DE8519601U1 - Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Wickeln von zwei Drähten - Google Patents

Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Wickeln von zwei Drähten

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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F41/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties
    • H01F41/02Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets
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    • H01F41/06Coil winding
    • H01F41/094Tensioning or braking devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
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Description

Siemens Aktiengesellschaft Unser Zeichen
Berlin und München VPA 3 5 G 4 O A
Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Wickeln von zwei Drähten
Beim Wickeln von elektrischen Drähten zu Spulen ist es erforderlich, daß der Draht beim Wickeln mit möglichst konstantem Zug auf den Wickelkörper aufläuft, damit auf dem Spulenkörper eine Spule mit vollkommener Lage d-τ Windungen entsteht; außerdem wird durch einen konstanten Drahtzug sichergestellt, daß der aufzuwickelnde Draht nicht beschädigt wird und auch nicht reißt. Um dies zu erreichen, wird der Draht in der Regel über eine Drahtbremseinrichtung geführt, die unter anderem eine Seilscheibe enthält. Der Draht ist meist mehrfach um die Seilscheibe geschlungen, die aufgrund von auf sie wirkenden, fest eingestellten oder steuerbaren Bremskräften für einen weitgehend konstanten Drahtzug beim Wickeln sorgt.
Aus Rationalisierungsgründen und auch zur Erzielung einer Spule mit zwei elektrisch symmetrischen Wicklungen wird häufig eine Wickelvorrichtung eingesetzt, bei der zwei Drähte gleichzeitig gewickelt werden. Bei einer derartigen Wickelvorrichtung wird für die beiden zu wickelnden Drähte eine Drahtbremseinrichtung vorgesehen, die für jeden Draht mit einer Seilscheibe versehen ist, um die der jeweilige Draht geführt ist} außerdem enthält die Drahtbremseinrichtung für jede Seilscheibe eine Bewegjngssteuereirrichtung, mit der die Drehbewegung der Seiicheibe so beeinflußt werden kann, daß eine möglichst konstante Drahtzugspannung beim Wickeln der Drähte entsteht. Das Vorsehen einer Drahtbremseinrichtung mit zwei Bewegungs-Steuereinrichtungen hat nicht nur den Nachteil eines verhältnismäßig hohen Aufwandes, sondern führt mitunter auch
Kr 3 Un / 01.07.1985
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_2- VPA 8 56 A 04
zu Piätzproblemen bei ihrer Anordnung in der' Wickelvorrichtung. Darüber hinaus ist häufig durch die beiden Bewegungssteuereinrichtungen die Zugänglichkeit zu den Wickelkörperh bzw. Spulen in der Wickelvorrichtung beeinträchtigt.
Um diesen Nachteilen zu begegnen, konnte man daran denken, die beiden gleichzeitig zu wickelnden Drähte um eine gemoi ncamo QoUcohoiho »π fi'ihron Hpt rlann niinh nur eine
einzige Bewegungsteuereinrichtung zuzuordnen wäre. Eine derartige Wickelvorrichtung hätte aber den Nachteil, daß sich eine definierte Drahtzugspannung für die beiden Drähte nicht erzielen ließe, weil von jeweils etwas unterschiedlichem Wickelgrund und Verlegeweg auszugehen ist, was ungleiche Drahtlängen und damit unterschiedliche Drahtzugspannungen bewirkt. Darüber hinaus würde im Falle eines Drahtrisses der gerissene Draht durch die sich weiterhin drehende Seilscheibe unkontrolliert mitgeschleppt werden, was zu einer Beschädigung der gesamten Wickelvorrichtung führen könnte.
Diese Gefahr besteht auch dann, wenn bei Verwendung einer einzigen Seilscheibe die beiden zu wickelnden Drähte in getrennten Laufrillen geführt würden. Außerdem könnte bei Verwendung einer gemeinsamen Seilscheibe nur mit Schwierigkeiten erkannt werden, ob ein Draht gerissen ist, weil die Seilscheibe durch den weiterhin aufgewickelten zweiten Draht in Drehbewegungen versetzt würde.
Die Neuerung geht von einer Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Wickeln von zwei Drähten mit einer Drahtbremseinrichtung aus, die für jeden der beiden Drähte eine Seilscheibe aufweist, und setzt sich die Aufgabe, eine derartige Wickelvorrichtung hinsichtlich der Bremseinrichtung so zu verbessern, daß diese nicht nur mit verhältnismäßig geringem Aufwand herstellbar ist, sondern auch bei einem Riß eines der beiden zu wickelnden Drähte eine Gefährdung der gesamten Wickelvorrichtung ausschließt.
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Zur Losung dieser Aufgabe sind bei einer solchen Wickelvorrichtung neuerungsgemäß die Seilscheiben Bestandteile eines Differentialgetriebes, indem sie die beiden Antriebs-.glieder des Differentialgetriebes bilden; das Antriebsglied des Differentialgetriebes ist auf der Ausgangswelle einer einzigen Bewegungssteuereinrichtung befestigt.
