CH214420A - Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache für Schwerhörige und Taube. - Google Patents
Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache für Schwerhörige und Taube.Info
- Publication number
- CH214420A CH214420A CH214420DA CH214420A CH 214420 A CH214420 A CH 214420A CH 214420D A CH214420D A CH 214420DA CH 214420 A CH214420 A CH 214420A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- designed
- funnel
- speech
- ear
- self
- Prior art date
Links
- 206010011878 Deafness Diseases 0.000 title claims description 8
- 206010048865 Hypoacusis Diseases 0.000 title description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 4
- 229920002160 Celluloid Polymers 0.000 claims description 2
- 240000007817 Olea europaea Species 0.000 claims description 2
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 2
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 claims 4
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 2
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 claims 1
- 230000001020 rhythmical effect Effects 0.000 description 4
- 208000032041 Hearing impaired Diseases 0.000 description 3
- 208000016354 hearing loss disease Diseases 0.000 description 2
- 230000035807 sensation Effects 0.000 description 2
- 231100000895 deafness Toxicity 0.000 description 1
- 210000000188 diaphragm Anatomy 0.000 description 1
- 210000000883 ear external Anatomy 0.000 description 1
- 210000005069 ears Anatomy 0.000 description 1
- 210000003128 head Anatomy 0.000 description 1
- 210000000867 larynx Anatomy 0.000 description 1
- 210000000088 lip Anatomy 0.000 description 1
- 210000004874 lower jaw Anatomy 0.000 description 1
- 210000004072 lung Anatomy 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 230000033764 rhythmic process Effects 0.000 description 1
- 210000001584 soft palate Anatomy 0.000 description 1
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 1
- 210000003454 tympanic membrane Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F11/00—Methods or devices for treatment of the ears or hearing sense; Non-electric hearing aids; Methods or devices for enabling ear patients to achieve auditory perception through physiological senses other than hearing sense; Protective devices for the ears, carried on the body or in the hand
- A61F11/30—Non-electric hearing aids, e.g. ear trumpets, sound amplifiers or ear-shells
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Biophysics (AREA)
- Otolaryngology (AREA)
- Psychology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Vascular Medicine (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Prostheses (AREA)
Description
Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache für Schwerhörige und Taube.
Jede Hörschädigung wirkt sich für den davon betroffenen Menschen in-doppelter Hinsicht aus :
1. Der Gehörgeschädigte hört nur noch unvollkommen oder überhaupt nicht, was Fremde zu ihm sagen.
2. Hört er auch sich selbst nur mangelhaft oder gar nicht mehr und verliert damit die Selbstkontrolle über die Eigensprache.
Hörmittel, die das Fremdverstehen und damit den mündlichen Verkehr für den Gehörgeschädigten wieder herstellen wollen, gibt es viele. Dagegen gibt es keinen Apparat, der Gehörgeschädigten, besonders Ganztauben, das Verstehen der Eigensprache und damit die Selbstkontrolle beim Sprechen auf nachfolgend beschriebener Grundlage ermög- lichen würde.
Wenn wir die gesprochene Sprache wie irgendeinen Gegenstand unserer Erkenntnis betrachten, gelangen wir zu folgender Unter scheidung : 1. Die primaire Bewegungsform der Sprache.
Beim Sprechen führen wir eine Summe von Sprechbewegungen aus, wobei als innervierte Organe Zwerchfell, Lungen, lÇehlkopf, Zunge, Lippen, Gaumensegel und Unterkiefer zusammen arbeiten. Die Gesamtheit dieser Sprechbewegungen ist das Ursprüngliche der äuBernErscheinung jederLautsprache. Daher bezeichnen wir sie als die primäre Bewe gungsform der Sprache.
Als Wirkung dieser primaren Bewegungsform der Sprache entstehen rhythmisch klangliche Gebilde, die von uns gehörten Sprechreihen (Worte und Sätze), die wir als 2. Die Hörforn der Spraehe bezeichnen.
Diese Hörform der Sprache entspricht als klanglich-rhythmisches Gebilde in ihrer Gliederung der primären Bewegungsform aufs Genaueste. Änderungen der Bewegungsform bewirken immer entsprechende Änderungen in der Hörform. In der Hörform haben wir somit eine direkt wahrnehmbare Kontrollmoglichkeit der Bewegungsform.
In dieser Hörform der Sprache liegt nun aber noch eine andere, nur unter besonderen Umständen und Bedingungen hervortretende Erscheinungsweise der Sprache eingeschlos- sen. Wenn uns direkt ins Ohr gesprochen wird und wir von den klanglichen Qualitäten der Luftschwingungen absehen, bleiben immer noch als Wirkungen der Sprechbewe gungen deutlich wahrnehmbare, ans äussere Ohr und Trommelfell schlagende Luftstosse.
