DE85178C - - Google Patents

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DE85178C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B12/00Component parts, details or accessories not provided for in groups B61B7/00 - B61B11/00
    • B61B12/12Cable grippers; Haulage clips
    • B61B12/125Cable grippers; Haulage clips for non aerial ropeways, e.g. on or under the ground

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
KLASSE 20 tQi Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. August 1895 ab.
Diese Klemme soll dazu dienen, bei solchen Drahtseilbahnen, wo die auf Schienen laufenden Wagen mit dem über oder unter dem Wagen hinlaufenden endlosen Drahtseil verbunden sind, eine jederzeit leicht herstellbare und ebenso leicht lösbare Verbindung herzustellen. Die Klemme ist zunächst für derartig betriebene Streckenförderungen im Bergbetrieb bestimmt, wo die .bisher im gedachten Sinne angewendeten Verbindungen mehr oder weniger grofse Mängel hatten und bei vielen Verhältnissen gar nicht anwendbar waren. Die bisher übliche sogen. Gabelführung z. B., welche die Verbindung des Wagens mittelst einer vertical an der Stirnseite desselben befestigten Stange herstellt, die oben an das (Ober-)- Seil angreift, erfordert eine ziemlich tiefe Lagerung des Treibseiles, um keine zu langen Gabelstangen und infolge dessen sonst grofses Kippmoment zu erhalten; das Seil mufs also ziemlich niedrig über den Förderwagen hinlaufen, so dafs die Ueberladung, d. h. das Aufschütten des Fördergutes über die obere Randebene der Wagen nur in sehr beschränktem Mafse stattfinden kann; ferner ist die Möglichkeit des Schleifens des Seiles auf den Wagen bezw. deren Inhalt leicht möglich, mithin ein grofser Seilverschleifs unvermeidlich, der nur durch Anordnung zahlreicher Tragrollen einigermafsen gelindert werden kann. s eLetztere bieten aber den dabei vorbeipassirenden Kuppelungen der bisher üblichen Constrüctionen einen störenden Widerstand, ganz besonders bei scharfen Bahnkrümmungen mit seitlicher Seilführung. Auch bei unteren Seilführungen haben die bisher gebräuchlichen Verbindungen grofse Mängel, und ist die Ein- und Ausschaltung wegen der daselbst sich ergebenden ungünstigen räumliehen Verhältnisse mit grofsen Gefahren für den Arbeiter verknüpft.
Die vorliegende Klemme dagegen, die sich sowohl für Ober- als für Unterseilbetrieb anwenden läfst, erlaubt eine leichte gefahrlose Ein- und Ausschaltung, eine hohe Aufhängung des Drahtseiles , mithin eine beträchtliche Ueberladung der Wagen, die Ersparung vieler Tragrollen, ein leichtes Passiren derselben, wobei es gleichgültig ist, ob die Rolle vertical oder, wie bei Curvenstrecken, horizontal liegt; auch kann die Einrichtung so .getroffen werden, dafs die Ausschaltung an jeder beliebigen Stelle der Strecke selbstfhätig erfolgt.
In den beiliegenden Zeichnungen ist in Fig. ι bis ίο eine Klemme für Oberseilbetrieb, in Fig. Ii bis ig eine solche für Unterseilbetrieb dargestellt, welche beide auf demselben Princip beruhen.
