DE851460C - Verfahren zur direkten Herstellung von seitenrichtigen Schriftnegativen bzw. seitenverkehrten oder seitenrichtigen Positiven ohne photographische Reproduktion - Google Patents

Verfahren zur direkten Herstellung von seitenrichtigen Schriftnegativen bzw. seitenverkehrten oder seitenrichtigen Positiven ohne photographische Reproduktion

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DE851460C
DE851460C DE1950W0004677 DEW0004677A DE851460C DE 851460 C DE851460 C DE 851460C DE 1950W0004677 DE1950W0004677 DE 1950W0004677 DE W0004677 A DEW0004677 A DE W0004677A DE 851460 C DE851460 C DE 851460C
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DE1950W0004677
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Ernst Wartelsteiner
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ERNST WARTELSTEINER MUENCHEN
Original Assignee
ERNST WARTELSTEINER MUENCHEN
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F1/00Originals for photomechanical production of textured or patterned surfaces, e.g., masks, photo-masks, reticles; Mask blanks or pellicles therefor; Containers specially adapted therefor; Preparation thereof
    • G03F1/92Originals for photomechanical production of textured or patterned surfaces, e.g., masks, photo-masks, reticles; Mask blanks or pellicles therefor; Containers specially adapted therefor; Preparation thereof prepared from printing surfaces