Dieselben erfolgen wiederum in genau der- selben rhythmischen Gliederung wie die pri märe Bewegungsform der Sprache und stellen das bei totaler Taubheit noch verwertbare Reizmaterial dar, wenn wir dem Tauben direkt ins Ohr sprechen. Die bei diesem Einsprechen ins Ohr des Tauben direkt eindringenden Luftstösse vermögen also die ihrer Schwingungsform und-dauer entsprechenden klanglichen Qualitäten nicht mehr und bei Schwerhörigen nur unvollkommen und ver ändert zur Geltung zu bringen.
Um so stärker wirken nun aber diese direkt ins Ohr dringen- den Luftstösse als Tastreize (Druck-, Wärme- und Kälteempfindungen), die einander ebenso in rhythmischer Gliederung folgen wie die klanglichen Qualitäten der Hörform. Diese damit hinreichend charakterisierte Erschei- nungsweise der Sprache können wir daher als die Tastform der Sprache bezeichnen.
Diese Tastform der Sprache mit ihren rhythmisch gegliederten Tastreizen (Druck-, Wärme-und Kälteempfindungen), bietet uns also eine wei- tere, bisher im Unterricht aber nicht verwertete direkte Möglichkeit der Kontrolle und Beeinflussung der primären Bewegungs- form hinsichtlich ihrer rhythmischen Beschaffenheit, und vermag bei der Auffassung der Wort-und Satzgestalten die fehlenden klanglichen Qualitäten (den Ton als Träger des Rhythmus und die dem Ton eigene Klangfarbe, Stärke und Höhe) freilieh auf andere Weise, aber doch hinreichend zu ersetzen.
Auf diese, durch genaue Beobachtung im Unterriehtsversuch ohne weiteres feststellbare und im Unterricht seit einem Jahr be rücksichtigte Tatsache, gründet sieh mein Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache bei Schwerhörigen und Tauben.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Der Apparat gemäss Fig. 1 und 2 besteht aus drei Teilen : a) dem den Luftschaltstrom aufnehmenden Sprechtrichter, der so gebildet ist, dass er Mund-und Nasenöffnungen umschliesst, dem Gesichte dicht anliegt, und dass seine Aus trittspartie abgebogen ist.
Um die Absehbar- keit der Sprechbewegungen zu ermöglichen. ist dieser Spreehtriehter durchsichtig, z. B. aus helltransparentem Celluloid hergestellt, b) der Luftschallstromleitung, die a mit c verbindet, und c) dem Ohrenteil, der die die Tast-und Hörreize verursachenden Wirkungen der Sprechbewegungen auf das Ohr iiberträgt.
Die Austrittspartie d des Sprechtrichters lann drelibar oder niclit drehhar sein. Die Drehbarkeit der Austrittspartie ermöglicht den Gebrauch des Apparat sowohl am linken als auch am rechten Ohr.
Der dargestellte Apparat konnte ferner wie ein Telephonmikrophon gebaut und ge- braucht verden, d. h. mit einem Handgriff ausgebildet sein, statt mit Mitteln zu seiner Befestigung am Kopf des Benutzers versehen zu sein.
Der den Luftschall aufnehmende Sprech- trichter kann auch so gebaut sein. dal3 er nur die Mundöffnung umschliesst. Die Austritts- partie des Spreehtriehters konnte auch gerade und die Biegung in einen Sehlauch verlegt sein.