Die erstere ist in ihren verschiedenen einzelnen Theilen, sowie zusammengesetzt, im gelösten und im wirkenden Zustande gezeichnet. Dieselbe besteht aus den drei Theilen A, B und C. Der Theil B bildet ein in der Mitte hakenförmig ausgekröpftes Stück (s. Fig. i), dessen Kerbe F einen dem Durchmesser des Treibseiles entsprechenden Radius hat. Unten läuft B in ein Oehr M aus, in welches eine andererseits oben am Wagenrand angeschlossene, beiderseits mit Oehren versehene Verbindungsstange befestigt wird; der Zweck ,des pflugscharartigen Ansatzes E wird später erläutert werden. Oben bei D ist B mit dem Hebel A durch einen Gelenkbolzen verbunden; Fig. ι zeigt die Verbindung beider Theile von vorn, Fig. 5 von der einen Seite; Fig. 7 zeigt Fig. 5 von der Rückseite. Der Hebel A läuft in einen Handgriff N aus und ist am anderen
Ende als ein ausgenuthetes Prisma gestaltet, welches das Gelenka'uge von B in sich aufnimmt; die eine Seite desselben (s. Fig. 5) ist unterhalb des Gelenkes D verlängert, am Ende radial zu D abgerundet und in einem als Kreissegment gestalteten Ansatz von B geführt, während der andere Seitentheil von A die durch Fig. 7 gekennzeichnete Gestaltung hat. Bei -D1 ist das Stück C mittelst Gelenkbolzen angehängt; dasselbe ist in Fig. 3 von der Seite, in Fig. 2 im Grundrifs, in Fig. 4 von hinten gesehen dargestellt. Dasselbe besteht aus zwei hakenartigen Seitentheilen HH, die durch Stege L1 L? mit einander verbunden sind (Fig. 2); nach oben laufen die Theile H in Spitzen aus. Fig. 8 zeigt C an B angehängt, also die vollständige Klemme. Der Schwerpunkt von C veranlafst die Stellung dieses Stückes, wenn B senkrecht gehalten wird, wie sie Fig. 8 zeigt.
Um die Kuppel einzuschalten, verfährt man wie folgt: Dieselbe liegt, mit der Oese M durch die oben erwähnte Verbindungsstange am oberen Rande des Wagens befestigt, oben auf dem Wagen (Fig. 10). Man ergreift dieselbe beim Griff N, schlägt die Verbindungsstange zurück, so dafs sie in schräger Stellung, wie in Fig. 10 punktirt, zu liegen und das Maul F gegenüber dem in der Pfeilrichtung sich bewegenden Seil 5 zu liegen kommt. In dieser durch Fig. 8 hinsichtlich der Klemme dargestellten Stellung liegen die oberen Hakenansätze H von C tiefer wie die entsprechende Kerbe F des Stückes B. Es bedarf also nach horizontaler Bewegung der Klemme nach S hin, also nach Erreichung der Stellung Fig. 8, eines senkrechten Druckes auf A bezw. B, um die oberen Ansätze von C zu einer rechtsseitigen Bewegung von C um den Punkt D1 zu veranlassen, wodurch diese Ansätze H in senkrechter Stellung bezw. in dieselbe Ebene des Auges von D, d. h. gegenüber der mittleren Nuth von A gebracht werden. Diese Stellung ist durch Fig. 9 gekennzeichnet, wo alsdann das Seil S ganz von dem Maul C gefafst und in F eingeprefst wird. Diese Stellung wird nun dadurch gesichert, dafs man Hebel AN herumschlägt und in waagerechte Lage bringt, wie aus Fig. 6 zu ersehen; die rechte Spitze H wird durch die innere Aussparung von A an jeder Bewegung verhindert (s. a. Fig. g, wo A im Querschnitt gezeichnet), während die seitliche Verlängerung von A jenseits des Drehpunktes D in ihrer nun waagerechten Lage die dahinter liegende Spitze H an einer Bewegung hindert. Die Unterkante von A legt sich auf die Kanten H1 auf. Da das Loch D1 (Fig. 1) länglich gestaltet ist, so ist beim Aufdrücken des Hebels A N gegen die seitlich keilförmig gestalteten Ansätze H