Ein wesentlicher Vorteil der neuerungsgemäßen Wickelvor-τϊηΚ<·ιιηπ hncf ohf Ηοτ^η H ο Π CTO trntj 2WSiS1* S°ilcChsibSH
mit einer einzigen Bewegungssteuereiririchtung auskommt, da die Seilscheiben ihrer Drahtbremseinrichtung Bestandteile eines Differentialgetriebes sind, dessen Antriebsglied mit der Ausgangswelle der Bewegungssteuereinrichtung verbunden ist. Dies führt zu einem verhältnismäßig geringem Her-Stellungsaufwand der neuerungsgemäßen Wickelvorrichtung. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Drahtbremseinrichtung der neuerungsgemäßen Wickelvorrichtung einen verhältnismäßig geringen Raumbedarf hat, so daß durch die Drahtbremseinrichtung nur ein verhältnismäßig geringer Raumbedarf im Rahmen der neuerungsgemäßen Wickelvorrichtung besteht, der die Handhabung der Wickelvorrichtung erleichtert. Ein zusätzlicher Vorteil der neuerungsgemäßen Wickelvorrichtung ist darin zu sehen, daß beim Reißen eines der beiden aufzuwickelnden Drähte aufgrund der Bestandteile eines Differentialgetriebes bildenden Seilscheiben die den gerissenen Draht tragende Seilscheibe rückwärts läuft, so daß der gerissene Draht nicht in die Wickelvorrichtung weiter eingeschleppt werden kann; eine Gefährdung der gesamten Wickelvorrichtung durch einen gerissenen Draht ist daher weitestgehend ausgeschlossen.
Bei der neuerungsgemäßen Wickelvorrichtung kann das einen wesentlichen Teil der Drahtbremseinrichtung bildende Differentialgetriebe in unterschiedlicher Weise ausgeführt sein. Als besonders vorteilhaft wird es jedoch im Hinblick auf einen möglichst geringen Herstellungsaufwand angesehen, wenn
- a - VPA 8 5 6 4 O 4 9
die parallel ausgerichteten Seilscheiben auf ihren einander zugewandten Seiten einen Zahnkranz tragen und Wenn das ArW triiübsglied des Differentialgetriebes von einem radialen Lagerzapfen mit einem Zahnrad gebildet und in die Zahnkränze eingreifend gehalten ist.
Ferner wird es als vorteilhaft erachtet, wenn der Lagerzapfen auf einer auf der Ausgangswelle der Bewegungssteuerpinrirhtunn annphrarhten flntTiohccphoiho 1 ί onf i.inrl aiiF Hbi>
Antriebsscheibe die Seilscheiben drehbar gelagert sind* Dies führt zu einem verhältnismäßig einfachen konstruktiven Aufbau.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Antriebsscheibe ein Teil eines Impulsgebers trägt, dessen anderes Teil in der Bewegungssteuereinrichtung untergebracht ist. Durch diese Ausgestaltung läßt sich nämlich ein Riß eines der beiden aufzuwickelnden Drähte signalisieren, weil in einem solchen Fall die Antriebsscheibe aufgrund der gebremsten Ausgangswelle der Bewegungssteuereinrichtung stehen bleibt; fehlende Impulse können in der Bewegungssteuereinrichtung dann als ein Drahtriß erfaßt werden.
Zur Erläuterung der Neuerung ist in der Figur teilweise in einer Seitenansicht und teilweise im Schnitt ein Ausführungsbeispiel einer Drahtbremseinrichtung der neuerungsgemäßen Wickelvorrichtung dargestellt. Die Drahtbremseinrichtung kann dabei Bestandteil einer Wickelvorrichtung mit einem prinzipiellen Aufbau sein, wie er beispielsweise in der DE-OS 29 51 917 beschrieben und dargestellt ist; auch die Lage der Bremseinrichtung innerhalb der Wickelvorrichtung ist dann etwa so, wie sie in der genannten Druckschrift beschrieben ist.
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Die in der Figur dargestellte Drahtbremseinrichtung enthält eine Bewegungssteuereinrichtung 1, die eine Ausgangswelle 2 jf aufweist. Die Drehbewegungen der Ausgangswelle 2 können in I Abhängigkeit Von der Drahtzugspannung mittels einer elektrof 5 nischen Schaltungsanordnung in der Weise gesteuert werden, K wie dies beispielsweise in der DE-OS 29 51 917 im einzelnen
beschrieben ist; in konstruktiver Hinsicht kann dabei die Bewegungssteuerung der Ausgangswelle 2 unter anderem auch auf tsl e^-trnmannot i cr>hom WpnR nRSChfiben-
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' Auf der Ausgangswelle 2 der Bewegungssteuereinrichtung 1 ist
ι eine Antriebsscheibe 3 befestigt, die an ihrem äußeren Um-■;; fang einen radialen Lagerzapfen 4 trägt. Auf diesem radialen
Lagerzapfen 4 ist ein Zahnrad 5 gelagert, das als Stirnrad 15 ausgebildet ist. Am äußeren Umfang der Antriebsscheibe 3 W sind über Kugellager 6 und 7 Seilscheiben 8 und 9 drehbar gelagert. Jede der beiden Seilscheiben 8 und 9 weist einen Zahnkranz 10 bzw. 11 auf, in die das Zahnrad 5 auf dem Lagerzapfen 4 eingreift. Am äußeren Umfang weist jede Seil-■i. 20 scheibe 8 bzw. 9 eine Laufrille 12 bzw. 13 auf, in denen aufzuwickelnde Drähte 14 bzw. 15 die Seilscheiben 8 bzw. 9
zweimal umschlingend geführt sind.
