DE853191C - Blindenleitgeraet - Google Patents

Blindenleitgeraet

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DE853191C
DE853191C DET750A DET0000750A DE853191C DE 853191 C DE853191 C DE 853191C DE T750 A DET750 A DE T750A DE T0000750 A DET0000750 A DE T0000750A DE 853191 C DE853191 C DE 853191C
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blind
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Claus Dr Timm
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B21/00Teaching, or communicating with, the blind, deaf or mute
    • G09B21/001Teaching or communicating with blind persons
    • G09B21/006Teaching or communicating with blind persons using audible presentation of the information

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Description

  • Blindenleitgerät Die Erfindung bezieht sich auf Blindenleitgeräte, und zwar auf solche Geräte, bei denen ein Ultraschall-Echoverfahren zur Selbstorientierung von Blinden angewandt wird.
  • Die für dieses bekannte Verfahren angewandten Geräte besitzen einen in seinem Schwingungsknoten helagerten Stählstal>, der intermittierend von einem Elektromagneten angeschlagen @vird und auf diese Weise als Schallsender dient. Das Gerät, (las von dem Blinden in der Hand getragen wird, ist nun außerdem mit einem Kristallmikrophon ausgestattet, welches die von dem Stahlstah angegebenen und von einem Hindernis, z. 1>. einer Wand, reflektierten Schallimpulse aufnimmt.
  • Die hei diesen bekannten Blindenleitgeräten verwendeten, Frequenzen liegen zwischen iS und 6o kHz. Hierdurch ergeben sich beträchtliche Nachteile. Da nämlich die erforderlichen hohen Schallfrequenzen oberhalb der Hörharkeitsgrenze des menschlichen Ohres liegen, ist es bei bekannten Geräten nötig, die von den Kristallmikrophonen aufgenommenen Impulse auf Hörfrequenz zu transformieren. Durch die für diese Transformation erforderlichen Apparaturen, z. B. Überlagerungsanordnungen, wird aber das Gewicht und die Handlichkeit des ganzen Blindenleitgerätes äußerst ungünstig beeinträchtigt.
  • Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Blindenleitgeräte besteht noch darin, daß der Blinde bei Verwendung des Gerätes von der übrigen Hörwelt akustisch isoliert wird, da er ja lediglich ein monotones Warnsignal hört, aber von den übrigen Tönen und Geräuschen seiner Umwelt, die zu seiner Orientierung bedeutend beitragen, abgeschnitten ist.
  • Ferner erweist es sich als besonders nachteilig, daß nur ein einziges Mikrophon in den bekannten Geräten verwendet wurde, da hierdurch keine unmittelbare räumliche Orientierung möglich ist.
  • Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Blindenleitgeräte auf vorteilhafte Weise vermieden. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, -daß Schallwellen mit Frequenzen von 2o bis Zoo kHz, die an sich oberhalb der Hörbarkeitsgrenze des menschlichen Ohres liegen, doch wahrnehmbar sind, wenn sie dem Hörorgan nicht durch die Luft, sondern durch Knochenleitung zugeführt werden.
  • Das Blindenleitgerät nach der Erfindung besteht, wie die bekannten Geräte, aus einem Schallsender und je einem Mikrophon für jede Körperseite. Im Gegensatz zu den bekannten Geräten aber sind Mittel vorgesehen, durch welche die vom Schallsender abgegebenen Schallimpulse, deren Frequenzen oberhalb der Hörbatkeitsgrenze bei Luftleitung und unterhalb der Hörbarkeitsgrenze bei Knochenleitung liegen, nach Reflektion an irgendwelchen Hindernissen von den Mikrophonen aufgenommen und ohne Frequenztransformation durch Knochenleitung den Hörorganen zugeführt werden.
  • Durch die Erfindung wird erreicht, daß die komplizierten Frequenztransformationsgeräte, wie Überlagerungsanordnungen, einschließlich ihrer Stromquellen überflüssig werden. Dadurch werden die Blindenleitgeräte, die ja doch von den Blinden getragen werden müssen, wesentlich leichter und handlicher.
  • Ferner wird der wesentliche Vorteil erzielt, daß die gewohnte akustische und taktile Umwelt des Blinden nicht beeinträchtigt wird. Es wird lediglich die akustische Umwelt durch die wahrgenommenen Warnsignale bereichert.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung besteht der Sender aus einem 2 bis 6 mal pro Sek. mechanisch angeschlagenen Klangstab. Bei diesen Impulszahlen wird erfahrungsgemäß ein Optimum der Richtungswahrnehmung erzielt. Als Empfänger dienen für jede Körperseite je ein Mikrophon, z. B. ein Kristallmikrophon, an welches je ein zweckmäßig mit Zwergröhren ausgestatteter Verstärker angeschlossen ist. Die verstärkten Stromimpulse beider Stromkreise werden unabhängig voneinander je einem an sich bekannten Knochenhörer, der auf den Warzenfortsatz hinter jedem Ohr aufgesetzt ist, zugeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Blindenleitgerät, bestehend aus einem Schallwellen abgebenden Sender und Mikrophonen, dadurch gekennzeichnet, daß Schallwellen verwendet werden, deren Frequenzen oberhalb der Hörbarkeitsgrenze bei Luftleitung und unterhalb der Hörbarkeitsgrenze bei Knochenleitung liegen, und daß Mittel vorgesehen sind, durch welche die von den Mikrophonen aufgenommenen Schallimpulse, gegebenenfalls nach Verstärkung, auf dem Wege der Knochenleitung den Hörorganen zugeführt werden. z. Blindenleitgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Ultraschallsender ein 2 bis 6 mal pro Sek. mechanisch angeschlagener Klangstab dient. 3. Blindenleitgerät nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Mikrophon für jede Körperseite verwendet wird, an welches je ein zweckmäßig mit Zwergröhren ausgestatteter Verstärker angeschlossen ist, dessen Ausgangsimpulse einem Knochenhörer für jeweils dieselbe Körperseite zugeführt werden. Angezogene Druckschriften: Dr. L. Bergmann »Der Ultraschall in seiner Anwendung in Wissenschaft und Technik«, Ausgabe i99, S. 51 ff.
DET750A 1950-04-22 1950-04-22 Blindenleitgeraet Expired DE853191C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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