ein Hebel des Stückes C nach oben, mithin ein sehr festes Einklemmen des Seiles S zwischen die Klauenhälften möglich, welches sogar, da die beiden Seitentheile von C zwischen sich unten eine Oeffhung lassen, eine Durchbiegung des Seiles veranlafst. Zur Lösung der Verbindung bedarf es nur eines Schlages gegen den Hebel N, um denselben zu heben, die Spitzen HH und dadurch das Seil freizugeben. Diese Lösung kann auch mechanisch dadurch erfolgen, dafs man in der Bahn von N ein Hindernifs, einen Anschlag, anbringt; die Klemme löst sich dann aus, und das Seil läuft unbehelligt weiter. Was den oben schon erwähnten Ansatz E anbetrifft, so ist dessen Zweck, der Klemme das Passiren der Leitrollen zu ermöglichen. Die hierzu geeignetsten Rollen haben zwei Seilrillen, wie bei dem in Fig. 9 unten punktirt angegebenen Scheibenprofil angegeben. Für gewöhnlich läuft das Seil über der Nuth von geringerem Durchmesser, die deshalb in Fig. 9 auch senkrecht unter dem Seil S liegt. Kommt nun das Seil mit der Klemme in die Pfeilrichtung (Fig. 5), so berührt die äufserste Spitze von E den Umfang der Rolle an einer unterhalb des Scheitels derselben liegenden Stelle; die pflugscharartige windschiefe Gestaltung der Seitenfläche von E veranlafst dabei eine Verdrehung des Seiles und eine gleichzeitige Hebung desselben, so dafs die Ansätze L in die andere Nuth von O, jene von gröfserem Durchmesser zu liegen kommen und die Klemme, auf LL gestützt, die Rolle passirt, so dafs der Ansatz E und die Oese M mit der beweglich daran befestigten Zugstange in annähernd waagerechter Stellung den Scheitel der Rolle passiren kann, und das Seil während dessen völlig von der Tragnuth abgehoben ist, ohne dafs ein Herabfallen des Seiles zu befürchten wäre, da die Klemme mit den Punkten L mit der Rolle dabei in Verbindung bleibt. Ebenso verhält sich das Passiren seitlicher waagerechter (Krümmungs-) rollen, wie aus dem links bei Fig. 9 angegebenen punktirten Profil ohne Weiteres hervorgeht.
Die Klemme für Betrieb mit unterer Seilführung ist in den Fig. 11 bis 19 dargestellt. Dieselbe besteht ebenfalls aus drei, wesentlichen Theilen, dem Haupttheil G, welcher in Fig. 11 von der Seite, in Fig. 12 von vorn, in Fig. 17 im Grundrifs dargestellt und unten hakenartig zur Aufnahme des Drahtseiles gestaltet ist; der obere Winkelansatz bildet eine Oese b zur Aufnahme der Zugstange, welche die Klemme mit dem Wagen verbindet. Das Auge P1 dient zur Aufhängung des Stückes J, welches in Fig. 16 in Ansicht, in Fig. 15 im Querschnitt gezeichnet ist und im allgemeinen in seiner Wirkung und Bauart ganz dem Theil C (Fig. 1 bis 1 o) entspricht ; wird dasselbe in P1 angebolzt, so hängt es frei nach unten in der in Fig. 11 punktirt angegebenen Lage. Die Ansätze gg (Fig. 16) liegen alsdann rechts und links von G, und zwar legt sich der linke Ansatz in den oberen,
inwendig hohlen Winkeltheil S neben b ein. In P wird der Hebel K (Fig. 3, 4 und 8) seinem Zweck und seiner Bauart nach dem Stück A, Fig. ι bis ι o, entsprechend, eingelenkt. Die Augen P P bilden hier die Seitenwände eines Schlitzes, in welchen das Auge P2 Platz findet; über jenes nach links hin setzt sich K in einen Ansatz fort, während das andere Ende einen Griff bildet, in welchem der mit Klaue il versehene Winkelhebel Q drehbar befestigt ist, der durch eine Gegenfeder nach unten gedrückt wird. Die Klaue il entspricht einer seitlichen Nase i des Stückes J.