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Description

  • Verfahren zur direkten Herstellung von seitenrichtigen Schriftnegativen bzw. seitenverkehrten oder seitenrichtigen Positiven ohne photographische Reproduktion Um für die Offset- oder Tiefdruckkopie Schriftdiapositive zu erhalten, muß man .den Text wie im Buchdruck in Blei setzen. Von diesem Schriftsatz werden dann entweder sauber zugerichtete Abzüge auf Kunstdruckpapier hergestellt und über ein Prisma reproduziert oder auf transparente Folien aus Cellulosehydrat, Cellulosenitrat oder Kunststoffen gedruckt. Die Drucke müssen, um einigermaßen 'kopierfähige Deckung zu erhalten, mit fein gemahlener Bronze oder Ruß eingestaubt werden. Durch dieses Pudern und nicht zuletzt durch seitenverkehrtes Kopieren (Schrift steht seitenrichtig) wird die Schärfe des Schriftbildes ungünstig beeinflußt. Speziell bei Haarstrichen macht sich durch Unterstrahlung dieser Umstand ungünstig 1--,e-merkbar. Eine weitere Möglichkeit, Schriftsätze für Offset und Tiefdruck verwendbar zu machen., ist, daß man im Buchdruck auf Barytpapier Abzüge macht. Auch hiermit ist nur durch komplizierte Verfahren ein kopierfähiges, seitenverkehrtes Diapositiv zu erhalten.
  • Das neue Verfahren setzt sich zum Ziel, jede photographische Reproduktion über ein Objektiv vollkommen auszuschalten und dabei wirklich gut gedeckte, umkopierfä.hige, seitenrichtige Negative hzw. seitenverkehrte Positive in direktem Arbeitsgang zu erhalten. Das Verfahren arbeitet mit lichtempfindlicher Sillbersalzschiicht auf transparentem Papier, Celluloid, Kunststoff usw. Alle Manipulationen zur Herstellung des Negativs oder des Positivs können bei gedämpftem Tageslicht ausgeführt werden.
  • Zu diesem Zweck werden vom üblichen Schriftsatz im direkten Druck auf oben beschriebenes lichtempfindliches Material mit Druckfarbe Abzüge hergestellt. Diese Abzüge werden anschließend in einem Rapidentwickler vollkommen. geschwärzt. Die genaue Temperatur des Entwicklers und die Entwicklungsdauer spielen hierbei keine nennenswerte Rolle. Nach deren Entwickeln wird der Film kurz abgespült und mit einem gewöhnlichen Farblösungsmittel abgewaschen. Hierbei löst sich die Druckfarbe von den bedruckten Stellen. Diese Stellen, d lie denn Entwickler nicht zugäugig waren, erscheinen nun weiß und werden in einem normalen Fixierbad völlig geklärt. Nach dem Wässern und Trocknen ist der Film kopierbar. Bei diesem Verfahren wird die größtmögliche Schärfe des Schriftbildes erreicht.
  • Sollen jedoch in einem Arbeitsgang seitenverkehrte Positive geschaffen werden, so druckt man erst auf den Aufzug des Gegendruckes der Abziehpresse. Nach diesem Druckgang wird das zu bedruckende Material, Schicht zum Gegendruck, angelegt und nochmals durchgedruckt. Bei letzterem Druckgang überträgt sich das Schriftbild vom Aufzug .des Gegendrucks auf das lichtempfindliche Material. Diese so bedruckten Folien kommen nun zuerst ins Fixierbad. Nach dem Fixieren und Wässern wird wie oben mit Waschmittel abgewaschen. Dadurch werden die bedruckten und daher vom Fixierbad nicht erreichten Stellen freigelegt und bei der nachfolgenden Entwicklung geschwärzt.
  • Eine zweite Art direkter Herstellung von seitenverkehrten oder seitenrichtigen Positiven ist wie folgt: Das vorbelichtete und durch Entwicklung tiefgeschwärzte Material wird nun direkt oder indirekt, wie oben beschrieben, bedruckt. Nach dem Druck werden .,die unbedruckten Stellen mit einer entsprechenden Ätzflüssigkeit, Schwefelsäure mit Kaliumbichromat usw., vom Silber befreit und geklärt. Nach diesem Abätzen erübrigt sich bei dem Verfahren das Abwaschen der Farbe.
  • Außer den handelsüblichen Chemikalien wird zu allen diesen Verfahren nur ein besonders präpariertes Papier- oder Filmmaterial verwendet. Vorteile des Verfahrens: i. unbedingte Schärfe des Schriftbildes; 2. vollkommen gedeckte, schleierfreie Negative bzw. Positive, die keiner Nachbeharndlung, sei es durch Abschwächung oder Retusche, bedürfen; 3. alle Arbeitsgänge 'können ,beim gedämpften Tageslicht ausgeführt werden; es ist dadurch eine genaue C)erwachung möglich; 4. durch Ausschaltung von photographischer Aufnahme und Dunkelkammer'kanndie Herstellung der Negative bzw. Positive,in kürzester Frist erfolgen; 5. die einfache Handhabung verspricht große Wirtschaftlichkeit und gleichbleibende Qualität; selbst Fehldrucke auf das lichtempfindliche Material machen dieses nicht unbrauchbar; die Druckfarbe kann abgewaschen und die Folie wieder verwendet werden.
  • Als Vorlage für Herstellung der Schriftnegative ibzw. Positive kann natürlich auch eine durch Offset-, Steindruck oder Tiefdruck sowie Schreibmaschine hergestellte Schrift, evtl. Abbild und Zeichnungen, verwendet werden, ohne daß an der Arbeitsweise irgend etwas geändert zu werden braucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRLCHE: i. Verfahren zur direkten Herstellung von seitenrichtigen Negativen bzw. seitenverkehrten Schriftpositiven vom Schriftsatz oder ähnlichem ohne photographische Reproduktion, gekennzeichnet durch direkten oder indirekten Druck auf durchsichtiges, lichtempfindliches Material mittels Farbe oder ähnlicher Paste und nachheriger Behandlung im Entwickler oder Fixierbad oder umgekehrt und Auswaschen der aufgedruckten Farbe zwischen beiden Bä.derbehandlungen. z. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Drucken auf durchsichtiges, lichtempfindliches Material, das .durch Belichten und Entwickeln geschwärzt worden ist, und Herauslösen des S,il'bers an den unbedruckten Stellen. 3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch direkten Druck auf undurchsichtiges, lichtempfindliches Material zum Zweck nachträglicher photographischer Vergrößerung oder Verkleinerung des dadurch gewonnenen seitenrichtigen negativen Schriftbildes.
DE1950W0004677 1950-12-05 1950-12-05 Verfahren zur direkten Herstellung von seitenrichtigen Schriftnegativen bzw. seitenverkehrten oder seitenrichtigen Positiven ohne photographische Reproduktion Expired DE851460C (de)

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