Jeder der beiden aufzuwickelnden Drähte 14 bzw. 15 läuft in J 25 einer in der Figur nicht erkennbaren Lage auf die Seil- ^ scheiben 8 und 9 auf, wird von diesen Seilscheiben in "f Richtung des Pfeiles 16 abgezogen und läuft dann auf einen 1 oder zwei nicht dargestellte Spulenkörper unter Bildung je-
h weils einer Wicklung auf.
I 30
Die Antriebsscheibe 3 enthält ferner ein Teil 17 eines Impulsgebers, dessen anderes Teil 18 an der Bewegungssteuereinrichtung 1 gehalten ist. Das eine Teil 17 des Impulsgebers kann beispielsweise ein Permanentmagnet sein, während 35 das andere Teil 18 des Impulsgebers von einem Schutzgaskontakt gebildet sein kann. Bei einer Drehbewegung der An-
85G 404 9 j
triebsscheibe 3 wird dann der Schutzgaskontakt 18 bei jeder \ Umdrehung einmal betätigt und verursacht dadurch eine f
Signalgabe an die Bewegungssteuereinrichtung 1. ;
Während des Wickeins der beiden Drähte 14 und 15 zu einer Spule mit zwei Wicklungen oder zu zwei Spulen werden die beiden Seilscheiben 8 und 9 gleichsinnig durch die abgezogenen Drähte 14 und 15 gedreht. Über die Ausgangswelle 2 der Bewegungssteuereinrichtung 1 wird auf den radialen Lagerzapfen 4 ein Bremsmoment übertragen, das sich über das | Zahnrad 5 zu gleichen Teilen den beiden Seilscheiben 8 und 9 1 mitteilt; dies ist auch Jann der Fall, wenn die beiden |
Seilscheiben 8 und 9 umschlingenden Drähte 14 und 15 mit | unterschiedlicher Geschwindigkeit abgezogen werden.
Reißt einer der beiden Drähte, zum Beispiel der Draht 14, dann fehlt auf der der Seilscheibe 8 zugewandten Seite des Zahnrades 5 die Gegenkraft für das Momentengleichgewicht und damit die Mitnahme des radialen Lagerzapfens 4; die Antriebsscheibe 3 bzw. die Ausgangswelle 2 bleibt stehen. Es werden dann von dem aus den Teilen 17 und 18 bestehenden Impulsgeber keine Impulse mehr erzeugt, was in der Bewegungssteuereinrichtung 1 als ein Drahtriß erkannt wird.
Trotz gerissenen Drahtes 14 wird von dem weiterhin abgezogenen Draht 15 die Seilscheibe 9 weiterhin gedreht. Dies führt infolge des stillstehenden radialen Lagerzapfens 4 zu einem rückwärtsgerichteten Antrieb der Seilscheibe 8 mit dem gerissenen Draht 14, weil der stillstehende Lagerzapfen 4 mit seinem Zahnrad 5 in den Zahnkranz der Seilscheibe 8 eingreift. Der gerissene Draht 14 kann dann nicht in unerwünschter Weise in die Wickelvorrichtung transportiert werden.
1 Figur
4 Ansprüche
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Claims (3)

--ι- 8 5 6 4 0 4 9 Schutzansprüche
1. Wickelvorrichtung zum gleichzeitigen Wickeln von zwe.i Drähten mit einer Drahtbremseinrichtung, die für jeden der beiden Drähte eine Seilscheibe aufweist, dadurch gekennzeichnet , daß die Seilscheiben (&, 9) Bestandteil eines Differentialgetriebes sind, indem sie die beiden Abtriebsglieder des Differentialgetriebes bilden, und daß das Antriebsglied des Differentialgetriebes auf der Ausyangswelle (2) einer einzigen Bewegungssteuereinrichtung (1) befestigt ist.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die parallel ausgerichteten Seilscheiben (8, 9) auf ihren einander zugewandten Seiten einen Zahnkranz (10, 11) tragen und daß das Antriebsglied des Differentialgetriebes von einem radialen Ldcerzapfen (A) mit einem Zahnrad (5) gebildet und in die Zahnkränze (10, 11) eingreifend gehalten ist.
3. Wickelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Lagerzapfen (A) auf einer auf der Ausgangszeile (2) der Bewegungssteuereinrichtung (1) angebrachten Antriebsscheibe
(3) liegt und daß auf der Antriebsscheibe (3) die Bremsscheiben (8, 9) drehbar gelagert sind.
A. Wickelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsscheibe (3) ein Teil (17) eines Impulsgebers trägt und daß der andere Teil (18) des Impulsgebers an der Bewegungssteuereinrichtung (1) gehalten ist.
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