Der Gebrauch der Klemme ist genau wie jener der zuerst beschriebenen. Hängt das Stück G, wie in Fig. 11 punktirt, nach unten und steht der in P eingelenkte Hebel K senkrecht, so liegt sein jenseits von P1 liegender Fortsatz senkrecht nach unten im Schlitz von G; fafst man nun die Klemme beim Griff K und führt sie gegen das Drahtseil, dafs dieses in- das Maul einspringt, und drückt hierauf die Klemme abwärts, so wird auch hier das Stück J eine Drehbewegung um P1 machen, so dafs die Ansätze g aus der punktirten Stellung der Fig. 11 nach rechts in die Ebene des (rechten) Auges P (Fig. 11) kommen; dreht man nun Kj waagerecht, so kommt die Verlängerung von K oben in den Schlitz zu liegen, wie Fig. 18 zeigt, und legt sich -vor die linke Spitze g, während die andere rechte Spitze g in. eine entsprechende Höhlung der Unterseite von K zu liegen kommt. Die Klaue i1 springt hierbei hinter die Nase i und sichert die Verbindung , wie sie durch Fig. 18 dargestellt ist, wo das Stück K oben zum Theil im Schnitt gezeichnet ist, während Fig. 19 eine Seitenansicht mit dem im Punkt P geschnittenen Hebel K darstellt. Da auch hier die Seitenflächen von g g keilförmig gestaltet sind, so wird die klemmende Wirkung der Klaue auch hier durch den auf K ausgeübten Druck erhöht. Um bei der unteren Seilführung ein bequemes Kuppeln zu ermöglichen, kann an den betreffenden Stellen der Strecke zwischen den Schienen auf der Sohle · des Ganges ein Hülfsstück angebracht werden, welches ein Stück der in Fig. 1 bis 10 dargestellten Tragrolle ν im geraden abgewickelten Zustande darstellt; man setzt in die eine Rille desselben das Stück J mit seinen Nasen / auf (Fig. 19), drückt den Hebel K seitlich, fängt dadurch das Seil und schliefst, während J mit der äufseren Maulkante nun in der anderen Nuth liegt, die Klemme durch Herumschlagen des Hebels K. Auch hier passiren die Klemmen die Tragrollen in der schon oben beschriebenen Weise; das Ausschalten der Klemme kann auch hier mit der Hand oder mechanisch geschehen. Da jedoch ein Zugreifen bei der geringen Entfernung von K Q von der Sohle bezw. vom Drahtseil schwierig und gefährlich sein würde, so wird der Griff K aus seiner senkrecht über dem Seil befindlichen Lage dadurch in eine waagerechte, alsdann von der Seite leicht zugängliche Lage gebracht, dafs man kurz vor dem Ende der Strecke oder sonst ,an den Halteplätzen Anschläge aufstellt, über welche oder an welchen vorbei die windschiefe Fläche/ (Fig. 13) gleiten mufs, wobei sich die Klemme im gewünschten Sinne verdreht; ein anderer Anschlag kann dann hierauf den Hebel aufschlagen, d. h. in die senkrechte Stellung bringen und die Auslösung bewirken.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Seilklemme für Streckenförderung, bestehend aus einem mit seitlicher Kerbe (F) versehenen Stück (B), an welches ein klauenartiges Hakenstück (C) pendelnd aufgehängt ist, welches mit der Kerbe des Stückes (B) zusammen ein zangenartiges Maul bildet und nach oben hin mit einem oder mehreren Ansätzen (H) versehen ist, während oben an das Stück (B) ein mit Schlitz versehener Hebel gelenkig angeschlossen ist, der die Ansätze (H) des Klauenstückes durch einen Schlitz in eine die Klemmwirkung (^von F und C) bedingende Lage hält und letztere Theile gegen einander preist, sobald -die Ansätze (H) in die Ebene des Schlitzes gebracht und der Hebel über die Ansätze gedreht wird.
2. Eine Seilklemme der durch Anspruch 1 geschützten Art, gekennzeichnet durch eine Gleitfläche (E), welche beim Passiren einer Tragrolle den Mitnehmer so um die Axe des Seiles dreht, dafs der Mitnehmer und das Drahtseil aus der Rille der Tragrolle gehoben und ersterer mit Gleitrippen (L) des Stückes (C) in eine Nebenrille der Seiltragrolle überführt wird.
3. Eine Seilklemme der durch Anspruch 1 geschützten Art, bei welcher das Kerbenstück (B) winklig gestaltet ist und bei dem der Hebel (K, Fig. 11 bis 19) mit einem Winkelhebel (Q) verbunden ist, der, durch eine Feder (von K) abgedrückt, mit seinem Klauenende (i1) unter eine seitliche Nase des Stückes (C bezw. J) greift, sobald das Klauenstück (J) in die klemmende Stellung (gegen G) gebracht wird und die Ansätze (g) des Stückes (J) durch Umlegung des Hebels (K) in der die Klemmung bewirkenden Stellung erhalten werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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