Statt dem Ohrenteil c die Form eines Trichters zu geben, könnte er auch als Olive (Fig. 3) oder Musehel (Fig. 4) ausgebildet sein, aueh konnte er eine Membrane enthalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache für Sehwerhörige und Taube, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Luft schallaufnahmetrichter aufweist. welcher durch eine Luftscballeitung mit einem Ohrenteil verbunden ist, der die die Tast-und Hör- reize verursachenden Wirkungen der Sprech bewegung auf das Ohr übertragt, wobei der Aufnahmetrichter so ausgebildet ist, dass er die Mundöffnung umschliesst.UNTERANSPRUCHE : 1. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahme t : richter durchsichtig ist, wodurch das Ablesen der Sprechbewegungen vom Munde des in den Tricher Sprechenden ermöglicht wird.2. Apparat nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmetrichter aus helltransparentem Celluloid gebaut ist.3. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er mit Mitteln zu seiner Befestigung am Kopf des Benutzers versehen ist.4. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem Handgriff f zum Halten während des Gebrauches ausgebildet ist.5. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftschallaufnahme- trichter so ausgebildet ist, dass er auch die Nasenöffnungen umschliesst.6. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftschallaufnahmetrichter so ausgebildet ist, dass seine Austrittspartie drehbar ist, um den Apparat nach Belieben für das linke oder rechte Ohr gebrauchen zu können.7. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittspartie des Luftschallaufnahmetrichters abgebogen ist.8. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohrenteil als Trichter ausgebildet ist.9. Apparat nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohrenteil mit einer Membran ausgestattet ist.10. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohrenteil als Olive ausgebildet ist.11. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohrenteil als Muschel ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH214420T | 1940-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH214420A true CH214420A (de) | 1941-04-30 |
Family
ID=4448688
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH214420D CH214420A (de) | 1940-06-11 | 1940-06-11 | Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache für Schwerhörige und Taube. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH214420A (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3155189A (en) * | 1962-02-28 | 1964-11-03 | Carolyn H Macfarlane | Voice reflector |
| US3182746A (en) * | 1962-12-04 | 1965-05-11 | Ii Frederic J Schaefer | Voice box for aural training |
| US3238662A (en) * | 1963-03-26 | 1966-03-08 | Gerber Prod | Toy telephone usable for speech training |
| US3271883A (en) * | 1963-06-17 | 1966-09-13 | Univ Mcmaster | Language laboratory apparatus |
| US3358390A (en) * | 1963-10-14 | 1967-12-19 | Korn Tadeusz | Process and apparatus for teaching intended to permit objective hearing of one's own words |
| US4784115A (en) * | 1986-06-16 | 1988-11-15 | Webster Ronald L | Anti-stuttering device and method |
-
1940
- 1940-06-11 CH CH214420D patent/CH214420A/de unknown
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3155189A (en) * | 1962-02-28 | 1964-11-03 | Carolyn H Macfarlane | Voice reflector |
| US3182746A (en) * | 1962-12-04 | 1965-05-11 | Ii Frederic J Schaefer | Voice box for aural training |
| US3238662A (en) * | 1963-03-26 | 1966-03-08 | Gerber Prod | Toy telephone usable for speech training |
| US3271883A (en) * | 1963-06-17 | 1966-09-13 | Univ Mcmaster | Language laboratory apparatus |
| US3358390A (en) * | 1963-10-14 | 1967-12-19 | Korn Tadeusz | Process and apparatus for teaching intended to permit objective hearing of one's own words |
| US4784115A (en) * | 1986-06-16 | 1988-11-15 | Webster Ronald L | Anti-stuttering device and method |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1912476B1 (de) | Verfahren zum Trainieren auditiver Fähigkeiten | |
| DE102008030404A1 (de) | Hörhilfevorrichtung und -verfahren | |
| AT518441B1 (de) | Vorrichtung zum Unterstützen des Sprach- und/oder Hörtrainings nach einer Cochlear Implantation | |
| WO1995015067A1 (de) | Hülle für hörgeräte, damit versehene hörgeräte bzw. teile davon und hörtestvorrichtung und verfahren | |
| CH214420A (de) | Apparat zur Selbstkontrolle der Eigensprache für Schwerhörige und Taube. | |
| DE3027791C2 (de) | ||
| Bordley et al. | XXXIX The Role of the Cerebrum in Hearing | |
| DE102007012024B4 (de) | Hörtrainingsgerät und dazugehöriges Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen | |
| DE760952C (de) | Hoer- und Sprachrohr | |
| CH219299A (de) | Apparat für Gehörgeschädigte. | |
| DE10005428A1 (de) | Vorrichtung zum Anpassen von programmierbaren Hörgeräten | |
| DE750602C (de) | Elektrisches Stethoskop | |
| DE4119197C2 (de) | Vorrichtung zum Verarbeiten akustischer Information | |
| DE2629968C2 (de) | Hörgerät nach dem Knochenleitungsprinzip | |
| DE3304650A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur korrektur von sprechrhythmus-stoerungen | |
| DE568139C (de) | Schalldicht abschliessende Telefoneinsprache | |
| DE2545993A1 (de) | Einrichtung zur stereophonischen aufnahme von schallereignissen | |
| DE125804C (de) | ||
| DE7040072U (de) | Hoergeraet | |
| DE102016114720A1 (de) | Kommunikationsgerät zur sprachbasierten Kommunikation | |
| DE9411558U1 (de) | Anordnung zur Sprachausgabe | |
| CH335533A (de) | Hörhilfegerät in Gestalt einer Brille | |
| DE449549C (de) | Schallverstaerker fuer Tonwiedergabevorrichtung, Sprechmaschinen, elektrische Lautsprecher u. dgl. | |
| DE1172316B (de) | Schwerhoerigengeraet | |
| DE927530C (de) | Als Ersatz der fehlenden menschlichen Stimmbaender dienendes Geraet |