre wird auf bekannte Weise fertiggestellt.
- Das Aufbringen der verschiedenen Schichten kann auch auf andere Weise erfolgen, als im vorstehenden- --beschrieben wurde, z. B. auf kata,phoretischem Wege oder durch Aufdampfen.
- Wie im vorstehenden erörtert wurde, ist die Erfindung an vielerlei Kombinationen von Durchführungsleitern und Wandmaterialien anwendbar, wobei diese Leiter aus einer oder mehreren Schichten.bestehen können. Es ist ferner einleuchtend, daß die Erfindung nicht auf die im Ausführungsbeispiel genannten Entladungsröhren beschränkt ist, sondern bei verschiedenen Arten von geschlossenen Gefäßen, wie Glühlampen, Druckkondensatoren usw., angewendet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines luftdicht abgeschlossenen Gefäßes, dessen Wand zumindest teilweise aus Glas besteht, in das ein oder mehrere als Hochfrequenzstromzuführung dienende Leiter eingeschmolzen werden, die aus einem Kernkörper bestehen, der mit einer dünnen Schicht aus Kupfer, Silber oder ähnlichem gutleitendem Material überzogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der derart überzogene Kernkörper vor dem Einschmelzen mit einem weiteren, sehr dünnen Überzug aus Chrom versehen wird, dessen Dicke o,5 bis i Mikron ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| NL112630A NL61585C (de) | 1943-08-13 | 1943-08-13 |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006079B (de) * | 1954-03-09 | 1957-04-11 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung vakuumdichter Glasverbindungen fuer elektrische Entladungsgefaesse od. dgl. |
| DE1046204B (de) * | 1952-07-30 | 1958-12-11 | Fkg Ag | Glas-Metall-Verschmelzung fuer ein Alkalidampf enthaltendes elektrisches Entladungsgefaess |
| DE976643C (de) * | 1953-12-22 | 1964-01-16 | Philips Nv | Halbleiteranordnung mit einer aus Glas bestehenden Huelle |
| DE1174912B (de) * | 1962-01-09 | 1964-07-30 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren zum Behandeln von Einschmelz-draehten fuer Elektronenroehren |
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1943
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1946
- 1946-12-11 GB GB3653146A patent/GB640705A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB640705A (en) | 1950-07-26 |
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